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Erste Steuererklärung - wie max EV ?

28 Beiträge
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KingMORe
Beigetreten: 21.06.2008
PokerStrategist

Hallo liebe Pokerstrategen,

habe jetzt nach dem Studium den ersten Job. Bislang habe ich noch nie eine Steuererklärung abgegeben.

Es fehlt also die Steuererklärung für 2017 und noch die für die letzten 5 (?) Jahre. Könnt ihr mir Tips geben wie ich das am besten hinkriege ?

Die späteren Steuererklärungen traue ich mir selber zu, aber ich glaube das die erste wegen Studium+ Beruf und die für die letzten Jahre schwieriger sind.

Steuerberater ?
Steuerhilfeverein ?
Doch selber probieren ?

Was ist eure Erfahrung ?

Danke für eure Unterstützung :f_smile:


Antwort
Zitat
27 Antworten
Saphirus
Beigetreten: 21.04.2013
PokerStrategist

Ich hatte letztes Jahr das gleiche Problem. Man hört ja immer wieder, dass man sich in der ersten Steuererklärung mit Verlustvortrag etc. jede Menge Geld zurück holen kann. In der Praxis funktioniert das nur in Ausnahmefällen, weil du höhere Werbungskosten haben musst, als du verdient hast: https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/bfh-zu-den-studien-und-ausbildungskosten-nebenjob-frisst-steuererstattung/
Ich hatte im Master einen Nebenjob, entsprechend hatte sich das Thema für mich direkt erledigt. Insbesondere, weil ich im November angefangen habe zu arbeiten und sowieso unter dem Steuerfreibetrag lag. Das heißt, meine Werbungskosten hätten zwei Bruttomonatsgehälter + die gesamten Nebenjobeinnahmen aus zwei Jahren überschreiten müssen, um irgendeinen steuerlichen Vorteil zu erhalten. So viele Bücher habe ich dann doch nicht gekauft. Du kannst ja mal grob durchrechnen, wie hoch dein Verlustvortrag wäre und ob sich die Mühe für die rückwirkenden Steuererklärungen überhaupt lohnt.


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Zitat
febsan
Beigetreten: 20.09.2007
BlackMember

Afaik kann man nur für die letzten 4 Jahre eine Steuererklärung rückwirkend machen.
Als Student ohne Nebenjob lohnt sich ne rückwirkende Steuererklärung und rel. einfach, entweder in Studi-Portalen nachgucken was angerechnet wird, oder hier https://www.studentensteuererklaerung.de/ eintragen (ob du die dann kostenpflichtig abschickst oder die entsprechenden Felder in Elster per Hand überträgst, ist dir überlassen).

/e: Der Verlustvorantrag lag bei mir (staatl. Uni gleiche Stadt, keine grösseren Anschaffungen) in der Region 2k EUR/Jahr


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Zitat
jotha
Beigetreten: 20.04.2006
Elite Grinder

@febsan
Das ist doch erst die halbe Antwort. Hat es sich denn für dich gelohnt?
Du hattest in der Studentenzeit keinen Nebenjob, mit denen diese Verluste sofort in diesem Jahr verrechnet wurden?
Du hast nicht im September angefangen und dieses Einkommen wäre durch den Grundfreibetrag und in diesem Jahr absetzbare Kosten nicht sowieso steuerfrei geworden?


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febsan
Beigetreten: 20.09.2007
BlackMember

@jotha:
Ich habe doch geschrieben, dass es sich eine rückwirkende Steuererklärung für Studenten _ohne_ Nebenjob lohnt (es sollte wohl besser heißen: lohnen kann).
An meinem Beispiel wollte ich sowohl deutlich machen, in welchem Rahmen man sich in etwa bewegt als "normaler" Student, als auch, dass es sich lohnen kann eine Steuererklärung als Student abzugeben, obwohl man nicht soo viele Ausgaben hat.
Am meisten lohnt es sich natürlich, wenn du exorbitante Ausgaben im Studium hattest, wie Privatuni mit hohen Studiengebühren etc.

Allgemein finde ich es auch durchaus sinnvoll als Student eine Steuererklärung abzugeben, in erster Linie als "Testumgebung". Du machst dich vertraut mit Steuerangelegenheiten und wenn du Fehler machst bzw. Sachen vergisst sind die nicht so kostspielig wie im späteren Berufsverlauf.


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Zitat

Hier ist soviel Halb- bis gar kein Wissen vorhanden, dass ich King nur den Gang zum Steuerberater empfehlen kann.


Antwort
Zitat
Krach-Bumm-Ente
Beigetreten: 01.05.2006
BlackMember

Ich konnte ca. 8000€ abschreiben. Keine Nebenjobs als Student, dafür zwei Auslandssemester bei denen Miete etc. auch abgesetzt werden kann. Finanzamt wollte keinen einzigen Beleg, nicht mal für die Mietkosten im Ausland.


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Zitat
pg89
Beigetreten: 05.04.2008
Oldschool Grinder

Gerade wenn man nicht das ganze Jahr gearbeitet hat, lohnt sich doch eine Steuererklärung nahezu immer, da man viel zu viele Abgaben gezahlt hat.
Hab bei meiner ersten Steuererklärung nach dem Studium gut 1500€ zurück bekommen :megusta:


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Zitat
cptbanano
Beigetreten: 08.03.2009
Poker Player

Eine Steuererklärung lohnt sich fast immer. Nur einen Steuerberater braucht man dafür nicht unbedingt.

Es gibt Finanzdienstleister, die Studenten kostenlos bei der Absetzung ihrer Studienkosten helfen. Natürlich in der Hoffnung, dass du als Absolvent dort Kunde wirst. Die kennen auch die ganzen Tricks, bspw. kann man zwei Heimfahrten im Monat zu den Eltern ohne Beleg abrechnen.


Antwort
Zitat

Original von cptbanano
Eine Steuererklärung lohnt sich fast immer. Nur einen Steuerberater braucht man dafür nicht unbedingt.

Es gibt Finanzdienstleister, die Studenten kostenlos bei der Absetzung ihrer Studienkosten helfen. Natürlich in der Hoffnung, dass du als Absolvent dort Kunde wirst. Die kennen auch die ganzen Tricks, bspw. kann man zwei Heimfahrten im Monat zu den Eltern ohne Beleg abrechnen.

Toller Tipp, dass von ungelernten Finanzdienstleistern machen zu lassen, die mindestens so ungelernt im Bereich Steuern sind.
Das Thema Heimfahrten ist kein Trick, sondern steht im Gesetz.


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Zitat
FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010
PokerStrategist

Original von cptbanano
Eine Steuererklärung lohnt sich fast immer. Nur einen Steuerberater braucht man dafür nicht unbedingt.

Es gibt Finanzdienstleister, die Studenten kostenlos bei der Absetzung ihrer Studienkosten helfen. Natürlich in der Hoffnung, dass du als Absolvent dort Kunde wirst. Die kennen auch die ganzen Tricks, bspw. kann man zwei Heimfahrten im Monat zu den Eltern ohne Beleg abrechnen.

Kann man jede Woche im Rahmen der doppelten Haushaltsführung.

Falsche Angaben sind btw nicht zu empfehlen.


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Zitat
KingMORe Themenstarter
KingMORe
Beigetreten: 21.06.2008
PokerStrategist

Vielen Danke für eure Hinweise, auch wenn ich jetzt nicht schlauer bin als vorher :f_p:


Antwort
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jotha
Beigetreten: 20.04.2006
Elite Grinder

Original von KingMORe
Vielen Danke für eure Hinweise, auch wenn ich jetzt nicht schlauer bin als vorher :f_p:

Dann solltest Du dir Hilfe holen. Ein Lohnsteuerhilfeverein genügt mMn schon. Aber auch dafür musst du alle Daten zusammenstellen. Das kann man dann selbst in Elster Formular eingeben und sehen, was rauskommt.

Es ist halt eine individuelle Sache. Wenn Du keine genauen Angaben machst, kann man darauf auch nicht antworten.

Wie viel verdienst Du dieses Jahr Brutto? Wie hoch kannst Du Verluste aus dem Studium aufbauen? Hattest Du hohe Kosten durch weites Pendeln und andere außergewöhnlich hohe Aufwendungen wie ein Auslandssemester? Hattest Du Nebenjobs, die das ggf. zunichte machen?

Beispiel: Du verdienst dieses Jahr 12.000 EUR Brutto. Damit bist du ungefähr schon steuerfrei, weil die Sozialversicherungsbeiträge und pauschaule Werbungskosten das so weit absenken, dass der Grundfreibetrag erreicht ist. Trotzdem müsstest Du den angesammelten Verlustvortrag von z. B. 10.000 EUR dieses Jahr einsetzen. Es spielt aber keine Rolle, ob dein zu versteuerndes Einkommen 2.000 EUR oder 8.000 EUR beträgt, weil beides unterhalb des Grundfreibetrages ist und somit keine Steuer anfällt. Es hat also keinen Effekt, die zurückliegenden Steuererklärungen zu machen. In 2018 für 2017 schon.


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HijackerStar
Beigetreten: 07.07.2008
Poker Player

Original von omgfeymo
Das Thema Heimfahrten ist kein Trick, sondern steht im Gesetz.

Würde drauf wetten, dass du in dem Business tätig bist :f_biggrin:

Nen Laie kann mit dieser Info rein gar nichts anfangen. Was nicht absolut offensichtlich und allseits bekannt ist, ist für den Normalbürger da draußen ein "Steuertrick".


Antwort
Zitat

Original von HijackerStar

Original von omgfeymo
Das Thema Heimfahrten ist kein Trick, sondern steht im Gesetz.

Würde drauf wetten, dass du in dem Business tätig bist :f_biggrin:

Nen Laie kann mit dieser Info rein gar nichts anfangen. Was nicht absolut offensichtlich und allseits bekannt ist, ist für den Normalbürger da draußen ein "Steuertrick".

Deshalb geht man mit diesen Sachen auch zu Profis.
Ich lasse meinen Wasserhahn ja auch nicht von einer Bäckereifachverkäuferin fixen.
Grundsätzlich würde m.M.n. für King ein Lohnsteuerhilfeverein genügen, wobei ein Steuerberater auch nicht viel mehr kostet, dafür hat er aber mehr Plan.
An solchen Fällen wie oben verdient man ja auch kein Geld...


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Zitat
xn321
Beigetreten: 13.01.2008
PokerStrategist

Steuerhilfeverein imo


Antwort
Zitat
HijackerStar
Beigetreten: 07.07.2008
Poker Player

Original von omgfeymo
An solchen Fällen wie oben verdient man ja auch kein Geld...

Das mag sein. Ich nehme aber mal an, dass King gerne selbst etwas Geld daran verdienen möchte.
Daher wäre die wichtigste Frage um wie viel Kohle es geht. Wie hoch sind die Studienkosten? Wie viel Lohnsteuer wurde in den jeweiligen Jahren gezahlt? Davon würde ich dann abhängig machen ob sich professioneller Rat überhaupt finanziell lohnt.

Also erst mal Bestandsaufnahme. Vielleicht erledigt sich dann die ein oder andere Frage was, wie viel und wie überhaupt steuerlich angesetzt werden kann.


Antwort
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FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010
PokerStrategist

Original von HijackerStar

Original von omgfeymo
Das Thema Heimfahrten ist kein Trick, sondern steht im Gesetz.

Würde drauf wetten, dass du in dem Business tätig bist :f_biggrin:

Nen Laie kann mit dieser Info rein gar nichts anfangen. Was nicht absolut offensichtlich und allseits bekannt ist, ist für den Normalbürger da draußen ein "Steuertrick".

Wer damit nichts anfangen kann, der kauft auch im Expert / Media Markt / Saturn seinen Elektrokram (Handy, Handytarif, Laptop) auf Empfehlung des "Beraters".

Als Student/Angestellter kann man eigentlich easy seine Steuererklärung selbst machen.


Antwort
Zitat
KingMORe Themenstarter
KingMORe
Beigetreten: 21.06.2008
PokerStrategist

Naja, das Jahr 2017 ist eigentlich ziemlich klar, dafür bräuchte ich keine Hilfe.

Hab zum 1.7 angefangen zu arbeiten, was mir schon eine Steuerrückerstattung bringen wird. Dazu eben Entfernungspauschale einmal für die Uni halbes Jahr und einmal für die Arbeit ein halbes Jahr.

Es ist mir nur bei den zurückliegenden Jahren ein kleines Rätsel. Hatte eine kurze Zeit einen kleinen Nebenjob, Praktikum, Auslandsstudium usw.

Was mir auch durch den Kopf geht: Vielleicht ist es für mich besser die zurückliegenden Jahre erst nächstes Jahr einzureichen, weil dann der Effekt größer wird. Dieser Jahr würde ich dann nur dieses Jahr machen und das letztmögliche zurückliegende, damit es nicht verfällt.


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Zitat
HijackerStar
Beigetreten: 07.07.2008
Poker Player

Original von KingMORe
Was mir auch durch den Kopf geht: Vielleicht ist es für mich besser die zurückliegenden Jahre erst nächstes Jahr einzureichen, weil dann der Effekt größer wird. Dieser Jahr würde ich dann nur dieses Jahr machen und das letztmögliche zurückliegende, damit es nicht verfällt.

Der Plan funktioniert nicht weil man beim Verlustvortrag kein Jahr bei der Anrechnung überspringen kann. Er wird als Grundlagenbescheid einfach deinen Einkommensteuerbescheid für 2017 wieder aufmachen und sich dort möglicherweise vollständig aufzehren.


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