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Frage an BWL-Studenten...

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Fishman1911
Beigetreten: 12.06.2010

Hallo zusammen
Ich habe eine beurfslehre zum KFZ-mechaniker gemacht und nie auch nur das geringste mit BWL zutun gehabt in meinem leben bisher...Ich habe mich nun aber dazu entschieden ein studium zu machen und wie wahl ist auf BWL gefallen. Traum wäre eigentlich Maschienenbau gewesen, aber dafür bin ich viel zu schlecht im mathematik bereich und mit BWL macht man eh mehr kohle, hab ich gehört:coolface:
Eigentlich wäre ein praktikum nötig gewesen, aber ich wurde trotzdem aufgenommen und es beginnt in kürze.
Wie schätzt ihr meine chancen komplett ohne vorkenntnisse ein? Seid ihr auch quer eingestiegen? Falls nicht, wieviel habt ihr von eurer Lehre/Schule gebraucht?


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32 Antworten
draghkar
Beigetreten: 16.08.2006

Mit bwl verdienst du nicht mehr als mit maschinenbau, vor allem nicht wenn du bereits kfz-mechaniker bist und daher eher nicht in einer bank anfangen wirst.
Vorkenntnisse brauchst du prinzipiell keine. Allerdings hängt der schwierigkeitsgrad sehr stark von der spezialisierung ab. Finanzierung etc kann schonmal kniffliger werden, marketing und personal ist eher auf schulniveau anzusiedeln.

Das wichtigste wird sein, dass es dir Spaß macht und du genügend selbstdisziplin mitbringst.


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Overthinking
Beigetreten: 13.09.2011

In welchem Ort bist du denn gelandet?


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cptbanano
Beigetreten: 08.03.2009

Auch wenn du BWL studierst, wirst du nicht ohne Mathe auskommen. Du solltest zumindest ein bisschen Zahlenverständnis mitbringen. Sonst kann das Studium ziemlich zäh werden.


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MyLady17
Beigetreten: 11.03.2007

Wenn dich neben der Mathematik nur das Geld zur BWL treibt, würde ich mir das nochmal überlegen. Du entwertest damit deine Ausbildung eben komplett. BWL ist ein Massenstudienfach, das nur mit richtiger und dann eben sehr mathelastiger Spezialisierung richtig Geld bringen kann. Die Spezialisierungen ohne Matheanteil wie z.B. Marketing werden dich geldtechnisch nicht weiterbringen. Dort sind 100 Bewerbungen und mehr keine Seltenheit um überhaupt irgendwas zu finden. Dann biste aber von den 45k was die BWL´ler grundsätzlich so als selbstverständliches Einstiegsgehalt fordern, aber meilenweit entfernt.

Hast du dir nichtmal Elektrotechnik überlegt? Sehr gefragt und deine Ausbildung wäre sozusagen die Grundlage auf der du aufbaust. Dann irgendwo bei Siemens oder nem Autohersteller Praktika machen, Thesis dort schreiben und übernommen werden = Profit :)


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daumi
Beigetreten: 23.10.2007

mit ein bisschen Fleiß und mittelmäßigen Auffassungsgabe alles machbar
kommt dann eben auf die Spezialisierung an
Aber: wenn dich das alles nicht wirklich interessiert las es sein!
kenne haufenweise Leute die ein Abschluss gemacht haben und jetzt nix gescheites finden
diese Leute hatten aber auch überhaupt kein Interesse für Wirtschaft und auch kein Verständnis
die haben dann Marketing oder Personal gemacht
Steuerleute, Rewe und Financeleute haben dagegen fast alle einen guten Job heute


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simon6184
Beigetreten: 13.11.2006

In Münster scheitert der größte Teil in den ersten Semestern am Mathe und Statistik. Wenn das also nicht dein Ding ist, solltest du dir das nochmal gut überlegen.


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Schorscheee
Beigetreten: 09.06.2007

Finde nicht, dass BWL ein Hexenwerk ist. Mathe und Statistik sind für viele problematisch, aber mit etwas Fleiß sollte das wirklich jeder schaffen. Da man sich im weiteren Verlauf oft auch spezialisieren kann - also selbst Schwerpunkte & Fächer wählen kann - wirds nach den ersten 2-3 Semestern auch oft gefühlt leichter.


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tranceactor
Beigetreten: 09.11.2006

zu der mathegeschichte: das darf man bei bwl auch nicht unterschätzen. ist schon etwas her bei mir, aber kenne viele, die in bwl an den einführungskursen mathe gescheitert sind. statistik ist dazu nicht jedermanns sache...
mathe leistungskurs (auch wenn ich da einer der schlechtesten war) hat mir ziemlich geholfen, insb. in stochastik/statistik

mein tipp: versuche zu testen, ob du eine chance hast. falls uni/fh vor ort, versuche bwl-studenten (1. bis 2. semester) zu finden und dir den stoff in mathe zeigen/erklären zu lassen, evtl. in form einer art nachhilfe. da investierst du dann ein paar € und kannst anschließend relativ genau abschätzen, ob du eine chance hättest.


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Selly123456
Beigetreten: 01.06.2009

Srsly - in BWL wird keine Mathematik betrieben, sondern zum Großteil eben nur bisschen Rechnen.
Fand das, was ich in Nebenfach + Zwangsvertiefung da gesehen habe auch recht albern.

@MyLady - Elektrotechnik ist was die Rechnerei angeht deutlich anspruchsvoller als BWL, da man mit komplexen Zahlen und Integralen ziemlich fit sein muss.

@OP - Wenn du nur BWL studierst, weil du denkst, dass es dann Geld gibt, dann lass es am besten direkt.
Was ist denn an der Ausbildung verkehrt? Wieso nicht den Meister machen und dann eventuell in die Selbstständigkeit?
Damit hängst du verdienstmäßig, wenn du es richtig anstellst dem Durchschnittsakademiker nicht sonderlich hinterher, zumal der Schulden aufbaut und/oder >=5 Jahre kein echtes Einkommen hat.
Der Unterschied muss erstmal über die Zeit (zumal höheres Einkommen stärker besteuert wird) abgebaut werden.

Wenn du natürlich keinen Bock mehr auf KfZ-Kram hast, dann solltest du dir wenigstens was suchen, dass die Balance zwischen Spaß und Verdienst wahrt.


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Qancho
Beigetreten: 12.01.2009

Vor BWL-Mathe braucht man wirklich keine Angst haben, da ist das höchste der Gefühle vielleicht mal ein Taylorpolynom aufzustellen. Vom Stoff her kommt da in etwa so viel wie bei E-Technik in den ersten 2 Monaten (durfte beides belegen :f_zZz: ). Der ganze Statistik Kram ist auch eher nur absolute Grundlage. Merk dir nur, wie die Vorredner schon sagten, dass die Bereiche Marketing und Personal völlig überlaufen sind.


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Fishman1911 Themenstarter
Fishman1911
Beigetreten: 12.06.2010

Hey danke erstmal für die vielen Antworten

Also die Fachrichtung ist vorerst Managment, aber da kann ich ja noch wechseln.

Ich habe mich wohl etwas falsch ausgedrückt^^...es geht mir natürlich nicht nur um geld. Ich habe mich auch schon immer für Wirtschaft und Politik interessiert, also das interesse ist definitiv da. Mein Ziel ist es so in 10-15 Jahren, wenn ich so mitte bis ende dreissig bin selbstständig zu sein, eventuel auch im kfz-bereich. Aber Ich denke da würd mir dann ein bachelor in BWL auch mehr bringen, als einer in maschienenbau.

Und wegen mathe: also ich bin jetzt kein kompletter versager in mathe...ich kann mir vorstellen, dass man dinge wie exponential oder quadratische funktionen, logarythmen und ähnliches braucht?...solche sachen und auch algebra kann ich schon. Auch noch n bisschen vektorgeometrie usw. Aber alle technischen Studiengänge wie auch Elektrotechnik haben sehr viel Physik und technische Mathematik die sehr tief geht und das liegt mir leider nicht wirklich, obwohl es mich schon intressiert. über dieses thema hab ich mir lange und ausführlich gedanken gemacht und bin zum schluss gekommen, dass für mich ein technisches studium ausgeschlossen ist.


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wusah
Beigetreten: 06.02.2006

Original von Fishman1911

Und wegen mathe: also ich bin jetzt kein kompletter versager in mathe...ich kann mir vorstellen, dass man dinge wie exponential oder quadratische funktionen, logarythmen und ähnliches braucht?...solche sachen und auch algebra kann ich schon. Auch noch n bisschen vektorgeometrie usw. Aber alle technischen Studiengänge wie auch Elektrotechnik haben sehr viel Physik und technische Mathematik die sehr tief geht und das liegt mir leider nicht wirklich, obwohl es mich schon intressiert. über dieses thema hab ich mir lange und ausführlich gedanken gemacht und bin zum schluss gekommen, dass für mich ein technisches studium ausgeschlossen ist.

Mein BWL-artiger Studiengang geht zwar stärker in die technische Richtung, aber wir machen nicht weniger Mathe als die Maschinenbauer bei uns. Die haben halt mehr Technische Mechanik etc, aber der Matheanteil ist sehr ähnlich. Ein Bekannnter macht BWL Tourismusmanagement und hat quasi kein Mathe. Kann also stark variieren. Ich würde dir empfehlen einfach mal Studenten dort zu fragen was du an Mathe so können solltest am Anfang. Anlaufstelle ist da am besten die Fachschaft.
Unterschätzen solltest es je nachdem halt auf keinen Fall. Es ist nicht ungewöhnlich, dass nach 2 Semestern nur noch die Hälfte der Leute dabei ist, da viele mit Mathe eben nicht klar kamen.

edit: Mit Abiwissen Exponentialfunktionen, Log, trig. Funktionen, bisschen Kurvendiskussion etc kommst (bei einigen BWL-Studiengängen) zumindest nicht sehr weit.
Allerdings ist man ja auch dort um es zu lernen. Wollte nur klar machen, dass du es nicht unbedingt unterschätzen solltest.


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Heinz021
Beigetreten: 27.09.2007

wenn du unbedingt bwl machen willst, go for it, an mathe wirst du bestimmt nicht scheitern.
wirst vielleicht ein wenig mehr zeit investieren müssen, aber damit ist alles zu schaffen.

deutlich reizvoller ist imo aber weiter im KFZ bereich zu bleiben. meister machen, selbständig werden.
in dem bereich ist viel geld zu machen, mit ein wenig geschick kannst du dich easy vom durchschnitt abheben indem du dir einen ehrlichen ruf aufbaust.


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wusah
Beigetreten: 06.02.2006

Mit ein wenig Geschick und 300k Kredit meinst du.
Stimme dir aber vom Prinzip her zu.


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Heinz021
Beigetreten: 27.09.2007

achja, eins noch:

du hattest bis jetzt ne praktische arbeit, hast relativ insta ergebnisse gesehen (bremsen funktionieren jetzt wieder^^).
nachher hast nen sesselfurzer job, der wertschöpfende aspekt ist kaum erkennbar.

der unterschied könnte kaum krasser sein, kannst du dir das denn für dich wirklich gut vorstellen?

gibt natürlich leute, denen beides liegt, die in beidem talentiert sind.
ich würde jetzt aber meinem bankfuzzi nicht zutrauen, ein regal an der wand zu schrauben.
was ich damit sagen möchte ist, dass es leute gibt, die vielleicht beides können, aber nur in einem der zwei bereiche aufblühen;)


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SeriousF
Beigetreten: 31.08.2007

BWL bietet dir momentan ähnliche tolle Perspektiven wie Politik- oder Geisteswissenschaften. Vor allem wenn du dich nicht auf einen mathematischen Bereich konzentrieren willst.

Wenn du später selbstständig werden möchtest dann mach lieber den Meister, da lernst du nämlich wie du einen KFZ-Betrieb führst. Im BWL Studium ist das alles viel allgemeiner und wenn du dann deinen eigenen Betrieb aufmachst musst du praktisch wieder von 0 Anfangen und dir das Branchenspezifisch relevante Wissen aneignen.

Eigentlich kann ich aktuell nur jedem vom BWL Studium abraten, außer man ist wirklich so skilled in dem Bereich und ist sich schon seit Jahren sicher dass das die persönliche Zukunft ist.

Edit: Kleine Anekdote noch um den letzten Satz zu begründen: Wenn ich aktuell in ganz Österreich nach Praktikumsplätzen für meine Studienrichtung suche, finde ich auf dem größtem Online Jobportal 20 ausgeschriebene Stellen. Bei der Menge an BWL-Studenten wird das etwas knapp.


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pokerstar2222
Beigetreten: 24.03.2013

Warum nicht Wirtschaftsingenieur ?

Mit der Ausbildung hast du super technische Vorkenntnisse und die andere hälfte hast BWL.
Mittlerweile kann ich dir sagen, dass grade W-Ingenieure und W-Informatiker sehr gefragt bei unternehmen sind, weil die eben auch noch die gewünschten technischen Kenntnisse vorweisen können.


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Fishman1911 Themenstarter
Fishman1911
Beigetreten: 12.06.2010

W-ingenieur war auch in der engeren auswahl...mein bester kumpel studiert w-ingenieur im 3. jahr jetzt...von ihm weiss ich hald auch, dass man da in der ersten 2 wochen das ''Abiwissen'' in mathematik repetiert und dann beginnt es schon mit abartig kranker scheisse und das traue ich mir leider wirklich nicht zu. Ausserdem habe ich mich jetzt schon für BWL eingeschrieben...diese Entscheidung steht fest, dass etwas technisches besser wäre ist mir auch klar, aber wie gesagt: ich kann es wirklich ausschleissen.
Den Meister machen ist für mich keine option, habe ich erstens null bock drauf und dafür würde ich meines wissens auch keine Stipendiengelder bekommen und auf die bin ich angewiesen. Ausserdem will ich allen meinen verwanten sagen können, dass ich Student bin...nur dann heisst es: Ersguterjunge!
Ansonsten heisst es nur: Wiso macht der sich die hände schmutzig, hat der nicht gelernt?!?!

Aber die Meinung zum Mathethema scheint ja etwa 50:50 zwischen lächerliche mathematik und nicht zu unterschätzende mathematik zu sein^^ Ich werd mich dann überraschen lassen, faul bin ich nicht, deswegen bin ich eigentlich zuversichtlich xD

E: Thx nochmal für die ausführlichen antworten


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tranceactor
Beigetreten: 09.11.2006

Original von Fishman1911
Aber die Meinung zum Mathethema scheint ja etwa 50:50 zwischen lächerliche mathematik und nicht zu unterschätzende mathematik zu sein^^ Ich werd mich dann überraschen lassen, faul bin ich nicht, deswegen bin ich eigentlich zuversichtlich xD

so ist es quasi immer in mathe. für die einen ist es lächerlich, insb. die, die bspw. mathe, informatik, physik, *ingenieur studiert haben. für viele andere ist es (zu) schwer. die hohen durchfallquoten in den bwl-matheklausuren sind nicht durch rizinusöl verursacht :coolface:


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