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Gehalt Masterarbeit

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LLuq
Beigetreten: 14.04.2006

Hallo zusammen,

ich hatte gerade ein Vorstellungsgespräch bei einem der größeren Projektierer im Windenergiebereich. Ich möchte dort meine Masterarbeit schreiben und das Thema finde ich auch ganz gut. Ich gehe mal davon aus, dass ich morgen die Zusage bekomme. Ich würde nur 400 € im Monat bekommen, also Minijob Basis, was ich übertrieben wenig finde.
Die Sache ist die, ich wohne in Stuttgart und die Stelle ist in Schleswig-Holstein. Die haben gesagt das ist der übliche Satz für Praktikanten. Ich habe schon ein bisschen gesagt, dass ich es nicht gut finde und im Endeffekt draufzahle. Das ganze würde mich jetzt finanziell nicht umbringen, aber ich finde es einfach nicht gut mich von einem Unternehmen so ausnutzen zu lassen. Ich sehe da einch keine Win-Win Situation, außer dass ich ein gutes Masterarbeitsthema habe. Die Mitarbeiterin mit der ich gesprochen habe, hat keine Entscheidungsgewalt darüber, sie hat gesagt sie versteht da voll und ganz meinen Unmut.

Die Firma kommt natürlich für keinerlei Kosten auf, weder Unterkunft noch Umzug noch Fahrtkosten. Auf der einen Seite steht jetzt die gute Stelle die mein Profil sehr gut abrundet und mir warscheinlich gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt ermöglicht. Auf der anderen Seite mein Stolz, meine fachliche Qualifikation und ein abgeschlossenes Bachelorstudium und der Fakt, dass ich quasi in einem Monat zur Verfügung stehen würde. und die nächsten 6 Monate am Arsch der Welt verbringe.

Was soll ich machen. Auf Risiko gehen und sagen, dass ich mindestens 600 € (wo ich natürlich immernoch draufzahle) im Monat haben möchte, auch mit der Begründung, dass ich im Gegensatz zu einem random Praktikanten ein abgeschlossenes Studium habe, wie es bei anderen Unternehmen auch üblich ist, oder den Schwanz einziehen und zusagen?

Was meint ihr wie die Chancen stehen wenn ich mehr Geld fordere?


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43 Antworten
sebajoe
Beigetreten: 06.03.2006

Also komm Husum oder Rendsburg ist nicht der Arsch der Welt........... aber nahe dran

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass du immerhin "Glück" hast, für deine Masterarbeit überhaupt Geld zu bekommen. Auch wenn es eigentlich ein Witz ist, ist aber meistens in der Größenordnung üblich.


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Zitat
LLuq Themenstarter
LLuq
Beigetreten: 14.04.2006

Die Größenordnung in BW liegt zwischen 600 € und 1000 €.
Es kommt mich halt um einiges günstiger hier in der Umgebung eine Masterarbeit umsonst zu schreiben, also dort 400 € zu bekommen.


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Zitat
Broenes
Beigetreten: 18.10.2007

Original von LLuq
Die Größenordnung in BW liegt zwischen 600 € und 1000 €.

dann aber auch nicht in jeder Branche, sondern eher bei Automobil, etc., aber nicht regenerative Energien.

Ansonsten sämtliche Kosten aufheben und nächstes Jahr in ner Steuererklärung anbringen, dann kannst du das (und alles andere, was im Zusammenhang mit Studium an Kosten angefallen ist) alles von der Bemessungsgrundlage deiner ersten Einkommensteuer abziehen. Aber sonst erstmal froh sein, dass man überhaupt Geld bekommt.


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wurde das thema vom unternehmen ausgeschrieben oder hast du es angeboten?
hast du nach diplomandenverträgen gefragt,gibt es sowas?
brauchst du das unternehmen,also wichtige daten,erfahrungen der mitarbeiter?
sonst kannst du doch ein gewisse zeit dort sein,alle nötigen daten sammeln und dann wieder heim und da schreiben.

auf der einen seite finde ich es überaus schade das man so wenig bekommt und die arbeit und mühe irgendwie nicht richtig gewürdigt wird.
auf der anderen seite musst du mal so sehen, dass die Leute dort sicherlich auch ihren teil an der arbeit mit beisteuern und z.b. dein betreuer dir dort zur seite stehen wird.
der gehalt so einer arbeit ist ja immer ganz unterschiedlich und selbst vom unternehmen nie wirklich genau abzuschätzen.

ich selbst werd von meinem unternehmen bei der masterarbeit mit satten 0,00€ unterstützt (wenn iczh hier schreiben will)
und ich bin bei dem weltmarktführer wenns um immobilienleistungen geht...


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Zitat
garak2406
Beigetreten: 20.04.2005

Original von LLuq
Die Größenordnung in BW liegt zwischen 600 € und 1000 €.

Hier bei mir in BW gibts für die Frage nach Gehalt für die Masterarbeit einen Arschtritt und du kannst wieder gehen.


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Zitat
TobiasK1985
Beigetreten: 04.01.2007

Also wenn du durch die Masterarbeit dort später bessere Berufsaussichten hast würde ich das ganze als eine Investition in die Zukunft betrachten.


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LLuq Themenstarter
LLuq
Beigetreten: 14.04.2006

Original von garak2406

Original von LLuq
Die Größenordnung in BW liegt zwischen 600 € und 1000 €.

Hier bei mir in BW gibts für die Frage nach Gehalt für die Masterarbeit einen Arschtritt und du kannst wieder gehen.

Verkauf dich mal nicht unter Wert, immerhin hat man idR einen Universitätsabschluss wenn man eine Masterarbeit schreibt. Und es geht obv. nicht um ene Arbeit an der Uni, sondern um eine Arbeit die vom Unternehmen ausgeschrieben und von hoher Priorität ist. Und so wie es momentan aussieht zahle ich eben im Monat 400 € + drauf um dort meine Arbeit zu schreiben


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LLuq Themenstarter
LLuq
Beigetreten: 14.04.2006

Original von TobiasK1985
Also wenn du durch die Masterarbeit dort später bessere Berufsaussichten hast würde ich das ganze als eine Investition in die Zukunft betrachten.

Darauf wirds wohl hinauslaufen.


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Zitat
LLuq Themenstarter
LLuq
Beigetreten: 14.04.2006

Original von sebelrob
wurde das thema vom unternehmen ausgeschrieben oder hast du es angeboten?
hast du nach diplomandenverträgen gefragt,gibt es sowas?
brauchst du das unternehmen,also wichtige daten,erfahrungen der mitarbeiter?
sonst kannst du doch ein gewisse zeit dort sein,alle nötigen daten sammeln und dann wieder heim und da schreiben.

Thema vom Unternehmen ausgeschrieben und von großer Bedeutung für die. Könnte es vielleicht sogar komplett in Eigenregie schreiben, aber ich möchte ein bisschen Einblick in die Praxis und im Lebenslauf siehts auch gut aus.


Antwort
Zitat
FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010

Original von LLuq

Original von garak2406

Original von LLuq
Die Größenordnung in BW liegt zwischen 600 € und 1000 €.

Hier bei mir in BW gibts für die Frage nach Gehalt für die Masterarbeit einen Arschtritt und du kannst wieder gehen.

Verkauf dich mal nicht unter Wert, immerhin hat man idR einen Universitätsabschluss wenn man eine Masterarbeit schreibt. Und es geht obv. nicht um ene Arbeit an der Uni, sondern um eine Arbeit die vom Unternehmen ausgeschrieben und von hoher Priorität ist. Und so wie es momentan aussieht zahle ich eben im Monat 400 € + drauf um dort meine Arbeit zu schreiben

Naja auf der anderen Seite steht dann aber die Frage nach dem Nutzen für das Unternehmen - man braucht nunmal eine Eingewöhnungsphase, hat sicherlich auch viel Arbeit, die ein Ingenieur, der sich mit der gleichen Aufgabe beschäftigt nicht hätte....


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Stackjones
Beigetreten: 02.04.2008

Schreibe bei einem großen Nahrungsmittelhersteller in Hessen und bekomme 900€ pro Monat. Das ist der normale Praktikantensold, welcher auch für die Master- und Bachelorarbeitsschreiber gilt. Es sei denn, man ist auf der FH und macht Pflichtpraktikum, dann gibts 200€ weniger. Und die 900/Monat gibts nur, wenn man vor Ort schreibt, wenn man andernorts schreibt, gibt es 500€ Prämie bei Fertigstellung.


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annobln
Beigetreten: 29.07.2007

Das Problem ist halt, dass die zwar gerne Diplomanden / Masterarbeitschreiber ( ;) ) haben wollen aber mit dir natürlich auch einen gewissen Aufwand haben bzw. du so kurz da bist, dass sie dich nirgendwo einsetzen können. Das ist immer deren Hauptargument, was sicherlich auch irgendwie nachvollziehbar ist. Du hast da ein Betreuer, der sich ab und zu um dich kümmert und mit nem Dr. sogar deine Arbeit kontrollieren kann (von Hochschule zu Hochschule anders). D.h. der hat schon Aufwand und den Nutzen sieht man erst zum Schluß. Daher bezahlen viele Firmen eine Prämie, wenn es der Firma wirklich was gebracht hat.

Ist ne' Kacksituation. Habe damals 800€ bekommen und musste ständig pendeln, bin gerade so auf +-0 gekommen (Sprit oder Bahn alleine schon 50€ pro WE + Wohnung 320€). UNd dann kann man als Student das noch nicht mal stuerlich geltend machen nach dem Studium. Ist schon alles ein wenig traurig irgendwie.


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Kranker
Beigetreten: 09.04.2007

Bekomme 650€+Prämie je nach Qualität der Arbeit für eine Bachelorarbeit. Ich würde an deiner Stelle zumindest zu den 400€ den gängigen Wohngeldzuschuss verlangen. Also zumindest 150-250€ mehr.


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belze
Beigetreten: 27.05.2005

Immerhin bekommst du damit 400 Euro mehr als ich für ne DA.
Ich finds eh krass, dass Unternehmen da auch nur irgendwas für bezahlen.


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TobiasK1985
Beigetreten: 04.01.2007

Original von belze
Immerhin bekommst du damit 400 Euro mehr als ich für ne DA.
Ich finds eh krass, dass Unternehmen da auch nur irgendwas für bezahlen.

Jup, war auch überrascht. Habe hier in den USA 6 Monate Praktikum + Masterarbeit für lau gemacht :(. Sah das auch als Investition an, ansonsten wäre es sehr demotivierend gewesen...


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Stackjones
Beigetreten: 02.04.2008

Bei mir ist es so, dass in meinem Vertrag klipp und klar steht, dass ich eine Masterarbeit im Unternehmen schreibe. Auch der vorläufige Titel steht darin. Ich mache eine Kennzahlenanalyse und das Lustige ist, dass es eine bonusrelevante Kennzahl ist. Deshalb ist das den Leuten wohl ein Teil des Budgets wert. :coolface:


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LLuq Themenstarter
LLuq
Beigetreten: 14.04.2006

Einige sehen es hier so, dass die Betreuung einer Masterarbeit ein gute Tat des Unternehmens ist. In Wirklichkeit ist es einfach eine sehr günstige Alternative ein Thema professionell wissenschaftlich beleuchten zu lassen, weil es für das Unternehmen einfach günstiger ist 400-1k/Monat zu zahlen, bzw. gar nichts, als 4k für einen Mitarbeiter, der in der gleichen Zeit aber auch noch andere Aufgaben zu erledigen hätte. Die Win Situation liegt da in erster Linie beim Unternehmen, sofern man danach nicht einen Job angeboten bekommt.


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Stackjones
Beigetreten: 02.04.2008

Das ist richtig. Wie aber bereits gesagt wurde, bestehen teilweise Lehrstühle auf Zahlungen einer festen Geldsumme an die Universität. Bei mir an der RWTH Aachen wird sogar den Lehrstühlen kommuniziert, dass sie diese Prämie einfordern sollen. Glücklicherweise machen das nicht alle, sonst würde ich die MA nicht schreiben können höchstwahrscheinlich. Ein wiss. Mitarbeiter erklärte mir, dass diese Summe "im niedrigen Tausenderbereich" liege. Das ändert dann schon wieder Vieles. Ich studiere BWL, meist gibt es dann eine tiefergehende Marktanalyse in der MA, das wäre normalerweise die Aufgabe eines MaFo-Unternehmens und die sind echt schweineteuer. Die Ergebnisse der Arbeit gehen qualitativ aber sicherlich weit auseinander. Betrachte das ein bisschen skeptisch.

Im Großen und Ganzen würde ich aber auch sagen, dass es normalerweise eine Win-Win-Situation ist. Ich habe auch vor, nach der MA dort anzufangen. Habe auch bereits ein Praktikum dort absolviert und danach wurde mir schon gesagt, ich solle mich nach dem Studium melden. Wie es nun genau danach aussieht, wird sich jedoch zeigen. In erster Linie mache ich die MA, da ich danach auf 10 Semester inkl. 10 Monaten Praxis komme, was sich auf dem Papier ganz gut macht. Zumal es die Verhandlungsposition stärkt, wenn man bereits im Unternehmen drin ist und nicht noch groß eingearbeitet werden muss, weder fachlich noch sozial.

Edit: Da ich wieder in der Abteilung bin, in der ich mein Praktikum absolvierte, übernehme ich auch wieder meine alten Aufgaben. Da die Lernkurve ja nie so wirklich aufhört, hatte ich das Tagesgeschäft aber am Ende des Praktikums sehr gut drauf und das wird mir nicht allzu viel vom Tag stehlen, ich denke so an 4h/Tag. Dass man für Job, der zwar größtenteils mit dem Thema der MA zusammenhängt, aber nicht komplett hilfreich ist, und MA zusammen weit mehr als 40 Stunden pro Woche im Büro abhängen wird, halte ich für normal. Ich rechne mit Anwesenheit pro Woche von midnestens 60 Stunden. In den Zeiterfassungsbogen muss man halt die Arbeitszeit eintragen, wenn du an der MA arbeitest, geht die Zeit "flöten". :)


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1u21
Beigetreten: 23.11.2006

Die Firmen sind nicht verpflichtet an Praktikanten oder Absolventen ein Gehalt zu zahlen. Je nach Branche ist es aber üblich die Studenten zu bezahlen, damit man überhaupt noch Studenten bekommt. Ein geringes Gehalt heißt auch nicht zwingend, dass man genug Studenten hat. Es kann auch ein Hinweis darauf sein, dass die Lage in der Branche nicht sonderlich gut ist. Schau dir z.B. die Insolvenzmeldungen verschiedener Windkraftanlagenhersteller an.


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