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Informatikstudium das richtige?

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Also ich studiere zur Zeit Angewandte Informatik an einer FH. Wenn du Interesse an Informatik hast beziehungsweise gerne programmieren willst dann such dir am besten im Internet einen Kurs und fange mit dem an egal ob Java, C, C++ oder HTML (auch wenn HTML streng genommen keine Programmiersprache ist). Noch besser ist es, wenn du dir ein Buch holst über die Programmiersprache oder eben auch für Webdesign etc. . Das wird dir später viel helfen und erleichtern und fange einfach an aus eigenem Antrieb ich habe zum Beispiel auch selbst mit HTML angefangen, weil michs einfach interessiert hat.

Im Studium selber geht es dann eben viel ums logische Denkvermögen weniger ums eigene programmieren. Mathematik ist auch ein relativ großer Block und relativ anspruchsvoll.

Also wie schon gesagt probiers einfach mal aus wenns dir dann Spaß macht und du merkst du interessierst dich dafür richtig dann kannst du dir auch überlegen ein Studium oder Ausbildung in diese Richtung anzufangen.

Gruß

Isildurrrrrr


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Zitat
FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010

Original von overbet90
Danke für eure Meinungen. Dann ist ein Informatikstudium wohl zuviel des Guten.

Werde ich wenn ich eine Ausbildung als Fachinformatiker/-in Fachrichtung Anwendungsentwicklung
mache nach den 3 Jahren in der Lage sein eigenständig Programme zuerstellen?

Jetzt nur als Bsp. weil ich mich letztens drüber aufgeregt habe, kann ich dann zb. einen Pokerbot programmieren und ihn irgendwo auf einer seite zum laufen bekommen?
oder z.b für kunden eine homepage erstellen?

Das kann dir keiner garantieren - du musst schon Talent mitbringen, ansonsten wird das nix...

Du wirst das auf jedenfall nicht im Studium lernen :-)

Im Studium lernt man eher Dinge zu konzeptionieren - so wie ein Architekt eben lernt, wie man einen Bauplan macht, aber nicht, wie man eine gerade Mauer hochzieht....


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Zitat
ZarvonBar
Beigetreten: 21.03.2006

Original von beg0r
du klingst so wie meine freunde, die sagen "ich will eigentlich gerne gitarre spielen können", haben seit jahren eine gitarre zuhause rumfliegen und müssen sich zu 20 minuten übung pro woche zwingen.

So sehe ich das auch, ehrlich gesagt kenne ich niemanden der Informatik studiert hat ohne vorher bereits programmieren zu können. Entsprechend würde ich dir auch raten dir entsprechende Literatur oder Websites zu suchen und es dir selber beizubringen, so wie es eigtl alle machen. Wenn du daran bereits kein Interesse hast, solltest du um eine entsprechende Ausbildung/Studium einen weiten Bogen machen.


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Zitat
_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Kann mir hier wär gute Einstiegsmöglichkeiten bzw. webseiten oder bücher empfehlen mit denen ich programme schreiben kann?


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Zitat
fm1000
Beigetreten: 14.11.2006

http://openbook.galileocomputing.de/javainsel/

Das ist alles was du an Java im Studium lernen würdest. Nutz einfach google da gibt es trilliarden an Tutorials für fast alles . Ob du nun nen Bot progammieren willst - Problem ist halt am Anfang dass du überhaupt wissen musst wonach du googeln musst, als Basis ist das Buch oben ganz gut.
Die Aussage alles so ein bisschen ... EPIC :facepalm: :facepalm:


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Zitat
philwen
Beigetreten: 13.05.2007

Ich studiere Informatik an der TU München inzwischen im 9. Semester und kann dir eventuell auch nochmal einen besseren einblick geben.

Ich konnte vor dem Informatikstudium auch kein bisschen programmieren, ich hab aber ein Naturtalent mich in logische Probleme einzuarbeiten und zu lösen, egal obs Sudokus sind oder andere Sachen, und das ist viel wichtiger und daran sollte man auch Spass haben.

Was lernt bei einem Hochschulstudium in Informatik? Kannst dir ja mal den Studienplan vom Informatik bachelor an der TU München anschauen:


link

Ich lass die Mathematik-Spalte mal unkommentiert. Du siehst aber schon dass allein die schon mehr wie 1/4 ausmacht. Und andere Fächer haben dann auch nochmal oft einen großen Mathe-Teil (zB Theoretische Informatik)

Im ersten Semester lernst du Java (Einführung in die Informatik1 + Praktikum) und kriegst eine kurze Einführung und Übersicht wie ein heutiger Computer aufgebaut ist (CPU,RAM, Register, Recheneinheiten, Assembler, Mikroprogrammierung, etc)

Im zweiten Semester lernst du die Grundlagen der Softwaretechnik(wiki), also nicht wie man programmiert sondern wie ein komplexes Programm idealerweise aufgebaut ist -> Softwarearchitekturen, Design-Patterns, Möglichkeiten um den eventuell mehrjährigen Entwicklungsprozess einer Software zu steuern(SCRUM) etc.
Hinzu kommt noch eine Vorlesung zum Thema Algorithmen und Datenstrukturen -> Wie sortiert oder durchsucht man große Mengen an Daten? Wie kann die Effizienz von solchen Algorithmen berechnet werden? Wieder nix zum programmieren sondern viel Mathe und Beweise...
(Linksammlung: Graphentheorie,Dijkstra, Sortieren, Suchen,
Effizienz von Algorithmen)

Im dritten Semester kommen Grundlagen (!) zu Betriebssystem und Datenbanken -> Für was brauch man Betriebssysteme? Welche Aufgaben übernehmen sie? Welche Probleme gibt es? Für was braucht man Datenbanken? Wie können Daten geschickt gespeichert werden? Welche Probleme und Lösungen gibt es? Und auch hier wieder -> du wirst weder ein serverbetriebssystem einrichten oder entwickeln, noch wirst du ein datenbanksystem installieren/verwalten/benutzen. Es geht immer nur um die grundlegenden Funktionalitäten...

Im vierten Semester kommen Grundlagen zu Rechnernetzen (wie kommunizieren Computer miteinander? Was sind MAC-Adressen/IP-Adressen/Bridges/Switches/UDP/TCP/ISO-OSI Modelle/Verchlüsselungen/Signierungen etc pp.
Dazu kommt wohl einer der theoretischsten Vorlesung: theoretische Informatik (wiki). Da lernt man so tolle sachen wie eine Programmiersprache aufgebaut sein muss damit sie ein Computer versteht und sie funkioniert...

FAZIT (tl&dr):
Das Studium besteht :
- mindestens zur Hälfte (für Schul-verhältnisse) aus nicht trivialer Mathe
- zu einem drittel aus Grundlagen der Informatik:
hier lernst du die Grundlagen die eine hohe Halbwertszeit haben. obwohl sich in der Informatik sehr schnell sehr viel ändert (zB ändern sich die Technologien innerhalb von kürzester Zeit ), gibt es Wissen dass schon seit sehr vielen Bestand hat und auch auf weitere Sicht sehr wichtig bleiben wird...
- aus teilweise praktischen Anwendungen oder zB wissenschaftlicher Arbeit (wissenschaftliche Paper schreiben, Abschlussarbeit etc)

Programmieren ist, wie schon angesprochen, wenn überhaupt ein winziger Teil vom Studium. Viel mehr lernst du halt die absoluten Basics in der ersten Vorlesung und den Rest durch learning-by-doing wenn du zB im 5. Semester im Bachelor-Praktikum eine Software entwickelst mit deren Hilfe du mit einer Wii-Remote ein Spielzeug-RC-Auto steuerst (nur ein beispiel von vielen möglichen).

Wie du aber vermutlich jetzt schon ahnst, lernst du praktisch nur Grundlagen die nicht wirklich aktuell sind, Mathe, und praktisch kein Programmieren. Wenn du also in die Realität entlassen wirst hast du erstmal überhaupt keine Ahnung von nix. Dafür lernst du mit Hilfe deiner Grundlagen sehr schnell sehr effektiv neue Sachen...

Ich hoffe du kannst dir jetzt bisschen mehr unter einem Informatikstudium vorstellen. Ich bin nur durch Zufall dazu gekommen, und es war wohl einer meinen besten Entscheidungen Informatik zu studieren.

Zum Thema Homepage/App/Pokerbot programmieren:
Die ersten beiden bringt du dir am besten selber bei. Anfangen würd ich mit Java (openbook, C#(openbook bzw HTML,Javascript,JQuery,PHP (da findest du per google auch genug sachen). Würd dir aber dazu raten erst mit ner OOP anzufangen (also java oder c#, c++ find ich für anfänger die sichs selber beibringen eher ungeeignet)
Ein Pokerbot der nicht verliert benötigt aber neben exzellenter Programmierkenntnissen in verschiedenen Bereichen, auch eine vernünftige Mathematische Kenntniss des problems - schließlich willst du ja mit deinem Bot gewinnen und nicht verlieren ;) . Das wäre also eher ein Projekt für die etwas weitere Zukunft...
Programmieren im allgemeinen lernt man aber nicht mit Büchern oder Tutorials , sondern durch learning-by-doing (das ist eigentlich auch immer der erste Satz in Tutorials ;)). Also nur durch reines lesen lernt man eigentlich nix, erst durchs selber probieren kommt man weiter...

puh wollte mich eigentlich kürzer fassen ^^...


Antwort
Zitat
schoxx
Beigetreten: 22.09.2007

Kann man eigentlich nicht mehr viel hinzufügen.

Von dem was du erzählt, hört sich das eher nach
einem Studium an der FH oder noch eher nach
einer Ausbildung an.

Ich kann für meinen Teil das Studium an der FH nur empfehlen.
Mir gefällt die Gewichtung in Richtung Praxis einfach.
Aber das ist auch alles subjektiv und an vielen FHs
sehr unterschiedlich.

Wichtig ist auch, das vor allem wenn du über wenig oder
gar keine Erfahrungen verfügst,
du ungefähr ab dem 2ten Semester, nach dem du also weisst
das du weiter studieren möchtest, dir einen Nebenjob / Praktikum
im Bereich Informatik suchst, zum Beispiel als Entwickler.

Wie gesagt, falls dir Informatik nicht liegt, merkst du das recht schnell.
Das ist das Gute.

Grüße


Antwort
Zitat
beg0r
Beigetreten: 07.05.2006

nochmal zum thema studium...

wenn du kein 1er schüler in mathe warst, wird die uni dein neues "hobby" werden müssen. du musst spaß daran haben zuhause, praktisch fast jeden tag, zu rechnen und aufgaben zu lösen.

ansonsten gehört man zu den >50% abbrechern oder mit glück zu den 4.0er studenten =). aber ich würd nicht drauf spekulieren...


Antwort
Zitat
n0ghtmare
Beigetreten: 28.11.2010

Naja, dem kann ich halt nur teilweise zustimmen. Ja, es gibt eine verdammt hohe Abbruchquote. Bei uns gibt es an der TU Berlin jedes Semester 250 neue Informatikstudenten. Nur 25 davon kriegen ihren Bachelorabschluss...
Die Noten in der Schule sind meiner Meinung nach aber total overrated. Ich bin jetzt im letzten Semester des Masterstudiums und ich kann euch folgendes sagen: Ich habe in der Schule die Leistungskurse Mathe und Physik gehabt. Bei beiden habe ich eine 5+ gekriegt und musste in die mündliche Nachprüfung. Soviel zu dem 1er Kandidat in der Schule... Bei dem Bachelor habe ich mich durchgebissen und eine bescheide 3.0 als Abschluss gemacht. Am ekligsten war nicht der Matheanteil, sondern das "Hieroglyphen-Lesen" aka theoretische Informatik. Da gab es sehr sehr hohe Durchfallquoten, und das sogar bei einem gesenkten Bestehensminimum, bei dem man nur 40% für eine 4.0 brauchte. Ich habe 7 Semester für den Bachelor gebraucht und es war die schlimmste Zeit meines Lebens. Den Master hingegen mache ich aktuell in nur 3 Semestern und voraussichtlich mit einer Gesamtnote von 1.2.
Und ja: Um Webseiten zu erstellen musst du nicht studiert haben, insbesondere nicht, wenn es dir ums Design geht und nicht um das "Dahinter"; und insbesondere auch nicht, wenn du dich selbständig machen willst oder so. Dennoch kenne ich genug Kumpels, die in Richtung Frontend gegangen sind, also mit Technologien wie HTML, CSS, Javascript arbeiten. Und wenn ich mir so den Arbeitsmarkt hier in Deutschland so angucke, so werden, zumindest nur beschränkt auf Java Developer(Backend), zu 95% Akademiker gesucht. Ich kann keinem mehr raten, eine Ausbildung zu machen im Informatik-Bereich. Das ist zwar ziemlich easy am Anfang und man sieht, wohin man geht. Die Gehälter gehen dann aber zu krass auseinander später, verglichen mit den Akademikern.
Abschließend will ich noch sagen, dass du WEDER Talent, NOCH atemberaubend in Mathe gewesen sein musst (siehe mich: bin komplett Talent frei und gehe aber voll auf da). Das einzige, was du wirklich brauchst, ist ein wirkliches Interesse zu der Thematik und ein absolut krankes Durchhaltevermögen/Willenskraft/Lernbereitschaft. Mehr aber auch nicht. Wie gesagt, es lohnt sich, wird aber knüppelhart.


Antwort
Zitat
xBoRiSx
Beigetreten: 01.12.2008

Original von n0ghtmare
Bei uns gibt es an der TU Berlin jedes Semester 250 neue Informatikstudenten. Nur 25 davon kriegen ihren Bachelorabschluss...

Das ist einfach nur falsch. An der TU B brechen nichtmal 40% der Stundenten in Informatik ab und nicht 90%. Finde spontan keine aktuellen Zahlen, aber ich gehe eher davon aus, dass es in den letzten Jahren weniger geworden ist. Grund die sinkenden Anforderungen gerade in den Mathematik Fächern (Ana I & II, LinA) durch die Bachelorumstellung.

Historische Quelle: http://wiki.freitagsrunde.org/Studienabbrecher

Original von n0ghtmare
Den Master hingegen mache ich aktuell in nur 3 Semestern und voraussichtlich mit einer Gesamtnote von 1.2.

Je nach Vertiefungsrichtung ist der Informatik Master sehr Projektmanagment lastig / Philosophisch geprägt und somit kaum noch mit dem Bachelor zu vergleichen, der sehr logisch / abstrakt / grundlegend ist. (diese Aussage soll nicht die sehr gute Leistung relativieren)

Original von n0ghtmare
Abschließend will ich noch sagen, dass du WEDER Talent, NOCH atemberaubend in Mathe gewesen sein musst (siehe mich: bin komplett Talent frei und gehe aber voll auf da).

Full ACK

Original von n0ghtmare
Das einzige, was du wirklich brauchst, ist ein wirkliches Interesse zu der Thematik .

Hier würde ich eher widersprechen. Es ist auch so möglich ein Informatik Studium abzuschließen. Mit der Motivation wird es jedoch ohne Spaß daran bedeutend schwerer.

Zum eigentlich Thema: Ein Informatik Studium wird dir nicht die Fähigkeiten geben, die du jetzt speziell lernen willst. Hat jedoch den riesen Vorteil, dass man mit einem abgeschlossenem Studium in diesem Bereich sehr viel Anderes machen kann. Dir selbst die gewünschten Fähigkeit nebenbei beizubringen wird dir dann außerdem sehr leicht fallen.


Antwort
Zitat
n0ghtmare
Beigetreten: 28.11.2010

Original von xBoRiSx

Original von n0ghtmare
Bei uns gibt es an der TU Berlin jedes Semester 250 neue Informatikstudenten. Nur 25 davon kriegen ihren Bachelorabschluss...

Das ist einfach nur falsch. An der TU B brechen nichtmal 40% der Stundenten in Informatik ab und nicht 90%. Finde spontan keine aktuellen Zahlen, aber ich gehe eher davon aus, dass es in den letzten Jahren weniger geworden ist. Grund die sinkenden Anforderungen gerade in den Mathematik Fächern (Ana I & II, LinA) durch die Bachelorumstellung.

Historische Quelle: http://wiki.freitagsrunde.org/Studienabbrecher

Hallo xBoRiSx,

jaein, du vergleichst Birnen mit Äpfeln gerade. Aber danke für diese Quelle. Deine Statistik zeigt die Abbruchquote von DIPLOM-Informatikern; die Statistik, die ich im Kopf hatte, jedoch BACHELOR-Informatiker. Habe die Statistik jetzt mal herausgesucht (ist direkt von der Uni):
http://www.eecs.tu-berlin.de/fileadmin/f4/fkIVdokumente/akArchiv/Periode_6/25._Sitzung/Anlage1.pdf
Die 90% Abbruchquote war etwas überspitzt von mir in Erinnerung geblieben, liegt jedoch nach der von mir angegebenen Statistik bei 83% (vergleiche die 17% Absolventenquote in der Statistik).


Antwort
Zitat
xBoRiSx
Beigetreten: 01.12.2008

Original von n0ghtmare

Original von xBoRiSx

Original von n0ghtmare
Bei uns gibt es an der TU Berlin jedes Semester 250 neue Informatikstudenten. Nur 25 davon kriegen ihren Bachelorabschluss...

Das ist einfach nur falsch. An der TU B brechen nichtmal 40% der Stundenten in Informatik ab und nicht 90%. Finde spontan keine aktuellen Zahlen, aber ich gehe eher davon aus, dass es in den letzten Jahren weniger geworden ist. Grund die sinkenden Anforderungen gerade in den Mathematik Fächern (Ana I & II, LinA) durch die Bachelorumstellung.

Historische Quelle: http://wiki.freitagsrunde.org/Studienabbrecher

Hallo xBoRiSx,

jaein, du vergleichst Birnen mit Äpfeln gerade. Aber danke für diese Quelle. Deine Statistik zeigt die Abbruchquote von DIPLOM-Informatikern; die Statistik, die ich im Kopf hatte, jedoch BACHELOR-Informatiker. Habe die Statistik jetzt mal herausgesucht (ist direkt von der Uni):
http://www.eecs.tu-berlin.de/fileadmin/f4/fkIVdokumente/akArchiv/Periode_6/25._Sitzung/Anlage1.pdf
Die 90% Abbruchquote war etwas überspitzt von mir in Erinnerung geblieben, liegt jedoch nach der von mir angegebenen Statistik bei 83% (vergleiche die 17% Absolventenquote in der Statistik).

Danke für die Statistik - wo findet man sowas?

Will den Thread jetzt nicht zur sehr derailen. Aber die Statistik sagt meiner Meinung nach, dass es 2006 bis 2009 genau 125 Absolventen gab (oder?). Die Absolventen in dem Zeitraum werden jedoch großteils vor 2006 angefangen haben (6 Semester Regelstudienzeit). Wenn man sich die Tendenz anschaut, werden damals weniger als 731 ein Studium aufgenommen haben.

Realistischer wäre meiner Meinung nach der Quotient "Studierender im 7 FS" / "Neu immatrikulierte von dem Semester - 7 FS". Bspw: Statistik aus WS12/13 sagt: Studenten 7. Fachsemester haben begonnen im WS09/10. => 92/208. Unter der Annahme, dass die in Regelstudienzeit, die kompensieren die nach 7+ FS noch abbrechen. ~55% Abbrecherquote. Denke, das kommt besser hin. Aber meine Erfahrung / die Schätzung sind auch nicht repräsentativ.


Antwort
Zitat
n0ghtmare
Beigetreten: 28.11.2010

Mir hatte nen Kumpel damals den Link gegeben, weil wir uns beide dafür interessierten, er es aber zuerst gefunden hatte. Ich glaube, das war ne Verlinkung von einem Protokoll des Fakultätsrates.

Jopp, sind 125 Absolventen gewesen. Aber du hast Recht: Die präzise Abbruchquote ist da nicht wirklich angegeben (lässt sich halt nur ungefähr schätzen), da das ganze zeitlich versetzt ist.


Antwort
Zitat
yinpin
Beigetreten: 10.02.2011

Also 90% brechen sicherlich nicht ab...

Und wegen Mathe: Schön, dass du (n0ghtmare) es auch geschafft hast, obwohl du dich da als talentfrei einstufst, aber ich würde trotzdem niemanden der generell in Mathe schlecht ist zu einem Informatikstudium raten. Klar gibt es Fälle, in denen es dann trotzdem klappt (z.B. weil man mit der Lehrkraft nicht klar kam).

Wegen Gehalt Ausbildung/Studium: Ja, mit einem Studium wirst du im Durchschnitt immer mehr verdienen und deshalb würde ich auch das Studium bevorzugen. Wenn du allerdings sehr gut bist, spielt das glaube ich keine große Rolle (Du (OP) bist aber höchstwahrscheinlich nicht sehr gut).


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bl4ze88
Beigetreten: 03.03.2009

Hab Informatik studiert, abgebrochen und bin nun Fachinformatiker im Bereich Anwendungsentwicklung (ehem. Bezeichnung = Programmierer).

Im Nachhinein würde ich sagen, dass man selbst mit Mathematikkenntnissen und -interessen zuerst den praktischen Schwerpunkt einer Ausbildung oder eines 3-wöchigen bis 6-monatigen Praktikums wählen sollte, um ein Gefühl für die Wunschrichtung und den Beruf zu bekommen.

Viele, inklusive mir, stürzen sich nach dem Abitur oder anderen Schulabschlüssen zu schnell in das Studium und werden von der Theorie erschlagen. Das ist in vielen Fällen kontraproduktiv.

Ich gehöre übrigens zu den Leuten, die eher weniger Probleme mit dem mathematischen Teil hatten, dieser jedoch einen so großen Teil meines Studiums (2 Hauptfächer) eingenommen hat, dass der coding-Teil einfach zu kurz kam.

Wenn OP jetzt sagt, dass er sich vorstellen kann in Richtung Webdesign zu gehen und dann die Verbindung zum Studium sucht, so wird er sicherlich enttäuscht werden und zu 100% abbrechen. Dafür muss man kein Hellseher sein.


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Zitat
philwen
Beigetreten: 13.05.2007

Ist jetzt zwar schon über 2 Wochen her, bin aber heute über einen recht inspirierenden Blog gestoßen:

http://irisclasson.com/

Ist ne Dame die studierte Ernährungsberaterin ist (oder sowas in der Richtung - auf jeden Fall komplett Fachfremd) und innerhalb 1-2 Jahren von kompletter Programmieranfänger zur professionellen Softwareentwicklerin mutiert ist (Microsoft MVP, Buch Co-Author etc)

Wie du siehst braucht man dafür kein Studium - wenn du in den Bereich willst ist Interesse an Software und der dahinterstehenden Technologie viel wichtiger, und vor allem in der IT Branche kann man selbst ohne einschlägigem Abschluss es weit bringen...


Antwort
Zitat

Original von philwen
Ist jetzt zwar schon über 2 Wochen her, bin aber heute über einen recht inspirierenden Blog gestoßen:

http://irisclasson.com/

Ist ne Dame die studierte Ernährungsberaterin ist (oder sowas in der Richtung - auf jeden Fall komplett Fachfremd) und innerhalb 1-2 Jahren von kompletter Programmieranfänger zur professionellen Softwareentwicklerin mutiert ist (Microsoft MVP, Buch Co-Author etc)

Wie du siehst braucht man dafür kein Studium - wenn du in den Bereich willst ist Interesse an Software und der dahinterstehenden Technologie viel wichtiger, und vor allem in der IT Branche kann man selbst ohne einschlägigem Abschluss es weit bringen...

Quereinsteiger sind aber keine Menschen wie OP die alles vorgekaut, gezeigt und erklärt haben wollen. Das sind Menschen die Eigeninitiative und Selbständigkeit vorweisen. Wer derartige Fragen stellt die bereits tausende vor ihm gestellt haben ist an der FH oder besser noch in einer Ausbildung gut aufgehoben. Selbst wird er sich Programmierung allerdings nicht beibringen.


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pokerstar2222
Beigetreten: 24.03.2013

wenn du mehr was in richtung gestaltung und grafik am PC machen möchtest kann ich dir ein medieninformatikstudium ans herz legen.

Wenn du kunden in sachen IT beraten möchtest oder programmieren möchtest, würde ich an deiner stelle wirtschaftsinformatik studieren.

Allerdings würde ich immer erst eine ausbildung absolvieren und dann ggf. ein studium ranhängen. Gerade das was du an praxis in der ausbildung lernst, hilft dir bei der theorie im studium ungemein.


Antwort
Zitat
flashfy
Beigetreten: 25.03.2006

Original von Hacke79
ich würde dir generell abraten zu studieren, da man da von ganz wenig ganz viel lernt & einfach nur verdummt

:heart: :heart: :heart:


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Zitat
HijackerStar
Beigetreten: 07.07.2008

Wegen der Kohle geht man studieren.
Heute würde ich aber eher empfehlen sich erst den Beruf auszusuchen, in den Beruf einzusteigen und dann das dazu passende Studium nebenbei oder wie auch immer durchzuziehen.
Dann hat man mehr Praxisbezug, mehr Affinität zum Unterrichtsstoff und mehr Motivation.


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Zitat
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