Hi,
ich bin grad beim Lernen etwas stecken geblieben. Es geht um die Zinssatzdifferentiale im Mundell-Fleming-Modell also um eine erhöhte Zinssätze durch Risikoprämien. Ich habe hier eine Abbildung die besagt, dass bei höheren Zinssätzen sich die IS*-Kurve nach unten links verschiebt. Das ist so weit nachvollziehbar, da durch einen hohen Zinssatz die Investitionen abnehmen und der Term:
Y = C(Y-T) + I(r* + Risikoprämie) + G + NX (e)
niedriger werden muss (Negative Beziehung von I zu r* + Risikoprämie).
Das ist mir also so weit klar.
Dann gibt es jedoch eine zweite Verschiebung, durch den steigenden Zinssatz sinkt die Geldnachfrage (-> Opportunitätskosten der Geldhaltung sind aufgrund des höheren Zinssatzes höher geworden). Auch das erschließt sich mir logisch aber leider nicht die weiterführende Konsequenz:
Die LM Kurve verschiebt sich nach rechts!
Warum
M/P = L(r* + risikoprämie, Y)
L ist in diesem Fall negativ von r* + R und positiv von Y abhängig. Damit der Term M/P also größer wird, müsste die Wirkung von r* + R kleiner als die Wirkung von Y sein. Nur das ließe eine Rechtsverschiebung der LM-Kurve zu.
Auch die Erklärung aus dem Buch verstehe ich nicht:
"Nun wollen wir annehmen, dass politische Unruhen die Risikoprämie eines Landes in die Höhe treiben. Der unmittelbare Effekt besteht darin, dass der inländische Zinssatz steigt. Der höhere Zinssatz hat seinerseits zwei Konsequenzen: Erstens verschiebt sich die IS-Kurve nach links, weil der höhere Zinssatz zu einer Verringerung der Investitionen führt. Zweitens verschiebt sich die LM-Kurve nach rechts, weil der höhere Zinssatz eine Verringerung der Geldnachfrage hervorruft und damit bei jedem gegebenen Niveau des Geldangebots ein höheres Outputvolumen möglich ist (?). (Zur Erinnerung: Y muss die Gleichung M/P = L(r* + Risikoprämie, Y) erfüllen)."
Q: Mankiw, Makroökonomik. 5. Auflage, S. 378