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[Geschlossen] IS/LM Modell: Verstehe die Verschiebung der LM-Kurve nicht

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aaaRt
Beigetreten: 15.08.2007
BlackMember

Hi,

ich bin grad beim Lernen etwas stecken geblieben. Es geht um die Zinssatzdifferentiale im Mundell-Fleming-Modell also um eine erhöhte Zinssätze durch Risikoprämien. Ich habe hier eine Abbildung die besagt, dass bei höheren Zinssätzen sich die IS*-Kurve nach unten links verschiebt. Das ist so weit nachvollziehbar, da durch einen hohen Zinssatz die Investitionen abnehmen und der Term:

Y = C(Y-T) + I(r* + Risikoprämie) + G + NX (e)

niedriger werden muss (Negative Beziehung von I zu r* + Risikoprämie).

Das ist mir also so weit klar.

Dann gibt es jedoch eine zweite Verschiebung, durch den steigenden Zinssatz sinkt die Geldnachfrage (-> Opportunitätskosten der Geldhaltung sind aufgrund des höheren Zinssatzes höher geworden). Auch das erschließt sich mir logisch aber leider nicht die weiterführende Konsequenz:

Die LM Kurve verschiebt sich nach rechts!

Warum ?(

M/P = L(r* + risikoprämie, Y)

L ist in diesem Fall negativ von r* + R und positiv von Y abhängig. Damit der Term M/P also größer wird, müsste die Wirkung von r* + R kleiner als die Wirkung von Y sein. Nur das ließe eine Rechtsverschiebung der LM-Kurve zu.

Auch die Erklärung aus dem Buch verstehe ich nicht:


"Nun wollen wir annehmen, dass politische Unruhen die Risikoprämie eines Landes in die Höhe treiben. Der unmittelbare Effekt besteht darin, dass der inländische Zinssatz steigt. Der höhere Zinssatz hat seinerseits zwei Konsequenzen: Erstens verschiebt sich die IS-Kurve nach links, weil der höhere Zinssatz zu einer Verringerung der Investitionen führt. Zweitens verschiebt sich die LM-Kurve nach rechts, weil der höhere Zinssatz eine Verringerung der Geldnachfrage hervorruft und damit bei jedem gegebenen Niveau des Geldangebots ein höheres Outputvolumen möglich ist (?). (Zur Erinnerung: Y muss die Gleichung M/P = L(r* + Risikoprämie, Y) erfüllen)."

Q: Mankiw, Makroökonomik. 5. Auflage, S. 378


2 Antworten
mischl1234
Beigetreten: 29.04.2008
PokerStrategist

Die LM Kurve stellt ja das Glg auf den Geld und Finanzmärkten dar. Sie wird durch das Verhältnis von Geldmenge und Preisniveau M/P bestimmt.

LM veschiebt sich nach unten z.B. wenn die nominale Geldmenge steigt (von M auf M'). Denn dann ist M'/P > M/P (bei gegebenen Preisniveau)

Dies gibt mir meine neue Kurve LM', die unterhalb der alten LM liegt.

Da LM' nun weiter unten liegt, ist zu jedem Y der Zinssatz i niedriger als vorher.

Analog in die andere Richtung verhält sich eine Verringerung des Geldangebotes zu einem Zinsanstieg und zu einer Verschiebung nach oben.
(Blanchard/Illing 4. Auflage)

Ich hoffe das hilft dir.
Beste Grüße


Sleyde
Beigetreten: 15.01.2005
BlackMember

meine die mit verschieben wirklich verschieben oder entlangwandern? soweit ich mich erinnere wird die LM kurve ja genau dadurch hergeleitet, dass man das geldangebot im geldmarkt konstant hält und die geldnachfrage variert.

also wenn in deinem fall gesagt wird, dass die geldnachfrage sich verringert, würde ich halt eher spontan sagen, dass man entlang der lm kurve wandert.. aber ist schon wieder ne zeitlang her und soviel vergessen :(


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