"Also bei hohem Gewinn sollten wir Wertobergrenze wählen, bei niedrigem Gewinn die Wertuntergrenze."
==> korrekt. Je höher der Betrag, den du aktivierst (= "aufs Vorratkonto buchst"), desto höher dein Gewinn in diesem Geschäftsjahr
"Je höher die Bilanzsumme, desto höher der Gewinn?"
==> diese Aussage ist für sich betrachtet nicht korrekt - die Bilanzsumme eines Unternehmens hat nichts mit dem Gewinn zu tun
Beispiel: du hast einen Bankkredit, aber auch ein Guthaben am Bankkonto in gleicher Höhe. Nehmen wir der Einfachheit halber an, das ist dein einziges Vermögen und auch dein einziges Kapital
Aktiva | Passiva
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Bank 100,- | Kredit 100,-
==> Bilanzsumme = 100,-
jetzt nimm an, dass du 50,- von deinem Guthaben nimmst und damit die Hälfte des Kredit tilgst:
Aktiva | Passiva
----------------------------------------------------
Bank 50,- | Kredit 50,-
==> Bilanzsumme = 50,-
==> bei beiden Beispielen ist der ausgewiesene Gewinn gleich hoch (in diesem Beispiel gleich Null)
Deine Überlegung (Buchung: Vorrat/BV ==> Übertrag in GuV ==> Übertrag in Bilanz) ist aber prinzipiell korrekt; nur passt halt die Aussage "je höher die Bilanzsumme, desto höher der Gewinn" zwar in deinem konstruierten Beispiel, aber eben nicht allgemein.