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Richtige Vertiefungsrichtung für mich?

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dak113
Beigetreten: 25.04.2009
PokerStrategist

Vielleicht finden sich ein paar Leute, die schon etwas länger im Berufsleben unterwegs sind und sich in meine Situation reindenken möchten =)

Ich hab heute die Bestätigung für den Master WiIng bekommen, aufbauend (an einer anderen Uni) auf meinen WiIng Bachelor. Die technische Spezialisierung, die ich wählen möchte, steht dabei schon fest (Energietechnik). Kopfzerbrechen bereitet mir die wirtschaftliche Seite:
Wirtschaftsinformatik, das u.A. Entscheidungsunterstützungssysteme und software engineering behandelt oder Finanzierung sind die beiden Themen die mich interessieren würden.

Von Wirtschaftsinformatik habe ich ehrlich gesagt keine sehr genaue Vorstellung, im Bachelor war Softwareentwicklung mit Java aber eines meiner Lieblingsfächer und zumindest Grundkenntnisse in Datenbanken (Access) und Informationssystemen sind vorhanden und würde ich gern ausbauen. Den Nachteile, den ich aber befürchte ist, dass ich mit der Kombination WiInfo/ Energietechnik im zukünftigen Job einen sehr eintönigen, weil speziellen Aufgabenbereich habe und mich dadurch ein Stück weit für Selbständigkeit und hohe Führungspositionen disqualifiziere.

Finanzierung dagegen finde ich einerseits reizvoll weil es ein "klassisches" BWL Thema und damit greifbarer ist und andererseits, weil ich mir zukünftig gut eine Tätigkeit im Vertrieb vorstellen könnte, speziell mit dem Thema Anlagencontracting oder ähnlichem. Nachteilig ist aus meiner Sicht, dass Finanzierung imo ein weniger anspruchsvolles Thema ist, also bei Bedarf auch schnell im Selbstudium aneigbar. Auch wäre die Kombination Finanzierung/ Energietechnik kein Alleinstellungsmerkmal, da es ja jede Menge Studiengänge gibt die irgendwie in die Richtung gehen.

Vor allem Einschätzungen zur Kombination Bachelor WiIng & Master WiInfo/ Energietechnik hinsichtlich zukünftiger Jobaussichten würden mir sehr weiter helfen, weil ich das eigentlich super interessant finde aber befürchte dann als Fachkraft bei irgendeinem Konzern zu landen :f_drink:


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6 Antworten
bastimw
Beigetreten: 07.10.2008
PokerStrategist

also nach 4 jähriger Berufserfahrung im Bereich der Wirtschaftsinformatik kann ich dir sagen, dass du einen Großteil der Zeit einfach mit Coden oder lösen von Problemen verbringst. Ums kurz zu machen du sitzt 95% deiner Zeit vorm Rechner und optimierst irgendwelche Firmen zusammen.
Du kennst nach 4 Jahren - 4-6 Programmiersprachen, und 4-5 Datenbanksysteme und bist dabei Geschäftsprozesse zu optimieren.
Mit Menschen hast du nicht mehr viel zu tun, also aus der SIcht würde ich Energietechnik vorziehen .

In Hinsicht auf Selbsständig machen bist du aber in der Wirtschaftsinformatik sehr viel besser dran, da deine Startup Finanzierung im Prinzip recht gering gehalten werden kann ... viel mehr als einen Computer und vlt. ein Handy mit denen du Apps programmierst brauchst du nicht.

Sehr hohe Lernkurve am Anfang, am Ende wird es eher Routinearbeit und damit recht langweilig.


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draghkar
Beigetreten: 16.08.2006
Oldschool Grinder

Im Prinzip ist es genau konträr zu deinen Vorstellungen. Finanzierung ist leider überhaupt nicht greifbar, du musst dich mit normalen BWLern vergleichen lassen und "kannst" im Prinzip nichts konkretes, was dich für das Berufsleben qualifiziert. Umgekehrt ist es bei Informatik, du kannst etwas Greifbares (Programmiersprache/n) vorweisen und bist damit für den Arbeitsmarkt wesentlich attraktiver.

Was fachlich schwieriger ist kommt wohl auf deine Interessen an, Finanzierung kann je nachdem auch relativ unschön und mathematisch werden.


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dak113 Themenstarter
dak113
Beigetreten: 25.04.2009
PokerStrategist

Danke schon mal für die Meinungen.
Hab heute mit meinem Chef vom Praktikum gesprochen, der selbst Informatik studiert hat und mittlerweile aber in Richtung Unternehmensberatung unterwegs ist. Er hat mir von Informatik abgeraten wenn ich nicht nur am PC rumsitzen will bzw. mich selbständig machen möchte. Allerdings widerspricht das eigentlich seinem eigenen Werdegang, denn er hat sich direkt nach dem Studium als Softwareentwickler selbständig gemacht und dann Stück für Stück zum Unternehmensberater entwickelt :f_biggrin:


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sTaTermi
Beigetreten: 13.11.2009
PokerStrategist

Mit Wirtschaftsinformatik kannst du dir schon aussuchen, in welchen Bereich du möchtest.

Unternehmensberatung, insbesondere Bereich Managementberatung, hat z.B. überhaut nichts mehr mit Coden zu tun. Da bastelt man an Konzepten und hat sehr engen Kontakt mir Menschen (Umstrukturierung heißt es sind Menschen betroffen, heißt man muss auf diese Rücksicht nehmen etc.).

Softwareentwicklung ist vor allem entweder Coden oder später mit Berufserfahrung Projektmanagement und technische Softwarearchitektur.

Darüber hinaus kann man natürlich auch in den Vertrieb zu z.B. SAP, Microsoft und Co. gehen.

Allgemein denke ich, dass das Studium dir vor allem die Möglichkeit gibt Themengebiete kennen zu lernen. Daher gehe ich stark davon aus, dass es karrieretechnisch völlig wurscht ist, ob du nun etwas allgemeines studiert hast oder dich irgendwo spezialisiert hast. Denn Spezialisierung zählt idR. erst, wenn es Berufserfahrung ist. Nach dem Studium bist du vielleicht ein wenig schlauer in einer Spezialisierung, hast aber eigentlich genau so wenig Plan vom echten Berufsleben wie der Rest der Studenten in Deutschland (mich inbegriffen^^) Das weiß dann auch der Arbeitgeber ;)

Verstehe btw. die Aussage deines Chefs nicht. Warum sollte sich ein Informatiker nicht selbstständig machen können?
Bisschen Business Konzepte einlesen und BWL-Grundwissen kann man sich in ner Woche aneignen. BWL ist keine Raketenwissenschaft^^ Dann ließt man noch paar Bücher zu Unternehmensgründung, steigt in irgendeine Online-Community zu dem Thema ein und fängt einfach mal an eine Geschäftsidee zu entwickeln etc. Das zu tun sollte jeder mit Abschluss hinbekommen. Den ersten Schritt zu wagen, Risiken einzugehen und sich ein breites Netzwerk aufzubauen, daran scheitert es wohl am häufigsten. Hat dann aber auch wieder nichts mit der Fachrichtung zu tun :)


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dak113 Themenstarter
dak113
Beigetreten: 25.04.2009
PokerStrategist

Ja wie gesagt, kann seine Ansicht da auch nicht verstehen, denke mal als BWLer hätte er sich unter normalen Umständen nicht direkt nach dem Studium selbständig machen können. Im Endeffekt darf man es ja auch nicht zu hoch hängen, da ich auch nur ungefähr 30 ECTS dann in Informatikfächern hätte.


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draghkar
Beigetreten: 16.08.2006
Oldschool Grinder

Die aussage ist kompletter Blödsinn. Wenn du coden kannst ist das DIE basis zur Selbstständigkeit. Jedes startup sucht händeringend nach fähigen programmierern. Und ein bwl studium hat mit Selbstständigkeit in etwa so viel zu tun wie der papst mit nem gangbang.

Außer natürlich du willst ein Möbel Geschäft eröffnen


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