Zum Forum springen
Benachrichtigungen
Alles löschen

[Geschlossen] Studium oder Poker?

44 Beiträge
34 Benutzer
0 Reactions
4,609 Ansichten
tthmb
Beigetreten: 01.02.2005

m.E. stellt sich nicht die Frage zwischen Studium und Pokern. Richtig lautet die Frage: dieses jahr studieren oder erst nächstes Jahr.

Ich selbst habe erst nach einer Berufsausbildung und Arbeit in diesem Beruf zum Studieren angefangen. Als gelernter DDR-Bürger kam für mich aus gewissen Gründen ein Studium zu DDR-Zeiten nicht in Frage, ich habe nicht mal Abitur gemacht (nach der Wende dann auf der Volkshochschule).

Ich habe diese Entwicklung immer als Vorteil begriffen. Denn ich hatte eine gewisse Lebenserfahrung, die mir beim Studium und auch danach beim Berufseinstieg ungemein geholfen hat. Wenn ich jetzt Personalgespräche führe, bin ich immer wieder erschrocken, mir welchem sozialen Hintergrund und welchem Allgemeinwissen sich manche Berufsanfänger bewerben. Wie soll man Mandanten beraten, wenn man selbst wenig Ahnung von Dingen hat, die über das Studium hinausgehen.

Meine Empfehlung: Mach ruhig ein Jahr Pause. Nutze es, um Deine Sprachkompetenz zu verbessern, Dir etwas von der Welt anzuschauen und Erfahrungen auf Gebieten zu sammeln, die Dir derzeit noch fehlen. Wenn Du daneben Pokern kannst und Geld dabei machst - großartig.

Das fehlende Jahr im Lebenslauf interessiert keinen. Ganz im Gegenteil: Wenn zu mir einer sagt, er ist ein Jahr in der Weltgeschichte herumgefahren, dann hat er einen Pluspunkt bei mir.

Außerdem: So eine Situation kommt Dein ganzes Leben nicht mehr. Beruf mit einer ambitionierten Stelle ist eine Mühle, aus der Du nicht mehr rauskommst bis zur Rente. Nutze das Jahr, Du bist in der seltenen Situation, daß Du das insbesondere finanziell ohne weiteres kannst.


geh so 8-9 Monate ins Ausland auf ne Sprachschule. Das ist ne geile Sache, du hast danach perfekte Sprachkenntnisse, was heute ein muss ist, und hast kannst jeden Abend Party machen. Finanzieren tuts du das ganze durch Pokern. Das Studium läuft nicht weg, aber Freizeit schon.


Smegol
Beigetreten: 09.08.2006

Oh man, du bist 22 Jahre.....
Was gibt es da noch zu überlegen...
Geh nach Frankreich, lerne die Sprache perfekt, noch Englisch dazu, spiele Poker und reise anschließend mit dem Geld noch 1 Jahr durch die Welt.

So eine Gelegenheit, wirst du wahrscheinlich nie wieder bekommen, wenn du erstmal in der Job Mühle bis, vieleicht Famili/ Kinder... dann wars das normalerweiße

Glaube es mir, ich bin 44 und weiß von was ich spreche.
Ich sehe meinen Freudeskreis wie die eingebunden sind in Job-Kariere-Familie

Was nicht schlimm ist, aber für fast alle ist dann so was, was dier Vorschwebt
nicht mehr machbar.

Und du wirst nie mehr so viel Spaß auf einer langen Reise haben, wie in deinen jungen, wahrscheinlich noch unbelasteten Jahren.

Man verändert sich, ist nicht mehr so ungezwungen ect.ect.ect.

Für deinen Beruf ist das mit Sicherheit nur förderlich, das was du da an Lebenserfahrung mitnimmst, Selbständigkeit gewinnst, Selbsbewustsein tankst ist wahrscheinlich enorm.

Und bei Personalchefs kommt sowas auch gut an.

Also mein wirklich gutgemeinter Rat...

mach hin, gib Gummi, hab Spaß, lerne hunderte Frauen kennen.


GerwingC
Beigetreten: 11.08.2007

Danke für all die Antworten!

Ich werde nun für 2 Jahre in Köln bleiben, hier eine schulische ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten machen, und anschließend das Studium in Aachen machen...

Grund: Die Ausbildung ist nicht wirklich eine Herausforderung. Da ich aber seit 4 Jahren keinerlei Schule mehr hatte, traue ich mir das Studium noch nicht zu. Ich muss erst einmal anfangen zu lernen, wie man lernt. Den Studienplatz hätte ich auch in 2 Jahren noch.

Zudem wird meine Freundin genaudasselbe machen, aus diversen Gründen kann sie nicht nach Aachen ziehen, wohl auch erst in 2 Jahren.

Ich hätte jeden Tag ab ca 14 Uhr frei, dann Zeit für Poker/Freundin.

Glaub, das ist das beste, was ich in meiner jetztigen Situation machen kann.