Kann mir mal jemand erzählen, was man als Basiswissen für ein Mathematikstudium mitbringen muss!?
Oder hat jemand eine Buchempfehlung, was man als Vorbereitung durcharbeiten könnte?
Kann mir mal jemand erzählen, was man als Basiswissen für ein Mathematikstudium mitbringen muss!?
Oder hat jemand eine Buchempfehlung, was man als Vorbereitung durcharbeiten könnte?
hallo.
sagen wir es mal so: mathe an der uni ist beweisen, an der schule ist es rechnen, also bringt dich das schulzeug nicht weiter... wenn du aber schon mit dem schulmathestuff probleme hast, würd ich s lassen.
vorbereitung: viele unis bieten vorkurse an, mit denen man zumindest die erste hälfte des ersten semesters gut übersteht, wenn sowas nicht gibt, oder aber du nicht teilnehmen willst, dann besorg dir zb
das hier oder Analysis 1 von Köngisberger für Analysis,
das hier für Linalg.
Bitte denk dran, dass dir die dinger nur was bringen, wenn Du die beweise verstehst, also nicht einfach durchlesen und gut is.
ansonsten: viel spass!
Original von Rho0
hallo.sagen wir es mal so: mathe an der uni ist beweisen, an der schule ist es rechnen, also bringt dich das schulzeug nicht weiter... wenn du aber schon mit dem schulmathestuff probleme hast, würd ich s lassen.
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ansonsten: viel spass!
so sieht es aus. wenn man von der schule kommt, hat man ein komplett anderes verständnis von mathe.
in der schule fand ich mathe genial, war mein bestes fach und es hat einfach spass gemacht. an der uni machte es dann bummmmmm und vorbei wars mit dem blicken
vorkurs habe ich gemacht (nach einem jahr zivi). die ersten woche war wiederholung schulstoff und die letzten 2,5 wochen gingen dann teilweise bis hm2. da wars für mich vorbei mit lustig
bestanden habe ich trotzdem aber ich brauchte nur hm1+2.
wenn dir knobeln und theoretische dinge spass machen und dir das liegt, steht dem mathematikstudium nichts im weg
Im Studium is des Mathe aufjedenfall anders als in der Schule. Aber aufjedenfalls solltest du die Differentialrechnung und Integralrechnung beherrschen, da dies im späteren Studium meistens die Grundhandwerkzeuge sind. Vorbeiten im diesen Sinne musste man sich bei uns nicht (Physikalische Technik), wenn man sich damit auskennt/auskannte.
Boa, Mathestudium, viel Spass dabei. Wenn ich nur daran denke, Extremwertaufgaben, Wendepunkte,...
Ein Kumpel studiert das auch, ihm gefällts aber garnicht mehr so, wie er anfangs dachte. In den ersten paar Monaten, ists mehr Wiederholung von bereits Gelerntem, danach wirds dann aber ernst und schwer. Also glaub ich nicht, dass man für das erste halbe Semester nen Vorkurs braucht. Aber ich will mich da nicht zu sehr einmischen, bin ja keineswegs ein Mathegenie.
Extrem- und Wendepunkte sind sogar bei Maschinenbau an der FH als lächerlich einfach angesehen, also das Ableiten ist Grundvoraussetzung, lernt man aber auf dem Gymnasium und hat man schnell wieder drin, auch wenn mans nach Bund oder Zivi wieder komplett vergessen hat.
Ich fand Mathe LK auch einfach und hat mir auch Spaß gemacht, genauso wie Physik, also wollte ich Physik studieren. Das Grundstudium ist das gleiche wie bei Mathe, die Mathe Vorlesungen hatten wir sogar mit den Mathe Studenten zusammen.
Und das hat nicht das geringste mit der Mathematik auf dem Gymnasium oder bei Maschinenbau zu tun. Mir wurde es schon im ersten Semester zu blöd, bzw ich habe mich als zu blöd und faul dafür herausgestellt. Wir mussten wöchentlich einen Aufgabenzettel bearbeiten für den man mindestens 10 Stunden einplanen konnte. Von allen Aufgabenzetteln brauchte man 70% der erreichbaren Punkte um zur Prüfung zugelassen zu sein. Ich hatte sogar beim ersten Zettel schon Probleme das zu schaffen, bei den späteren komplett aussichtslos.
Ein Beispiel hab ich noch im Kopf, weil das den letzten Ausschlag gegeben hat das Studium zu wechseln: "Ein Wanderer geht von Punkt A nach Punkt B, beweisen sie, dass er einen Punkt C der zwischen A und B liegt zweimal passiert."
Ein paar Zettel vorher mussten wir beweisen, dass 1 + 1 = 2 ist.
Und die Beweise sind keinesfalls so simpel wie man sich das bei der Fragestellung denken könnte. Das ist keine Frage von ein paar Zeilen sondern eher von ein paar Seiten.
Und zum Vergleich, jetzt lerne ich für Mathe 1-2 Wochen vor der Prüfung ohne vorher auch nur die Vorlesung besucht zu haben und hatte immer meine 2,x.
Einer unserer Professoren hatte uns folgenden Text verlinkt und der meinte das genauso ernst wie der Verfasser: http://home.mathematik.uni-freiburg.de/kebekus/teaching/Lehn-Hausaufgaben.html
Ein Auszug:
Nur wenige Aufgaben sind so angelegt, daß sie einfach abgearbeitet werden können. Manche Aufgaben wird man mechanisch lösen können, etwa solche, die ein bestimmtes Rechenverfahren einüben sollen. Doch die meisten Aufgaben erwarten, daß Sie über die Lösung nachdenken. Sie können nicht erwarten, daß Sie den richtigen Einfall haben, sobald Sie gerade einmal fünf Minuten oder auch zehn Minuten aufs Blatt gestarrt haben. Viele Ideen müssen im Unterbewußtsein gären und reifen, bevor sie als Lösung ans Licht kommen. Sie müssen auch in sonst verschenkten Minuten unter der Dusche oder in der Straßenbahn oder beim Anstehen beim Bäcker über die Aufgaben nachdenken, oder zumindest Ihrem Unterbewußtsein die Möglichkeit dazu geben.
[Ich mußte mir Fragen gefallen lassen, ob ich den letzten Satz wörtlich meine. Nun: Ja und Nein. Natürlich kann und wird jeder neben der Mathematik noch andere private oder Studieninteressen haben. Aber man kann Mathematik auch nicht nebenbei betreiben. Die Mathematik ist eine sehr eifersüchtige Göttin. Das ist in jedem Falle eine persönliche Entscheidung. Aber es ist sicher eine falsche Strategie zu sagen: ich löse Übungsaufgaben nur dienstags von 16 bis 18 Uhr.]
Und wie gesagt, das jede Woche und jede Woche müssen im Schnitt 70% richtig sein.
prinzipiell braucht man gar kein vorwissen. es wird alles schritt für schritt eingeführt und nacheinander hergeleitet. oftmals ist es sogar vorteilhafter, sich von den schulinterpretationen von symbolen zu lösen.
beispiel: ein "+" ist ein symbol. in der regel wird es verwendet um die summe zweier zahlen zu bezeichen. mathematiker verwenden symbole aber für absolut beliebige zwecke. man definiert einen zweck und verwendet ab diesem zwetpunkt das symbol als sei es das selbstverständlichste der welt. der student (ich spreche von mir) findet sich beim ewigen hinterherblättern der begriffe/symbole.
ich habe 6 jahre gebraucht um mein mathematikstudium an der tu münchen zu beenden, auch weil ich nicht gerade der begabteste mathematiker war bzw bin. ich möchte keine vorlesung davon missen, da ich sehr sehr viel gelernt habe in dieser zeit. allerdings würde ich mit meinen mittelmäßigen fähigkeiten (damit meine ich vor allem die fähigkeit sich hinzusetzen und zu lernen) heute kein mathematikstudium mehr beginnen.
zu deiner frage. wenn du von der uni angenommen wirst. probiers einfach zwei semester lang aus. man kann es schwer beschreiben. ich weiss, der rat ist nicht besonders, aber einen besseren hab ich leider nicht.
Original von nebukadneza
Und das hat nicht das geringste mit der Mathematik auf dem Gymnasium oder bei Maschinenbau zu tun.
Also wenn du Mathe auf dem Gymnasium mit Mathe bei Maschinenbau auf eine Ebene stellst, hast du keine Ahnung, ganz ehrlich.
Man muss nicht sonderlich schlau sein, um Mathe zu studieren.
Man braucht eigentlich nur etwas Disziplin und vor allem Frustrationstoleranz.
Es schadet natürlich auch nicht, was im Kopf zu haben...
Am wichtigsten sind sicher logisches Denkvermögen, Frustrationstoleranz, Ehrgeiz, Durchhaltevermögen und natürlich Interesse, Dinge wirklich zu verstehen. Leicht ist es nicht - aber mMn lohnt es sich
Man sollte bereit sein, sich auf geistiges Neuland einzulassen.
Und wenn man die Symboliken und Fachsprache erstmal intus hat, muss man lernen, explizite und implizite Aussagen exakt zu erfassen, und daraus Schlussfolgerungen zu ziehen.
Das wäre das geistige Handwerkszeug.
Der Rest ist Kreativität.
Dann muss man ab und zu dran denken, daß der Rest der Welt keine mathematischen Aussagen tätigt, sonst könnte das zu Missverständnissen führen.
Den größten Vorteil, den ich aus dem Mathestudium mitgenommen habe, war die Toleranz eigenen Fehlern gegenüber.
Auf richtige Lösungen kommt man oft nur, indem man solange Denkfehler korrigiert, bis man richtig liegt. Dazu ist es unabdingbar, daß man sich erlaubt, Denkfehler zu machen.
Original von Muttermal
Original von nebukadneza
Und das hat nicht das geringste mit der Mathematik auf dem Gymnasium oder bei Maschinenbau zu tun.Also wenn du Mathe auf dem Gymnasium mit Mathe bei Maschinenbau auf eine Ebene stellst, hast du keine Ahnung, ganz ehrlich.
Ich hatte LK Mathe, habe 2 Semester Physik studiert und studiere nun im 7. Semester Maschinenbau...
Probier ichs mal so: Im Mathestudium führt man Beweise, im Maschinenbaustudium und auf dem Gymnasium löst man Aufgaben.
Dass x² + 2x +5 zweimal ableiten nicht das gleiche ist wie eine Differentialgleichung lösen ist schon klar, so war das auch nicht gemeint. Aber die Denkweise ist die gleiche.
Original von Muttermal
Original von nebukadneza
Und das hat nicht das geringste mit der Mathematik auf dem Gymnasium oder bei Maschinenbau zu tun.Also wenn du Mathe auf dem Gymnasium mit Mathe bei Maschinenbau auf eine Ebene stellst, hast du keine Ahnung, ganz ehrlich.
und wenn du maschinenbau mathe mit mathe vergleichst, hast du ebenso wenig ahnung.
shaquill hats eigentl auf den punkt gebracht
Original von draghkar
und wenn du maschinenbau mathe mit mathe vergleichst, hast du ebenso wenig ahnung.
shaquill hats eigentl auf den punkt gebracht
wo hab ich das denn gemacht? Klär mich auf.
Basiswissen braucht man im Prinzip nicht, aber wenn man in der Schule nicht gut war wird einem das Studium sehr schwer fallen.
Ansonsten ist Fleiß gefragt in Mathe bringt es nix das ganze Semester zu gammeln um dann am Ende zwei Wochen vor den Klausuren das Lernen anzufangen. Wenn man mal eine Woche verpasst hat versteht man in der Vorlesung nur noch wenig bis gar nichts ===> immer am Ball bleiben
Übungsaufgaben sind in den ersten Semstern obligatorisch. Bei mir war es so, dass man pro Woche ein Blatt Analyis und ein Blatt Lineare Algebra schriftlich bearbeiten musste. Der Schwierigskeitsgrad hat dabei von herausfordernd aber machbar bis ziemlich unmöglich variiert. Zur Not musste halt die Aufgaben abschreiben und dein Skript, also die Beweis dort lernen/nachvollziehen.
Bücher: am besten ist es wenn der Prof ein gutes Skript hat
Sollte das in Analysis nicht der Fall sein empfehle ich dieses Buch:
http://www.amazon.de/Analysis-Bd-1-Ehrhard-Behrends/dp/3528031999
viel spaß
Mal so aus Erfahrung, stehe direkt vor der Diplomarbeit (Technomathe)
Wenn dir Mathe in der Schule nicht schon leichtgefallen ist und Spaß gemacht hat, wird das eher nix für dich sein.
Wenn du aber eine Ader dafür hast, dann ist es ein sehr interessanter und lohnenswerter Studiengang mit super Studienbedingungen, Jobchancen und extrem wenig Lernaufwand. Mathe zu studieren ist nicht leicht wenn man da kein Faible für hat, das geht bei den meisten Lernfächern wie Biologie oder Jura schon eher. Zudem ist es vielen Leuten auch zu trocken (wäre es mir auch, daher ist Technomathe super). Wir haben extrem hohe Abbrecherquoten.
Diese Übungsaufgaben fand ich in den ersten Semestern auch schlimm. Man gewöhnt sich dran, am besten machste nicht denselben Fehler wie ich und suchst dir direkt ne Lerngruppe. 70% braucht man aber in den seltensten Fällen.
Basiswissen aus der Schule brauchst du eigentlich nicht, es wird im Prinzip von Grund auf neu angefangen. Die Aufbaukurse sind meist eher an Ingenieurs- oder BWL-Studenten gerichtet.
Wenn du das Talent hast ist Mathe von allen "ernstzunehmenden" Studiengängen mit Sicherheit der am wenigsten arbeitsaufwändige.
An welcher Uni willst du denn Mathe studieren?
In meinen Augen gibts es Bundesweit doch starke Unterschiede.
Allg. kann man sagen, dieses Studium wird dein Leben bereichern ♦
Du wirst ein ständiges Wechselbad zwischen Niederlagen und Erfolgen erleben.
Am Anfang vergisst du erstmal alles was du in der Schule gelernt hast. Addition wtf? Erstmal lernst du was überhaupt eine Verknüfpung ist, was ist eine Gruppe etc. Du lernst eine neue Sprache mit der du präzise die Welt beschreiben kannst. Du lernst Methodik und Abstraktion.
Irgendwann beginnt man die Welt mit anderen Augen zu sehen, wenn du soweit gekommen bist, ist dein Abschluss eigentlich nur noch eine Frage der Zeit.
Ein Beispiel :
Ein Philosoph, ein Physiker und ein Mathematiker fahren mit dem Zug durch Irland. Draussen auf einer Wiese steht ein einsames schwarzes Schaf.
Der Philosoph: „In Irland sind alle Schafe schwarz.“
Der Physiker: „In Irland ist mindestens ein Schaf schwarz“.
Der Mathematiker: "In Irland ist mindestens ein Schaf mindestens zur Hälfte schwarz
Ansonsten kann ich hasu und beni nur zustimmen
btw wo studierst du TeMa @ hasu?