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T-Test Interpretation

13 Beiträge
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Hallo zusammen,

ich habe hier ein Ergebnis einen Cross-Sectional T-Tests, allerdings kann ich die Ergebnisse auf Grund fehlender Erfahrung nicht interpretieren. Infos aus dem Netz habe ich mir geholt, allerdings sind die nicht spezifisch genug sondern geben nur Auskunft über den T-Test allgemein. Ich bräuchte eine Aussage zum Wert des T-Tests als auch zur probability:

T-Test (cross sectionel): 2,3687
probability: 0.0178

Heißt das nun, dass die Nullhypothese (Kein Zusammenhang zwischen Event und Börsenkurs) abgelehnt werden kann und das Ergebnis signifikant ist (da 0.0178 < 0,05 ?

Und was sagt die 2,3687 exakt aus?


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12 Antworten
2plus2is4
Beigetreten: 20.05.2008
BlackMember

nimmt die anzahl der events um eine einheit zu so steigt der börsenkurs c.p im mittel um 2,3687 (punkte, prozentpunkte kp welche einheiten du verwendest)

p-wert sagt aus, dass das ergebnis auf dem 5%-Signifikanzniveau relevant ist. (vorausgesetzt ihr betrachtet nur die 1%,5% und 10% SN)


Antwort
Zitat
_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Original von 2plus2is4
nimmt die anzahl der events um eine einheit zu so steigt der börsenkurs c.p im mittel um 2,3687 (punkte, prozentpunkte kp welche einheiten du verwendest)

p-wert sagt aus, dass das ergebnis auf dem 5%-Signifikanzniveau relevant ist. (vorausgesetzt ihr betrachtet nur die 1%,5% und 10% SN)

Hallo,

danke schon mal für Deine Antwort. ich habe mal die erste Berechnung hochgeladen:

http://s7.directupload.net/file/d/3361/b7vhb772_pdf.htm

Ja, es geht um Kurs, aber das der Kurs bei Event +1 = + 2,3687 steigt kommt mir etwas übertrieben vor oO

Vor allem bei dem recht großen Stichprobenumfang.


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Zitat
2plus2is4
Beigetreten: 20.05.2008
BlackMember

Ich glaube dann steigt der kurs eben um 0,0111 =)


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_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Ich glaube die Aussage ist falsch :f_frown:


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NAGLER
Beigetreten: 20.07.2007
PokerStrategist

Ein paar mehr Informationen zum Testverfahren wären interessant.

Für gewöhnlich ist der Wert, der bei dir mit "t-Test" bezeichnet wird, einfach die Testgröße. Diese lässt sich alleine eigentlich gar nicht interpretieren.

Anhand dieser Zahl wird aber der p-Wert errechnet, indem man P(|X| > 2,3687) berechnet, wobei X eine t-verteilte Zufallsvariable (mit entsprechenden Freiheitsgraden) darstellt.


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Die Interpretation hängt von deiner Spezifikation ab. Wenn Du log(kurs) auf event geschätzt hast hast du einen prozentwert, ansonsten absolute betragswerte, z.b. Euro.


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_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Hallo,

also die Einstellungen waren folgende:

Raw Data: Price
Missing Data: Ignore

Normal Return Model: Market Return

Return Calculation Option: Simple Return

entsprechend ist kein Estimation Window notwendig gewesen, Event Windows habe ich nun noch mal geändert auf -10 bis +10 mit verschiedenen Subeventwindows.

Es kommt dann beim 21 Tage Fenster t-test (cross sectionel) 2,6290 raus mit einer Prob. von 0,0086

17 Tage - 2,7981 - 0,0051

Je kürzer das Fenster, umso niedriger der T-Wert und höher der P-Wert.

Wenn ich von Simple auf Log-Return ändere werden die P-Werte deutlich höher. Jemand eine Ahnung warum?

Beim Market Return Model sollte eigentlich kein Schätzer genutzt werden, steht auch so in der Manual.

Was sagt dann der absolute Betragswert aus?


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Zitat
pmatze
Beigetreten: 06.03.2010
PokerStrategist

kenn mich dem was du konkret gemacht hast nicht aus, denke aber das was NAGLER sagt trifft zu. war zumindest auch mein erster gedanke und passt auch zu deinen beobachtungen.
aus dem kopf raus dachte ich nur das der p-wert und t-wert so nicht zusammenpasst, aber bei genügend beobachtungen passt das schon.

den t-wert kannst du entsprechend ignorieren wenn du den p-wert hast, wird aber relevant wenn du bspw. einseitig testen willst.


Antwort
Zitat
NAGLER
Beigetreten: 20.07.2007
PokerStrategist

Original von Lowsungsmittel
Hallo,

also die Einstellungen waren folgende:

Einstellungen bei was? Um was geht es denn bei der ganzen Sache überhaupt?

Original von Lowsungsmittel
Wenn ich von Simple auf Log-Return ändere werden die P-Werte deutlich höher. Jemand eine Ahnung warum?

Wenn man die Normalverteilung als Modell für Aktienreturns verwendet, sollte man immer mit Log-Returns arbeiten. Der Grund dafür ist, dass sonst Verluste größer als 100% (=Totalverlust) positive Wahrscheinlichkeit bekommen. Um deine Antworten zu beantworten, müsste ich aber wissen, um welche Fragestellung es sich überhaupt handelt.

Original von Lowsungsmittel
Beim Market Return Model sollte eigentlich kein Schätzer genutzt werden, steht auch so in der Manual.

Poste doch mal das Manual, damit wir wissen, um was es geht.


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_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Hallo,

es handelt sich um die Software Event Study Metrics, bei der man via CVS Daten importieren kann und daraus verschiedene Berechnungen durchführen lassen kann.

Gute Übersicht über das Programm gibt es unter:

Wie kann / soll ich die Manual posten?


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NAGLER
Beigetreten: 20.07.2007
PokerStrategist

Ok, ich hab's mir mal so grob angeschaut.

Vorneweg: Ich weiß nicht, wofür du das ganze hier brauchst, aber es ist nie gut (gerade in der Finanzwelt) mit Dingen zu arbeiten, von denen man kaum etwas versteht (und nimms mir nicht übel, aber den Eindruck habe ich bei dir).

So jetzt zum Thema:

1. Weißt du, was die Einstellung "Normal Return Model: Market Return" bedeutet? Viele der anderen Methoden sind mir bekannt, aber damit kann ich grad wenig anfangen.

2. So wie ich das verstanden habe, verwendet das Programm die unter "Market Model" spezifierte Technik um den erwarteten bzw. "Durchschnitts"-Return zu berechnen. Im folgenden versucht man herauszufinden, ob die dann tatsächlich eingetretenen Returns "ungewöhnlich" sind. Da die Returns als normalverteilt angenommen werden, kann man das (zumindest grob) mit einem t-Test machen. Man testet also vermutlich den Mittelwert der realisierten Returns gegen den theoretischen/erwarteten Mittelwert. Wie das hier genau gemacht wird konnte ich nicht erkennen.

3. Wie in meinem obrigen Post schon erwähnt, kannst du dann den Wert für "t-Test" ignorieren und nur den p-Wert (Prob) betrachten. Je kleiner dieser ist, desto signifikanter weichen die tatsächlich eingetretenen Werte vom erwarteten Wert (über das Modell berechnet) ab. Ist der p-Wert also sehr klein, deutet das an, dass dein Event einen signifikanten Einfluss auf die zukünftigen Returns hat.

4. Verwendet man Log-Returns statt Simple Returns, so werden Aufwärtsbewegungen wahrscheinlicher. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass größere Aufwärtsbewegungen nicht so ungewöhnlich sind wie bei den Simple Returns => höherer p-Wert. Du solltest aber wie schon erwähnt auf jeden Fall Log-Returns verwenden!

5. Dass der p-Wert bei einem kleineren Window größer wird, ist aus statistischer Sicht zu erwarten. Ohne genauere Analyse liefert das keine Erkenntnisse.

6. Die in diesem Modell verwendeten "Normal Return Models" (selbst die "komplizierten" Mehrfaktorenmodelle) sind nicht gerade State of the Art. Die erzielten p-Werte sind hier definitiv mit Vorsicht zu genießen. Insbesondere die Tatsache, dass Volatilitäten in der Realität nicht konstant sind (wie in den Modellen angenommen), kann das Ergebnis hier erheblich verzerren.

7. Über was für eine Zeitspanne reichen deine Daten? Da du kein Estimation Window verwendest, werden wohl die gesamten Daten zum schätzen der Paramater verwendet. Das Marktverhalten ändert sich aber über verschiedene Perioden (siehe die Anmerkung zur Volatilität oben) und deshalb kann es evtl hilfreich sein, ein Estimation Window zu spezifizieren.

8. Ja, mir ist langweilig


Antwort
Zitat
_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Hi,

im Endeffekt geht es um eine Regressionsanalyse mit anderen Daten, die Event-Study ist nur ein kleiner Ausschnitt, welcher Rohdaten liefern soll. Und das mache ich zum ersten Mal, deswegen die Fragen. Der Rest der Studie sollte problemlos gehen.

Ach so, Thema Market Return:

Abnormal returns are calculated by subtracting the contemporaneous
return of a market index:
where the index is the return of a market index (e.g. S&P 500).
This model is can be viewed as a restricted market model with alpha equal
to zero and beta equal to one for each stock (see MacKinlay (1997)).
Since the parameters are predefined, a separate estimation window is not
necessary. Thus, Event Study Metrics will ignore any settings specifying
the estimation window when you select Market Return as normal return
model.

Ich habe nun die Daten überarbeitet und arbeite mit dem gängigen "Market Model" (inkl. OLS), dass Market-Return-Model ist ein restriktives Market-Model, da es nicht mit Alpha und Beta-Werten arbeitet. Sondern diese auf 0 (Alpha) bzw. 1 für alle Securities setzt. Somit ist die Aussagekraft deutlich geringer als im Market Model (sorry für die Doppelung, habe die Manualbeschreibung erst später eingefügt)

Dort habe ich nun mit Estimationswindows von -150 bis -10 gearbeitet, die Werte für 0 - 2 und -1 bis +2 sehen gut aus, sowohl was die CAAR angeht als auch die p-Werte, dabei habe ich auch die Log-Returns verwendet (die Logik hinter Simple und Log ist nach dem Einlesen deutlich geworden).

Die Zeitspanne der Daten ist von 2004 - 2012.

Ich habe Artikel aus A+ und A-Journals, welche die Market-Model-Variante nutzen und auch veröffentlicht werden, sogar welche, die aktuell noch im Druck sind. Von daher sollte die Methode doch prinzipiell in Ordnung sein, oder?

Hier mal die neuen Werte:

http://s1.directupload.net/file/d/3362/g9asl2ut_pdf.htm


Antwort
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