Original von KalleTorsten
Du müsstest ein bisschen konkreter werden.
Okay, dann werde ich das mal versuchen. Anfangen in der Schule. Ich war jahrelang der typische Mathe- und Naturwissenschaften-Hasser.
Ab der 11. Klasse ist das dann umgesprungen, Chemie gefiel mir gut und auch Mathe fiel mir leichter, habe beides im Grundkurs mit so 09 bis 12 Punkten absolviert.
Nach dem Abi war mir klar, dass ich nichts studieren will was als "brotlose Kunst" verschrien ist, sprich Politik-, Sozialwissenschaften etc. Ein Praktikum bei einem Rechtsanwalt hatte ich in während der Schulzeit - Jura fiel auch weg.
Im Hinterkopf habe ich den Gedanken, dass die Chancen einen Job zu kriegen, ungleich höher sind wenn man etwas studiert, was nicht jeder kann.
So bin ich auf Chemie gekommen, da mir reine Chemie "zu viel" ist, bin ich auf Wirtschaftsingenieur mit Fachrichtung Chemie gestoßen.
Habe im ersten Semester alles außer Mathe bestanden (angesichts meiner aus der jetzigen Sicht katastrophalen Mathekenntnisse zu Recht).
Nun gefallen mir die Wirtschaftswissenschaften aber ganz und gar nicht. Wahnsinnig trocken, viel reine Auswendiglernerei, keine interessante Materie - deshalb will ich weg davon.
Was erhoffe ich mir vom Studium?
Nun, zuerst einmal bin ich kein Arbeitstier. Ich schaffe es einfach nicht, zu viel meiner Zeit für die Uni zu verwenden in der Hoffnung, dass es mir später beim Job nützt. Peile auch keinen erstklassigen Abschluss an.
Ich möchte ein abwechslungsreiches Studium, mich interessieren die Zusammenhänge zwischen verschiedenen Feldern (ob jetzt Chemie, Physik oder so etwas wie Psychologie). Daher wäre ein Studium, das viele Bereiche anschneidet oder abdeckt wohl naheliegend. Ich möchte kein zu schweres Studium wo fast jede Woche nur büffeln angesagt ist, jedoch sollte das Studium mich auch fordern. Das klingt auf den ersten Blick vielleicht naiv (wer will schon viel arbeiten..) aber es gibt nunmal gewisse Studiengänge, die einfach vieeeel anspruchsvoller und arbeitsintensiver sind als alle anderen. Und so einer muss es dann doch nicht sein.
Da ich vor dem Studium WI-Chemie Bedenken hatte, habe ich bei der Studienberatung einen Test gemacht, ob ich mich für naturwissenschaftliche Fächer eigne. Ergebnis: Leicht über Durchschnitt, also ja.
Was erhoffe ich mir vom Beruf?
Ich bin ganz klar kein ultimativer Karrieremensch. Ich möchte auf gar keinen Fall um der Karriere Willen nur im Job rumhocken. Ich möchte ein ordentliches Gehalt von dem ich und meine Familie gut leben können, brauche aber kein Monatsgehalt von 3000€+ netto um glücklich zu sein.
In deinem Fall würde ich nen Test bei soner Uniberatungsstelle machen, welcher dir Preis gibt, welcher Studiengang nach deinen Präferenzen ist.
Von diesen Tests habe ich schon gehört, bin mir aber nicht sicher inwiefern sowas wirklich sinnvoll ist, zumal die auch kostspielig sind. Hat da jemand Erfahrungswerte?
Oder ganz allgemein gefragt: Wie habt ihr es geschafft einen Studiengang zu finden der euch so interessiert, dass ihr bereit seid wirklich intensiv dafür zu arbeiten?