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Wo WiMa-Master machen?

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ZarvonBar
Beigetreten: 21.03.2006

Ich habe Anfang des Jahres meinen Bachelor in Wirtschaftsmathematik abgeschlossen und seitdem versucht mich auf dem Arbeitsmarkt zu bewerben, leider bisher ohne großen Erfolg, sodass ich nun schonmal für den Fall plane, stattdessen auch noch den Master zu machen.
Den Bachelor habe ich in Duisburg-Essen gemacht, aus diversen Gründen würde ich den Master allerdings gerne an einer anderen Uni machen.

Mein Problem ist nur, dass es mir schwer fällt hier irgendeine Auswahl zu treffen. Ich würde gerne in NRW bleiben und habe daher an den Großraum Rheinland/Ruhrgebiet gedacht, aber auch auch hier gibt es ja reichlich Universitäten. Entsprechend wäre ich über Tipps zur Entscheidungsfindung sehr dankbar.
Das einzige was ich bisher wohl ausschließen kannst ist Bonn. Scheint zwar generell einen sehr guten Ruf zu haben und ich habe auch Freunde dort, aber der Master wird nur in Englisch angeboten und auch wenn ich es vermutlich trotzdem packen würde, möchte ich mir diese Hürde nicht noch zusätzlich auflegen.

Mein Abschluss ist leider unterdurchschnittlich, aber nach dem was ich bisher an Informationen gefunden habe wird meist nur ein Schnitt von 3,0 gefordert und da ich diesen erfülle, mache ich mir keine großen Sorgen bezüglich Aufnahmekriterien.


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23 Antworten
domano
Beigetreten: 04.08.2006

köln?
bwl hat nen super ruf und mathe dazu is ja nie verkehrt.

welche bwl schwerpunkte willste denn machen?


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ZarvonBar Themenstarter
ZarvonBar
Beigetreten: 21.03.2006

Köln ist eine Idee, aber was ich mich frage ist eben was an Köln besser ist als z.B. Düsseldorf?
Bzgl Schwerpunkte habe ich ehrlich gesagt noch keine Ahnung. Am wenigsten gefallen hat mir bisher wohl Buchhaltung und Steuerlehre, bzw generell Disziplinen, in denen man stumpf nach Schema F vorgeht, also eher nichts in der Richtung.


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Schade, ich hätte dir jetzt vorgeschlagen deinen Master im Ausland zu machen.
1-2 Jahre im Ausland, ggf. dort bei einem Unternehmen mit dt. Zentrale/Zweigstelle beschäftigt.
Rückkehr nach DTL bedeutet dann meist Payday.


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domano
Beigetreten: 04.08.2006

professoren sind anerkannter, studentenleben ist besser (sagen auch leute die ich kenne die in ddorf studieren), zudem hat man sehr viel auswahl bei der wahl der fächer. und nicht zuletzt ist die uni bei unternehmen anerkannter.

als wima'ler sind steuern und buchhaltung ja nicht unbedingt die kernthemen.
ich denke interessanter ist da finance und supply chain management, da spielt mathe eine wesentlich größere rolle. viele die in diesen bereichen promovieren haben einen mathe, wima, ing oder info background.


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marsmars
Beigetreten: 27.11.2006

ich weiss das willst du nicht hören, aber da es jedes jahr gefühlte 10 mio wirtschafts-... absolventen gibt würde ich mich an deiner stelle aus deiner komfortzone rausbewegen. englisch ist sowieso ein muss, wenn du nicht dein ganzes leben bei schrauben-müller im mittelstand arbeiten willst.

wenns nicht weit weg sein soll gibts gute unis in den niederlanden wo man mit englisch klarkommt (groningen vllt). ist halt die frage ob wir da noch erwünscht sind wenn wir sie aus der wm rauskegeln. außerdem gut: wien, st gallen, 'ne grand ecole in frankreich (dafür muss mal allerdings franz. können) oder wenn du genug kohle hast großbritannien. kommt auch viel besser im lebenslauf, dann findest du nach dem master schneller nen job. also pack deine koffer! =) karrieremäßig am besten wären asien oder indien, aber da willst du wohl nicht hin.

wenn nicht dann eben köln/mannheim/münchen und ein auslandssemester. aber glaub mir, so ein auslandsaufenthalt ist sehr bereichernd, du wirst 1000 neue interessante leute kennenlernen und deinen horizont erweitern. außerdem hast du hast gruppenzwang, heutzutage hat jeder bewerber nen master, war im ausland und hat noch 1-2 praktika.


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koeniksgeburt
Beigetreten: 17.10.2013

wima ist in erster linie mathe und nicht wiwi. diese schnittstelltenstudiengänge haben den schwerpunkt in den seltesten fällen im wirtschaftlichen bereich.

op, solltest als akademiker schon englisch können. lieber in der uni lernen als später vom azubi ausgelacht werden. (wie du das lernst sollte letztlich egal sein, hauptsache du kannst potentielle arbeitgeber davon überzeugen). das ist einfach ein muss

praktika würde ich nur machen, wenn vernünftig bezahlt oder sehr viel spaß, ansonsten werkstudententätigkeit. hauptsache bisschen arbeitserfahrung, ist so ziemlich das wichtigste.

ansonsten achte lieber auf die noten, als mathematiker solltest du dann keine probleme auf dem arbeitsmarkt haben.

ansonsten alles eine frage der eigenen karriereansprüche. ausland wird total überbewertet, wenn man nicht dicke karriere machen will imo.
aber wer will denn nicht gerne ins ausland, wenn finanzierbar? deutscher alltag ist doch total langweilig

je höher du einsteigen willst, desto besser musst du in den jeweiligen kategorien sein (ausland, arbeitserfahrung, noten, fremdsprachen, außeruniversitäres engagement, etc).


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ZarvonBar Themenstarter
ZarvonBar
Beigetreten: 21.03.2006

Original von koeniksgeburt
wima ist in erster linie mathe und nicht wiwi. diese schnittstelltenstudiengänge haben den schwerpunkt in den seltesten fällen im wirtschaftlichen bereich.

Dieses. Ich weiß nicht wie es an anderen Unis abläuft, aber in Duisburg wählt jeder Mathematiker ein "Anwendungsfach" und weil ich WiWi gewählt habe, heißt es dann Wirtschaftsmathe. Ich hab nur 39 Credit Points aus wirtschaftlichen Fächern.

Ich würde behaupten für jemanden der nie länger als eine Woche am Stück im Ausland war ist mein Englisch bereits sehr gut. Über meine Hobbies und alltägliche Dinge kann ich mich problemlos auf Englisch unterhalten. Für meine Bachelorarbeit habe ich auch ausschließlich aus englischen Quellen recherchiert. Generell hat man in der Mathematik wohl auch den Vorteil, dass man sowieso eine eigene Sprache spricht und dann nur noch einzelne Vokabeln übersetzen muss.
Ich schrieb ja bereits, dass ich mir ein Mathestudium auf Englisch zutrauen würde, es aber trotzdem schwieriger wäre. Ich war bereits im Bachelor nicht der beste Student, auch wenn ich mich hintenraus deutlich gesteigert habe, und dadurch habe ich einfach die Sorge, dass es dann doch zu anspruchsvoll werden könnte.

Vielleicht sollte ich ein Studium im Ausland trotzdem nicht kategorisch ausschließen, allerdings habe ich hier noch weniger Vorstellungen von den Möglichkeiten und wo ich mich informieren kann.
Finanzierung ist dann leider auch ein wichtiges Thema, das habe ich selbst bei einem Studium in Deutschland noch nicht abschließend geklärt. Für den Bachelor konnte ich von meinen Eltern aus pendeln und habe dadurch massiv Kosten gespart, aber für den Master würde ich da gerne unabhängiger werden. Ist halt nur nicht so trivial.


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Englisch sollte eigentlich keine Hürde sein. Ein "sei" durch ein "let" ersetzen und äpseilon zu sagen kriegt man gerade noch hin.

Imo musst du für dich einfach mal ein paar Fagen beantworten um deine Ziele zu definieren. Sachen wie

a) Was willst du ganz grundlegend?
b) Wo willst du karrieretechnisch hin?
c) Welche Branchen interessieren dich?
d) Wo möchtest du gerne wohnen?
etc.

Diese Ziele sollten dann auch erst einmal relativ unabhängig von Geld, Noten oder anderen vermeintlichen Einschränkungen definiert werden.


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marsmars
Beigetreten: 27.11.2006

Koenigsgeburt hat Recht, Praxiserfahrung ist extrem wichtig, nicht nur, um Dich abzuheben, sondern auch um Kontakte zu knüpfen. Praktika o.ä. sind halt auch ganz cool, um rauszufinden, was macht Dir eigtl. Spaß, wo Du hin willst.

Stimme auch Blinzler zu: Wenn Du garnicht Karriere machen willst in irgendeiner großen Firma, sondern vllt. in die Forschung willst dann sind gewisse Aspekte natürlich nicht so wichtig wie andere.

Zur Finanzierung gibt's gute Studienkredite und die würde ich auch in Anspruch nehmen ohne schlechtes Gewissen, denn sobald Du arbeitest kommt die Kohle schnell wieder rein und die Kredite haben echt gute Konditionen teilweise.

Generell würde ich mich nicht zurücklehnen und sagen "ich find sowieso was weil Leute wie ich werden gebraucht". Klar findest Du was und wirst nicht arbeitslos, aber WAS ist halt die Frage. Man hat ja auch gewisse Vorlieben was Industrie, Firma und Standort angeht und dann gibt's im Zweifelsfall viele Mitbewerber. Ich persönlich muss Spaß an meinem Job haben, anderen genügt es, wenn einfach jeden Monat die Kohle reinkommt.


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draghkar
Beigetreten: 16.08.2006

- am wichtigsten: praxiserfahrung! danach kommt praxiserfahrung. und dann nochmal praxiserfahrung. mit einem bachelor kannst du auch ein praktikum machen, absolut kein problem.
- absolut unwichtig (vor allem bei mathe): die wahl der uni. irgendwelche standings von profs und/oder unis sind komplett irrelevant. (außer dass so mancher möchtegern dann damit braggen kann) bei privatunis ist das natürlich etwas anderes, aber darum gehts hier ja nicht.

meine persönliche meinung: mach ein praktikum von 3-6 monaten und bewerb dich währenddessen auf einen master im ausland. damit sammelst du immens wichtige praxiserfahrung, nicht nur für dich, sondern auch für den lebenslauf.
auslandserfahrung ist auch sehr wichtig, nicht nur wenn es um den lebenslauf geht. auch persönlich wird dich das sehr viel weiter bringen.


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NAGLER
Beigetreten: 20.07.2007

Ich denke auch, dass du vor dem Englisch (gerade bei Mathe) überhaupt keine Angst haben solltest. Bei mir sind seit dem 6. Semester alle Vorlesungen auf Englisch und ich hatte zu keiner Sekunde Schwierigkeiten mit dem Umstieg - und ich hab Englisch damals in der 11. abgelegt.

Master + Auslandssemester kann ich nur wärmstens Empfehlen. Gerade bei Mathe wirds eigentlich erst im Master richtig interessant und gefühlt ist das Niveau auch viel niedriger, weil man die schwierige Anpassung an das mathematische Denken bereits hinter sich hat. An guten Unis kann man sich außerdem die Fächer gemäß der eigenen Interessen zusammenstellen, was auch vieles leichter macht.

Der Ruf der Uni spielt nur bei den ganz großen Unternehmen oder in der Top-Forschung eine Rolle.

e: Solltest du noch kein Praktikum gemacht haben, wäre es jetzt auf jeden Fall an der Zeit. Das ist nicht nur gut für den Lebenslauf, sondern hilft einem auch persönlich sehr. Sei es nur, dass man danach weiß, dass dieser Job nichts für einen wäre.


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Nikinho9
Beigetreten: 31.08.2007

hab wima in köln studiert und mache jetzt hier promotion.
die stadt ist super und mittlerweile ist das vorlesungsangebot auch wieder gut!


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ZarvonBar Themenstarter
ZarvonBar
Beigetreten: 21.03.2006

Hab mir nochmal Gedanken gemacht und es wird dann wohl Köln werden. Ausland ist sicherlich auch eine Erfahrung, aber letztendlich würde ich doch gerne einigermaßen in der Nähe meiner Heimat bleiben. Falls es Sinn macht und sich anbietet, kann man vlt ein Auslandssemster einschieben, aber für 2+ Jahre möchte ich Deutschland atm ungerne verlassen.

Allein schon zur Finanzierung meines Studiums würde ich dann auch gerne eine Werkstudententätigkeit ausüben, hab in dieser Hinsicht bisher allerdings überhaupt keine Erfahrung. Mein Bachelor ist leider recht mäßig, wie ich in einer kurzen Recherche festgestellt habe werden häufig aber explizit gute Studienleistungen gefordert, sollte ich mir Gedanken machen überhaupt was Anständiges zu finden? Ich muss dafür gar nicht in ein AAA-Unternehmen, aber will letztendlich mangels Alternativen auch nicht bei Aldi an der Kasse sitzen.

Wie gesagt ich hab schonmal kurz geschaut wie die Lage bei Stepstone so aussieht und wenn Arbeitszeiten angegeben sind, sind diese meist im Bereich 15 - 20 Stunden die Woche. Im Bachelor konnte ich mir noch den Luxus leisten nebenbei nicht arbeiten zu müssen, daher fehlt mit der Vergleich, aber ist das letztendlich nicht ganz schön viel, wenn man auch noch zügig studieren will? Oder macht es darunter für die meisten Unternehmen gar keinen Sinn einen überhaupt einzustellen?

Abschließend würde ich hier auch gerne wissen, wann ich anfangen sollte mich zu bewerben. Ab dem 1.10. geht das WS los, also werde ich auch erst um den Zeitraum rum eine Wohnung in Köln beziehen. Macht es Sinn sich jetzt schon zu bewerben oder werden solche Stellen kurzfristiger vergeben?


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Jetzt bewerben, 3 Monate vorher ist n guter Richtwert. 20 Stunden sind in der Regel easy drin, gerade weil man ja auch nicht unbedingt in Rekordzeit das Studium durchballern muss.

Und natürlich schreibt auch keiner was von unterdurchschnittlichen Studienabschlüssen. Mit nem 2,x in Mathe bist du meistens schon noch ganz gut aufgestellt.


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Nikinho9
Beigetreten: 31.08.2007

werd doch shk, entspannter gehts doch nicht


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ZarvonBar Themenstarter
ZarvonBar
Beigetreten: 21.03.2006

Sanitär, Heizung, Klima? Klingt mir doch recht fachfremd. _evil:
Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung wofür das steht.


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studentische hilfskraft würde ich jetzt einfach mal schätzen.


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Zweitausendelfer
Beigetreten: 08.02.2011

Nikinho meint wohl studentische Hilfskraft ;)

Je nach Uni/Studiengang kommt man recht leicht an einen Job in einer Arbeitsgruppe von der Uni, man muss idR nicht so viele Wochenstunden machen wie in einem externen Unternehmen bzw. kann sich mit dem Prof einigen wieviel man machen möchte, ist sehr flexibel und der tarifliche Stundenlohn liegt für Bachelorstudenten bei ca. 10 Euro (variiert zwischen den Bundesländern) und während des Masters noch ein wenig mehr.

Ist aber obv extrem abhängig vom Studiengang, ich hab keine Ahnung wie einfach man unter den Mathematikern an so eine Stelle kommt, aber man kann ja einfach mal rumfragen bzw. bei Stellenanzeigen von der Uni schauen.


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Nikinho9
Beigetreten: 31.08.2007

die leute werden doch händeringend gesucht soweit ich weiß


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