Tssss, ich seh schon die ganzen Kiddies sich toll finden, weil sie an ihrer hdd rumdocktorn.
Erstens hat sich der Hersteller was dabei gedacht die Parameter so zu wählen wie sie nun einmal sind und zweitens geben viele Hersteller eigene Tools raus um an den Parametern rumzudocktorn, meist dann, wenn es einige Leute gibt, die dem Hersteller ihre Meinung sagen, dass sie eine bessere Lösung haben.
Spoiler
Boi Feddern
Mal abschalten
Energiespareinstellungen bei Festplatten konfigu rieren
Ob im PC, Notebook, Netzwerkspeicher oder digitalen Videorecorder: Ratternde oder
klickende Festplatten können ganz schön nerven. Wenn ohnehin nicht auf sie zugegriffen
wird, legt man sie deshalb besser schlafen. Das spart Strom und kann die Haltbarkeit
verlängern - sofern man die richtigen Energiespareinstellungen wählt.
V iele Festplatten machen kräf
tig Radau, selbst wenn nicht
darauf zugegriffen wird. Doch
das muss nicht sein, wenn man
sie in Ruhepausen abschaltet.
Damit senkt man nicht nur das
Betriebsgeräusch des Rechners,
1 60
sondern entlastet auch die
Stromrechnung. Eine übliche
3,5"-Festplatte mit acht Stunden
täglicher Betriebsdauer und
5 Watt durchschnittlicher Leis
tungsaufnahme verursacht bei
einem Strompreis von etwa
0,23 Cent pro Kilowattstunde
jährliche Kosten von 3,36 Euro.
Schaltet man sie dagegen in
Ruhepausen ab, sinkt die
Leistungsaufnahme auf unter
1 Watt. Nicht nur im PC ist das
automatische Abschalten der
Platten sinnvoll: ln für den Heim
einsatz gedachten Netzwerk
speichern rotieren oft bis zu vier
Festplatten. Legt man sie in
Ruhepausen schlafen, kann das
den Gesamtstromverbrauch der
Geräte um mehr als die Hälfte
reduzieren.
Auch Festplatten in digitalen
Videorecordern lässt man besser
ruhen, wenn sie nicht gerade mit
dem Aufzeichnen von Sendun
gen oder Timeshifting beschäf
tigt sind. Neben geringerem
Stromverbrauch bedeuten sorg
fältige gewählte Energiespareln
stellungen im Idealfall weniger
mechanischen Verschleiß und
damit höhere Lebensdauer. Das
betrifft auch externe Festplatten,
die üblicherweise nicht für den
Dauerbetrieb gedacht sind. Im
Notebook bleibt durch stillste-
a't 201 3, Heft 1 hende Festplatten etwas mehr
Akkukapazität für andere Dinge
übrig. Wenn die Schreib-/Lese
köpfe öfter mal in Parkposition
stehen, sinkt zudem das Risiko
von Laufwerksdefekten, falls das
Notebook mal herunterfällt.
Ruhe sanft
Bereits im Betrieb schalten mo
derne Festplatten Firmware
gesteuert selbsttätig Teile der Elek
tronik ab. Das spart in der Regel
jedoch nur wenige Zehntelwatt.
Richtig Strom sparen lässt sich
erst, wenn man sie per Befehl
in den Standby-Modus schickt:
Darin parken sie ihre Schreib-/
Leseköpfe und stoppen die Rota
tion der Magnetscheiben. An
ders als im komplett ausgeschal
teten Zustand reagiert die Elek
tronik aber weiterhin auf Befehle,
sodass die Platten bei Zugriffen
automatisch anlaufen.
Am PC oder Notebook kön
nen Sie den Standby-Modus für
interne Festplatten leicht konfi
gurieren. Tippen Sie dazu unter
Windows 7 .ene· ins Suchfeld
des Startmenüs oder unter
Windows 8 im Startbildschirm
ein und wählen Sie .Energieop
tionen". Durch einen erneuten
Klick auf .Energiespareinstellun
gen ändern· erreichen Sie das
Menü .Erweiterte Energiespar
einstellungen ändern·. Unter
.Festplatte", .Festplatte aus
schalten nach" können sie den
Standby-nmer für die Festplatte
aktivieren oder deaktivieren und
minutengenau einstellen. Bleibe n
für die gewählte Zeit Zugriffe
aus, schickt Windows das Lauf
werk in den Standby, das darauf
hin die Köpfe parkt und die
Magnetscheiben anhält. Das
funktioniert für alle intern im PC
verbauten Festplatten.
Unter Mac OS X konfigurieren
Sie den Standby-Modus in den
Einstellungen in der Systemein
stellung unter dem Punkt .Ener
gie sparen". Apple gibt standard
mäßig 10 Minuten Standby-Zeit
vor. Ändern lässt sich die Zeit
hier nur auf der Kommandozeile.
Starten Sie dazu das Terminal.
Mit dem Befehl
sudo pmset diskslee p 20
stellen Sie die Timer-Einstellung
beispielsweise auf 20 Minuten.
Bevor der Befehl ausgeführt
wird, müssen Sie noch das Admi
nistratorpasswort eintippen. An
schließend können Sie die ak
tuell gültige Einstellung im Sys-
c't 201 3, Heft 1
tem-Profiler unter .Stromversor
gung" abfragen.
Wann schlafen?
Welches Zeitintervall Sie für
den Festplatten-Standby wählen,
hängt von der individuellen
Nutzungsweise ab. Erfahrungs
gemäß sind die vom Betriebs
system vorgegebenen 10 bis 20
Minuten ein günstiger Wert. Zu
großzügig gewählte Intervalle
lassen Festplatten möglicherw ei
se niemals zur Ruhe kommen.
Umgekehrt kann eine zu kurz
gewählte Timer-Einstellung dazu
führen, dass die Platten zu
oft hoch- unter herunterfahren.
Letzt eres ist gleich aus mehreren
Gründen nicht wünschenswert:
Einerseits benötigen Festplatten
beim Anfahren der Magnetschei
ben mehr Strom als im laufen
den Betrieb. Andererseits wird
die empfi ndliche Festplattenme
chanik bei Ein- und Ausschalt
vorgängen besonders strapa
ziert.
Doch das ist im Normalfall we
niger kritisch als angenommen.
Bei aktuellen 3,5-Zoii-SATA
Festplatten für Desktop-PCs hal
ten die Hersteller mindestens
50 000 Start-/Stoppzyklen für
zulässig; bei Notebookplatten
sogar mehr. Selbst wenn die
Festplatte an 230 Tagen im Jahr
jeweils 20-mal anläuft , addiert
sich das in fünf Jahren erst auf
23 000 Starts. Die Festplatten
hersteller raten sogar explizit
dazu, die Festplatten-Standby
Funktion einzusetzen, weil sie
die Haltbarkeit der Platte verlän
gern kann, wenn man sie richtig
dosiert. Wie oft ihre Platte schon
ein- und ausgeschaltet wurde,
können Sie per SMART (Self
Monitoring Analysis and Repor
ting Technology) mit einem Pro
gramm wie den Smartmontools
(siehe c't-Link) über wachen (Raw
Value beim Parameter Start/ Stop
Count): Häufiges Anfahren der
Platte macht sich aber auch
akustisch be merkbar. Stellen Sie
den Sleep Timer der Platte in die
sem Fall besser auf einen länge
ren Wert ein.
Zickige Platt en
Die vom Betriebssystem verwal
teten Energiesparfunktionen gel
ten am Mac wie auch unter
Windows global für alle internen
Festplatten im System mit Aus
nahme des Boot-Datenträgers.
Auf diesen greift das Betriebssys-
tem so häufig zu, dass er in der
Regel keine Zeit zum Abschalten
findet. Unter anderem liegt dort
ja typischerweise auch die Aus
lagerungsdatei. Zweit-, Dritt- od er
Viert-Piatten im System schalten
recht zuverlässig zur voreinge
stellten Zeit ab. Manchmal kann
es aber auch vorkommen, dass
eine dieser Platten partout nicht
schlafen möchte. Das könnte
daran liegen, dass sie noch ein
Programm davon abhält. Diesem
können Sie unter Windows auf
die Schliche kommen, wenn Sie
im Task-Manager den Ressourcen
monitor öffnen. Wählen Sie die
Registerkarte .Leistung". Unter
.Datenträger· erkennen Sie die
gerade auf ihrer Platte aktiven
Progr ammprozesse. Schließen Sie
dann gegebenenfalls die ent
sprechenden Programme.
I ndividuell schlafen
Wenn man für die verschiedenen
Platten im System unterschiedli
che Energiespareinstellungen
möchte, kommt man mit den
Mitteln des Betriebssystems lei
der nicht weiter, sondern muss
sich mit Zusatztools behelfen.
Mit dem von Linux bekannten
Kommandozeilentool hdparm,
das im Internet auch in einer Ver
sion für Windows zu haben ist
(siehe c't Link), können Sie einen
Praxis I Festplatten-Standby
Standby-Modus auch für jede
Festplatte individuell konfi gu rie
ren. Hdparm setzt den Spin
down-Timer in der Disk-Firm
ware auf einen von ihnen ge
wählten Wert. Diese Einstellung
bleibt auch nach einem Neustart
erhalten und funktioniert unab
hängig vom Betriebssystem. Falls
Sie vorher den Standby-Timer
des Be triebssystems für die Plat
ten eingestellt haben, deaktivie
ren Sie diese Funktion vorsorg
lich noch, bevor Sie mit hdparm
neue Einstellungen vornehmen,
damit diese sich nicht in die
Quere kommen.
Zur Konfiguration der Stand
by-Funktion führen Sie hdparm
nach der Installation mit Admi
nistratorrechten aus. Hdparm er
laubt die Konfiguration des Plat
ten-Spindowns von 5 Sekunden
bis 20 Minuten in Fünf-Sekun
den-Schritten. Soll die zweite
Platte in ihrem System nach
1 0 Minuten Inaktivität abschal
ten, geben Sie auf der Komman
dozeile den Befehl
hdparm -5120 hdb
ein. Für weitere Festplatten in
Ihrem System ersetzen Sie ent
sprechend hdb durch hdc, hdd,
usw. Unter Linux sprechen Sie
die SATA-Piatten nach dem
Schema /dev/sdb an. Möchten
Sie anschließend überprüfen, ob
:-_·, . . · .. _ ' .· ._·, �t '- ·:.' .. . - .• ;· -� '<• • -�
Wahlen Sie den anzupassenden Energiesparplan und d1e
g�nschten Energiesparemstellungen aus.
Ausbalanciert [Akt iv) 8 Ausbalanciert 1-] ' Kennwort bei Reaktivi erung anfordern
Einste llung: Ja 8 Fest pla tte 8 Fest platte ausschatten nach
Oesktophintergrundeinstellungen
Drahtlosadaptereinste llungen
St andardeinst ellungen Wied erh erstel len
LOK� IObnlchen
Unter Windows können Sie den Standby-Timer für Festplatten
in den Energieoptionen minutengenil u einstellen.
1 61 Praxis j Festplatt en - Standby
Energ� spuen
BA tterie
Wenn Sie am Mac
den Ruhezustand
für Festplatten
aktivieren, schalten
sich die Laufw erke
ab, falls zehn
Minuten keine
Zugriff e erfolgen.
vorbereitet ist, kann es zu Fehl
funktionen kommen.
ll uhuus tand fli r .. .." """"",."". -"\': 1"'- .. .,.""""'"""'"..- --__, "" "'"""'.-- --.. .
Computer:
Sparsam und robust
Neben der Standby-Funktion
kennen Festplatten noch weitere
Energiesparmechanismen. Um
den Stromverbrauch zu reduzie
ren, können sie die Schreib-/
leseköpfe parken, bevor sie
die Magnetscheiben vollständig
stoppen. Besonders im Note
bock, wo es auf jedes einzelne
Watt ankommt, kann das prak
tisch sein. Zieht die Platte Ihre
Köpfe schon nach wenigen Se
kunden ausbleibender Zugriffe
in Parkposition, erhöht das auch
die Schockfestigkeit der Platte.
Trotzd em ist die Platte dann sehr
schnell wieder betriebsbereit:
1 Mift
R u he zustan d
fur Monitor:
1 .. ...
15 Mi n
15 .. ..
W.. nn mllg lich, ll uhuu•t and fur Festpla tten aktiv �ren
ll uhuu stand MI N�rkzugrlff �end en
1 Sa d 3 Sl d Nie
' 1 Sad 3 Sad Nie
Q tand ard wi eder h� en J
BA tteri estatus in der Menülei ste anzeig en
Zum Sc h tun •uf das Sc hloss klicken.
die Platte nach der voreingestell
ten Zeit tatsächlich schlafen ge
gangen ist, gelingt das mit dem
Befehl
hdparm - C hdb
Hdparm sollte dann .Standby•
melden. Besonders zickige Fest
platten, die nach der voreinge
stellten Zeit nicht schlafen wol
len, können Sie mit dem Befehl
hdparm -y hdb
umgehend schlafen legen.
Externe Platten
Wenn Sie möchten, dass sich
auch Ihre extern per USB, Fire
Wire oder eSATA am PC ange
schlossenen Platten in Ruhepau
sen abschalten, wird es leider
komplizierter. Vergleichsweise
einfach ist das nur bei eSATA
laufwerken, da diese - ausge
nommen von einigen exoti
schen Ausnahmen - wie interne
SATA-Piatten über ATA-Befehle
mit dem Rechner kommunizie
ren. Im Idealfall sollten Sie daher
mit der hier besprochenen An
leitung für interne Platten zum
Erfolg kommen.
ln USB- und FireWire-Festplat
ten stecken hingegen Wandler
chips, die zwischen SATA und
USB oder FireWire übersetzen.
Diese leiten häufig nicht die
ATA-Kommandos für Standby
Modi an die Platte weiter .. Ob
das letztlich klappt, hängt teil
weise auch von der Firmware
des jeweiligen Bridge-Chips ab.
1 62
Bei Festplattenleergehäusen, in
die man die Platte selbst einbau
en muss, ist es daher sinnvoll, die
Platte per SATA an den Rechner
zu klemmen, danach der Anlei
tung entsprechend den platten
internen Timer zu konfig urieren
und sie erst dann ins externe Ge
häuse einzubauen.
Bei externen Gehäusen, in
denen die Platte bereits drin
steckt, müssen Sie gleich beim
Kauf darauf achten, ob der Her
steller diese Funktion implemen
tiert hat. Erfahrungsgemäß ist das
bei vorgefertigten externen Fest
platten von Markenherstellern wie
Buffalo, Hitachi (HGST), Seagate
oder Western Digital der Fall. Sie
legen auch gleich die passende
(Windows-)Software zur Konfi gu
ration des Standby-Timers bei.
Billigere Modelle schalten sich
nur mit dem Ausschalten des
Rechners oder bei Trennen der
Datenverbindung automatisch
ab. Manchmal wird der Energie
sparmodus auch durch den
Bridge-(hip od er durch die Firm
ware der im externen Gehäuse
verbauten Platte gesteuert . Dann
können Sie die Einstellungen in
aller Regel nicht abändern. Der
Ausbau der Platte zur Konfigura
tion des Energiesparmodus ist in
diesem Fall nicht empfehlenswert ,
weil dann die Garantie erlischt.
quietHDD gewöhnt Festplatten
das häufi ge Parken der Schreib-/
leseköpfe ab, wenn man den
APM-Wert auf 255 setz t.
Zeltpl• n ...
Bei Geräten wie digitalen Vi
deorecordern oder NAS-Syste
men, die mit eigenem (Linux-)
Betriebssystem und eingebauter
Platte geliefert werden, müssen
Sie ebenfalls darauf hoffen, dass
der Hersteller an eine Standby
Funktion gedacht hat - und sie
fehlerfrei funktioniert. leider ist
das nicht immer der Fall. Bei
NAS-Geräten, die Sie selbst mit
Laufwerken bestücken können,
kommt es manchmal auf den
Plattentyp an, ob Standby funk
tioniert. Schauen Sie deshalb vor
dem Plattenkauf in die Kompati
bilitätsliste der Hersteller. Konfi
gurieren Sie bei Platten, die Sie
in einen digitalen Videorecorder
oder ein NAS-Gehäuse einbauen,
besser keine platteninternen
Energiesparmechanismen. Wenn
das Betriebssystem nicht darauf
Während das Erwachen aus dem
Standby-Modus bis zu zwei
Sekunden (bei Notebookplatten)
beziehungsweise 1 4 Sekunden
(bei 3,5"-Festplatten) dauern
kann, ist sie, wenn nur die Köpfe
geparkt sind, schon nach einigen
Zehntelsekunden wieder be
triebsbereit.
Gesteuert wird das über das
sogenannte Advanced Power
Management (APM), das von
den meisten Notebookplatten,
aber mittlerweile auch einigen
3,5"-Festplatten für Desktop-PCs
unterstützt wird. Ob das bei Ihrer
Platte der Fall ist und welche
Einstellung gegebenenfalls aktiv
ist, können Sie unter Linux mit
hdparm abfragen:
hdpar m -B /dev/sdb
Sofern APM von Ihrer Platte un
terstützt wird, meldet hdparm
auf diese Abfrage hin einen Wert
zwischen 1 und 254. Unter Win
dows funktioniert das Komman
do in dieser Form leider nicht.
� X I AP "' � MH Seö1go Marual Seltngo !wt .-.g l !k Seltngo !.l<bckJ � AP "' - K. and OC Advanced Power .. ..,_. s.t!n91
K; VlbJ tun"!� twl K; powerj
oc VlbJ tun"!� twl bottery)
(
[ Ok
25 5
c't 201 3, Heft 1 Hier können Sie aber auf Fest
plattendiagnosetools mit grafi
scher Oberfl äche wie CrystaiDis
klnfo (siehe c't-Link) ausweichen,
welche die aktuelle APM-Einstel
lung in hexadezimalen Wert en
anzeigen. Eine Übersicht über
die verschiedenen APM-level
finden Sie in der Tabelle rechts.
Klickstopp
Notebockhersteller stellen zum
Leidwesen vieler Anwender häu
fig einen Wert von 1 28 für die
Platten ein. Dabei fahren die
Laufwerke die Köpfe alle paar Se
kunden auf die Rampe und ver
ursachen ein Klickgeräusch (siehe
unser Video über den c't-Link).
Wenn Sie das nicht möchten,
schalten Sie APM ab.
Unter Windows können Sie
das mit dem kostenlosen Tool
quietHDD (siehe c't-Link) erledi
gen. Führt man es mit Adminis
tratorrechten aus, deaktiviert
es automatisch das Advanced
Power Management der primä
ren Festplatte im System. Es läuft
danach als Hintergrundprozess
und schickt die entsprechenden
Kommandos erneut an die Platte,
wenn man den Rechner aus
dem Standby- od er Hibernation
Modus aufweckt. Manche Note
boo k-BIOSse zwi ngen die Platten
dann nämlich jedes Mal wieder
in die ursprüngliche APM-Einstel
lung. Aus demselben Grund
bleibe n die mit quietHDD vorge
nommenen Einstellungen auch
nur jeweils nur bis zum nächsten
Reboot erhalten. Sie können
quietHDD bei jedem Windews
Start aber automatisiert aus
führen lassen. Konfigurieren Sie
dafür am besten eine neue Auf
gabe im Taskplaner von Win
dows, damit das Betriebssystem
die Anwendung beim Start ohne
Nachfrage mit Administrator
rechten ausführt .
Rufen Sie dazu unter System
steuerungNerwaltung die Auf
gabenplanung auf. Klicken Sie
im linken Frame auf Aufgaben
planungsbibliothek, anschlie
ßend mit der rechten Maustaste
ins mittlere Fenster und wählen
Sie .Neue Aufgabe erstellen·.
Setzen Sie den Haken bei .Mit
höchsten Privilegien ausführen•.
ln der Registerkarte . Trigger• kli
cken Sie auf .Neu•. Anschließend
wählen Sie unter Aufgabe star
ten .Bei Anmeldung•. Zu guter
Letzt müssen Sie noch den Pfad
zu dem Programm angeben und
mit OK bestätigen - et voil�.
c't 201 3, Heft 1
Wtrtt Wtrtt .,. ... IIHilliiMnlt .,. .... lln
1-127 OHF Pl ane red uzim Drehzahl oder gel lt 2 s {2,5" -Pla ne aus Standby ),
in den Standby , Sdl reib-ll.Möpft 6 s {3,5" -Pla ne aus red uzimer Dreh zahl),
pa rk en 14 s {3,5" -Pla ne aus Stand by)
128-191 80- BF Dr eh zahl unvm ndert. 0,3 s {2,5" -Pla ne), 0,7s (3,5" ·Pl ane )
Sdl reib-/l esel löpft parken
192-lSS CG- FF APM de aktiviert O s
Typische Leistungsaufnahme .. ....... Dl*tlp HGST IITS S41010 A9E 680 � Sl1 00 00M003 IIMr�
Trmistaf SKlOOO [W)_
.c.:
_=-.� 7200 .14 (W] -
Sp lnu p (ma x. leist ungsaufn.)
A<!Mi dle
3,5 18,5
Zug riff
low � idle (Köpfe !lfPolrkt)
Standby
1 0,9
• 2.3
0,6
0,3
quietHDD wird anschließend bei
jedem Neustart automatisch aus
geführt und stoppt das Köpfe
parken der Platte.
Um das APM unter Windows
für weitere Festplatten od er unter
Linux zu konfigurieren, können
Sie sich wieder mit hdparm
behelfen. Tippen Sie dazu das
Kommando
hdpar m -8255 /dev/sdb
auf der Kommandozeile ein, um
APM für die zweite Festplatte im
System zu deaktivieren. Ersetzen
Sie sdb gegebenenfalls durch
sdc, sdd, und so weiter, um wei
tere Festplatten anzusprechen.
Unter MacOS ist hdapm eine
Alternative.
Statt 255 können Sie auch
einen Wert zwischen 1 92 und
254 wählen. Das bewirkt das
Gleiche, obwohl hdparm Gegen
teiliges meldet. Die APM-Einstel
lungen zeigen nur intervallweise
Wirkung. Im Intervall zwischen
1 28 und 1 91 zieht die Platte
immer sofort die Köpfe von den
Magnetscheiben, wenn Zugriffe
ausbleiben. Einfl uss auf die
Plattengeschwindigkeit oder den
Stromverbrauch haben unter
schiedliche Einstellungen inner
halb d�ses Intervalls nicht.
Wenn Sie die Klickgeräusche
nicht stören, be lassen Sie besser
die vom Hardwarehersteller vor
gegebenen APM-Einstellungen.
Ändern Sie nur etwas, wenn Sie
eine falsche Konfiguration ver
muten. Beobachten Sie etwa zu
nächst den load-/Unload-Cycle
Counter der Platte, der per
SMART abrufb ar ist. Nur wenn
der Raw Value dort sehr schnell
ansteigt, kann dies ein Indiz für
ungeschickte Energiespareinstel
lungen sein. ln der Vergangen
heit beschwert en sich beispiels-
3,3
0,9
weise Linux-Nutzer, dass dusselig
gewählte APM-Wert e unter be
stimmten Distributionen zu per
manentem Parken- und Entpar
ken der Köpfe führten.
Auf die Haltbarkeit der Platte
hat häufiges Parken der Schreib-/
leseköpfe aber nur in extremen
Ausnahmefällen Einfluss: Die
Köpfe von Notebockplatten sind
ty pischerweise für 600 00 0 Park
vorgänge ausgelegt. Machen sie
sich also keine allzu großen Sor
gen: Selbst wenn die Festplatte
einmal pro Minute bei acht Stun
den täglichem Betrieb ihre Köpfe
parkt, ist die Zahl erst nach mehr
als drei Jahren erreicht. Bei 3,5"
Festplatten für Desktop-PCs ver
kraftet der für das laden- und
Entladen der Schreib-/leseköpfe
zuständige Servo-Mechanismus
laut Spezifikation zwar nur
300 000 Vorgänge. Doch selbst
das ist in der Regel ausreichend.
APM im PC und Server
Bei den meisten 3,5"-Festplatt en
ist APM ohnehin deaktiviert -
und das lassen Sie am besten
auch so, wenn es der Hersteller
nicht anders vorsieht. Das Parken
der Schreib-/leseköpfe bringt al
lenfalls Einsparungen im Zehn
telwattbereich und oft unnötige
Geräusche. So auch be i den aktu
ellen 3,5"-laufw erken der Reihe
Barracuda 7200. 1 4, die Seg ate ab
Werk ungewöhnlicherweise wie
Notebockplatten mit APM 1 28
liefert. Bei frühen Chargen verur
sachte das Parken der Köpfe auf
der Rampe ein ausgesprochen
lautes Zirpgeräusch. Per Firm
ware-Update hat Seagate den
Serv o-Mechanismus aber mittler
weile verbessert , sodass die Plat
ten deutlich leiser laufen [ 1 ). Vom
Abschalten des APM rät Seagate
Praxis I Festplatten·Standby
jedoch ab, weil die Platten so we
niger anfällig für Störungen im
laufenden Betrieb sind .
Das Einstellen von niedrigen
Wert en unterhalb von APM 1 28
lohnt sich nur in Spezialfällen -
für Festplatten im PC oder Note
bock eigentlich nie. Es wirkt wie
eine zu kurz gewählte Standby
Timer-Einstellung. Bei ausblei
benden Zugriffen parken Note
bookplatten und einige 3,5"
Festplatten für Desktop-PCs ihre
Schreib-/leseköpfe und bege
ben sich dann umgehend in den
Standby. Eine solche Einstellung
bringt allenfalls bei Laufwerken
etwas, auf die nur sehr selten zu
gegriffen wird.
Etwas anders sieht es bei
speziellen Serverlaufw erken aus,
die in dieser Einstellung statt in
den Standby zu wechseln ihre
Drehzahl reduzieren. Das können
bestimmte Varianten von HGSTs
Deskstar-laufw erken mit SATA
Schnittstelle sowie SAS-Piatten
von HGST, Seagate und Toshiba.
Bei SAS-Piatten wird die Funktion
allerdings nicht über ein ATA
Kommando gesteuert , sondern
übe r einen platteninternen Ti mer
oder durch spezielle RAID-Hast
adapter von Adaptec ausgelöst.
Der Vorteil: Die Platten können
schneller wieder Zugriffe ver
arbe iten, als wenn sie aus dem
Standby aufw achen, verbrauchen
abe r deutlich weniger Strom, als
wenn sie nur die Köpfe parken.
Wenn es darauf ankommt, be
sonders viel Strom zu sparen,
schaffen Sie am be sten von vorn
herein Laufw erke mit möglichst
geringer Leistungsaufnahme an.
Den größten Einfl uss auf den
Stromverbrauch einer Festplatte
hat die Rotationsgeschwindig
keit Für externe Geräte oder als
Zweitlaufwerk im PC, wo es nicht
auf besonders hohes Tempo an
kommt, sind zumeist Laufw erke
mit geringer Drehzahl (5400
U/min) die bessere Wahl. Bei
aktuellen 2,5"-Piatten für Note
boo ks hat die Drehzahl hingegen
kaum einen Einfluss auf die leis
tungsaufnahme. Sie können also
ruhig auch ein schnelleres Exem
plar mit 7200 U/min wählen,
ohne dass die Akkulaufz eit spür
bar sinkt. (boi)
Literatur
(1] Boi Feddern, Platten-Karussell,
Festplatten bis 4 Terabyt e für PCs,
Notebocks und Serv er, c't 1 4/1 2, s. 1 1 2