vor ca. einem halben jahr hab ich mir beim fussballspielen das kreuzband gerissen. nachdem festgestellt wurde dass sich das KB im knie verkeilt hat und sofort entfernt werden muss wurde relativ kurzfristig eine OP durchgeführt, gleichzeitig wurde auch der meniskus fixiert.
anschließend wollte ich mir einen termin für die eigentliche KB-OP ausmachen, und selbstverständloch wollte ich diese bei einem erfahrenen arzt durchführen lassen. ich hab mir daraufhin bei dr. 1 (bester arzt auf diesem gebiet in diesem kranknhaus) einen termin geben lassen. die lange wartezeit von 7 wochen wars mir wert, da ich davon ausgehen konnte dass dieser arzt die OP komplikationslos durchführen werden wird.
2 tage vor der anberaumten OP wurde diese kurzfristig abgesagt, da zu viele frischverletzte operiert werden müssen - die OP wird um eine woche verschoben. gut, kann vorkommen, also eine woche später ins spital.
zu meinem überraschen operierte mich aber nicht dr. 1, sondern ein mir unbekannter, junger arzt. die lange wartezeit auf die OP war also umsonst, bei einem x-beliebigen arzt hätte ich das KB schon viel früher bekommen können. lt. angaben des operateurs sei die OP gut verlaufen.
ich hatte aber den eindruck dass etwas im knie blockiert und "spiesst". auch hatte ich schmerzen beim gehen, die unnatürlich stark waren. andere KB-patienten aus meiner physiogruppe waren viel schneller auf den beinen also ich.
an einem samstag abend waren die schmerzen so stark, dass ich ins krankenhaus musste und das knie untersuchen ließ. man stellte eine schwellung fest, es wurde aber vermutet dass diese aufgrund eines sich auflösenden fadens entstanden ist - das sei völlig normal. ich wurde ohne weitere untersuchung wieder entlassen.
bei einer geplanten untersuchung vergangenen donnerstag klagte ich noch immer über schmerzen, und es wurde 1,5monate nach der OP das erste röntgen gemacht. dabei wurde festgestellt dass ein 6,5cm langer draht gebrochen ist und im knie "vergessen" wurden. bin gleich am freitag zum 3.mal operiert worden und der draht wurde entfernt.
nun zur frage: wie soll ich vorgehen um eine entsprechende entschädigung zu bekommen? ich hatte über die 1,5monate starke schmerzen im knie, ausserdem konnte ich die physiotherapie nicht regelmäßig besuchen und hab nun streckdefizite im knie, die vielleicht nie wieder weggehen.
cliffs:
- geplante kreuzband- OP bei einem speziellen arzt
- OP wird kurzfristig verschoben, irgendein arzt operiert mein knie
- starke schmerzen nach OP, die ärzte meinen das sei normal
- 1,5 monate nach OP wird das erste röntgen gemacht -> 6,5cm draht wurde im knie vergessen
- sofortige OP (vollnarkose + 3tage krankenhaus) um das drahtstück zu entfernen
- eingeständnisse und entschuldiugungen der ärzte (auf das routinemäßige röntgen nach der KB-OP wurde vergessen)
- offensichtlich fahrlässigkeit seitens des arztes
hier noch zur veranschaulichung die fotos und röntgenbilder:


PS: ich möchte das krankhaus in keinster weise abzocken, ich denke aber trotzdem dass mir eine entschädigung zusteht.
edit: ich hab mich bereits mit einem patientenanwalt in verbindung gesetzt, den termin hab ich aber erst mitte jänner.