werd ich auf alle fälle machen.
mal sehn was der patientenanwalt rät, werd auch da schaun dass ich einige meinunge bekomme ob es realistisch ist entschädigung zu bekommen.
Evtl mal zu nem Orthopäden ausserhalb des KHs gehen und fragen wie der das mit den Folgeschäden einschätzt? Sollte wahrscheinlich auch ziemlich bald gemacht werden damit du deinem Anwalt harte Fakten auf den Tisch legen kannst was genau die falsch gemacht haben und welche Konsequenzen das hat/hatte.
bevor ich eine zweite meinung einhole möchte ich noch abwarten was der anwalt mir rät. ausserdem kann ich in den 3 wochen bis zu diesem termin erkennen ob ich weiterhin schmerzen habe (zur zeit halten sich die in grenzen) und wie beweglich das knie ist. ich hoffe ich kann das streckdefizit bis dahin durch physiotherapie und diverse übungen ausgleichen.
bei dem anwalt handelt es sich um einen speziellen patientenanwalt. keine ahnung ob es das auch in deutschland gibt, hier in Ö hat jedes bundelsand eigene anlaufstellen dafür. er behandelt ausschließlich krankengeschichten, bei denen sich die patienten ungerecht behandelt fühlen.
so weit ich das mitbekommen habe werden wir gemeinsam eine chronologie zusammenstellen, und dann wird das krankenhaus aufgefordert eine stellungnahme zu meiner krankengeschichte abzugeben. ich denke das wird sich über wochen bzw. monate hinziehen bis ein urteil zu erwarten ist.
Schreib auf jeden Fall alles irgendwo auf solange es noch halbwegs frisch in deiner Erinnerung ist, ansonsten ist Patientenanwalt schon der richtige Weg.
Den Draht zu vergessen ist die eine Sache, aber dich ohne Kontroll-Röntgen nach Hause zu schicken erscheint mir grob fahrlässig, sollte keine große Streiterei werden.
ich denke solche bilder wären auch ein gefundenes fressen für die österreichischen klatschzeitungen. keine ahnung ob es in diesen fällen auch eine art aussergerichtlichen vergleich gibt?! ich warte aber erst mal ab was der anwalt sagt.
der primar hat sogar zugegeben dass es in diesem krankenhaus schon einmal vorgekommen ist dass der draht gebrochen und vergessen wurde. beim routinemäßigen röntgen im OP wurde das aber entdeckt und der draht sofort wieder entfernt.
Ja, wenns ein großes (wiener) Haus war, wäre das div. Boulevardmedien sicher eine Meldung wert, aber ich persönlich würde mich nicht auf dieses Niveau begeben wollen.
ist in einem grossen wiener KH passiert.
ich hab auch nicht vor die bilder an die zeitung zu verkaufen und damit das ganze KH durch den dreck zu ziehen. immerhin waren die ärzte seit entdecken des drahtes sehr kooperativ und haben die fehler auch eingestanden.
irgendwie tut mir der arzt der das verbrochen hat sogar leid. ist ein sympathischer junger kerl, der bei den kontrolluntersuchungen immer freundlich und hilfbereit war. ich würde auch nicht wollen dass er deshalb seinen job verliert.
sollte es im weiteren verlauf aber irgendwelche komplikationen geben oder sich die ärzte nicht mehr kooperativ zeigen werde ich es mir im hinterkopf behalten
war letzte woche beim patientenanwalt, er schätzt dass es so ca. 5-7k € schadensersatz werden.
pro zusätzlicher OP kann man mit 2k rechnen, dazu gibts einen satz für schmerzen pro tag (leicht schmerzen 100€ bis starke schmerzen 300€).
jetzt wird mal das krankenhaus aufgefordert zu der OP eine stellungnahme abzugeben, dann wird sich in ca. 2 monaten die versicherung des KH melden und ein angebot machen.
hab dem anwalt gesagt dass ich mit €10k rechne, recht viel drunter würde ich nicht akzeptieren. mal schaun wie sich die geschichte weiterentwickelt
boa mein knie tut vom zusehen weh...wenn ich allein dran denke...ich hätte se glaube ich alle kaputtgeschlagen!
updates:
das krankenhaus wurde zu einer stellungnahme zu den vorfällen aufgefordert, und hat in einem brief die fehler mehr der weniger eingestanden.
die versicherung des KH hat jetzt einen sachverständigen beauftragt, der mich durchcheckt und eventuelle folgeschäden feststellen soll. dabei stellt er auch eine aufschlüsselung der €-beträge zusammen, die mir aufgrund entstandener körperlicher schmerzen zustehen.
folgeschaden den ich erkennen kann ist eigentlich "nur", dass ich mein knie nicht 180° ausstrecken kann, da fehlen ein paar °. is aber eher minimal.
ich schätze die summe auf 4-5k, und das wäre mir deutlich zu wenig. immerhin hatte ich auch psychische schmerzen, die der doc nicht berücksichtigt. wenn wir uns nicht aussergerichtlich einigen können werde ich mit einem anwalt das ganze vor gericht durchziehen. bis dahin vergehen aber bestimmt noch monate...
Viel Glück wünsche ich Dir dabei und auch, daß der Schaden am Knie evtl nicht permanent bleiben wird.
danke
dass ich bein nicht mehr voll durchstrecken kann fällt mir im alltag kaum auf. nur wenn ich mich mit den fersen gegen eine wand stelle merke ich dass ich mit getreckten beinen mit der linken wade die wand berühren kann, mit der rechten aber nicht.
wie das knie unter maximalbelastung aussieht weiss ich aber nicht, da ich jetzt seit 11 monaten nichts gemacht hab. in den letzten wochen geh ich nun wieder laufen, das klappt ganz gut. natürlich hat man ein ungutes gefühl, und man merkt dass das knie nicht mehr original ist, aber das kann genausogut von der ursprünglichen kreuzband-OP kommen.
das ist denk ich die schwierigkeit: festzustellen welche folgeerscheinungen einzig und allein auf das drahtstück zurückzuführen sind.
Bei mir hat es nach der Kreuzband-OP auch mehrere Monate gedauert bis ich wieder die volle Streckung hatte. Das muss also nicht dauerhaft sein und auch nicht in erster Linie an dem Draht liegen.
Ich würde mich bei dem Betrag nach dem richten, was der Anwalt für sinnvoll und realistisch hält. Der ist ja offenbar auf derartige Fälle spezialisiert und dürfte genug Erfahrung damit haben. Natürlich ist es nicht falsch, erst mal mehr zu fordern, aber mit 10k zu rechnen, wenn der Anwalt sagt, dass 5-7k realistisch sind, halte ich für überzogen.
Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass das alles gut ausgeht und vor allem, dass das Knie hält und du schnell wieder Vertrauen zu ihm findest.
Original von feinheit
updates:
das krankenhaus wurde zu einer stellungnahme zu den vorfällen aufgefordert, und hat in einem brief die fehler mehr der weniger eingestanden.
die versicherung des KH hat jetzt einen sachverständigen beauftragt, der mich durchcheckt und eventuelle folgeschäden feststellen soll. dabei stellt er auch eine aufschlüsselung der €-beträge zusammen, die mir aufgrund entstandener körperlicher schmerzen zustehen.folgeschaden den ich erkennen kann ist eigentlich "nur", dass ich mein knie nicht 180° ausstrecken kann, da fehlen ein paar °. is aber eher minimal.
ich schätze die summe auf 4-5k, und das wäre mir deutlich zu wenig. immerhin hatte ich auch psychische schmerzen, die der doc nicht berücksichtigt. wenn wir uns nicht aussergerichtlich einigen können werde ich mit einem anwalt das ganze vor gericht durchziehen. bis dahin vergehen aber bestimmt noch monate...
zumal du noch ein psychischen Knacks hast und nie wieder einem Krankenhaus geschweigeden einem Arzt trauen kannst.
wie im eingangspost erwähnt hab ich nicht vor irgendetwas vorzuspielen.
aber stell dir mal vor:
ein arzt teilt dir mit, dass du jetzt seit ca. 50 tagen mit einem drahtstück herumläufst, das da im knie eigentlich nichts verloren hat.
du hast in der zeit physiotherapie mit den ungewöhnlichsten übungen durchgemacht hast, und gehst mal in gedanken durch was der draht bei den übungen im knie alles angerichtet haben könnte.
du haderst mit dir selbst, weil du in der zeit - im gegensatz zu den anderen physioteilnehmern - keine deutlichen vortschritte machst.
du erfährst dass du morgen gleich noch mal operiert werden musst.
du nimmst zur kenntnis, dass die ärzte wochenlange schmerzen ignoriert haben obwohl ich ausdrücklich darauf hingewiesen habe.
du lässt dir eine punktierung des knies ergehen, mit den ärgsten schmerzen die du je erlebt hast, der draht trägt dazu seinen teil bei.
das macht dich traurig, und auch ein kleines bisschen wütend. das ganze hat auswirkungen auf deinen beruf, weil du auf einmal wieder aus heiterem himmel in krankenstand musst.
das hat auswirkungen auf die familie, nicht nur weils kurz vor weihnachten ist, sondern dich das einfach unglaublich runterzieht und auswirkungen auf den sozialen umgang mit mitmenschen hat.
das ist nur ein kleiner auszug dessen, wies mir in der zeit gegangen ist. und das sind psychische schmerzen, die man nicht einfach kategorisieren oder nach pauschalen sätzen abgelten kann.
und das lustige an dem ganze ist ja, dass ich monatelang auf einen bestimmten arzt gewartet hab, um möglichst vielen risiken aus dem weg zu gehen.
dann sagt der aber 2 tage vor dem OP termin ab und ein junger arzt operiert dich. und genau dem passiert ein fehler, der bei 15646432651 operationen genau 1mal passiert...
Original von feinheit
wie im eingangspost erwähnt hab ich nicht vor irgendetwas vorzuspielen.aber stell dir mal vor:
ein arzt teilt dir mit, dass du jetzt seit ca. 50 tagen mit einem drahtstück herumläufst, das da im knie eigentlich nichts verloren hat.
du hast in der zeit physiotherapie mit den ungewöhnlichsten übungen durchgemacht hast, und gehst mal in gedanken durch was der draht bei den übungen im knie alles angerichtet haben könnte.
du haderst mit dir selbst, weil du in der zeit - im gegensatz zu den anderen physioteilnehmern - keine deutlichen vortschritte machst.
du erfährst dass du morgen gleich noch mal operiert werden musst.
du nimmst zur kenntnis, dass die ärzte wochenlange schmerzen ignoriert haben obwohl ich ausdrücklich darauf hingewiesen habe.
du lässt dir eine punktierung des knies ergehen, mit den ärgsten schmerzen die du je erlebt hast, der draht trägt dazu seinen teil bei.das macht dich traurig, und auch ein kleines bisschen wütend. das ganze hat auswirkungen auf deinen beruf, weil du auf einmal wieder aus heiterem himmel in krankenstand musst.
das hat auswirkungen auf die familie, nicht nur weils kurz vor weihnachten ist, sondern dich das einfach unglaublich runterzieht und auswirkungen auf den sozialen umgang mit mitmenschen hat.das ist nur ein kleiner auszug dessen, wies mir in der zeit gegangen ist. und das sind psychische schmerzen, die man nicht einfach kategorisieren oder nach pauschalen sätzen abgelten kann.
da hättest du eher dein hausarzt besuchen sollen, er hätte dich zum röntgen in ein krankenhaus verweisen können, weil ihm krankenhaus kannste lang rumheulen die machen nix und schieben das auf normale schmerzen nach der operation, aber kaum ist eine überweisung vom arzt da direkt zum röntgen ♠_evil:
da hätten die ärzte mal nicht auf das routinemäßige röntgen nach der OP vergessen sollen
Original von Apep
Bei mir hat es nach der Kreuzband-OP auch mehrere Monate gedauert bis ich wieder die volle Streckung hatte. Das muss also nicht dauerhaft sein und auch nicht in erster Linie an dem Draht liegen.
bei mir sinds nun fast 24 monate und ich habe keine volle streckung.
soll ich da vllt mal zu nem arzt gehen und auch ne runde rumklagen?
*ja, ernste sache*
da wirst wenig chancen haben, da du ja auch selber aktiv was für die streckung tun musst.
das klappt aber nur bedingt wenn neben dem kreuzband ein draht im bohrloch steckt. bin mir ziemlich sich dass das streckdefizit auf den draht zurückzuführen ist, hatt auch das gefühl dass es an manchen tagen besser klappte - je nachdem in welchen position sich der draht befunden hat.