Normalerweise spiele ich mindestens 2x weniger, würde ich daher nicht wirklich als Grind bezeichnen. Hatte zuletzt halt viel frei.
Übers Volumen mache ich mir daher erst einmal keine Gedanken. Qualität ist mir wichtiger.
back to the roots auf NL5. Ganz auf NL2 wollte ich nicht absteigen. Ich denke mal, mit Diziplin sollte NL5 ausreichend sein.
Nach einer Session heute ist der Eindruck, dass es etwas leichter als NL10 ist.
Folgende Hand: zu groß am Flop gebettet nach Einsteiger Strat. Habe mich gezwungen durchzuballern, wobei mir das leicht overplayed vorkommt.
Spoiler

Vor einiger Zeit hat Paxis etwas bei mir gepostet, das mir sehr geholfen hat. Damals kam ich zum x-ten Mal nicht über NL10 hinaus und schlug gerade so NL5. Sein Beitrag hat meine Situation perfekt beschrieben und mir zu denken gegeben. Ich habe ihn mir direkt abgespeichert, und er hat mir geholfen, mein Spiel und meine Einstellung zu überdenken.
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In einem Session-Review sagte er etwas Ähnliches zu dir – und ich denke, das trifft auf viele Spieler zu, die ernsthaft Poker spielen wollen:
Entweder man akzeptiert, dass man ein Freizeitspieler ist, der Spaß haben will und "aus dem Bauch heraus" ein paar Buttons drückt - dann darf man sich aber nicht über das Resultat beschweren oder ärgern. Oder man entscheidet sich, die Mühe zu investieren, um eine solide Strategie zu entwickeln, daran zu arbeiten und tatsächlich besser zu werden.
Es ist eine harte Wahrheit, aber im Schnitt ist man genau dort im Limit, wo man hingehört. Auch wenn man das nicht immer wahrhaben will, führt kein Weg daran vorbei: Um besser zu werden, muss man sich abseits des Tisches mit dem Spiel auseinandersetzen, eine Strategie erarbeiten und diese dann am Tisch konsequent umsetzen. Und nicht immer und immer die selben Fehler machen und/oder in Standardspots keinen Antwort-Zug parat haben. Beispielsweise sollte man genau wissen welche Hände man nun auf Board X gegen Betsize y gegen Spielertyp Z aus Position A, am Flop defendet.
Zu oft habe ich "aus dem Bauch heraus" gespielt und wirklich nachgedacht habe ich nur, wenn ich mein A-Game spielte. Aber nach 30 Minuten war ich oft schon im B- oder C-Game und drückte nur noch Buttons, ohne wirklich zu überlegen. In vielen Spots habe ich entschieden, dass Zug A oder Zug B keinen großen Unterschied machen würde – mein Ego hat nicht zugelassen, dass ich mich ernsthaft mit meinen Fehlern auseinandersetze.
Was hat mir letztendlich geholfen?
Ein kompletter Reset. Ich habe angefangen, jeden Tag die Hände vom Vortag zu reviewen, sie mit Tools wie Equilab oder GTO Wizard durchzugehen und meine Fehler detailliert zu notieren. Dabei blieb es nicht nur bei einem schnellen Blick auf die Hände – ich habe versucht, gedanklich durchzuspielen, was auf verschiedenen Turn- und Riverkarten passieren könnte. Was wäre, wenn statt Button vs. Big Blind nun EP vs. Big Blind spielt? Solche Fragen haben mir geholfen, meine Spieltiefe zu verbessern.
Zusätzlich muss ich sagen: Seitdem ich regelmäßig Sport mache und mir ein zweites Hobby gesucht habe, hat sich auch mein Mindset am Pokertisch stark verbessert. Ich bin nicht mehr so verbissen und kann das Spiel viel entspannter angehen. Letztendlich geht es um nichts – das Ziel ist es, regelmäßig zu spielen, sich mit den Spots auseinanderzusetzen und besser zu werden.
Danke Dir.
Ich glaube nicht, dass ich mir etwas vormache was mein aktuelles Spielvermögen betrifft.
Vermutlich habe ich mir eher was vorgemacht, dass ich so wie ich es derzeit angehe weiter kommen kann.
Ich würde auch eher die Reg-Tables empfehlen. Hab mich selbst viel zu oft von Rush&Cash/Zoom leiten lassen. Auf GG sind auf NL5 zum Teil 50-60% Fun-Player an einem Tisch.
Allerdings auch Rake. Spielt man aus Deutschland, dann ist der sehr brutal. Ich habe auf Partypoker in meinen NL5 Händen 16 bb/100 Rake bezahlt. International zahlt man weniger und es gibt mehr Rakeback.
Was bedeutet, wenn man eine Gewinnrate von 4 bb/100 haben will, dann muss man den Gegnerschnitt für 20 bb/100 crushen.
Auf GGPoker ist der Rake höher als bei PartyPoker, aber hat einen niedrigeren Cap. Preflop Rake, 6% statt 5%, Rakecap in NL5 ab 300 bb Pötten (Partypoker 400 bb). Solche Pötte werden selten erreicht, es sei denn man spielt deep Stack (auf GGPoker möglich mit 200 bb Buy-in).
Zum Ausgleich hat PartyPoker keinerlei Rakeback.
Jetzt mehrere Tage hintereinander streng nach der Einsteiger Strategie gespielt.
Um sie etwas besser zu verinnerlichen habe ich auch versucht mir die Strategie in mehreren PowerPoint Flowcharts zu visualisieren.
Fazit nach mehreren relativ kurzen Sessions: Permanent nach Schema F zu spielen ist recht langweilig und öde, vor allem wenn es keinen offensichtlichen Grund gibt davon abzuweichen, oder einfach nichts los ist. Es hilft aber, sich zu überlegen warum jeder Standard-Move gemacht wird, und gegebenenfalls zu artikulieren warum man "anders" spielen könnte oder möchte.
Zurück auf NL5 macht die ganze Sache einfacher und teilweise lustiger.
Folgende Hand hätte ich vermutlich am Turn weiter betten können und sollen. Konnte mir dann aber nicht vorstellen, dass SB hier folden würde und daher nicht einfach Geld in den Pot legen wollte. Nach der gleichen Logik hätte ich daher konsequenterweise checken sollen. Wenn doch, dann auch eher viel kleiner betten.
Wie dem auch sein, Ergebnis was drollig.
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Wenn man sich Videos von Bencb anschaut, sagt er auch. Das meiste ist einfach nur klicken und langweilig. Ich denke, da ist viel wahres dran, wenn man das meiste mal verinnerlicht hat.
Immer wieder funny, was die Leute so callen manchmal
Um sie etwas besser zu verinnerlichen habe ich auch versucht mir die Strategie in mehreren PowerPoint Flowcharts zu visualisieren.
Fazit nach mehreren relativ kurzen Sessions: Permanent nach Schema F zu spielen ist recht langweilig und öde
Ganz ehrlich, abgesehen von absoluten Anfängern sollte meiner Meinung nach niemand diese Strategie 1:1 umsetzen, ohne über alternative Züge nachzudenken. Sie ist so simpel, dass man sie in einem Dreizeiler zusammenfassen kann.
Selbst Paxis hat, wenn ich mich richtig erinnere, irgendwo geschrieben, dass der erste Schritt darin besteht, sich strikt an diese Strategie zu halten. Der zweite Schritt wäre, über sinnvolle Abweichungen nachzudenken, aber dennoch am Tisch die Basisstrategie zu spielen und die möglichen Anpassungen im Forum zu diskutieren.
Diese Strategie ist meiner Meinung nach viel zu tight und passiv. Sie berücksichtigt zu wenig die verschiedenen Situationen, um langfristig Erfolg zu haben. Stell dir vor, nach dieser Strategie foldest du am Flop ein Second Pair gegen eine C-Bet, bluffst praktisch nie am River und bettest Top Pair ohne Kicker über drei Straßen.
Meiner Meinung nach sollte man so schnell wie möglich weitere Heuristiken finden und die "Standard-Lines" dieser Strategie sinnvoll erweitern, in dem man sich abseits der Tische Gedanken drüber macht, oder an den Tischen oft genug findet das bestimmte Züge nicht Stimming sind.
@bigdog63:
Nice Hand! Ich denke, das ist der zweitschlechteste Call, den ich je gesehen habe. Viel grottiger geht es nicht mehr. Möglicherweise hat sich der Gegner verkuckt oder wollte einfach wissen, was du hast. Solche Leute kann man in der Tat nicht bluffen.
Foldequity: gegen normale Gegner hast du am Turn Foldequity gegen eine 9 oder gegen diverse Gutshots, die deine Hand vom Showdownvalue her schlagen. Ein Checkraise wäre natürlich nicht so schön. Deine Linie ist durchaus in Ordnung, weil du eine T oder manche K genauso spielen könntest. Eine Overcard, die gleichzeitig eine Straightkarte und eine Flushkarte ist, ist so ziemlich das schlechteste, was einem Pair von dir vom Flop passieren kann. Da behind zu checken ist nicht falsch, da deine Equity sich stark verschlechtert hat. Nach zweimaligem Gechecke kann man aber am River wieder dünne Valuebets und Bluffs spielen.
Was man aber immer machen kann, ist, sich Notizen über solche Leute anzulegen. Mit denen kann man sein Spiel gezielt an sie anpassen. Das bedeutet natürlich eine Abweichung von der Einsteigerstrategie, aber die ist ja auch nur dazu da, danach zu spielen, wenn man nichts besseres hat.
Original von Superior1712
Diese Strategie ist meiner Meinung nach viel zu tight und passiv. Sie berücksichtigt zu wenig die verschiedenen Situationen, um langfristig Erfolg zu haben.
Dem würde ich definitiv widersprechen
Die Strategie ist für das was sie ist, eine Einsteigerstrategie für Big Stack Strategy Cash Game, nicht zu tight, oder passiv. Wenn man sie korrekt umsetzt, dann wird sie langfristig, auf den Einsteigerlimits, profitabel sein. Dem Rest deines Beitrages stimme ich zu.
Was vor allem wichtig ist, es gibt gerade am River im Raised und 3Bet Pot große Pötte, wo eine simple Abweichung von der Einsteigerstrategie, die Profitablität massiv erhöht. Verallgemeinernd kann von "Schlüsselmomenten" gesprochen werden. Diese kommen zwar nicht oft vor, aber wenn sie vorkommen und man sie nicht gut spielt, dann bringen sie massiv Varianz ins Spiel und diese sollte man als erstes erkennen und meistern. Oft handelt es sich dabei nur um kleine Abweichungen.
Wenn man vom puren Einsteigerspiel zum fortgeschrittenen Einsteigerspiel kommen will, dann sollte man versuchen sich erst mal auf die Situationen zu konzentrieren, wo man in diesen großen Pötten ist und zu erkennen, wann ein Abweichen sinnvoll ist. Ein tighter Fold am Flop nach Strategie, wo der Pot eh noch nicht groß ist, oder eine Situation wo man mal eine Bluffbet am River verpasst, mit ebenfalls nicht großen Pot, werden im Verhältnis gesehen noch nicht ins Gewicht fallen.
Man darf auch nicht vergessen, dass ein tighter Fold am Flop, einem schwierige Folgesituationen erspart und dies einer der Gründe ist, warum dir die Einsteigerstrategie, sobald du keine Made Hand hast, am Flop zu tighten Folds rät. Ein +EV Call am Flop mit einem Mid Pair, sorgt nicht automatisch dafür, dass der Einsteiger/fortgeschrittene Einsteiger die Hand auch +EV weiterspielt/abschließt.
nur kleines Update für zwischendurch.
NL5 ist weiterhin lustig.
Ich spiele immer recht kurze Sessions < 1h.
Wenn am Laptop, und das ist meistens, dann auch nur 2 Tische.
Einmal abgewichen und prompt losing Session. Lag aber eher nicht daran. 2x mit QQ verloren einmal gegen KK, ein mal gegen AK. Und einmal nicht gewonnen, aber über meinen Fold bin ich trotzdem stolz.
Spoiler

Moin.
Der fold mit QQ ist doch super. Bei so viel Action kann man schon davon ausgehen das man in ein höheres Pocket läuft. Hier sinds natürlich direkt 2 von der Sorte. Hätte da die Queens auch gefoldet, sogar AKs.
Jo bei der Action kann man Queens wohl folden.
Aber warum openraist du hier aus UTG auf über 3bb?
3.2BB war mir gar nicht aufgefallen. habe gar kein Button dafür - Mausrad berührt?
Ok also nur missclick. Missclick kann immer mal passieren, dachte erst das ist dein Standard Open Sizing aus UTG
Wie wäre dein Standard Play gewesen wenn BTN nicht involviert gewesen wäre sondern nur 3bet vom CO gewesen wäre? 4bet/broke or call?
Zwischenbilanz, nach fast 2 Wochen NL5 nach PSES.
Nicht schlecht, vieles fühlt sich einfacher an. Das "Aufgeben" in bestimmen Situationen ist für mich derzeit sicher besser als mit Halbwissen etwas zu versuchen.
Vom Gefühl her ist es gut gelaufen . Zumeist kurze (<1h) Sessions gespielt, diszipliniert daran gehalten am Laptop nicht mehr als 2 Tische, damit nichts überlappt. Konsequent nicht auf die Ergebnisse geschaut, daher ist das Gesamtergebnis überraschen gut. War aber auch ziemlicher Run-good, wobei nur die letzten 8k Hände bei NL5 waren.
Spoiler

Nicht so gut: Das Session-Journal habe ich nicht konsequent weitergeführt. Weder online, noch für mich alleine. Das liegt zum Teil daran, dass die Sessions kurz sind, selten etwas nicht-banales passiert. Es ist aber auch fehlende Disziplin.
Kaum Hände reviewed, keine gepostet.
Kein Content gemacht, allerdings derzeit sowieso Fokus auf PSES
Kaum berichtet, schon geht es abwärts. So was von.
Ich stelle fest, dass in Sessions in denen es generell nicht gut läuft oder wenig los ist, ich dazu tendiere ganz dumme River Calls zu machen. Nach dem Motto: "Jetzt aber muss es doch mal gut sein."
Wenn es gut läuft, kann ich ohne Probleme meinen Set gegen Straight und Flush die ankommen weglegen, oder andersherum meinen gefloppten Straight gegen ein Donk am River wenn das Board Paired.
Folgende Hand: ist das overplayed. Button ist sehr loose. Bet Sizing sieht schwach aus, daher dachte ich mir XR mit Paar + A + redraw ist genau die Art von Hand die man dafür braucht, oder?
Spoiler

könnte man den postflop plan auch verstehen,wenn man kein englisch kann?
vielleicht mit einem übersetzungsprogramm?