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Bester Broker für Anleihen?

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Xantos
Beigetreten: 07.09.2005
Legacy Member

Kriterien:

  • man kann einzelne Anleihen kaufen (bspw US Treasuries, nicht ETF darauf)
  • Niedrige Kosten
  • Steuereinfach, deutsch. Sonst könnte ich einfach Interactive Brokers nutzen.

Eine oberflächliche Recherche war irgendwie nicht konklusiv. Bei Comdirect geht es, aber Gebühren nicht gerade niedrig.


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13 Antworten
Xantos Themenstarter
Xantos
Beigetreten: 07.09.2005
Legacy Member

Danke!

Beispiel WKN:
A3LCNH

Was würde das bei Degiro kosten, die bspw für €20k zu kaufen?
(Ich vermute dass die Endfälligkeit nichts kostet, wenn man sie bis zur Maturity hält & nicht vorher verkauft.)


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Xantos Themenstarter
Xantos
Beigetreten: 07.09.2005
Legacy Member

Danke! Scheint dann eine eingeschränkte Auswahl da zu geben, vielleicht nur Europäischer Stuff.

Bei Comdirect gibt es alles, aber halt relativ hohe Transaktionskosten. Das wäre nur dann OK, wenn man immer mindestens 20k macht (dann fallen die €60 Gebühren nicht so ins Gewicht, vor allem wenn sie nur einmal anfallen weil man bis maturity hält).


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Sofaking
Beigetreten: 12.02.2006
PokerStrategist

Ich werde nächste Woche mal bei der onvista bank schauen ob und was es kosten würde o.g. Anleihe zu kaufen


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nbchiller
Beigetreten: 05.03.2010
PokerStrategist

Ich würde eher keine einzelnen US-Anleihen (oder andere Währungen) kaufen. Ich nehme an, du willst ja Geld mit Kupon parken und antizipierst gleichzeitig Zinsenkungen/Rezession, die die Anleihe-Preise wieder hochtreiben. Warum sollte man sich da dem Währungsrisiko aussetzen?
Ich nutze daher für ausländische Devisen tatsächlich gehedgte Anleihe-ETFs.

Ansonsten kann man über Smartbroker jede Einzelanleihe mit 4,00 EUR Gebühren ordern. Finde ich jetzt einen vertretbaren Preis.

Außereuropäische Anleihen laufen leider über Stuttgart, Berlin etc. und daher fallen nochmal gesonderte Gebühren an. Europäische Anleihen gehen auch über Gettex und Baader.

Zu Interactive Brokers:
War bei meinem Finanzamt tatsächlich kein gesondertes Problem mit Anleihen bisher.


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Xantos Themenstarter
Xantos
Beigetreten: 07.09.2005
Legacy Member

Nein, ich möchte dediziert nicht auf den Kurs der Anleihen spekulieren, da ich bis zur Maturity halten möchte.

Natürlich spielt dabei eine Rolle, dass ich eher denke, dass die Zinsen im Mittel niedriger sein werden als heute - das macht es (falls es stimmen würde) attraktiv heute schon Anleihen zu kaufen statt noch 1-3 Jahre zu warten.

Hintergrund ist ein auslaufender Immobilienkredit 2031, für den ich nicht angewiesen sein möchte, dann bei potentiell hohen Zinsen entweder einen großen teuren Folgekredit zu nehmen, oder Aktien zu verkaufen wenn Zinsen hoch (und damit mutmaßlich Aktien nicht hoch) sind.

ETF sind daher genau wegen des Zinsänderungsrisikos nicht interessant. Gerade wenn die Zinsen Richtung 2031 dann wieder steigen möchte ich ja das Cash haben um weniger teuren neuen Kredit zu brauchen. Habe ich dann Anleihen-ETFs, so sinken diese ja in diesem Fall.

Danke für die Infos zu Smartbroker & IB!


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nbchiller
Beigetreten: 05.03.2010
PokerStrategist

In diesem Fall ist die Strukturierung des Anleihenportfolios ja fast noch wichtiger als die Gebühren. Wird sich ja wohl um eine sechsstellige Summe handeln.
Da musst du dir erstmal Gedanken machen, in welche Währungen du investiert sein möchtest - die Faustregel Gelder, die man quasi benötigt, größtenteils in der Heimatwährung zu halten, würde ich dennoch befolgen.
Markettiming bei Anleihen ist sicherlich weniger bedenklich als bei Aktien. Würde definitiv asap die erste Tranche kaufen und spätestens zum Jahresende die nächste. Und wahrscheinlich macht es auch Sinn die Maturities zu staffeln, so dass du bei unklarer Zinsentwicklung in den kommenden Jahren ausgelaufene Gelder wieder neu umschichten kannst.
Klingt nach Excel-Sheet :f_drink: Have fun.


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Xantos Themenstarter
Xantos
Beigetreten: 07.09.2005
Legacy Member

Meine Idee ist grob:

Von den 350k, die nach Auslaufen 2031 noch auf dieser Tranche übrig sein werden, möchte ich etwa die Hälfte Cash bezahlen können.

Falls sie Zinsen niedrig sind, finanziere ich auch gern wieder alles weiter.

Aber falls die Zinsen hoch sind, würde ich ungern vor der Wahl stehen, entweder den vollen Kredit mit hohen Zinsen zu machen oder Aktien zu verkaufen (die bei hohen Zinsen ja oft nicht ideal stehen).

Deshalb möchte ich Anleihen, die gegen Ende 2030 auslaufen. Erste Tranche habe ich kürzlich gekauft, 19k in eine Unternehmensanleihe mit 4,5%.

Grob wäre die Idee, ca 1/3 Unternehmensanleihen oder höher verzinkte Government bonds wie Italien zu kaufen. 1/3 sichere Euro-Anleihen wie Bunds, 1/3 US.

Währungsrisiko nehme ich in Kauf. Einerseits weil ich ja nicht eine ganz exakte Menge Cash brauche. Zweitens weil ich (ja spekulativ) eher davon ausgehe, dass der Euro auf 7 Jahre nicht stärker wird.


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BudSpencer8
Beigetreten: 16.06.2008
Oldschool Grinder

IB. Da kommt einfach keiner dran was Preise und Märkte angeht.


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Xantos Themenstarter
Xantos
Beigetreten: 07.09.2005
Legacy Member

Praktisches neues Produkt wie gemacht für meinen Use Case:
https://twitter.com/CWRoehl/status/1692425864674173089


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nbchiller
Beigetreten: 05.03.2010
PokerStrategist

Original von Xantos
Praktisches neues Produkt wie gemacht für meinen Use Case:
https://twitter.com/CWRoehl/status/1692425864674173089/blockquote >

Ja.
Wobei ich mich noch schwertue, die Funktionsweise des Produktes zu verstehen.


Analog zu einer "echten" Anleihe müsste ich ja den Einstandsbetrag am Laufzeitende überwiesen bekommen. Was war also jetzt der Einstandsbetrag? 25 USD pro Anteil?
Kann ich heute 400 Stück zu 24,16 USD kaufen und bekomme dann 2028 400 Stück x 25 USD zurück?

Das erschließt sich mir noch nicht so ganz.


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Zitat
Sofaking
Beigetreten: 12.02.2006
PokerStrategist

Original von nbchiller
Ich würde eher keine einzelnen US-Anleihen (oder andere Währungen) kaufen. Ich nehme an, du willst ja Geld mit Kupon parken und antizipierst gleichzeitig Zinsenkungen/Rezession, die die Anleihe-Preise wieder hochtreiben. Warum sollte man sich da dem Währungsrisiko aussetzen?
Ich nutze daher für ausländische Devisen tatsächlich gehedgte Anleihe-ETFs.

Ansonsten kann man über Smartbroker jede Einzelanleihe mit 4,00 EUR Gebühren ordern. Finde ich jetzt einen vertretbaren Preis.

Außereuropäische Anleihen laufen leider über Stuttgart, Berlin etc. und daher fallen nochmal gesonderte Gebühren an. Europäische Anleihen gehen auch über Gettex und Baader.

Zu Interactive Brokers:
War bei meinem Finanzamt tatsächlich kein gesondertes Problem mit Anleihen bisher.

Gerade nachgeschaut ist bei der onvista bank ebenso. Allerdings hier mit (inkl. sonstige Gebühren) 7€


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Xantos Themenstarter
Xantos
Beigetreten: 07.09.2005
Legacy Member

@nbchiller:
Du findest bei den Produkten einen "average yield to maturity". Das ist deine erwartete Verzinsung wenn du bis Maturity hältst.

Beispiel: Du kaufst für 100, average yield to maturity ist 4%, und du die Rest duration bis liquidation ist 10 Jahre. Dann bekommst du 100*(1,04^10) am Ende zurück.

Aber es gibt ein paar kleine unbekannte:

1. Zahlungsausfälle. Erwartet höher bei high yield als bei Corp als bei US Treasuries.
2. Die ETF laufen nicht alle zum gleichen Zeitpunkt aus. Im letzten Jahr hat der ETF also sukzessive mehr Cash, weil nach und nach die underlying bonds auslaufen. Dieses Cash wird dann nach Market rates angelegt, die wir heute nicht kennen.
3. Fees, sind aber gering.

Zitat von der Webseite:

"The Average Yield to Maturity shown is the weighted average yield to maturity of the individual bonds. During the final year of the fund's life, the underlying bonds will mature and the proceeds will be held in cash equivalents until the liquidation of the fund. The investor's total realized yield to fund maturity will be influenced by the yield earned on these proceeds during the final year. If the future yield on cash equivalents is lower than the current Average Yield to Maturity for the portfolio’s bonds, the realized yield to fund maturity is also expected to be lower and vice versa."


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nbchiller
Beigetreten: 05.03.2010
PokerStrategist

Ja.
Die Zins-Seite verstehe ich.
Es geht mir um den Stück-Betrag, den ich bei Ende des ETfs ausgezahlt bekomme. Irgendwo muss ja stehen, wie hoch der Ausgabebetrag am Auflagetag war.


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