Xantos hat sich ja noch nicht gerührt, also schießen wir mal los.
Perfomancetechnisch aufgrund des günstigen Marktes ein schönes Jahr. Mit knapp über 25% hält das Depot mit dem in Euro gehedgten S&P500 mit. Auf das gesamte Vermögen entfällt eine Nettodividende von 1,71%.

Asset-Allocation aktuell:
- Cash & Cashäquivalente: 1,85%
- pyhsisches Silber: 9,84%
- physisches Gold: 18,12%
- Crypto: 10,47%
- ETFs: 7,38%
- Anleihen: 0,65%
- Einzelaktien: 51,70%
Zugunsten der Gewichtung gab es besonders im zweiten Halbjahr Gewinnmitnahmen in Crypto und Gold. Auch wenn die Edelmetallallokation hoch ist, sehe ich für 2025 keinen Grund sie runterzuschrauben. Teilverkäufe gäbe es, wenn Silber über 38 USD steigt oder Gold über 3.000 USD. Bei BTC habe ich feste Marken für Gewinnmitnahmen - hier verkaufe ich zu jeder Marke 3,5% meines BTC-Bestandes. Zeitgleich läuft aber auch ein BTC-Sparplan ganzjährig. So oder so werde ich nie unter 50% meines aktuellen BTC-Bestandes fallen.
Scalable
Überraschungen für 2025 hat die ad-hoc-Meldung von Scalable gebracht. In Q4 2025 werden sie eigenständige Depots öffnen und voraussichtlich wird man sich komplett von der Baader-Bank lösen. Das ist für mich sehr unschön, da ich dort meine Langzeitpositionen aufgebaut habe, bzw. weiterhin aufbaue.
a) bedeutet es, dass man einen Depotübertrag vornehmen muss, der immer zu Problemen führt. *
Spoiler
*Abgesehen von der Dauer, fehlenden Positionen, verschwundenen Dividenden - muss man auch immer darauf achten, dass die Anschaffungskosten korrekt übertragen werden. Ebenso alle Steuertöpfe. Aber selbst, wenn das alle sauber gelaufen ist, gibt es Probleme. Gerade REITs korrigieren ihre Ausschüttungen oft noch für die Vorjahre, was zu kleinen Abzügen und Neubuchungen führt. Die fallen aber dann bei der alten Bank an. Dort gibt es kein Konto mehr - positive Buchungen erreichen einen nicht, negative Buchungen werden einem mit Verzugszinsen mitunter erst nach Monaten von der Bank in Rechnung gestellt.
b) können Teilstücke i.d.R. nicht übertragen werden - vor allem möchte man das gar nicht erst riskieren. In vielen teuren Titeln oder Aktien für die Ewigkeit, bspw. Rational AG, Blackrock Funding, Berkshire usw. habe ich Sparpläne laufen. Genauso in allen ETFs.
Hier habe ich teilweise jetzt schon Positionen glattgezogen, allerdings ist bei Verkäufen stets auf die Steuer zu achten. Zum Glück habe ich den Verlusttopf so gemanaget, dass ich theoretisch mein ganzes Depot fast abgeltungssteuerfrei verkaufen könnte.
Das hat bei mir zu der Überlegung geführt, die Hälfte des Scalable-Depots aufzulösen.
Hierzu habe ich mir eine Excel erstellt, die alle Titel in der Performance ordnet. In einem zweiten Schritt nach Dividende und letztlich mit einem Quotienten aus Performance und Dividende.
Die Lowperformer werden rausgeworfen. Einige Positionen auf Sollgröße getrimmt. Mit dem Erlös könnte ich einen laufenden Kredit kostenfrei tilgen und somit einen vierstelligen Betrag monatlich freimachen. Der würde natürlich wieder in Aktien und Co. fließen.
Dazu habe ich auch eine weitere Excel gebaut, die anzeigt, wie sich mein Gesamtvermögen entwickelt
1) beim Halten aller Positionen und vorgesehen Tilgung des Kredits und
2) bei Verkauf und vorzeitiger Tilgung des Kredit mit anschließend höheren Sparraten.
Es zeigt sich, dass das Gesamtvermögen für Fall 2) erst im Jahr 2040 wieder Fall 1) erreicht. Zu meiner Verrentung liegt es sogar deutlich darüber.
Die vorzeitige Kredittilgung ist auf lange Sicht überraschenderweise profitabler. Dennoch fällt es schwer Positionen aufzulösen, da greift dann das geizige Mindset, das innerlich schreit halten, halten, halten.
Dabei zeigt nicht nur die Excel, dass ein Teilverkauf Sinn macht - auch die Annahme, dass wir in den nächsten 5 Jahren ganz bestimmt nochmal deutliche Korrekturen erleben - stützt das Vorgehen über einen dann erhöhten Sparplan Vorteile zu erlangen.
Ganz entschieden ist es in meinem Kopf allerdings noch nicht.
Good luck 2025 to all.





