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[Geschlossen] 30/20 Stats sinnvoll?

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theBliTz
Joined: 24.01.2008

Hallo,

ich spiele momentan auf Party 2$/4$ und da gibt es wahnsinnig viele Russen mit VPIP 30/ PFR 20. Haben die ein anderes ORC? Und ist es wirklich sinnvoll so viele Hände zu spielen? Wenn ich mir deren geminte Hände anschaue, sind die fast alle dick im Minus.

Sind aber oft sehr eklig zu spielen, da die ja fast alles 3betten.


74 replies
Gamma85
Joined: 18.02.2007

einfach nochmal nachdenken... das kannste dir bzw. hast du dir ja schon selber beantwortet...


schnizm
Joined: 17.06.2006

In speziellen Situationen kann man etwas aggressiver bzw looser spielen, um leaks seiner Gegner zu abusen (zu tight, nicht SD bound mit Ax etc). Die Preflop Stats können dadurch gegebenenfalls etwas vom typischen 23/17-24/18 abweichen. Ohne spezielle Reads ist das Spiel nach ORC und Equity aber schon relativ nah am Optimum.


ist mir auch schon aufgefallen...
die agressiven russen werden immer mehr. bei mir sind das aber größtenteils winning-player...
ich wollt eigentlich schonmal hier bei den russischen videos reingucken ob die russki-psler nen anderen style fahren... die exploiten auf jeden fall gut die tags.


ich weiß nicht obs auf 2/4 gut ist aber auf 10/20 + ist 30/20 auf jedenfall gut...man kann sogar noch etwas höher gehen - 35/25 ist denke ich auch profitabel zu spielen, erfordert aber schon etwas mehr skill als nen 25/18 spiel...


Zinsch
Joined: 01.02.2008

Original von BennyTK
ich weiß nicht obs auf 2/4 gut ist aber auf 10/20 + ist 30/20 auf jedenfall gut...man kann sogar noch etwas höher gehen - 35/25 ist denke ich auch profitabel zu spielen, erfordert aber schon etwas mehr skill als nen 25/18 spiel...

Die Frage ist aber nicht, ob man damit noch Winning Player sein kann, sondern ob man damit die höchste Winrate erzielt und das wage ich bei 35/25 sehr stark zu bezweifeln, da sind mit Sicherheit einige Losing-Hands drinnen, die man nicht mehr spielen sollte, es aber trotzdem tut.


frage ist, ob man durch den verlust der losing hands vielleicht aus den guten händen noch mehr rausbekommt, da man bei denen dann ja auf ne zu schlechte range durch die tags gesetzt wird und dadurch von denen auch mal nen loosen raise bekommt. früher hätt ichs auch nicht gedacht, aber mittlerweile würd ich mich nicht wundern wenn 35/25 leute die 30/20 und 25/18 typen in die tasche stecken...

mit höheren vpips und pfrs vergrößert du ja deine ranges, auf die dich tags postflop setzen können. und umso schwieriger das hand reading dieser lags wird umso schwieriger wird das postflop spiel gegen sie - vielleicht holen sie gegen fische nicht mehr raus als nen tag aber der 0815 tag hat mit ihnen sehr große probleme...


storge
Joined: 09.08.2005

Soviel ich weiß, Korn hat das auch mal in einem Thread im Diamondforum gepostet (und mit diversen Autoren und der Literatur belegt), gibt es im Poker keine loss leader.


was ist denn ein loss leader? ?(


storge
Joined: 09.08.2005

Genau das, was du eben angesprochen hast: eine Hand, die isoliert -ev ist, aber durch verschiedene Gründe (bspw. Rangeerweiterung deinerseits) den ev der anderen Hände pusht.

Google einfach mal - ist afaik ein Prinzip aus dem Verkauf/der Wirtschaft.


oh okay danke...gut dann glaub ich das jetzt mal ;) schade dass es hier im forum kaum 35/25 spieler gibt. wär mal interessant was die sagen...bzw. gibts leute die auf 10/20 + mit 25/18 standard gut zurecht kommen?


schaue mir witzigerweise grad nen deucescracked video an - und da meinte der typ grad das selbe was ich auch dachte. er spielt eben einige von diesen -EV händen um öfter ge3bettet zu werden mit starken händen, aus denen er dann mehr rausholt. also ich möchte mich auf keine seite schlagen, aber ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen dass man eine seite mathematisch belegen kann...nen dummen eindruck macht der typ auch nicht, es darf bestimmt auch nicht jeder videos für deucescracked machen..


beni
Joined: 17.10.2006

Naja mal ehrlich ich werde sowieso schon genug ge3bettet und lose down gecallt, ich denk nicht, dass es jemandem anders ergeht.


Ich glaub nicht daß 24/17 optimal ist, zumindest findet man kaum mehr jemanden der so spielt auf den Midstakes.


Original von FjodorM
Ich glaub nicht daß 24/17 optimal ist, zumindest findet man kaum mehr jemanden der so spielt auf den Midstakes.

mein ich auch, mit 30/20 biste da ja quasi noch nen nitty spieler...


Zinsch
Joined: 01.02.2008

Original von FjodorM
Ich glaub nicht daß 24/17 optimal ist, zumindest findet man kaum mehr jemanden der so spielt auf den Midstakes.

Wenn halt generell looser gespielt wird, kann bzw. muss man selber ja auch looser werden, deswegen haben sich die "optimalen" Stats vermutlich im Laufe der Zeit verschoben.

Edit: Wobei die looseren Stats vlt. nicht durchs loosere Openraisen entstehen (müssen, da kann man ja tight (=ORC) bleiben), sondern durch looseres defenden und 3-betten.


Das korreliert ja nicht unbedingt, klar kann man gegen looser raiser looser 3-betten, gegen tighte Spieler vor einem kommt man dafür öfter zum openraisen.


Original von storge
Genau das, was du eben angesprochen hast: eine Hand, die isoliert -ev ist, aber durch verschiedene Gründe (bspw. Rangeerweiterung deinerseits) den ev der anderen Hände pusht.

Google einfach mal - ist afaik ein Prinzip aus dem Verkauf/der Wirtschaft.

Aber ist denn eine 3bet mit JTs o.ä. nicht genau das? Müsste man vielleicht mal mit einer grossen DB filtern und schauen wie der EV ist. Dass die Hand ohne filtern nicht -EV ist, ist klar, weil man sie ja auch openraist.

Zu 30/20 vs. 24/17: Der PFR verändert sich da ja nur um 3%...
Der VPIP hängt ja dann stark davon ab, was man im BB defendet, und das wird halt mehr, wenn die Gegner mehr openraisen. Überhaupt, je aggressiver die Gegner, desto höheren VPIP/PFR hat man automatisch, weil man sich ja anpasst.


Ich komm mit 25/20 ganz gut zurecht bis 10/20. Die knappen Hände sind nicht wirklich profitabel, selbst wenn man postflop nen Edge hat.

Solange die Gegner nicht gegen die tighte Range adapten, gibts keine Gründe davon abzuweichen. Loose Ranges führen nur dazu, dass Bluffs und semibluff noch weniger funktionieren. Der Payoff könnte etwas höher sein, aber durch die knappen Hände verliert man wieder etwas.


Speedy84
Joined: 12.02.2007

Ich füge hier jetzt mal noch die psychologische Komponente mit hinzu.

Wenn wir anfangen, losser zu spielen, steigt dementsprechend auch unsere Varianz, und natürlich werden unsere Downswings auch größer. Und da kaum einer von uns wie eine Maschine spielt, sollte man auch den entstehenden Tilt-Faktor beachten.

Gruß,
Stefan.