Also in den meisten Punkten muss ich Unam supporten, ich geh das ganze einfach nochmal durch.
Preflop:
Gerade mit unknowns sollte man Hände wie KTo folden. Gegen Regs kann man sowas in manchen Fällen durchaus mal stealen, ist aber total marginal und eigentlich überhaupt nicht notwendig.
Zudem find ichs ebenso unnötig den PF Raise knapp über 3BB anzusetzen. Wir wollen wenn wir loose-aggressive spielen den Pot so klein wie möglich halten und viele kleine Pötte Postflop abgreifen.
Flop:
Auch hier stimme ich Unam zu, die CBet ist mir hier viel zu hoch. 130/140 wären absolut ausreichend gewesen. Hier gilt das selbe Argument wie zuvor, Potcontrole. Zudem erreichst du mit der 190er nichts anderes als mit einer 140er Bet.
Dann das nächste, wo ich Unam zustimmen muss: Pure Floats sehe ich hier auch eigentlich nie. Das heißt entweder er hält nach seinem Draw n Pair, welches er bereit ist einmal zu callen. Oder er hält 2 Overcards, wäre nichts ungewöhnliches gegen unknowns, dass er einmal den Flop damit callt. Oder er hält nen ganz guten Draw mit QJs. Oder er hält eben bereits n Set mit dem er auch keine Notwendigkeit verspührt dich hier zu vertreiben.
Du siehst, zunächst einmal bringt uns die große Conti 0 weitere Informationsvorteile.
Turn:
Joa wie schon besprochen wurde, Turnbarrel ist somit absolute Pflicht. Wie bereits angesprochen kann er am Flop noch viele Hände halten, welche er auf die 2nd Barrel aufgibt. Jetzt haben wir halt den riesen Pot den wir nie wollten.
Wenn er jetzt Callt ist es entweder n starker Draw, QJs, KQs, KJs. Oder n Set mit 99, TT, 33. Oder von mit aus callt er selbst mit Tx runter. also JT QT KT AT.
Ist eben schwierig einzuschätzen gegen unknowns.
Ich würde allerdings jedem Spieler von vornerein nen gewissen Credit geben. Das heißt ich fände fragwürdig ob er Pre einfach mit den Tx Händen flattet oder mit 33.
River:
Ok, dann spielen wir mal deine angesprochenen Fälle durch:
Zunächst mal: Gleicher Spielverlauf wie aufgezeigt:
Du gibst ihm am Turn die Freecard und er bettet selbst in dich rein. Von vielen Spielern die hier auf nem Draw sitzen würde ich n Check-Behind erwarten. Ausser er hat n wirklich guten Draw wie oben angesprochen: QJs KQs KJs.
Wie gesagt ich versuche zunächst mal jeden Spieler als vernünftig einzuschätzen. mit Tx Händen sollte er auch kein Intresse haben den riesen Pot am River zu haben, oft genug sollte er auch hier den Check-Behind wählen, ausser evtl mit AT.
Was allerdings natürlich immer den Turn betten wird, ist halt ein Set. Wie gesagt dadurch dass ich selbst ne T halte und 33 Pre als fragwürdig erachte, war mein Tip zuvor auf 99 gefallen.
Von daher, so wie der River fällt, ist n Push IMO das schlechteste was du machen kannst. AT wird er schmeissen können. Ansonsten sind die Draws angekommen und Sets wird er auch nicht weglegen für die Odds.
Also bei der gespielten Line würde ich fast zu C/F tendieren. Ne Blockbet erachte ich in dem Spot einfach nicht mehr für sinnvoll. Seine Tx Hände sollte er am River auch behind checken. Hände die er in nen Bluff verwandeln muss, sehe ich auch so ziemlich keine. Von daher sehe ich auch keinen Profit wenn wir C/C spielen würden.
Also wie gesagt, für mich hier C/F!
Nächster Fall: Du bettest selbst den Turn und der River blankt:
Selbst pushen? Wieder nicht die beste Lösung, da wir nur die schlechteren Hände vertreiben.
Ich denke hier dürfte ein Spot sein, in dem wir über C/C nachdenken können. Dadurch dass seine Draws busten. Es ist halt nahezu unmöglich abzuschätzen, wie oft er nun seine Hände in Bluffs verwandelt. Wenn er behind checken würde wär es natürlich ein Traum. Klar seine starken Made-Hands pusht er sowieso.
Aber dadurch dass C/F hier definitiv zu weak ist, bleibt uns eigentlich kaum eine andere Option.
Die Frage ist, ob hier eine Blockbet sinnvoll sein könnte. Vorteil evtl, dass wir aus TJ TQ evtl noch minimalst Valuequetschen können. Nachteile sind erstens, dass es fraglich ist ob TJ QT überhaupt in seiner Range liegen (imo eher selten). Und zudem haben wir das Problem, dass es ihn zu selten von nem Bluffpush abhält wenn er Handreaden kann. Denn dann sieht er die Blockbet als superweak an. Von daher halte ich in dem Spot eine Blockbet erneut für nicht praktikabel.
Tjo und somit haben wir geschafft was wir nicht erreichen wollten, mit KTo zu oft broke zu gehen.
Ich weiß, dass ich in meinen Bewertungen bzw allgemein meinen Gedankengängen am Tisch meinen Gegnern oft mehr Credit zuweise als sie manchmal verdient haben. Das heißt ich wäre hier niemals auf Q8s gekommen. Aber das ist nunmal der Unterschied zwischen Theorie und Praxis.
Aber über die Hand können wir gerne noch diskutieren ob man da noch irgendwie anders rauskommt ^^.
Ich geh jetzt erstmal essen...