Auch noch eine Frage zum Artikel "Nach dem Flop - Du hast vor dem Flop erhöht":
Seite 1, Thema: "Was tun, wenn jemand erhöht?"
Hier steht:
"Als Faustregel gilt deshalb: Du kannst die Erhöhung mitgehen, wenn du nicht mehr als 3/4 des aktuellen Pots (inklusive aller Einsätze und der gegnerischen Erhöhung) bezahlen musst."
Ich finde diese Regel sehr unklar ausgedrückt. Ich denke, hier wird gemeint, das man einen Standard-Raise auf das 3-fache der ursprünglichen Bet mit einem guten Draw mitgehen kann, und gegen schlechte Spieler auch einen Potsize-Raise noch einmal callen kann.
Allerdings habe ich anfangs sehr gegrübelt, was diese 3/4-Regel sein soll. Habe sie nämlich zuerst folgendermaßen verstanden:
Angenommen ich c-bette einen OESD und ein Gegner ip raised Potsize. In diesem Fall muss ich genau die Hälfte dessen bezahlen, was im Pot ist um mitzugehen.
Damit Hero in die Situation kommt 3/4 des Pots callen zu "können", müsste Villain doch schon annähernd auf 3-fache Potsize raisen ?!
Bsp. 2 Gegner, Pot am Flop: 5$
Hero c-bettet OESD (einfachheitshalber) Potsize: 5$.
Pot: 10$
Villain raised auf 3-fache Potsize (20$ x 3): 60$
Pot: 70$.
Hero muss callen: 55$. -> Hero muss knapp mehr als 3/4 des aktuellen Pots callen (78%).
Das ein solcher Raise unwahrscheinlich ist, sollte klar sein.
Bei 100 BB Stacks würde dann wohl eher direkt gepusht anstatt so hoch zu raisen. Und in diesem Falle würden dann die Odds für einen AI-Call zählen,
Da die Regel so sehr missverständlich interpretiert werden kann, sollte sie etwas deutlicher formuliert werden.