Original von play2win4
ja da hast du recht ronny. aber grob einschätzen kann/muss man V ja schon.
das macht ja letzendlich einen guten spieler aus, seinen gegner auf bestimmte hände setzen zu koennen oder nicht?
is halt echt mit vorsicht zu genießen 
oder wie machst du das?
Klar ist Handreading ein verdammt nützlicher, profitabler Skill. Ich mach das aber eher so, dass ich mir einfach anschaue, welche Hände auf der aktuellen Boardtextur Sinn ergeben, dazu überleg ich mir immer die Kategorien "Starke made Hands", "Mittelstarke made hands" und "Draws", sodass ich meistens ca. einschätzen kann, wie meine Equity gegen die Range aussieht, d.h. welche Chance ich habe, am Showdown mit der besseren Hand zu gewinnen.
Hab aber häufig das Problem, zu genaue Ranges zu sehn, nach ner 4bet preflop zB nur noch KK+, was aber oft zu wenig ist. Der Fehler aber führt ja nur dazu, dass ich relativ safe broke gehe, was an sich lange nicht so schlimm ist, wie ihm viele Bluffs und schwache Hände zu geben, sodass ich zu light mein Geld in die Mitte schiebe.
Klar was ich meine?
Weiterhin ist bei so Standardtabellen die Gefahr, dass du ne extrem große Samplesize brauchst, um von 10% PFR aus UTG3 zB auf relativ exakte Ranges zu schließen. So ein Chart kann dich dann dazu verleiten, dass du dich mit Tunnelblick auf diese Hände versteifst und andere Informationen in der Hand wie Timingtells, Tableimage, Tiltfaktor etc. komplett außer acht lässt.
Auch gibt es bei fast jedem Spieler individuelle Ranges. Wenn jemand 10% openraist, müssen das nicht die Top10 sein, die der Equilator /dein Rangeprogramm dir angibt. Vllt. spielt jemand lieber Pocketpairs als Suited Connectors, weil er damit schlechte Erfahrungen gemacht hat, vllt. will jemand unbedingt mit 72o ne Hand gewinnen um später im Chat "lol tricked" schreiben zu können usw. Da gibts zu viele externe Einflüsse, sodass ich in ner Rangetabelle nur Nachteile sehe. Die Einschätzungen loose, standard und nitty sollten am Anfang reichen 
Hilft dir das weiter?
K