Also: Hier soll verglichen werden, wo mit Stillhaltergeschäften der Vorteil gegenüber einem normalen Direktinvestment in eine Aktie ist.
A hält also 400 Aktien zum Tag X gekauft für 13,29€ das Stück Buchgewinn derzeit 152 €
B kauft ab Tag X via Optionen seine Aktien und schreibt dann gedeckte Calls auf diese Aktien. Derzeit 200 Stück mit Kaufkurs von 12,89 und 16 € mit Stillhaltergeschäften.
Das zeigt zwei Dinge: B hat ein kleineres Risiko, da er eine kleinere Position hält als A. B hat billiger eingekauft - was eigentlich immer Ziel sein sollte ;-) Zu guter Letzt hat B mit der Hälfte der Aktien von A bereits mehr Einnahmen erzielt.
Die Strategie der STILLhalter (extra mal groß gemacht) ist es, Aktien zu kaufen, die sie eh kaufen wollten. Um einen kleinen Mehrertrag zu bekommen, schreiben die Stillhalter Optionen. Dafür bekommt man eine Prämie. Wenn man Erfahrung hat, ist die Wahrscheinlichkeit ausgelost zu werden, also die Aktien liefern zu müssen, sehr gering. Idealerweise ist für den Stillhalter kein extrem volatieler Wert vorhanden. Wir reden über relativ langweilige Aktien, die vielleicht mit 5-6% + Dividende im Jahr steigen. Dazu kommen in der Regel so um und bei 5-7% aus den Stillhaltergeschäften. In Jahren, in denen Kurse extrem Schwanken (9/11, Finanzkrise) verliert der normale Anleger Aktienwert, da seine Aktien fallen. Der Stillhalter verliert genauso - logisch. Aber er verliert in Summe, über das gesammte Investment betrachtet weniger. Man sieht es schon im Beispiel von Jotha recht gut:
A hat für 13,29 gekauft
B hat für 12,89 gekauft
Über ein paar Monate betrachtet, wird dieser Unterschied immer größer. Ich habe Aktien im Depot, die ich durch die laufende Prämie rein rechnerrisch auf das Anfangsinvestment mit 0,0 eingekauft habe. Sprich ich habe natürlich auch viel mehr Luft und Ruhe, etwaige Kursschwankungen, die Massenphsychologischer Natur sind (wieder 9/11 oder Finanzkrise) auszusitzen. Ja ich verdiene da sogar noch weiter Geld. Verkaufe ich bei stark fallenden Märkten einen Call einer Aktie, die sagen wir mal bei 10€ steht mit Kurzziel 12€ bekomme dafür sagen wir mal 0,50€ Prämie. Fällt unsere 10€ Aktie jetzt auf sagen wir mal 8€, habe ich als Stillhalter zwei Dinge dem normalen Anleger vorraus:
0,50 € Prämie = ich habe rein rechnerisch einen Einstand, der bei 9,50 ist und somit geringere Buchwertverluste und extrem wichtig: ich habe Cash! Sinkt also meine Aktie aufgrund der Massenhysterie wie eben den angesprochenen Zeitpunkten, sitzen zig Anleger auf Verlusten und wollen nur noch raus aus dem Markt - ich will aber rein und habe dann auch Cash.
So Jotha - wollte deinen Thread nicht zuspammen ;-) Sorry...