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[Geschlossen] Aktien-Trading mit Stillhaltergeschäften

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jotha
Beigetreten: 20.04.2006
Elite Grinder

Ich poste hier einen Selbstversuch, den ich schon gestartet habe.
Mein Ziel ist es, einen Bestand von 400 Qiagen Aktien zu optimieren.
Dafür bin ich bereit, diesen in jede Richtung zu verändern.

Als Start des Bestandes hat sich folgendes ergeben:
Datum ca. Kurs Kauf/Verkauf Put/Call Strike Prämie
20.September 14,40 Verkauf Put 14,50 38,90
22.September 13,80 Verkauf Put 13,50 21,90
xx.Oktober 12,20 Verkauf Put 12,00 7,90
xx.Oktober 12,60 Verkauf Put 12,50 16,90

Als Prämie wurden also 85,60 EUR eingenommen.
Der Schlußkurs am Freitag war 13,05 EUR.
Es wurden mir also 200 Stück als Bestand eingebucht.
Dabei konnte ich keine Spesenbelastung bei IB nachvollziehen.

Einstandspreis somit 13,572 EUR für 200 Stück gesamt 2.714,40 EUR.

Edit: Berichtigung der Daten ( z. B. Datum)


135 Antworten
jotha Themenstarter
jotha
Beigetreten: 20.04.2006
Elite Grinder

Den Bestand will ich ja auf 400 Aktien ausbauen.

Deshalb habe ich bereits wieder folgende Optionen mit Fälligkeit 19. November geschrieben:

Datum ca. Kurs Kauf/Verkauf Put/Call Strike Prämie
xx.Oktober xx,xx Verkauf Put 12,50 23,90
xx.Oktober xx,xx Verkauf Put 13,00 36,90
xx.Oktober xx,xx Verkauf Call 13,50 13,90
xx.Oktober xx,xx Verkauf Call 14,00 21,90

Als Prämie wurden also 96,60 EUR eingenommen.
Das reduziert den Einstandspreis für die 200 Aktien auf 13,089 EUR.

Was kann passieren?
Bei Kursen unter 12,50 EUR am 19. November werden wieder 200 Aktien eingebucht.
Der Einstandspreis beträgt dann ca. 12,92 EUR.
Bei Kursen über 14,00 EUR muß ich die Aktien liefern und habe keinen Bestand mehr.
Ich habe einen Gewinn von 85,60 EUR + 96,60 EUR = 182,20 EUR gemacht.


DrStrothmann
Beigetreten: 29.12.2007
Oldschool Grinder

Schöne Paare, gut gewählt ;-)

So ähnlich kaufe ich meine Aktien auch immer. Willst du danach weiter Calls schreiben oder nur "billig" einkaufen?


jotha Themenstarter
jotha
Beigetreten: 20.04.2006
Elite Grinder

Das kommt auf den Kurs am Verfallstag bzw. auf mMn Extremkurs zwischenzeitlich an.

Bei Kursen unter 12,50 EUR werde ich noch mal Puts mit Strike 12 schreiben.
Ansonsten mal sehen.

Auf alle Fälle bin ich derzeit mit der Situation zufrieden.
Ich habe bei fallendem Kurs mit dieser Variante einen besseren Einstand als beim Direktkauf.
Gegenüber einem Limitkauf habe ich den Vorteil der Prämie gehabt, wenn die Aktie gestiegen und ich nicht ausgeführt worden wäre.


jotha Themenstarter
jotha
Beigetreten: 20.04.2006
Elite Grinder

Heute habe ich folgende Optionen mit Fälligkeit 19. November geschrieben:

Datum ca. Kurs Kauf/Verkauf Put/Call Strike Prämie
27.Oktober 13,40 Verkauf Put 13,50 39,90


DrStrothmann
Beigetreten: 29.12.2007
Oldschool Grinder

Nicht schlecht - Rendite liegt bei um und bei 0,7% für den Monat (4 Kontrakte oder?). Das heisst du bist mit dem Put nicht zum Zuge gekommen?

Wo willst du hin? Weiter Calls schreiben oder nur testen?


jotha Themenstarter
jotha
Beigetreten: 20.04.2006
Elite Grinder

Das mit der Rendite ist eine Sache der Statistik, die ich hin und her drehen kann.
Aktuell habe ich 200 Stück Aktien mit 14 EUR eingebucht bekommen sowie 222,10 EUR Prämie erhalten.

Diese Frage verstehe ich nicht:
Das heisst du bist mit dem Put nicht zum Zuge gekommen?
Bei der Oktoberfälligkeit habe ich ja die 200 Stück erhalten.
Im November müssen wir den 19. abwarten.

Aktuell ist mein Einstandspreis 12,89 EUR.
(1.350+1.450-85,60-96,60-39,90=2.577,90EUR)

Von meinem Bestand muß ich ggf. 100 Stück zu 13,50 und zu 14,00 abgeben.

Wenn der Kurs am 19. November unter 13,50 EUR liegt muss ich ggf. zu 13,50 sowie zu 13,00 und zu 12,50 jeweils 100 Aktien nehmen. Der Durchschnittspreis ändert sich dann bei 300 Stück auf 13,093 und bei 400 Stück auf 13,07 sowie bei 500 Stück auf 12,956.

Mein Ziel ist auf alle Fälle dauerhaft meinen Einstandspreis zu reduzieren.


DrStrothmann
Beigetreten: 29.12.2007
Oldschool Grinder

Die 200 im Oktober habe ich überlesen -.-

Was machst du mit der Prämie? Kaufst du via Put weiter zu? Also über die 500 Stück die du max im November eingebucht kommst hinaus?

Wo ist dein Bestandsziel? 500 Stück? 1000 Stück? Willst du die nur über Prämie erreichen und legst du weiter ein (sprich nimmst Cash vom Depot)?


jotha Themenstarter
jotha
Beigetreten: 20.04.2006
Elite Grinder

Wie oben bereits dargestellt, ist mein Bestandsziel 400 Stück, den ich über das Optionsschreiben in jede Richtung ändere.

Derzeit möchte ich maximal 700 Stück im Depot haben und bin bereit bis zum Bestand 0 abzubauen.

Meine Vorgehensweise ist also:
1. bei Bestand 700 Aktien bis zu 7 Kontrakten mit "Call"-Prämien je zur Hälfte mit hoher Ausführungswahrscheinlichkeit zu verkaufen um Aktien liefern zu müssen und dann gestaffelt.

2. bei Bestand 400 Aktien 3-4 Kontrakte mit gestaffelten "Call"-Prämien zu verkaufen um nicht unbedingt alle liefern zu müssen und 2-4 Kontrakte mit gestaffelten "Put"-Prämien um nicht unbedingt alle abnehmen zu müssen.

3. bei Bestand 000 Aktien bis zu 7 Kontrakten mit "Put"-Prämien je zur Hälfte mit hoher Lieferwahrscheinlichkeit zu verkaufen um Aktien eingebucht zu bekommen und dann gestaffelt.

Ziel ist dann nur Prämie zu generieren, die ich dann anderweitig verwende.

Ich bin mal gespannt, ob das klappt.


DrStrothmann
Beigetreten: 29.12.2007
Oldschool Grinder

Hm interessantes Projekt. Im Prinzip mache ich es mit LHA auch so, staffel aber nicht. Über welchen Broker gehst du? IB bei der Kontraktanzahl?


jotha Themenstarter
jotha
Beigetreten: 20.04.2006
Elite Grinder

Original von DrStrothmann
Hm interessantes Projekt. Im Prinzip mache ich es mit LHA auch so, staffel aber nicht. Über welchen Broker gehst du? IB bei der Kontraktanzahl?

Ja, über Interactive Brokers. Der Kontrakt kostet 1,10 EUR Spesen.


betout
Beigetreten: 06.02.2005
BlackMember

da ihr offensichtlich ahnung von der sache habt: kann mir einer erklären, was jetzt genau der vorteil an dieser strategie ist? (im vergleich dazu, die aktien einfach nur normal zu kaufen)

klar kommst du so in manchen szenarien billiger an die aktien, in anderen zahlst du dafür aber mehr, in wieder anderen verpasst du gewinne, weil du nicht zum zuge gekommen bist oder verkaufen musstest (deine geschriebenen calls ausgeübt wurden). ich kann eigentlich nicht erkennen, dass sich der erwartungswert des investments hier verändern sollte.

wenn ihr schon so viel mit optionen hantiert, dann muss doch das pricing dieser eine entscheidende rolle spielen, oder etwa nicht? d.h. du würdest die vola handeln.


jotha Themenstarter
jotha
Beigetreten: 20.04.2006
Elite Grinder

Wie in meinem ersten Post geschrieben, ist es ja ein Versuch.
Vielleicht kannst Du ja einen Part dabei übernehmen.
Die Frage ist doch auch, wie ein Aktieninvestor als Vergleich zu diesem Versuch handeln würde.

Als Grundlage können wir bestimmt den Aktienkauf zu den Kursen aus dem ersten Post nehmen. Ich weiß nicht, wie die weitere Möglichkeit mit Limit zu kaufen darstellbar wäre.

Also gehen wir von folgenden Daten aus:
Kauf jeweils 100 Aktien
20.September 14,40
22.September 13,80
xx.Oktober---- 12,20
xx.Oktober---- 12,60

Bestand 400 Aktien für 5.300 EUR zzgl. 16 EUR Kaufspesen, also durchschnittlich 13,29 EUR.

@betout: Dein Part wäre jetzt festzulegen, ob die Aktien dauerhaft gehalten werden sollen, sowie ob und wann Gewinnmitnahmen und Wiederkauf durchgeführt werden.
Dr.Strothmann wird ja bestimmt auch eine Info dazu abgeben.
Auf weitere Kommentare bin ich gespannt.

Mein Ziel ist es, einen höheren Ertrag aus dem Engagement herauszuholen.

Heutiger Stand mit Xetra-Schlußkurs 13,67 EUR :

-> Buchgewinn mit 400 Aktien zu 13,29 EUR im Bestand: 152 EUR mit reinem Aktieninvestment
-> Buchgewinn mit 200 Aktien zu 12,89 EUR im Bestand: 156 EUR mit Stillhaltergeschäften


hazz
Beigetreten: 13.02.2006
BlackMember

Original von betout
da ihr offensichtlich ahnung von der sache habt: kann mir einer erklären, was jetzt genau der vorteil an dieser strategie ist? (im vergleich dazu, die aktien einfach nur normal zu kaufen)

klar kommst du so in manchen szenarien billiger an die aktien, in anderen zahlst du dafür aber mehr, in wieder anderen verpasst du gewinne, weil du nicht zum zuge gekommen bist oder verkaufen musstest (deine geschriebenen calls ausgeübt wurden). ich kann eigentlich nicht erkennen, dass sich der erwartungswert des investments hier verändern sollte.

wenn ihr schon so viel mit optionen hantiert, dann muss doch das pricing dieser eine entscheidende rolle spielen, oder etwa nicht? d.h. du würdest die vola handeln.

ja, sie koennten auch roulette spielen oder an der tanke joben und mit den gewinnen dann die aktien kaufen - haben sie sie genauso "billig" erworben (oder halt nicht).


humpf
Beigetreten: 29.07.2006
Elite Grinder

Ich verstehe auch nicht, worauf eure gewinnabsichten beruhen. ihr handelt mit optionen, die isoliert gesehen leicht -ev sind(wegen transaktionskosten). nun handelt ihr mit einem system mehrere dieser optionen und daraus soll dann eine +ev situation entstehen, was mathematisch nicht möglich ist.

ich vermute, eure strategie besteht daraus, häufig kleine gewinne zu erzielen um dann ab und zu hohe verluste zu machen, was es psychologisch "gut" macht.

gehe ich richtig in meine vermutungen oder habe ich es nicht verstanden?


Sleyde
Beigetreten: 15.01.2005
BlackMember

Original von hazz

Original von betout
da ihr offensichtlich ahnung von der sache habt: kann mir einer erklären, was jetzt genau der vorteil an dieser strategie ist? (im vergleich dazu, die aktien einfach nur normal zu kaufen)

klar kommst du so in manchen szenarien billiger an die aktien, in anderen zahlst du dafür aber mehr, in wieder anderen verpasst du gewinne, weil du nicht zum zuge gekommen bist oder verkaufen musstest (deine geschriebenen calls ausgeübt wurden). ich kann eigentlich nicht erkennen, dass sich der erwartungswert des investments hier verändern sollte.

wenn ihr schon so viel mit optionen hantiert, dann muss doch das pricing dieser eine entscheidende rolle spielen, oder etwa nicht? d.h. du würdest die vola handeln.

ja, sie koennten auch roulette spielen oder an der tanke joben und mit den gewinnen dann die aktien kaufen - haben sie sie genauso "billig" erworben (oder halt nicht).

man sollte sich doch immer vor augen halten, dass man mit optionen wettet. also mit calls auf steigende preise, mit short calls auf alles andere als steigende preise etc pp. solang man nicht wirklich weiß, was die preise machen oder eine gut einschätzung dafür hat, entzieht es sich mir auch jeder logik, wie man hier in einigermaßen effizienten märkten longterm profit machen sollte.

@humpf: die vermutung habe ich auch, aber vllt hat hier ja doch einer das händchen für solche sachen ohne dass er es wirklich weiß oder seine logik artikulieren kann.


DrStrothmann
Beigetreten: 29.12.2007
Oldschool Grinder

Also: Hier soll verglichen werden, wo mit Stillhaltergeschäften der Vorteil gegenüber einem normalen Direktinvestment in eine Aktie ist.

A hält also 400 Aktien zum Tag X gekauft für 13,29€ das Stück Buchgewinn derzeit 152 €
B kauft ab Tag X via Optionen seine Aktien und schreibt dann gedeckte Calls auf diese Aktien. Derzeit 200 Stück mit Kaufkurs von 12,89 und 16 € mit Stillhaltergeschäften.

Das zeigt zwei Dinge: B hat ein kleineres Risiko, da er eine kleinere Position hält als A. B hat billiger eingekauft - was eigentlich immer Ziel sein sollte ;-) Zu guter Letzt hat B mit der Hälfte der Aktien von A bereits mehr Einnahmen erzielt.

Die Strategie der STILLhalter (extra mal groß gemacht) ist es, Aktien zu kaufen, die sie eh kaufen wollten. Um einen kleinen Mehrertrag zu bekommen, schreiben die Stillhalter Optionen. Dafür bekommt man eine Prämie. Wenn man Erfahrung hat, ist die Wahrscheinlichkeit ausgelost zu werden, also die Aktien liefern zu müssen, sehr gering. Idealerweise ist für den Stillhalter kein extrem volatieler Wert vorhanden. Wir reden über relativ langweilige Aktien, die vielleicht mit 5-6% + Dividende im Jahr steigen. Dazu kommen in der Regel so um und bei 5-7% aus den Stillhaltergeschäften. In Jahren, in denen Kurse extrem Schwanken (9/11, Finanzkrise) verliert der normale Anleger Aktienwert, da seine Aktien fallen. Der Stillhalter verliert genauso - logisch. Aber er verliert in Summe, über das gesammte Investment betrachtet weniger. Man sieht es schon im Beispiel von Jotha recht gut:

A hat für 13,29 gekauft
B hat für 12,89 gekauft

Über ein paar Monate betrachtet, wird dieser Unterschied immer größer. Ich habe Aktien im Depot, die ich durch die laufende Prämie rein rechnerrisch auf das Anfangsinvestment mit 0,0 eingekauft habe. Sprich ich habe natürlich auch viel mehr Luft und Ruhe, etwaige Kursschwankungen, die Massenphsychologischer Natur sind (wieder 9/11 oder Finanzkrise) auszusitzen. Ja ich verdiene da sogar noch weiter Geld. Verkaufe ich bei stark fallenden Märkten einen Call einer Aktie, die sagen wir mal bei 10€ steht mit Kurzziel 12€ bekomme dafür sagen wir mal 0,50€ Prämie. Fällt unsere 10€ Aktie jetzt auf sagen wir mal 8€, habe ich als Stillhalter zwei Dinge dem normalen Anleger vorraus:
0,50 € Prämie = ich habe rein rechnerisch einen Einstand, der bei 9,50 ist und somit geringere Buchwertverluste und extrem wichtig: ich habe Cash! Sinkt also meine Aktie aufgrund der Massenhysterie wie eben den angesprochenen Zeitpunkten, sitzen zig Anleger auf Verlusten und wollen nur noch raus aus dem Markt - ich will aber rein und habe dann auch Cash.

So Jotha - wollte deinen Thread nicht zuspammen ;-) Sorry...


eagle2007
Beigetreten: 16.11.2007
Oldschool Grinder

Aber wer kauft denn deine Puts am Anfang und dann die gedeckten Calls?

Das müssten dann doch Marktfishe sein oder nich?


DrStrothmann
Beigetreten: 29.12.2007
Oldschool Grinder

Anleger mit genau dem anderen Ziel als ich es bin. Der Put Käufer will halt billiger an die Dinger kommen und mir dann teurer abgeben. Der Käufer der gedeckten Calls will von mir billigere Aktien bekommen als bei Ablauf der Marktkurs ist und so ein Gewinn machen.


eagle2007
Beigetreten: 16.11.2007
Oldschool Grinder

Aber ihr könnt ja nicht beide Gewinn machen ;)


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