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Die Varianz besiege...
 
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[Geschlossen] Die Varianz besiegen ...

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PowerGamer
Beigetreten: 11.12.2007
PokerStrategist

Moin

Also ich hab mir schon seit längerem (bin seit 3 Monaten im Downswing ohne größeren cash ... spiel mtts 20-50$ buy-ins) darüber Gedanken gemacht, wie man die Varianz besiegen kann bei den mtts. Dass das nie funktioniert is mir klar ... aber andere regs haben einfach auf viel weniger tours viel bessere Gewinne ...

Irgendwie flippe ich sehr oft raus aus nem tour, es kommt sogar einige Male vor, dass ich in der ersten Stunde keine meiner Meinung nach gute Hand kriege ... und dann ohne irgendwie große Pötte gespielt zu haben nach der ersten pause schon in der repush phase ankomme ...

Ich hab dann erfahren dass Ivey wohl in der WSOP dieses Jahr bis zum FT sogut wie gar nicht all-in war für alle seine chips ...
Klar sowas funktioniert bei online-mtts nie, aber ich dachte mir ich muss trotzdem was an meinem Play ändern.

Die Idee war dann, einfach early im tour nicht rumzunitten, sondern auch hier schon position-3bets usw. anzubringen ... auch wenn ich weiß dass ich mit der 3bet net viele chips gewinne ...

Im Buch "Poker tournament formula" ist der Gedankengang ähnlich, während Slansky eigentlich bis < 30bb nur wegfolded ...

Ich wüsst von erfahrenen Spielern gern mal, ob es möglich ist, z.B. nach nem glücklichen all-in in der early phase seinen dann ca. 80bb-stack / doppelte average zu halten? Sprich man spielt loose die ganze Zeit über, dominiert somit den Tisch so stark dass es nicht zu vielen all-ins mit bigstacks kommt! Also ne Art wie sie z.B. als midstack an nem final table funktioniert oder so ...

Ist das möglich? Oder ist es normal dass man alle Stunde mal wieder runter auf 20bb geht und dann wieder rumlucken muss?

Ich weiß dass man hier nicht pauschal reden kann ... aber habt ihr z.B. nach nem Wechseln von SNGs auf MTTs gemerkt dass dieses Rumgefolde in der early phase mal gar net geht ... und seit deshalb looser geworden?

Oder seid ihr z.B. als looser Spieler zu dem Endschluss gekommen, dass das alles doch nichts bringt, sodass ihr der early phase jetzt wieder mehr oder weniger aus dem weg geht und auf hände wartet?

Ich würd halt gerne mehr value aus Position / Stacksize / Rizesize / Reads usw. ziehen und nicht so sehr auf die Hände angewiesen sein ...

any opinions?


9 Antworten

Ich kann dazu nur sagen das ich bei Live Turnieren auch schon in der Early phase sehr lagy spiele und über das ganze Jahre sehr Konstant Gewonnen habe!!


Marinho
Beigetreten: 23.02.2007
Elite Grinder

Das einige Regs auf weniger Tourneys mehr Winnings haben als du kann 2 Gründe haben. Ersterer ist Varianz quasi der Grund warum du den Thread auf gemacht hast. ;) Zweiterer könnte sein, dass sie einfach besser sind als du. Soll ja mal vorkommen das jmd gibt der bsser ist.

btw @IwillCall: Wieviel xk Tourneys haste denn da live gespielt? Keine Angst du musst jetzt hier nicht drauf antworten. ;)

Laggy Style kann Sinn machen, WENN MAN WEIß WIE ES GEHT. Du kannst dir aber offensichtlich nicht mal erklären, warum es standard ist am Anfang tighter zu sein. Daher würd ich dir einfach empfehlen noch mehr in Theorie zu investieren, damit du wieder weißt, warum man so spielt. Ich persönlich spiel 16 Tables gleichzeitig, da spiel ich nicht so groß laggy. Aber trotzdem sehen meine Winnings ziemlich solid aus. LAG spiel ich nur in der Anfangsphase von Rebuys.

Dieses Ivey-Phänomn was du da beschreibst: Ja da kann ich nur sagen, wird jedem Spieler auf xk Tourneys n paar mal so gehen. Wenn man dann noch so schlau ist und sich mit nem komfortablen Stack nicht mit nem größeren anlegt, was ja alles Grundprinzipien sind. Da steht man halt selten drin und wenn man nen kleinen Run hat, kann man auch mal n Tourney überleben ohne kurzzeitig short zu sein. Aber glaub nicht, dass all seine Tourneys so ablaufen. :)


GrandmasterFleisch
Beigetreten: 08.03.2006
Oldschool Grinder

Man kann natürlich in NL mit verschiedensten Spielarten gut Plus machen, allerdings macht es in MTTs wenig Sinn am Anfang alles weg zu schmeißen.
Es bringt dir einfach nix ne Stunde zu zu schauen wie dein Chipstapel kleiner und kleiner wird.
Im SnG ist das was anderes, daher man von anfang an schon wesentlich nähr am Geld ist als in nem MTT.
Ich spiel in MTTs einfach mehr um mir nen Stack auf zu bauen.
Zudem wird in nem MTT einfach härter ausgesiebt als in nem SNG. Wenn so ein SNG ne halbe stunde oder so geht haste wesentlich mehr Chancen mit dem größten idioten am Tisch dich um den 1. Platz zu streiten.
Wenn dein MTT aber 8 Stunden geht brauchen die Fische schon nen Gigantischen Lauf um überhaupt in die Nähe des Finaltisches zu kommen.

Also anstatt rum zu folden und sich dann nacher mit durchschnittlich besseren Spielern anlegen zu müssen sollte man einfach am Anfang die Chips mitnehmen die "auf der Straße liegen".

Die andere Variante ist natürlich auch Profitabel. Aber wenn man es nicht so doll übertreibt mit den Tischen wie der Kollege da unter mir dann kann man ruhig ein paar Hände mehr spielen.

Am Anfang sehr vorsichtig zu spielen ist einfach keine so gute Strategie wie ein bisschen mehr auf den Putz zu hauen. Wenn man das nicht macht ist man im Endeffekt davon abhängig nen Setup zu bekommen.

Und das is echt nich mein Stil ;)


Original von Marinho

btw @IwillCall: Wieviel xk Tourneys haste denn da live gespielt? Keine Angst du musst jetzt hier nicht drauf antworten. ;)

Ich habe in diesem Jahr etwa 50 Turniere gespielt mit buy ins von 50-500 und habe es mit einem Roi von ca. 250% geschlagen!! Wobei ich etwa 20% aller Turniere gecasht habe und sehr oft eine Teilung am Final Table zustande gekommen ist...
Es war auch keine Übergroßer Cash dabei (max 3,2K)!

Es sagt vl nicht extrem viel aus...ich bin mir aber sicher das es nicht unbedint heraus geluckt war!!


PowerGamer Themenstarter
PowerGamer
Beigetreten: 11.12.2007
PokerStrategist

Also ich hab alleine dieses Jahr 1200 mtts 10-109$ mit nem Roi von lächerlichen 16% gespielt!

Problem seh ich einfach darin dass ich zu weit runterblinde und dadurch zu viele flips eingehen muss ... ob +ev oder nicht, die Varianz is halt kacke ...

Ich denke einfach ich muss noch VIEL MEHR am bu coldcallen, auf lucky flops hoffen usw. ...

War mir eigentlich klar dass es auf mein Können geschoben wird hier! ^^
... aber ich denke ich hab schon ne gute Samplesize ...

laggy style läuft bei mir darauf hinaus dass ich früher und um viel größere pötte flippe oder generell spiele (also in bb)
... das hat mir zwar auch noch net den monster-cash eingebracht, aber ich glaube man kann bei größerere edge 25% der flips einsparen bis zum final table ...

Gibts hier keinen der sein Spiel mal dahingehend geändert hat und seine Erfahrungen zum besten geben kann?


GerTimmey
Beigetreten: 24.06.2007
Oldschool Grinder

Naja ich glaub so direkt kann dir das keiner sagen. Gibt ja einige "Pros", die lieber schnell einen guten Stack aufbauen wollen, statt Zeit in so ein MTT zu investieren. Das ist aber eher offline da du online multitablen kannst.

Ich für meinen Teil, spiele auch eher tight am Anfang, weil ich mich nie viel mit Cashgame beschäftigt hab und mich Post-flop sehr deep nicht so wohl fühle und mir keine wirklich große edge gebe. Was ich allerdings für sinnvoll halte, ist wie du sagst am BU, also generell in Position Raises zu coldcallen mit Suited Connectors. Gerade am Anfang wenn man noch deep ist, hat man super Implied Odds, besonders gegen andere tighte Gegner.

Wenn du allerdings der Meinung bist, dass du ein sehr gutes Post-flop Spiel hast, wäre es sinnvoll in der frühen phase des turnieres mehr Hände zu spielen und deine Post-flop-edge auszunutzen.

Die Varianz wird sozusagen nur gemindert, wenn du dir Post-flop auch eine Edge geben kannst. Ich denke aber auch, dass die Felder online teilweise viel zu groß sind, als dass dies die Varianz sehr beeinflußen würde.


nexus35
Beigetreten: 05.08.2009
PokerStrategist

Laggy Style kann Sinn machen, WENN MAN WEIß WIE ES GEHT.

Und genau das fehlen vielen, mich eingeschlossen. Daher spiele ich auch nach der 08/15 tight is right-Schema, komme oft weit im Turnier, und gewinne im Endeffekt das 3-fache oder 5-fache vom Buy-In oder gehe leer aus vor der Bubble, und das soll ja nicht der Sinn sein.


also um es kurz zu sagen: das problem ist, dass ihr lange keine Monster bekommt und so langsam runterblindet und am schluss als shorty endet und ständig flips eingehen müsst und diese natürlich mal mehr oder weniger verliert. das gegenmittel ist nur in der frühen phase tight zu spielen und in den späteren phasen viel loser zu werden und öfter raisen und raises in-position callen und die gegner POSTFLOP auspielen. ihr solltest eure raisingrange weiter ausbreiten und variieren. auch mal raises mit 89s/9Ts etc. einstreuen, das wichtigste ist für mich in den späteren phasen, postflop die gegner auszuspielen, denn ich sehe z.b. viel zu oft spieler die einen raise callen und auf einem 3/9/5 rainbow flop auf eine kleine c-bet folden, ohne sich zu fragen was der gegner auf diesem board getroffen haben soll und diesen pot oft locker mit ner 3bet gewinnen würden


cruz
Beigetreten: 17.12.2006
PokerStrategist

mit antes einfach maniac spielen ;)


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