Hallo Poker-Strategen,
Meine Frage mag seltsam klingen, aber ich fang mal besser von vorne an:
Ich versuche mich seit einiger Zeit (auf Kosten meiner Cash-Game-Zeit) an Freerolls, um meine Strategie für die MTT's bissel zu Üben und zu verbessern. Leider merke ich aber, dass ich in diesen MTT's irgendwann auf Tilt bin, bzw. meine Geduld verliere. Grund: Das "Dumm-All-In-Volk-mit-viel-Glück".
Ich calle ein All-In mit KK er hält 28o und trifft natürlich 2+8 auf dem Board. Ich folde mich zu guten Händen, die dann von irgendwelchen Deppen mit Müll weggeluckt werden. Klar, Glück ist Kurzfristig, aber scheinbar ist ein MTT mit Blinds <= 15 Minuten ein reines Glücksspiel.
Ein anderes Beispiel: Ein Spieler geht mit 400 Chips All-In. Ein Spieler mit 8000 Chips callt ihn. Ich hab AQo und calle auch. Der Flop kommt klein, also 862 rainbow ... Anstatt den All-In nun auszuchecken, geht mein Gegner All-In, was mich dazu bringt zu denken, er hat hier was getroffen und nimmt den All-In nun vom Tisch. Also ich Folde. Er zeigt dann KTo und der All-In zeigt A3o ... das A hält, ich hätte Ihn also geschlagen, da er nix getroffen hat und mit A hoch gewinnt.
Ich stelle mir dann immer die Frage, was spielen den da alles für Idioten mit? Wenn ich nix hab, warum geh ich dann auf dem Board All-In? Warum einen wegbluffen, wenn ich nicht mal A high hab?
Ich denke manchmal, evtl. spiele ich für Freerolls schon zu gut (überlegt). Wobei ich dann bei SnG's ja gewinnen müsste, was leider auch nicht der Fall ist ... (trotz SHC für SNG's).
Sind Turniere denn mehr Glücksspiel, wie Cashgames? Denn im Limit Cash läufts nicht mal so schlecht für mich ...
Oh, lange geworden ... aber gebt mir mal einen Tip, ich verzweifel langsam. Ist Turnierpoker so schwer, oder hab ich einfach nur zu wenig Glück?
Ich folde eine Stunde jede "sch..."-Hand und spiele nur ca. 10% der Hände, dann wird der Druck durch die Blinds heftig und ich muss anfangen zu klauen, was dann meist mein Ende ist.