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[Geschlossen] MTT gerade im Geld = Raus

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Hi Gemeinde,

ich bin mir nicht recht sicher ob das hier der passende Ort für solche Fragen ist. Aber ich denke schon.
Ich habe die letzten Monate sehr an meinem Spiel gearbeitet und konnte auch schon ordentlich was shippen.
Nur in der Regel schaffe ich es einfach nicht weiter zu kommen, nachdem die Bubble geplatzt ist.
Ich beobachte das Phänomen jetzt schon seit längerem.
Ich erarbeite mir einen guten Chipsstack. Bin fast immer über Average, in jedem Tourney was ich spiele und bekomm den Stack ab ner gewissen Zeit nicht mehr ausgebaut.
Ich verliere wichtige Flips, Leute die All In gehen call ich mit ner tighten Range und verliere trotzdem viele dieser Situationen.
Steals funktionieren ab ner gewissen Zeit auch nicht mehr. Dadurch droppe ich im gesamten sehr viel.
Ich selber bin dann immer fast crippled und warte nur noch bis die Bubble geplatzt ist um zu shoven.

Hier noch ein Beispiel von gestern Abend:

Daily Forty Grand [$11 NLHE, $40K Guaranteed] 1733/9291

Wie gesagt Bubble oder kurz vor der Bubble = busto.

Bei Daily Forty z.b:
Erste Hand die ich gespielt habe war JJ in MP2, looser Villian mit massivem Chipsstack raist 3x aus UTG1. Ich flatte.
Hab fast den halben Stack gedroppt weil Villain aufm river mit 9To trips macht.
wieder hochgearbeitet auf avg. Stack
dann mit AK vs AQ einen wichtigen Pot zu der Zeit gewonnen.
mit AA aufgetrippled.
Ab da an liefs echt gut. Schöne Stealspots gefunden und nicht übertrieben.
Ab einer gewissen Zeit funktioniert dann einfach nicht mehr und 2 Stunden später musste ich shoven.
Vielleicht habt ihr auch diese Erfahrung gemacht, dass es ab einem gewissen Zeitpunkt einfach nicht weitergeht und diese Probleme behoben.
Wäre über hilfreiche Antworten sehr glücklich.

Mfg


21 Antworten
SeneX
Beigetreten: 21.12.2005
Oldschool Grinder

hab n paar Monate das Sunday Million (oder warmup? das frühere von beiden) Sonntags auf Stars gespielt und auch jedesmal (neben den busts natürlich) Minuten nach der Bubble gebustet.Hand und Stack war nebensächlich,halt immer vs. einen der mich covered hatte.

..Varianz.Samplesize sind wohl 12Turniere (5Cashes)

wenn ich reguläre Turniere spiele (kleinere Buyins) läuft das nicht immer so ab.War ein Phänomen genau dieses Turnieres.ABer halt Samplesize....


Andrej77
Beigetreten: 11.11.2006
PokerStrategist

hört auf zu weinen lol ich buste immer mit AJ vs JT oder ähnliches das normal MTT ist reines glück da braucht man kein skill


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Ich wein doch gar nicht. Laufe +EV in mtts aber es könnte halt mehr sein wenn ich ne stunde bis halbe stunde vor der Bubble nicht immer soviel droppen würde..
+ Ich frage nur nach, ob Leute ähnliche Phasen durchlebt haben und wie sie da raus gekommen sind.. was sie verändert haben. Suche einfach Hilfestellungen und wäre dankbar wenn hier jemand was konstruktives schreibt.
@SeneX: Hab jetzt 4 mal Sunday Million mitgespielt insgesamt.. ist mir bisher auch nicht anders ergangen wie dir ;)
Nach 4 Std. war Schicht.

Grüße


Andrej77
Beigetreten: 11.11.2006
PokerStrategist

du willst wissen was du besser machen kannst ?

Antwort : nichts es sei den du kannst den Zufallsgenerator manipuliern = )


Asaban
Beigetreten: 22.09.2006
Elite Grinder

Original von Andrej77
hört auf zu weinen lol ich buste immer mit AJ vs JT oder ähnliches das normal MTT ist reines glück da braucht man kein skill

Wenn man keine Ahnung hat einfach mal die Klappe halten...

@OP: Musst mal dein Spiel etwas analysieren. Vllt ist dir die Bubble zu wichtig und du tightest ab sobald es in die Nähe der Bubble geht. Sobald du sie überwunden hast stellst du dann vllt bei erstbester Gelegenheit den Rest rein und verlierst entsprechend oft. Versuch mal die Bubble auszublenden und unbeeindruckt weiterzuspielen. Geld machst du letztenendes am FT. Die Bubble an sich darf also nicht das Ziel sein. Alternativ hast du gerade einen kleinen Downswing - ist bei MTT's ja nichts ungewöhnliches. Musst mal selbst analysieren ob es einfach nur Pech ist oder ob du vllt ein Leak im Bubbleplay hast.

@Senex: Hört sich ein wenig so an als wärst du auf Grund des BI's vllt scared gewesen und hättest daher sehr tight in Richtung Bubble agiert. Das würde zumindest die Ergebnisse ein Stück weit erklären. Ist der BI für dich ungewöhnlich hoch? Wenn ja würde ich mir überlegen ob es wirklich Sinn macht das Warmup zu spielen. Scared zeigt man nie sein A-Game.


Original von Asaban
@OP: Musst mal dein Spiel etwas analysieren. Vllt ist dir die Bubble zu wichtig und du tightest ab sobald es in die Nähe der Bubble geht. Sobald du sie überwunden hast stellst du dann vllt bei erstbester Gelegenheit den Rest rein und verlierst entsprechend oft. Versuch mal die Bubble auszublenden und unbeeindruckt weiterzuspielen. Geld machst du letztenendes am FT. Die Bubble an sich darf also nicht das Ziel sein. Alternativ hast du gerade einen kleinen Downswing - ist bei MTT's ja nichts ungewöhnliches. Musst mal selbst analysieren ob es einfach nur Pech ist oder ob du vllt ein Leak im Bubbleplay hast

This.


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Ich werds versuchen auszublenden. Danke dir schonmal für die Antwort!


Ich wollte eigentlich gerade einen ähnlichen Thread eröffnen, da bin ich hier drauf gestossen.

Bei mir stellt sich die Sache fast gleich dar und ich finde es Unsinn so was auf die Varianz zu schieben. Da kann ich auch gegen argumentieren: Ich komme relativ oft ins Geld (300/1900, ca. 17%) und habe schon desöfteren ein 3 oder 5 Dollar Turnier gewonnen. Bei 20 - 30 Dollar Buy läuft es aber meistens so, dass ich im Bereich der letzten 10 - 15% buste und ich habe erst zwei mal den FT erreicht.

Ich spiele alle Turniere tight agressiv, aber voll auf Sieg. D.h. in guten Spots spiele ich auf maximalen Value und riskiere oft meinen kompletten Stack. Der Effekt liegt auf der Hand, ich buste hin und wieder auch in der frühen Phase eines Turniers (selten bin ich dabei jedoch vor dem Flop nicht der Favorit). Dieses Risiko nehme ich in Kauf weil ich eben meinen Stack kontinuierlich ausbauen will um in späten Phasen des Turniers Druck auszuüben.

Die Bubble Phase existiert für mich nur insofern, dass ich als BigStack die MediumStacks attakiere und gerne auch mal eine, von mir als 40/60 eingeschätze Situation, eines Shortstacks calle. Als Medium Stack spiele ich in dieser Phase weiter agressiv, und achte darauf, dass mein M nicht unter 8 sinkt. Das ist für mich oberste Prio in jeder Phase des Turniers! Deshalb komme ich relativ selten in den "Genuss" mich als Shorty durch die Gegend zu folden, das würde ich auch nur um die Bubble herum machen um vielleicht noch ins Geld zu kommen.

Bei der Analyse meiner "Erfolge" ist mir aufgefallen, dass ich immer in der Phase zwischen Geld und FT mehrere kritische Situationen oder gar unmögliche Hände gewinnen musste. Für mich ist das dementsprechend die Phase in der die Varianz am extremsten zu schlägt. Aber - kann man diese Situationen vermeiden, durch besseres Spiel in der Anfangsphase oder eine noch tightere Range? Hier möchte ich meine Analyse ansetzen und ich würde mich freuen eure Meinung dazu zu lesen.

Nehmen wir eine reale Situation aus einem 24 Dollar Turnier. Kurz zuvor wurden meine Asse von einem Shorty mit 96 gecrackt und mein Stack liegt bei 42k, ca 4M:
MTT, 1400 Teilnehmer, die Bubble ist geplatz, aktuelle Position ist 74 von 110, Stack 42k, Blinds 1k/2k, Ante 250, Pot 5k. Ich sitze in MP und bekomme AJh. Raise auf 5300, links neben mir raist auf 14k, er hat in den letzten 5 Händen nochmals aufgetrippled, hat einen 80k Stack. Der Rest des Tisches folded, Aktion zurück bei mir.

Mein erster Gedanke ist es zu folden. Ein Push kommt für mich nicht in Frage, ich will mit AJ nicht flippen und nach dem Raise muß ich davon ausgehen dass mein Gegner callt. Ich entscheide ich mich dann doch für einen Call (erster Diskussionspunkt). Der Flop kommt runter, 5d 6h Qh. Ich habe Nut Flush Draw + Ass als Overcard und pushe All in. Mein Gegner callt instant mit 10s 10h und gewinnt die Hand, es kommt keine Hilfe auf dem Turn oder River.

Im Nachhinein denke ich mir, hättest du den Scheiss mal lieber preflop gefolded, auf der anderen Seite war der Flop ja fast ideal für mich, und auch das setup war super, schließlich hatte mein Gegner auch "nur" 1010 (wobei ich hier auch der Meinung bin dass der instant call meines gegners etwas überpaced ist).

Es geht mir jetzt aber nicht speziell um diese Hand, es geht um den Grundgedanken. In diesen Situationen denke ich mir "wenn ich diese Hand gewinne, kann ich ganz vorne mitspielen", ich nehme das Risiko also bewusst in Kauf.

Wie spielt ihr in der Phase? Seid ihr da eher tight oder voller Risikobereitschaft? Mit welchem Spiel habt ihr die besten, erfolgreichsten Erfahrungen gemacht?

Oder ist diese ganze Diskussion überflüssig und wir reden hier wirklich von den 1 - 2 entscheidenden Händen die man gewinnen muss um ein Turnier erfolgreich abzuschließen?

Ich freue mich von euch zu lesen.

Bestes,

MuckiP


es ist halt in den 5-20$ mtts nach meiner erfahrung im endeffekt fast schon leichter die ersten 90% angenehm zu überleben, als sich anschliessend in die vernünftigen geldränge zu spielen.

das liegt in meinen augen daran, das grade die geplatzte bubble bei vielen der startschuss ist auf finaltable zu spielen. das spiel wird nach der bubble viel aggressiver und der tisch ist im schnitt auch viel stärker, da viele fische busto sind.

faustregeln gibt es da halt nicht, man muss für sich selbst den richtigen weg finden mit den phasen klarzukommen.
ich für meinen teil war recht erfolgreich in letzter zeit was die phase nach der bubble angeht. nach review hab ich allerdings auch mitbekommen, das ich sehr passive tische hatte, viel stealen durfte und halt hier und da auf der richtigen seite des setups stand.

an aggressive tischen komm ich auch noch nicht so ganz klar, ich schätze das kommt mit der zeit (insofern man aus jedem mtt was mitnimmt für sein spiel).

der rest ist dann halt wirklich glück. es gibt soviele faktoren... allein schon kleinigkeiten wieviel fische man noch am tisch hat, ob man aggro chipleader hinter sich hat, wie oft man table switched etc etc etc. alles sachen die man nicht beeinflussen kann...man muss einfach das best mögliche daraus machen.

wenn ich ehrlich bin versteh ich den thread auch nicht ganz, ich wüsste nicht was hier gepostet werden könnte, das uns allen die augen öffnet und uns mehr finaltablen lässt...
scared money an der bubble fänd ich btw auch unlogisch, da das bei vernünftigem brm einfach schwachsinn ist sich das turnier zu versauen und in der phase nicht aggresiv zu spielen nur um sein buyin wieder rein zu bekommen.


eMPi84
Beigetreten: 07.09.2006
PokerStrategist

Du sagtest, du spielst nachdem die Bubble geplatzt ist, nur noch eine sehr tighte Range.

Mich würde interessieren, wie tight?

Ich spiel MTT's eigentlich sehr erfolgreich, oft ITM, oft top50 und paar mal FT's. Bei Avg Chipstack stell ich mir immer wieder bei Preflop Action die Frage: "Muss ich hier 'gamblen'? Will ich mit dem Shortie die Plätze tauschen (er Avg ich evtl. short?)"

Ich hab zb keine Probleme AQs AKs mal zu folden. Die Sache ist einfach, wenn ich solche Hände halte, möchte ICH der aggressor sein und andere vor eine Entscheidung stellen.

Ich find immer, es ist eine Sache die Hand zu pushen, die andere Sache mit so Händen wie AKs AQs einen Push zu callen, wobei AQs da fast schon automatisch wegfällt wenns ums callen geht.

Viele werden wohl meinen das dass zu tight ist, aber... ich runne gut damit ;-)


Chambes
Beigetreten: 11.10.2005
Oldschool Grinder

Original von MuckiP
Es geht mir jetzt aber nicht speziell um diese Hand, es geht um den Grundgedanken. In diesen Situationen denke ich mir "wenn ich diese Hand gewinne, kann ich ganz vorne mitspielen", ich nehme das Risiko also bewusst in Kauf.

Sehe das genauso und finde ich absolut vertretbar, spielst halt auf Sieg.
Ich mache das genauso.

Es sind aber auch eben oft diese 1-2 Hände (hält mein Draw in einem Riesenpot bzw. hält meine starke Hand gg. einen starken Draw meines Gegners), die ein Turnier für dich oder gegen dich entscheiden können.

Stell dir vor es sind noch 15 im Turnier oder von mir aus auch 11-15 Leute.
Ich bin average, Gegner ist average, ich floppe set auf einem Board mit 3 Kreuz oder so. Selbst wenn ich wüsste dass mein Gegner einen Flush hat, würde ich callen, habe am Turn 10 Outs und wenn ich diese Hand gewinne, hab ich sehr sehr gute Chancen auf den Tourney-Win, also ich spiele das auch so.

Es gibt mit Sicherheit auch Situationen, wo das nicht gerade geeignet ist, aber ansonsten halte ich es für durchaus vertretbar.

Gruß Chambes


Rivertoto
Beigetreten: 25.07.2007
Oldschool Grinder

Original von MuckiP

Nehmen wir eine reale Situation aus einem 24 Dollar Turnier. Kurz zuvor wurden meine Asse von einem Shorty mit 96 gecrackt und mein Stack liegt bei 42k, ca 4M:
MTT, 1400 Teilnehmer, die Bubble ist geplatz, aktuelle Position ist 74 von 110, Stack 42k, Blinds 1k/2k, Ante 250, Pot 5k. Ich sitze in MP und bekomme AJh. Raise auf 5300, links neben mir raist auf 14k, er hat in den letzten 5 Händen nochmals aufgetrippled, hat einen 80k Stack. Der Rest des Tisches folded, Aktion zurück bei mir.
Mein erster Gedanke ist es zu folden. Ein Push kommt für mich nicht in Frage, ich will mit AJ nicht flippen und nach dem Raise muß ich davon ausgehen dass mein Gegner callt. Ich entscheide ich mich dann doch für einen Call (erster Diskussionspunkt). Der Flop kommt runter, 5d 6h Qh. Ich habe Nut Flush Draw + Ass als Overcard und pushe All in. Mein Gegner callt instant mit 10s 10h und gewinnt die Hand, es kommt keine Hilfe auf dem Turn oder River.

Im Nachhinein denke ich mir, hättest du den Scheiss mal lieber preflop gefolded, auf der anderen Seite war der Flop ja fast ideal für mich, und auch das setup war super, schließlich hatte mein Gegner auch "nur" 1010 (wobei ich hier auch der Meinung bin dass der instant call meines gegners etwas überpaced ist).

Ein 42k Stack bei Blinds 1k/2k sollte wohl mehr als ein M von 4 sein, wohl eher 9 - 10....
Zur Situation, mit einem M von 9, also grob 20 BB solltest du nur an sehr passiven Tischen openraisen wenn du nicht bereit bist mit deiner Hand broke zu gehen. Mit einem solchen Stack solltest du dich hauptsächlich auf resteals konzentrieren.
Deine raisesize ist für diese Phase zu hoch, fast jeder Tourneyregular wird dir 4,5 - 4,8k empfehlen.
In dem Beispiel von dir ist der Preflop call den du machst die allerschlechteste Alternative, du hast eine reine push/fold Entscheidung.

Die wichtigste Message ist bevor du überhaupt raised, dir die nachfolgenden Spieler und Stacks anzuschauen und zu überlegen ob du gegen mindestens einen der Spieler bereit bist preflop broke zu gehen. Wenn das nicht der Fall ist kannst du deine Hand auch direkt folden. Mit AJs kann man auch darüber nachdenken direkt die 20BB zu pushen um sich schwierige Entscheidungen zu ersparen.

Zu deinem Postflopplay und seinem Call, ich calle da an seiner Stelle auch. Erstens sind die odds relativ gut, zweitens wirst du eine made Hand wohl eher selten direkt betten sondern eher check/raisen. Trotzdem ist dein push i.O. weil für ein c/r eure Stacks zu klein sind und dein push zumindest noch AK und ein paar wenige Pockets zum folden bringen kann.


eMPi84
Beigetreten: 07.09.2006
PokerStrategist

Original von Rivertoto
Ein 42k Stack bei Blinds 1k/2k sollte wohl mehr als ein M von 4 sein, wohl eher 9 - 10....
Zur Situation, mit einem M von 9, also grob 20 BB solltest du nur an sehr passiven Tischen openraisen wenn du nicht bereit bist mit deiner Hand broke zu gehen. Mit einem solchen Stack solltest du dich hauptsächlich auf resteals konzentrieren.
Deine raisesize ist für diese Phase zu hoch, fast jeder Tourneyregular wird dir 4,5 - 4,8k empfehlen.
In dem Beispiel von dir ist der Preflop call den du machst die allerschlechteste Alternative, du hast eine reine push/fold Entscheidung.

Die wichtigste Message ist bevor du überhaupt raised, dir die nachfolgenden Spieler und Stacks anzuschauen und zu überlegen ob du gegen mindestens einen der Spieler bereit bist preflop broke zu gehen. Wenn das nicht der Fall ist kannst du deine Hand auch direkt folden. Mit AJs kann man auch darüber nachdenken direkt die 20BB zu pushen um sich schwierige Entscheidungen zu ersparen.

Zu deinem Postflopplay und seinem Call, ich calle da an seiner Stelle auch. Erstens sind die odds relativ gut, zweitens wirst du eine made Hand wohl eher selten direkt betten sondern eher check/raisen. Trotzdem ist dein push i.O. weil für ein c/r eure Stacks zu klein sind und dein push zumindest noch AK und ein paar wenige Pockets zum folden bringen kann.

Sehr informativ! Vielen Dank dafür. Ich habe oft in der mid-early Phase stacks weit über Average, spiele aber so als wäre ich Average. Im Prinzip beschränke ich mich dann nur auf JJ+, jedoch ist die verlockung zum gamblen / stealen manchmal zu groß bzw. ich zu undiszipliniert. Greife ich im CO / BU so hände wie AJs auf, denke ich direkt über nen steal first in nach. Deine Denkweise gefällt mir aber besser ;-)

Die betsizes für steals sind für mich im übrigen auch standard, also so 2,5bb meistens. "Sparen" ist das A und O in dieser Phase. So decepted Hände wie 89s UTG1 steale ich auch oft, eben weil sie decepted sind. Das klappt allerdings nur gegen Thinkingplayer, viele fische sehen dann in MP2 beispielsweise AQ und denken über nen Push nach, ohne sich drüber Gedanken zu machen das UTG raises eigentlich sehr starke Hände sein sollten.

Mfg


Asaban
Beigetreten: 22.09.2006
Elite Grinder

Kurz zu der Hand:
Ich raise da auf 4,3k und folde auf die 3Bet.

Zur Begründung:
First in zu folden kommt imo nicht in Frage - dafür ist die Hand dann doch zu gut. Einen Push finde ich hingegen zu overplayed mit 22BB. Mit dem Stack lässt sich angenehmer restealen als First in zu pushen.

Die 3Bet ist dann unangenehm. Ein 4Bet-Push wäre hier die Alternative - allerdings sehe ich dich ohne Reads oder entsprechende Stats gegen seine Range meist hinten. Den Call halte ich persönlich für die schlechteste Variante. Du agierst Postflop oop und hast nicht die Initiative. Auf vielen Flops wirst du auf die zwangsläufig folgende Contibet aufgeben müssen.

As played musst du aber de facto Postflop broken - wenn du ein solches Board nicht nutzt darfst du die Hand halt einfach nicht spielen. Hast es ja relativ optimal gehittet. Frage ist ob man das Board nicht sogar Check/Raise allin spielt. Du hast eine starke Hand und könntest so zumindest noch seine Contibet mitnehmen. Wenn er gehittet hat gehen die Chips ja so oder so rein...

Mit dem Fold auf die 3Bet Preflop wäre dir die Möglichkeit geblieben mit einem akzeptablen Resteal-Stack fortzufahren und auch first in leichter open pushen zu können. Daher ist dies meine favorisierte Variante.

MfG
Asaban


Vielen Dank für die vielen informativen Antworten, das bringt mich wirklich weiter und verbessert mein Spiel in diesen Phasen!


Wie seht ihr diese Hand:
Endphase eines 1400 Leute Turniers, es sind noch 17 Spieler dabei, ich bin short mit 92k.
4000/8000 Ante 1000

Ich sitze in middle Position und bekomme QsQd. Ich minraise auf 16k. Alle folden, der BB flat callt. Der Flop kommt runter mit 7h 8h 6c. Der BB push sofort mit 160k all in. Ich calle er zeigt AsKd und pairt am Turn seinen K, ich buste.

Ich denke in dieser Situation war ich einfach dazu bestimmt zu busten. Normalerweise pushe ich auch gleich preflop all in mit dem M, der Grund für mein minraise liegt darin, dass ich an dem Tisch öfter versucht habe einen Pot zu stehlen und immer einen reraise bekommen habe, auf den ich folden musste. Meine Bomben, AA oder KK, wurden jedoch nie ausbezahlt.

Wie aber findet ihr seinen Push und meinen Call am Flop? Ich war echt kurz davor hier nochmals wegzuschmeissen, dann hab ich mir aber gedacht dass er mit einer Granate nicht gleich all in pusht, also entweder auf Herz drawt oder aber Top-Pair oder ähnliches gefloppt hat.

Cheers, MuckiP


SchnabelBier
Beigetreten: 15.02.2007
Oldschool Grinder

Wenn du dir Postflop so unsicher bist, dann push die Hand lieber direkt. Minraise ist natürlich gut wenn du wirklich immer gereraist wirst. Auf dem Flop hast du aber auch nen sicheren Call. Die AK Hand finde ich missplayed.

17 Spieler left sollte wenn du Shortstack bist in der Situation nicht in die Entscheidung einfließen.


Ja klar, ich hatte einfach wirklich Angst keine Action zu bekommen, ich hätte natürlich jeden Postflop push gecallt.

Ich frage mich halt nur was sich der Typ in der Situation denkt. Zum einen ist das Board doch mega gefährlich, zum anderen muss er sich doch auch denken dass ich auf einer Bombe sitze und Action haben will.

Es langweilt mich halt einfach dass solche Leute immer noch das Glück haben zu treffen obwohl sie miserabel spielen. Ich meine, der Kerl setzt einfach mal sein Turnier aufs Spiel, anstatt hier nochmals raus zu kommen und mit 150k weiter zu spielen.

Oder sehe ich das falsch?


SchnabelBier
Beigetreten: 15.02.2007
Oldschool Grinder

Wolltest du jetzt wissen ob der Call am Flop ok war? Du sagtest doch etwas von, du warst kurz davor wegzuschmeißen. Oder geht es um den Suckout der in dieser Situation ziemlich ätzend ist?

Natürlich sollte der Gegner sein AK Preflop pushen und gut. Ob er jetzt auf dem Flop genug Fold Equity gegen dich hat damit dieses Play in Ordnung ist sei mal dahingestellt. Wenn du vorher viele Steals versucht hast, dann kann er auf jedenfall nicht ahnen, dass du "eine Bombe" hast.

Der Gegner setzt auch nicht sein Turnier sondern deins aufs Spiel. Und solche Moves sind nicht generell falsch.

Als Bestätigung für dich aber: Du hast nicht wirklich etwas falsch gemacht und Pech gehabt, der Gegner hat suboptimal gespielt und Glück gehabt.


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