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[Geschlossen] Rebuy-Guide von crackin

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crackin
Beigetreten: 09.09.2006
Oldschool Grinder

Da es im Strategiebereich so gut wie gar kein MTT-Content gibt u. es hier im Forum Interesse an einer Rebuystrategie gibt, habe ich mich entschlossen meine Rebuystratagie zu posten. Diese ist darauf ausgelegt, seine Gegner am Tisch zum tilten zu bringen. Und wie gelingt einem das am Besten? Natürlich durch grausames Spiel und schönem Trashtalk. Welcher Gegner hört den gerne wenn man mit J7o QQ busted einen Kommentar wie: "U PLAYED THIS HAND REALLY WELL“. Vor geraumer Zeit habe ich einen Artikel bzw. einen Erlebnisbericht auf Cardrunners gelesen, der eben genau diese Spielweise beschreibt u. mein Spiel für immer verändert hat. Gleich vorweg, Standard PS.de TAGs werden sich kaum mit dieser Strat anfreunden können, loose-aggressive Spieler dagegen sehr : - )

Ich habe versucht, so gut wie möglich eine Struktur in dem Beitrag zu bringen – sollte trotzdem irgendetwas unklar sein, einfach fragen. Vom Cardrunners-Artikel unterscheidet sich dieser Beitrag hier um Welten, während "Jsup“ (Name vom Autor) seine Erfahrungen aus einem Live-Turnier schildert, erkläre ich die Grundgedanken dieser Strategie und bringe einwenig meine Ideen mit ein.

I) Bankrollmanagement
II) Inital Rebuy und Addon
III) Generelle Strategie
IV) Spotting the Nits
V) Spotting the Maniacs
VI) Spotting the Tilters
VII) Wann pushen wir was?
VIII) Wann schalten wir zurück?
IX) Trappen
X) Trashtalking / Karten zeigen
XI) Gefahren dieser Strat
XII) Empfehlenswerte Rebuys

I) Bankrollmanagement

Ich rechne jedes Mal mit mindestens drei Rebuys (Doublestack), dazu kommt noch ein Addon + inital Rebuy. Soll heißen in einem 100$ Rebuyturnier, rechne ich mit mindestens 600$ (3x Rebuy) + 100$ (Addon) + 100$ (inital Rebuy) + 100$ (Buyin) = 900$

Ein vernünftiges BR Management liegt bei 100 Buyins bei normalen Turnieren, bei Rebuys sagen wir einfach 100 x (erwartete Kosten). Da das den meisten wahrscheinlich zu hoch ist, empfehle ich ein aggressives Bankrollmanagement von 30 x (erwartete Kosten). Diese 30ger Regel ist von mir erstellt worden, grad um mich selbst einwenig zu kontrollieren. Ich beispielsweise mache von dieser Regel nur im Upswing gebrauch, so wie ich ihn zur Zeit erlebe. Wenn die Zeiten wieder schlechter werden wird dann mein Fell dementsprechend dicker.

II) Inital Rebuy und Addon

Wir machen immer ein inital Rebuy, genau wie wir immer ein Addon kaufen. Ein Addon ist so gut wie immer +EV u. ein inital Rebuy machen wir, weil wir unseren Gewinn maximieren wollen.

III) Generelle Strategie

- Hände mit hohen implied Odds callen wir so gut wie immer preflop
- Wir completen jeden SB
- Wir pushen absichtlich extreme schlechte Hände und zeigen diese
- Wir pushen natürlich auch Premiumhände und Monster
- Wenn wir einen Badbeat verteilen bedanken wir uns beim Gegner und kritisieren seine schlechte Spielweise : - )

IV) Spotting the Nits

Nits sind tighte Spieler. Generell machen solche Spieler wenig Action in den early Stages von Tournaments, d.h. sie sind auch meistens in Rebuyturnieren zurückhaltend. Meiner Erfahrung nach, ist es am leichtesten Nits on tilt zu bringen. Nachdem man ihnen etliche Male den Pot stiehlt und ihnen schließlich ein, zwei Beats verpasst sind sie kaum mehr zu halten. Wissen welche Spieler "nitty“ sind und welche nicht verschafft uns auf alle Fälle einen Vorteil. Gegen Nits spielen wir am besten Hände mit hohen implied Odds, weniger Hände wie AT u. abwärts, da die Wahrscheinlichkeit einer Domination sehr hoch ist wenn wir gecallt werden.

V) Spotting the Maniacs

Gegen Maniacs können wir getrost aufloosen, sei es in der Callingrange wie in der Pushrange. Maniacs verfolgen die gleiche Strat wie wir, ihr solltet euch freuen wenn ihr am Tisch mit noch einem oder zwei Maniacs sitzt, dann gibt’s nämlich richtig Party und der ganze Table ist mit Sicherheit bald auf Dauertilt : - )

VI) Spotting the Tilters

Eine sehr wichtige Fähigkeit ist es, Tilters zu spotten. Haben wir einen erstmal gefunden, callen wir einfach alles was +EV ist. Wenn man davon ausgeht, dass ein Tilter any2 von anyPosition pusht, dann können wir ganz beruhigt mit K9o im SB oder BB callen. Hier empfiehlt es sichb einwenig mit Stove oder dem Equilator zu spielen, um ein Gefühl zu bekommen.

VII) Wann pushen wir was?

Gegen viele Limpers pushen wir natürlich Hände für einen Multiway pot, also Hände mit hohen implied Odds. Wir pushen natürlich auch Monster u. Premiumhände. Vorsichtiger sollte man mit niedrigen und mittleren Pockets werden, hierzu empfiehlt es sich den Limpern anzupassen, in Erwägung zu ziehen ob sie eventuell tricky sind u. ein hohes Paar slowplayen. Crappy Aces folden wir die meiste Zeit.

Openpushen kann man eigentlich so gut wie alles, potentiell dominierte Hände vielleicht eher in mittlerer oder late Position. Und wenn man mal mit A2 gegen AK rennt, keine Bange – wie schon Harringtion sagt: "Domination isn’t as bad as you think“ – und außerdem, es ist Teil der Strat.

VIII) Wann schalten wir zurück?

Die Frage lässt sich nicht einfach beantworten, generell würde ich sagen mit einem erwarteten M von über 50. Soll heißen wenn in Level 5 die Blinds 75/150 sind, dann haben wir ein M von 50 mit einem Stack von 11250. Dabei rechnet ihr immer ein Addon mit ein, d.h. wenn ihr gegen Ende von Level 3 seid und habt einen Stack von etwa 9k dann sollte man schon eher zurückschalten. Man soll sich jedoch immer der Situation anpassen, ich hab schon mehrmals ein M von über 100 nach der Pause erzielt, mit einwenig Glück ist das auf alle Fälle möglich.

IX) Trappen?

Ja, sollte man definitiv – vor allem auf den Lowlimits. Man mag es zwar kaum glauben, aber wenn man ein Flush oder eine Straße floppt, kann man die ruhig slowplayen. Ein Push verscheucht Gegner, obwohl man ein totales LAG/Maniac Image hat, während man mit einem geschickten Slowplay viel mehr Value rausholt. Das soll jetzt aber nicht heißen, das wir dem Gegner Freecards bis zum River geben und dann pushen, sondern den Pot kontinuierlich bauen um Villain am River All-In zu haben.

X) Trashtalking / Karten zeigen

SNGWizard: very well played
crackin_ty: thank you
SNGWizard: f'in idiot
crackin_ty: u could bit improove ur style
crackin_ty: u should have folded preflop if u dont want to gamble and wait
crackin_ty: till rebuy is over
SNGWizard: yeah kk is a gamble
SNGWizard: lmfao
crackin_ty: sure
crackin_ty: basically a coinflip
SNGWizard: wow ur a moron
crackin_ty: im not really i know :)

… und danach war er auf Tilt : - )
Trashtalking gehört zu der Strat wie Salz in der Suppe, ohne geht’s schlecht. Ihr solltet keinesfalls eure Gegner beleidigen, aber sticheln muss sein. Ich hab noch dutzende solcher Logs auf meinem Computer gespeichert und es macht einfach einen Riesen Spaß seine Gegner auf Tilt zu bringen. Am Anfang jeder Session geh ich fast immer Allin u. kündige im Chat mit "any1 gamble?“ schon mal an, dass ich gamblen möchte. Kartenzeigen gehört genauso wie Trashtalking zu euren Waffen. Ihr sollt nicht jede Hand zeigen, aber grade sehr schöne Hände wie 72o oder J3o kann man gerne zeigen.

XI) Gefahren dieser Strat

Es ist sehr leicht möglich, dass es überhaupt nicht für euch läuft u. ihr am Ende der Rebuyphase angelangt seid u. immer noch gleichviel Chips wie zu Beginn haltet. Das kann natürlich schon mal passieren, die größere Gefahr die sich daraus entwickelt ist jedoch PANIK und TILT, was man auf jedem Fall unterbinden sollte. Außerdem ist diese Strat nicht für blutige Anfänger zu empfehlen , man kann mit diesem Spielstyle seine Bankroll richtig schnell schrotten.

XII) Empfehlenswerte Rebuys

Für die etwas schmaleren Geldbeutel empfehle ich auf jedem Fall das 8$ Rebuy (20k Gtd.) um 16 Uhr auf Stars. Für 33$ Rebuys sind die Partyrebuys unglaublich interessant, da extrem (!) viel Dead Money mitspielt und das Niveau einfach total scheiße ist.

Ich freu mich natürlich auf Feedback u. hoffe ihr habt einen kleinen Einblick in meine Rebuy-Spielweise erhalten.


41 Antworten
Faustfan
Beigetreten: 19.04.2005
Oldschool Grinder

auf jeden fall ist es schön, daß mal jemand seine gedanken einigermaßen ausführlich niederschreibt. das fehlt hier wirklich noch für rebuys.

mich würde interessieren, wie groß deine samplesize für rebuys ist und wie deine ergebnisse insgesamt aussehen. ich bin der meinung, daß deine strategie ziemlich suboptimal ist, auch wenn du viele gegner zum tilten bringst.

meiner meinung nach, sollte man ein rebuy-turnier nach denselben gesichtspunkten spielen, wie ein normales freeze-out. die unterschiede liegen vor allem darin, daß die gegner (so wie du) zum teil extrem loose sind und man deshalb preflop auch deutlich looser pushen und callen kann. coinflips sind absolut akzeptabel, was bei freezeouts nicht unbedingt der fall ist.
initial rebuy und addon halte ich auch für pflicht. weitere rebuys kann man (außer bei speed rebuys) in der ersten stunde immer machen, auch dann mit doublestack.
hände mit implied odds würde ich auch fast immer spielen, premiumhände raisen und reraisen. aber allins mit trash, um die gegner zu tilten, halte ich für -EV. solche spieler machen rebuys so profitabel, da sie freiwillig viel equity verschenken.

mit einer tighteren spielweise kann man oft einen großen stack aufbauen, falls man gute karten bekommt. die varianz ist auch niedrieger, wobei ich das weder als vor- noch als nachteil ansehe. ist einfach geschmackssache.

der vorteil an einer extremen LAG-Spielweise ist der, daß man, wenn es gut läuft, einen monsterstack zur pause hat. das ist als TAG nur sehr selten möglich. allerdings muß der LAG auch weit öfter rebuyen. die frage ist, wer den höheren durchschnittsgewinn zu erwarten hat.

der ROI ist keine gute grundlage bei rebuys, da er durch die unterschiedliche zahl an rebuys verzerrt wird. der durchschnittsgewinn muß also absolut, nicht relativ betrachtet werden. dazu hätte ich gern eine diskussion.

das ziel in MTTs (rebuy oder nicht) ist immer eine top3- platzierung, zumindest bei standard-payouts. ein LAG hat vermutlich eine höhere chance darauf, da er häufiger bigstack wird als ein TAG. andererseits wird er auch häufiger früh (im rebuy oft) busten, was den gewinn teilweise stark beeinträchtigt. die frage ist also, ob die höhere FT-chance den höheren einsatz ausgleicht oder nicht.

als TAG hat man in rebuys in der pause oft einen mittleren stack, mindestens (bei party) 10500. die blinds sind nach der pause noch relativ niedrig und man kann auf jeden fall normal spielen. man wird selten zu den bigstacks gehören, aber das ist meiner meinung nach auch nicht nötig, eben weil man noch nicht unter druck steht.

ich halte es für besser, seine spielweise an die blinds anzupassen, als an den average stack. und deshalb bin ich der meinung, daß man immernoch versuchen sollte -EV entscheidungen zu vermeiden. das betrifft jetzt nicht zwingend deine tilt-strategie, sondern vielmehr die oft vertretene meinung, daß man in rebuys maniac spielen sollte, um auf jeden fall einen monsterstack zu bekommen, egal um welchen preis. das halte ich für falsch, aber möchte gern andere meinungen hören.


Ignite
Beigetreten: 15.02.2006
PokerStrategist

dankeschön, sehr geil...gefällt mir...


crackin Themenstarter
crackin
Beigetreten: 09.09.2006
Oldschool Grinder

sampelsize ist so gut wie gar nicht vorhanden, desshalb wird es dir kaum helfen wenn ich dir sage dass ich jedes 2te rebuy cashe u. jedes 10te gewinne.

ich hab einfach diese spielweise für mich entdeckt, da ich als bigstack einfach viel mehr möglichkeiten sehe ein turnier zu gewinnen
vor allem wenn man dann unter den letzen 20, 30 was auch immer ist kann man mit einem bigstack sehr viel druck ausüben u. sehr viel stealen..

meiner meinung ist die strat sicher +ev, außerdem spielen viele onlinepros so eine ähnliche strat (pearljammer, sctrojans, anette, belowabove usw..) von daher vertraue ich ganz einfach auf den amerikanischen kolegen : - )


geiler post....
Danke für die Mühe....


alterego
Beigetreten: 03.07.2006
PokerStrategist

n1, auch wenn ich das ganze wohl etwas anders angehen würde. maniacspiel early liegt mir nicht so, ist aber sicher geschmackssache.
lustig finde ich den chatauszug. der sngwizard ist soweit ich weiss ein recht solider winningplayer, hab auch schon öfter sngs oder mtts mit dem gespielt. ich würde mich in einem rebuy nie so zum tilten bringen lassen, einfach weil ich ja weiss, dass einige gute spieler early supermaniacstyle spielen.


philgruissem
Beigetreten: 03.02.2007
Elite Grinder

also ich seh das auch so.dass man nicht um alles in der welt versuche nsollte bigstack nach der pause zu sein.ich kaufe mir auch nicht immer den double stack.weil der erste chip immer mehr wert ist als der zweite.klingt komisch ist aber so(sklansky).allerdings wenn ich nur verückte 7 2 pusher am tisch habe will ich die immer covern also double stack.

es ist doch meistens gut, das gegeneteil vom tisch zu spielen.also wenn super tight schön viele pots klauen.aufloosen usw. wenn also nur verrückte am tisch:schön tight werden.und so ist es meistens in der rebuy phase.

ein addon mach ich nur wenn ich unter average bin oder dass add on weniger kostet als der ursprüngliche buy in.
so spiel ich dann 10 er rebuys.bin auf average nach der pause.meistens ohne einen rebuy.
und kann für wenig geld en riesen pott mit vielen idioten ausspielen!!

annderer vorteil: bei tightem spiel kannse viele tische aufmachen.dein getexte ist zwar lustig aber auch zeitaufwendig und du musst aufmerksam sein wer wie drauf ist.


lexvic
Beigetreten: 28.09.2006
Oldschool Grinder

Feedback: ROFL :tongue:

Best post ever


Y0d4
Beigetreten: 03.05.2006
PokerStrategist

wie geil du den coder von sng wiz einfach auf tilt bringst, hab gut gelacht.
die icmprogrammindustrie hasst dich jetzt!


guter beitrag

hier ein link zu einem bericht von rino mathis über johnny loddens rebuy taktik. link


Faustfan
Beigetreten: 19.04.2005
Oldschool Grinder

finde ich sehr interessant. ich fände eine diskussion gut, darüber, inwieweit extremes LAG-Spiel in rebuys sinnvoller ist als TAG-Spiel. die tilt-komponente sollte man vielleicht ausklammern, da das eher psychologisch und nicht spieltheoretisch ist.


joosP
Beigetreten: 26.04.2007
BlackMember

...wers mag :rolleyes:

mir persönlich sind gerade diese Spieltypen am liebsten und exakt diese sorgen dafür das ich häufig nicht einen einzigen rebuy bis zur pause benötige. abgesehen davon mag ich das gefühl, aufgrund von gutem,soliden und tiltfreien pokerspiel, am final table zu sitzen.

für mich schwer vorstellbar, das diese extreme LAG variante +EV it, aber du wirst sicher einen grßen erfahrungswert haben um das zu belegen.

greetz


Also ich kann diese Spielweise nur bestätigen. Es ist einfach geil wenn der ganze Tisch on Tilt ist und mir meine guten Hände nicht mehr abkauft.

Super post!!!


hi crackin

da ich sonst keine möglichkeit sehe dich zu kontaktieren, wollte ich hier fragen, ob du interessierst daran bist, bei uns mitzubloggen. wir suchen nämlich neue mitblogger, und da du mtt spieler bist, wärst du definitiv eine bereicherung für uns.

Ps: hab beim mainevent gesehn, dass du aus Meran bist, also praktisch ein halber österreicher ;)

hier der ursprüngliche thread http://www.pokerstrategy.com/wbb_de/thread.php?threadid=186169

natürlich können sich auch andere interessierte melden :diamond:


schoen gemacht, gefällt mir der beitrag.


Faustfan
Beigetreten: 19.04.2005
Oldschool Grinder

Original von joosP

für mich schwer vorstellbar, das diese extreme LAG variante +EV it, aber du wirst sicher einen grßen erfahrungswert haben um das zu belegen.

greetz

das ist gerade die frage. generell ist es gut, in turnieren varianzreich zu spielen, da eine topposition besser ist als viele mittelmäßige. von daher ist das konzept, früh zu busten oder einen großen stack zu bekommen sicher +EV, auch wenn man dabei relativ oft bustet und nur selten ITM kommt.

in rebuys hat man noch den vorteil, daß man eben mehrere chancen hat, diesen großen stack zu bekommen, da man eben nicht busted. die frage ist halt nur, ob man durchschnittlich oft genug erfolgreich ist, um einen normalen TAG-Stil zu übertrumpfen.

als TAG hat man öfter chips zur pause, aber seltener sehr viele. je nachdem, wie das verhältnis ist, kommt man zu unterschiedelichen ergebnisse bezüglich des EVs. aber aufgrund der sehr kopflastigen auszahlungsstruktur in turnieren, neige ich dazu, den LAG-Stil zu favorisieren, auch wenn ich ihn noch nicht spiele. lieber 9mal OTM und ein mal sieger, als 10mal knapp ITM.


joosP
Beigetreten: 26.04.2007
BlackMember

das konzept dahinter leuchtet mir schon ein. da man aber bei weitem nicht der einzige am tisch ist der so spielt, relativiert sich das ganze. gute TAGs callen einen eben nur mit besseren händen und mit den ganzen anderen maniacs kann man sich dann abwechselnd die badbeats um die ohren hauen. da eben so viele einfach mal statt zu raisen, direkt pushen, lässt sich das als TAG unheimlich gut ausnutzen. bei mir ist es häufig so, dass ich bis zur pause erst um die 20-30 hände gespielt hab(je nach mtt natürlich) und dennoch den 4-5 fachen anfangsstack habe, weil man oft genug zu beginn mit einen hand schon verdoppeln oder verdreifachen kann, da sich meistens gleich 3-4 Irre mit gebrüll in deine asse stürzen.


Original von joosP
da sich meistens gleich 3-4 Irre mit gebrüll in deine asse stürzen.

Sehe das ebenso. ;-)


Schelm
Beigetreten: 13.12.2006
Elite Grinder

Hab die letzten 2 Tage mal das 8k gtd auf party gepspielt und bin 2 mal knapp itm gekommen.
Hab in den early Phasen nur mit TT+ und AK gepusht bzw. gecalled. Gegen die ganz krassen maniacs auch mit AQs AJs.
Bin dann beide mal mit je 1 Rebuy und addon itm gekommen. Aber ob die gaanz loose Spielweise gut ist hmm ich weiß es nicht.

Das mit ab wann wird man tighter hab ich nicht ganz verstanden.
Was ist ein M z.B.


Sehr schöner Beitrag. Die any two push Strategie spiel ich nicht so, aber wenn der Tisch nur aus langweiligen "zomg ich warte auf hohe PPs"-Fischen besteht push ich auch mal gerne mittelmäßige Hände um den Tisch ein bißchen aufzuloosen. Man muß nur aufpassen daß man den Nits nicht zu viel Action gibt, besonders weil sie das noch mehr tiltet: "mist, der Tisch pusht wie verrückt und wenn ich mal 3BB raise gibts nur die Blinds!"


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