Hab mich gestern Abend durch "The Tree of Life" gequält. Also das is wohl ein Film den man entweder liebt oder hasst.
Fand den mitunter sterbenslangweilig. Diese übertriebene philosohische Ader und deren surreale Darstellung war streckenweise viel zu übertrieben in Szene gesetzt, so das der "Fluss" - der mal gegen Mitte des Films aufkam - ständig wieder verloren ging.
Ich finds ja eigentl. gut, wenn die Macher eines Films eine Botschaft vermitteln wollen und das auch entsprechend umsetzen, aber hier ging das irgendwie gründlich in die Hose.
Was mir äußert gut gefallen hat, war die Charakterdarstellung und einige visuelle Bilder, aber dieses pseudo-lektuelle, hats dann am Ende einfach kaputt gemacht. Da kam dann auch keine Lust auf, sich im Nachhinein noch groß mit der Thematik zu befassen und gewisse Dinge zu analysieren oder interpretieren.
Mehr als 5/10 kann ich dafür nicht vergeben.
Muss jetzt noch "War Horse" und "Extremely Loud & Incredibly Close" sehen, aber denke mal, auch die werden die Oscars 2012 nicht mehr retten können.
"The Help" (8/10)" ist bis jetzt mein Favorit. Hier stimmt das Gesamtpaket einfach. "The Artist" (7/10) wollte ich mir eigentl. auch nicht antun, aber da die die anderen Filme so entäuschten, ist der dann doch noch einer der besseren in diesem Jahr - obwohl auch hier der Hype viel zu übertrieben ist. Klar, in der heutigen Zeit ist ein "Stummfilm" schon etwas besonders, aber das täuscht dann auch nicht über die recht schwache Story hinweg. Glaub hier sind viele einfach nur drauf angesprungen, weil sie bis dato noch nie einen (echten) Stummfilm vergangener Jahr angeschaut haben. Wer das einmal tut wird erkennen, wie schlecht The Artist im Vergleich erst ist.
Die restl. Werke (Hugo, Moneyball etc.) sind rund um solide Filme, aber eben auch nicht mehr. Es bleibt dabei, 2011 war in Sachen Oscars ein richtig schlechtes Jahr - was aber auch daran lag, dass viele gute Filme/Darsteller einfach übergangen wurden.