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Wie fandet ihr das Ende? Die Umfrage wurde am Juli 28, 2015 erstellt

  
  
  
  
  

LOST - Thread

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Shore
Beigetreten: 11.11.2007


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mirop
Beigetreten: 25.11.2007

omg, das passt ja so gut


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Zitat
Kerkener
Beigetreten: 25.11.2007

MItte des Jahres werden Gegenstände aus der Serie versteigert
http://www.profilesinhistory.com/lost-the-auction.html




Antwort
Zitat
Kerkener
Beigetreten: 25.11.2007

review von qu4d

Lieber Leser, lieber Lost-Fan, lieber Lost-Hasser. Reviews schreiben ist nicht unbedingt meine Stärke und ich weiss ehrlich gesagt auch gar nicht genau, wo ich überhaupt anfangen soll. Zudem ist das hier doch viel mehr eine Kolumne als ein Review, sollten Reviews in meinen Augen doch möglichst objektiv sein und auch wenn ich dies so oft wie möglich versuche - es kauft mir ja doch keiner ab. In manchen Augen bin ich nunmal eine grosse Hilfe, in anderen wiederum nur ein Fanboy, der sich alles schönredet - gegen Engstirnigkeit komme auch ich nicht an. In diesem Sinne lass ich das direkt sein und sage, was ich sagen will.

Lost war keine Serie im herkömmlichen Sinne und nahm mich in den letzten fünf Jahren (ja, fünf Jahre, Lost begann hierzulande erst am 4. April 2005) wie kaum etwas anderes in Anspruch. Sie hat mich fasziniert und das auf verschiedensten Ebenen - so sehr, dass aus dem Spass irgendwann eine regelrechte Arbeit wurde. Ich wollte wissen - immer mehr und mehr. Ich habe nicht mehr im Kopf, wie viele tausend Stunden ich aufgebracht habe, um mich mit diesem Konstrukt zu beschäftigen. Wie viele Nächte ich durchgemacht habe, um mich zu belesen, um zu lernen, um zu forschen. Und ich bereue davon nichts. Keine einzige Sekunde. Warum sollte ich auch? Ich habe mich fortgebildet - es war, nein, es ist meine Leidenschaft. Ich habe mich mit Religion, Philosophie und Quantenphysik beschäftigt und mir darüber den Kopf zerbrochen - mir Gedanken über mich und mein Leben gemacht - Gedanken über den Menschen. Warum sollte das alles für den Popo sein? Weil mich davon nicht alles bei Lost weitergebracht hat? Ich habe in den letzten Tagen viele Meinungen gelesen, die eben das behaupten - egal wie sehr man sich mit dieser Serie beschäftigt hat, es war letztendlich offenbar sinnlos. Ich frage mich: Warum? Ist das Denkvermögen mancher so eindimensional, dass sie Gelerntes für so wertlos abstempeln, weil es sie nicht immer zum gewünschten Ziel gebracht hat?

Gestern Abend befand ich mich nun am heiligsten Ort der Welt, an dem wohl schon mindestens jedem zweiten schon einmal eine Offenbarung kam. Ich sass auf dem Klo und mich traf der Schlag - endlich wusste ich, warum diese Geschichte für viele zum Scheitern verurteilt war - und das von Anfang an. Das, wofür die Serie anfangs so gelobt wurde, das, was soviel Spass an ihr machte, wurde ihr zum Verhängnis und dem für viele wohl grössten Fehler in der Geschichte. Nun gut, der gesamten Geschichte ist wahrlich übertrieben - dann eben zum grössten Fehler des (amerikanischen) Fernsehens: Sie regte zum Denken an, wie kein Werk zuvor. Und genau das finde ich so kurios, dass ich alleine das Verhalten vieler Zuschauer noch faszinierender finde, als die Serie selbst, die all diese Leute selbst erschaffen hat.

Lindelof, Cuse und all die anderen Autoren haben dieses Verhalten provoziert - der Zuschauer wurde regelrecht darauf trainiert, sich selbst Gedanken zu machen. Und das rächt sich nun. Lost war nicht nur eine Serie, nicht nur eine Geschichte - es war eine Revolution, die mit jeglichem Sehverhalten brach. Als Zuschauer ist man es nicht gewohnt, dass diese Form der Unterhaltung Konventionen sprengt. Die Erfahrung Lost endete nicht wöchentlich mit den 42 Minuten an Abenteuer, Mystery und Charakteren - es ging weitaus darüber hinaus und der Beweis ist hier direkt vor dir, lieber Leser. Diese Internetpräsenz, dieses Forum und all die anderen unzähligen Blogs und Foren und Podcasts und Kunstprojekte und Parodien und und und und und... Lost wurde zum Kult von abermillionen Fans weltweit - Nachdenken wurde zum Mainstream.

Ich habe lange Zeit darüber nachgedacht, wie das mit anderen Kultserien ist. Gab es so etwas früher schon? Irgendwie ja und auch nein. Twin Peaks oder die X-Files sind nun auch schon etwas länger Geschichte, aber immer noch in den Köpfen der Menschen. Auch dort wurde nie alles erklärt - der grosse Aufschrei blieb jedoch aus. Zumindest ist er mir nicht bekannt. Warum? Weil beide Serien, zumindest in meinen Augen, nur hervorragende Geschichten waren. Das geht mir auch heute noch so: Ich schaue sehr sehr gerne Fringe - weil es darin eine Handvoll richtig toller Charaktere gibt, die Ereignisse absolut abgedreht sind und die Handlung einfach spannend ist. Ebenso eine kleine Serie namens Breaking Bad. Breaking Bad ist nun auch eine Serie, bei der ich jeder neuen Episode entgegen fiebere. Warum? Weil sie einfach nur verdammt gut geschrieben ist - die vielleicht am besten geschriebene Serie, die ich je gesehen habe. Weil das Schauspiel wahnsinnig toll ist und auch schon vollkommen zurecht mit einem Emmy belohnt wurde. Weil sie so spannend ist, dass dabei manchmal mein Herz regelrecht zu rasen beginnt und ich mich in meinem Sofa festkralle. Es ist für mich die so ziemlich perfekte Unterhaltung. Doch all diesen Serien, und ich könnte noch 100 Andere aufzählen, fehlt der entscheidende Lost-Faktor: Die Anregung nachzudenken - mich mit der Serie zu beschäftigen. Ich werde überall wöchentlich alleine gelassen. Ich schaue Breaking Bad, gebe dazu vielleicht meinen Senf in Form von zwei bis drei Sätzen im Forum ab und das war es. Warum hat zum Beispiel Breaking Bad nur einen Thread in einem Forum? Warum gibt es nicht gleich drei bis vier deutsche Foren darüber? Weil es schlicht und ergreifend nichts respektive nicht viel gibt, worüber man spekulieren kann. Weil es bei reiner Unterhaltung bleibt.

Lost hat es aber nun geschafft, diese Grenze zu überwinden. Nicht nur mich zu motivieren - sondern auch viele viele andere Menschen. Und diese auch zu vereinen. Lieber Leser, ich frage dich: Hast du dich hier im Forum angemeldet, um mitzulesen oder mit zu diskutieren? Wenn ja, warum? Und wenn ja, für wie viele andere Serien hast du das schon getan? Nicht viele, nehme ich an. Wenn das so ist, musst du eingestehen, dass Lost nicht nur eine einfache Serie ist - irgendetwas hat dich dazu bewegt, dich für für mehr zu interessieren. Irgendwie hat man es geschafft, die Neugier so zu wecken, wie es keine andere Serie vor ihr getan hat. Ich kann es nicht einmal genau beschreiben, was es ist und warum - irgendwie haben es die Autoren geschafft, dass ich nicht nur der Geschichte Folge, sondern auch etwas daraus mitnehme.

Ich versuche einmal ein Beispiel zu erläutern. Dazu nehme ich Star Trek, eine Serie, die wohl auch vom extremen Kult lebt. Aus der Original Series entstanden mehrere Ableger und Kinofilme und tausende Franchise-Artikel. Dabei ist es auch nur Fiction. Um das zu verdeutlichen, bitte ich dich, dir die Top Ten Trek Technobabbles anzuschauen. Im Star Trek Universum ist es nun so, dass das zumindest für mich, wie im Video beschrieben, einfach nur pseudowissenschaftliches Technikgebrabbel und es interessiert mich einen feuchten Dreck, wie das funktioniert. Wenn ich denn mal Star Trek schaue, blende ich das aus und geniesse die Story. Zuletzt auch beim letzten Star Trek Film (geschrieben von JJ Abrams, Damon Lindelof und zwei Autoren von Fringe) - dafür erfindet man einfach rote Materie, die Zeitreisen ermöglicht, wie auch immer das funktionieren soll. Und ganz ehrlich, es ist mir egal - der Film hat mich auf hohem Niveau unterhalten und das ist alles, was mich interessiert. Bei Lost hingegen sagt Pierre Chang im Orientation-Video, dass man unter der Erde exotische Materie vermutet. Ich bin daran interessiert und schaue kurz bei Wikipedia nach exotischer Materie und was steht dort? Das ist so ein Zeug, von dem man annimmt, dass es Wurmlöcher ermöglicht. Ich bekomme meinen Aha-Moment und weiss nun: Als sich die Insel bewegt hat, hat sich wohl ein Wurmloch geöffnet. Das ist alles, was ich wissen muss. Wie das genau funktioniert? Unmöglich zu erklären - zumindest für mich. Verdammt, ich kann nichtmal erklären, wie die Diktiergerätfunktion meines MP3-Player funktioniert - ich drücke auf Aufnahme, spreche danach etwas ins Mikrofon und schon liegt das gesagte auf einem kleinen Speicherchip.

Ein anderes Beispiel mit konkretem Lost-Bezug wäre die Statue mit vier Zehen. Mittlerweile hat man sie komplett gesehen und erfahren, dass dies die ägyptische Gottheit Taweret ist. Nun taten sich aber Fragen auf, wer diese Statue gebaut hat und warum überhaupt? Nun... um ehrlich zu sein, verstehe ich diese Fragen nicht einmal. Wer soll die Statue denn gebaut haben, wenn nicht die Ägypter? Katrin und Klaus aus Dänemark? Natürlich waren es die Ägypter. Oder zweifelt jemand daran, dass die Ägypter die Sphinx von Giseh erbaut haben? Ja, warum wurde die überhaupt erbaut? Weil es der Glaube der Ägypter war? Warum hat die Statue auf der Insel vier Zehen? Warum hat die Sphinx einen Katzenkörper und einen Frauenkopf? Hast du dich das schon einmal gefragt? Wenn das in unserer realen Welt einfach hingenommen wird - warum ist dies dann in der Serie so ein Mysterium? Eine Frage, die ich nie verstehen werde.

Vielleicht ist auch gerade das der Grund, warum dieser Serie so oft vorgeworfen wird, dass es noch so viele offene Fragen gibt. Dabei sind die Antworten entweder meistens einfacher als man denkt oder so offen, dass man sich seinen Teil denken muss. Es werden einem nicht alle Antworten auf die Rätsel vorgekaut serviert - warum sollte man das auch tun? Es hat jahrelang Spass gemacht, mit zu rätseln. Warum sollte man damit jetzt aufhören? Und das ist der wohl, wie ich bereits gesagt habe, grösste Fehler, den Lindelof, Cuse und so begangen haben. Sie haben sich in einem Teil ihrer Zuschauer vertan, in dem sie annahmen, dass es etwas bringt, sie zum Nachdenken anzuregen. All die Anregung war unnütz, weil immer noch erwartet wird, dass einem zum Ende hin alles erklärt wird. Dass man mit einer Sache einfach so abschliessen kann und zur nächsten Geschichte springen, wie bei jeder anderen Serie auch. Diese Annahme war falsch. Dieses Risiko sind Abrams, Lindelof und Cuse eingegangen und sie werden ihr Leben lang damit bezahlen, die Leute zu sein, die Lost erschaffen haben und für immer in dessen Schatten stehen werden. Lost ist keine Serie - Lost ist eine Revolution, für die die Zeit noch nicht gekommen war.

Dass es manchmal auch an der Umsetzung krankte, kann man nicht bestreiten. Hunderte kleine Fehler trüben das Gesamtbild, doch wenn ich mir das Gesamtbild anschaue, ist es einfach wunderschön. Wie ein Mosaik aus 100.000 Teilen. Je näher man an das Bild herangeht, desto klarer erkennt man, dass die Übergänge zwischen den Teilen nicht immer optimal sind. Doch das grosse Ganze bleibt ein Kunstwerk. Ein Kunstwerk aus 121 Episoden - aus tausenden Szenen und aus vielen kleinen Extras, über das man noch lange reden wird, ob gut oder schlecht. Lost wird in den Köpfen bleiben, davon bin ich überzeugt.

Womit ich zum Ende kommen möchte. Zum Ende von Lost und dem Ende dieses Beitrags. Das Ende von Lost. Ja, was soll man dazu sagen? Mich persönlich hat es sehr gerührt, verstehe aber auch, wenn andere Zuschauer davon kalt gelassen wurden. Was ich jedoch nicht verstehe ist die Aussage viele Menschen, die meinen, dass damit die komplette Serie hinfällig wird. Warum sollte sie das werden? Was geschehen ist, ist geschehen und daran wird sich nichts ändern. Die Taten aller Personen werden nicht nichtig, weil sie irgendwann sterben. Gerade diese Art und Weise erforderte Mut der Autoren, für den ich sehr dankbar bin und ich tiefsten Respekt empfinde. Der Tod wird allgemein als nichts schönes angesehen, doch gehört er zum Leben dazu. Ohne Leben gibt es keinen Tod, ohne Tod kein Leben. Man spricht nicht gerne darüber, er ist unangenehm. Schon der eigene Überlebenstrieb würde vom Tod am liebsten nichts wissen wollen und doch hatte man den Mut, den Zuschauer mit der knallharten Wahrheit zu konfrontieren. Ich werde eines Tages sterben. Du wirst eines Tages sterben. Und irgendwann wird die Sonne nicht mehr scheinen und alles Leben wird aufhören in seiner jetzigen Form zu existieren. Es ist ein unvermeidliches Ereignis und ein auswegloser Kampf gegen die Unendlichkeit.

Ich frage mich auch, ob dies nicht der Grund ist, warum dieses Ende nicht überall auf Wohlgefallen trifft. Ist es die Konfrontation mit dem Tod, zu der sich kaum jemand traut, etwas zu sagen? Weil es unangenehm ist? Weil man es in dieser Form nicht kennt? Weil man von einer Mainstream-TV-Serie so etwas nicht erwartet? Ich frage mich: Wäre die Serie respektive das Ende „besser“, wenn man auf die imaginäre Welt der Flash-Sideways verzichtet hätte und dabei einzig und allein die Geschichte auf der Insel erzählt hätte, bei der Jack am Ende stirbt? Wäre es dann nicht wie jede andere Geschichte, die mit einem Happy oder auch Bad End abgeschlossen wird? Was wäre, wenn man am Ende der Star Wars Saga sagt, dass die gesamte Geschichte sinnlos sei, weil Luke Skywalker letzten Endes ebenfalls stirbt? Ist es nicht vollkommen belanglos, ob Carrie Bradshaw in Sex and the City ihren Mr. Big bekommt? Sie stirbt doch eh irgendwann. Nur traut man sich in all diesen Geschichten nicht, das zu sagen. Weil es unangenehm ist. Weil es kein schönes Gefühl ist, zu wissen, dass man irgendwann nicht mehr auf dieser Erde wandelt.

Aber gerade dieses Ende offenbart eine Möglichkeit, wie es dann aussehen könne. Ich bin auch kein religiöser Mensch. Ich bin weder Christ, noch Jude, noch Moslem, noch sonst irgendetwas. Ich weiss nicht, was mich nach meinem Tod erwartet. Niemand weiss das. Niemand kann es wissen, nur glauben. Aber es ist ein schönes Gefühl, denken zu können, dass man auch dann nicht alleine ist und mit den Menschen zusammen sein kann, die man liebt - wohin auch immer die Reise gehen mag. Dafür bin ich dankbar.

Danke für's Lesen. Es werden nicht meine letzten Worte gewesen sein.

von Stefan „qu4d“ Lensa


Antwort
Zitat

Original von Shore

:heart:


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vanao
Beigetreten: 14.08.2006

Original von Kerkener
review von qu4d

Lieber Leser, lieber Lost-Fan, lieber Lost-Hasser...

von Stefan „qu4d“ Lensa

Awesome. Spricht mir aus der Seele.


Antwort
Zitat
dusterl
Beigetreten: 14.07.2006

Original von Kerkener
review von qu4d

snip

Das gleiche dümmliche Lost Fanboy Gelaber, was auch hier im Thread steht.

Um auf das Star Trek Beispiel nochmal einzugehen. Ich bin selber kein Fan von Pseudo-Wissenschaft in Filmen, um irgendwas zu erklären. Ich würde den Warp-Antrieb ohne zu meckern als gegeben ansehen, weil es halt für die Handlung von Star Trek notwendig ist.
Das gleiche bei Superman. Ein Bewohner von Krypton landet auf der Erde und hat Superkräfte. Darauf baut die Story auf - hab ich alles kein Problem mit.
Das Naive an Lost ist nun aber, dass dort aberwitzige Mysterien beschrieben wurden, die keinerlei Zweck erfüllen.
Es ergibt einfach keinen Sinn, in der ersten Staffel über die Einzigartigkeit von Walt zu philosophieren und dann das Theme komplett unter den Teppich zu kehren. Das trifft für so viele Nebenhandlungen zu, die in dem vid von collegehumor zusammengetragen wurden, dass es offensichtlich ist, dass die komplette Handlung ein riesiges Flickwerk ist. Da ist nichts stimmig und kein roter Faden lässt sich erkennen.

Lost als ein "Meisterwerk" zu bezeichnen ist schlichtweg ein Witz. Lost wird nicht in die Geschichte eingehen als Serie, die die Erzählkunst im Fernsehen revolutioniert hat, sondern als Geschmacksverirrung, wie Frauen mit Schulterpolstern oder die Frisuren von Fußballern in den 70ern, über die man im Rückblick nur fassungslos den Kopf schütteln kann.]

edit: gu4d ist übrigens so ein krasser Fanboy, dass er sich die - bedeutungslosen - Zahlen hat tätowieren lassen


Antwort
Zitat
Shore
Beigetreten: 11.11.2007

Na dann kann er sich wenigsten noch als Rentner daran erinnern, dass sie in den ersten drei Staffeln so wichtig waren, weil Jacob "ein Hang für Zahlen" hatte.


Antwort
Zitat
Kerkener
Beigetreten: 25.11.2007

Original von dusterl

Original von Kerkener
review von qu4d

snip

Das gleiche dümmliche Lost Fanboy Gelaber, was auch hier im Thread steht.

Um auf das Star Trek Beispiel nochmal einzugehen. Ich bin selber kein Fan von Pseudo-Wissenschaft in Filmen, um irgendwas zu erklären. Ich würde den Warp-Antrieb ohne zu meckern als gegeben ansehen, weil es halt für die Handlung von Star Trek notwendig ist.
Das gleiche bei Superman. Ein Bewohner von Krypton landet auf der Erde und hat Superkräfte. Darauf baut die Story auf - hab ich alles kein Problem mit.
Das Naive an Lost ist nun aber, dass dort aberwitzige Mysterien beschrieben wurden, die keinerlei Zweck erfüllen.
Es ergibt einfach keinen Sinn, in der ersten Staffel über die Einzigartigkeit von Walt zu philosophieren und dann das Theme komplett unter den Teppich zu kehren. Das trifft für so viele Nebenhandlungen zu, die in dem vid von collegehumor zusammengetragen wurden, dass es offensichtlich ist, dass die komplette Handlung ein riesiges Flickwerk ist. Da ist nichts stimmig und kein roter Faden lässt sich erkennen.

Lost als ein "Meisterwerk" zu bezeichnen ist schlichtweg ein Witz. Lost wird nicht in die Geschichte eingehen als Serie, die die Erzählkunst im Fernsehen revolutioniert hat, sondern als Geschmacksverirrung, wie Frauen mit Schulterpolstern oder die Frisuren von Fußballern in den 70ern, über die man im Rückblick nur fassungslos den Kopf schütteln kann.]

edit: gu4d ist übrigens so ein krasser Fanboy, dass er sich die - bedeutungslosen - Zahlen hat tätowieren lassen

Dieses dümmliche Lostfanboy Gelaber hat imo ziemlich viel Substanz. Das wirst auch du ihm nicht absprechen können.
Qu4d ist wohl der bestbelesenste Lostnerd Deutschlands, ja wahrscheinlich der Welt. Wie er es bereits schrieb, es sind nicht mehr annähernd soviele Fragen offen, wie du/Collegehumor meinst. Wenn dir seine Meinung so sehr gegen den Strich geht, sei doch trotzdem dankbar, dass du nun wenigstens weißt, wie beispielsweise das Donkey Wheel funktionierte und mal eine andere Sichtweise auf das große Ganze genießen durftest. Das worüber du dich so aufregst, ist das nicht wahrhaben wollen vieler Fakten gepaart mit Wut über das nicht deinen Vorstellung verlaufende Ende der Serie.

Und nun darfst du wieder flamen - gogogogo


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xXReDruMXx
Beigetreten: 09.02.2007

diese theorie mag ja hand und fuß haben und viele fragen beantworten, ich wette aber 5k darauf, dass die autoren niemals selbst so eine idee hinter all dem hatten


Antwort
Zitat
dusterl
Beigetreten: 14.07.2006

Original von Kerkener

Dieses dümmliche Lostfanboy Gelaber hat imo ziemlich viel Substanz. Das wirst auch du ihm nicht absprechen können.
Qu4d ist wohl der bestbelesenste Lostnerd Deutschlands, ja wahrscheinlich der Welt. Wie er es bereits schrieb, es sind nicht mehr annähernd soviele Fragen offen, wie du/Collegehumor meinst. Wenn dir seine Meinung so sehr gegen den Strich geht, sei doch trotzdem dankbar, dass du nun wenigstens weißt, wie beispielsweise das Donkey Wheel funktionierte und mal eine andere Sichtweise auf das große Ganze genießen durftest. Das worüber du dich so aufregst, ist das nicht wahrhaben wollen vieler Fakten gepaart mit Wut über das nicht deinen Vorstellung verlaufende Ende der Serie.

Und nun darfst du wieder flamen - gogogogo

Und was genau ist dein Argument?

Der künstlerische Wert von Lost bemisst sich daran, dass es die Leute zum Nachdenken angeregt hat?
Sie haben doch nur nachgedacht, weil sie die Geschichte(die nicht vorhanden ist) verstehen wollten.
Dass es die kleinen Zahnrädchen, die alle ineinander greifen, nicht gibt, entwertet Lost halt zu einer zweitklassigen Fantasyserie.
Gut möglich, dass sich Einige allerlei dazudichten können, so dass so etwas wie ein Handlungsfaden entsteht. Dann sollen halt die eine Serie(Lost 2 - jetzt mit Sinn) produzieren und eventuell schaue ich mir sie auch an. :P


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FlyingAceman87
Beigetreten: 04.12.2009

So genug geheult, Lost war großartig, alle hatten Spaß. Dreht euch nen eigenes Ende wen es jetzt noch stört, srsly wurde ich noch nie sogut von einer Serie unterhalten, und das jetzt alles zu verurteilen,nö? Manche wollen es nicht einsehen, andere sind wieder Fanboys .. wird eh wieder eine Diskussion ohne Ende. Die einen heulen, wäh wurd nix erklärt, die andern sagen denk selber nach, heul nicht .. Teufelskreis, u know?

Wenn man Lostpedia einmal durchhat, ist sogut wie alles beantwortet und wenn man mal genauer auf die Dialoge achtet kann man auch viel mehr Intentionen und Antworten raushören.

Manche Menschen sehen das aber nicht ein, mein Mitbewohner unter anderem der mich seit dem Finale nur noch nervt wie doof alles ist, und vorher ein mega Fan war ...

Bringt alles nix :) Ist wie Schalke - Dortmund, wird auch nie heile ;)


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Indy1701e
Beigetreten: 16.07.2007

Ich hab mir den Artikel von qu4d jetzt auch mal durchgelesen.

Ein paar Punkte sehe ich aber anders:

1. Lost war vielleicht die erste Serie, die zu intensiven Nachdenken angeregt hat, ich glaube aber, dass Lost ggü Twin Peaks und Akte X den Vorteil hatte, dass das Medium Internet wesentlich weiter verbreitet war und so jeder seinen Senf dazugeben konnte.

2. Technobabbel bei Star Trek mag ihn vielleicht nicht zum Nachdenken anregen, weil er es hin nimmt, jedoch stecken auch hier manchmal wahre oder zumindest mögliche Dinge dahinter.
Der Warp-Antrieb der den Raum krümmt um schneller als das Licht zu sein. Der Transporter der es erlaubt zu beamen.

Hier sehe ich keinen großen Unterschied zur exotischen Materie:
1. Einstein sagt Gravitation ist nur gekrümmter Raum
2. Wissenschaftler kamen auf die Idee, Photonen zu "beamen"

Das Ende von Lost ist mir dann sauer aufgestoßen, weil die Handlungen der Charaktere im Grunde vollkommen egal waren. Luke Skywalker hat die Galaxie wenigstens noch vom Imperium befreit und das Sex and the City nunmal eine Frauensendung ist und die Handlung da eigentlich total egal ist, muss ich ja nicht extra sagen ;).
Den Mut, der in dem Ende steckt muss ich aber auch loben: Letztendlich waren die Losties keine Helden, sondern nur normale Menschen und es wird sicherlich einige von uns geben, die sterben werden, ohne wirklich was "bewegt" zu haben, bzw. die glauben etwas wichtiges zu tun, nur um herauszufinden, dass es egal war.

Ich mag die Idee, dass Jack die Insel und damit auch die Menschheit gerettet hat und dass es nur so möglich war, dass der unsterbliche Teil in uns, das Licht, weiter existieren konnte.


Antwort
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KalleTorsten
Beigetreten: 21.07.2006

Original von Indy1701eDas Ende von Lost ist mir dann sauer aufgestoßen, weil die Handlungen der Charaktere im Grunde vollkommen egal waren. Luke Skywalker hat die Galaxie wenigstens noch vom Imperium befreit

Verstehe ich nicht. Die Losties haben doch auch verhindert, dass MIB das Licht ausmacht und damit die Welt gerettet. Deshalb war ja auch die Zeit die sie auf der Insel verbracht haben die wichtrigste in ihrem Leben.


Antwort
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dusterl
Beigetreten: 14.07.2006

Genausogut hätten sie auf der Insel einen Weg finden können, Wasser in Wein zu verwandeln, den Weltfrieden herstellen können oder einen Bierkrug erfinden können, der sich nie leert.
Was tatsächlich auf der Insel geschehen ist, ist bei diesem Ende völlig irrelevant.


Antwort
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Kerkener
Beigetreten: 25.11.2007

Wieso ist alles was auf der Insel geschah bei diesem Ende irrelevant?


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Shore
Beigetreten: 11.11.2007

Am Ende zählt nur das Jack los lässt. Da er seine Erleuchtung erst im Fegefeuer hat und es auf seine glücklichste Zeit aufbaut, ist es vollkommen egal was genau diese Zeit ist. Sogar wer genau diese Charaktere sind, ist vollkommen irrelevant. Am Ende geht es darum los zulassen und Jack seine beste Zeit war halt zufälligerweise die auf der Insel mit den Leuten die er da kennen gelernt hat. Man hätte diese Zeit nicht extra fünf Staffeln zeigen müssen um die Story, die sie im Finale letztendlich erzählt haben, verstehen zu können.


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dusterl
Beigetreten: 14.07.2006

Original von Kerkener
Wieso ist alles was auf der Insel geschah bei diesem Ende irrelevant?

Och nu stell dich doch nich dümmer als du bist. Das Argument kam schon zig mal in den letzten Seiten.

Die letzten 5 Minuten haben keinerlei Bezug zu den 6 Staffeln davor. Auf der Insel hätte sonstwas passieren können, damit diese Zeit die wichtigste im Leben der Losties sein würde. Auf der Insel hätten Nazikommunisten planen können die Weltherrschaft an sich zu reißen und die Losties hätten sie gestoppt zum Beispiel.


Antwort
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Aber das ändert ja nichts daran, dass die Sachen, die auf der Insel passiert sind, auch real waren und die restliche Welt beeinflusst haben. Sie haben keinen direkt Einfluss auf diesen Vor-Himmel (oder wie man das nennen will), aber warum ist das so wichtig? Die Leute haben alles, was wir in den ganzen Staffeln gesehen haben, erlebt und treffen sich danach an diesem Ort wieder und können quasi drüber schmunzeln. Wo ist das Problem?


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H4nd0fMida5
Beigetreten: 12.05.2008

Original von dusterl

Original von Kerkener
Wieso ist alles was auf der Insel geschah bei diesem Ende irrelevant?

Och nu stell dich doch nich dümmer als du bist. Das Argument kam schon zig mal in den letzten Seiten.

Die letzten 5 Minuten haben keinerlei Bezug zu den 6 Staffeln davor. Auf der Insel hätte sonstwas passieren können, damit diese Zeit die wichtigste im Leben der Losties sein würde. Auf der Insel hätten Nazikommunisten planen können die Weltherrschaft an sich zu reißen und die Losties hätten sie gestoppt zum Beispiel.

und das hätte dich dann 6 jahre an der serie gefesselt?


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