Original von rambofranjo
Sucker Punch war mein Nr. 1 Tip wenn es darum ging den Top Film des kommenden Jahres 2011 zu nennen.So ein "verrücktes" Konzept mit Zack Snyder am Regiestuhl kann doch nur gut gehen.
Der Anfang des Film stimmt uns schon mal auf das Kommende ein, ohne auch nur einen Satz wird die Vorgeschichte vom Babydoll erzählt, was sehr gut funktioniert und einfach perfekt zu Snyders visuellen Still passt. Eigentlich merkt man dem Regisseur den ganzen Film an, wie viel Freude es ihm bereitete ohne viel Dialog und "Geschwafel" aus zukommen.
Nach einer kleinen Einführung schnellt das Tempo mit dem Kampf gegen die drei Samurai in die Höhe, die Kampfszenen sind stilistisch und bildgewaltig doch ein großes Problem wird hier sehr deutlich, man weiß einfach nicht was passiert wenn sie den Kampf verliert bzw ob es den überhaupt möglich ist, dass sie dabei umkommt, es spielt ja alles in ihrem Kopf. Dadurch wird die Komplette Dramaturgie heraus genommen und somit jegliche Spannung.
Was übrig bleibt ist ein Computerspiel Gefühl, bei welchem man relativ einfach wieder vom letzten Speicherplatz von neuem Anfangen kann. Hier wäre ein vorziehen der "Koch ersticht Tänzerin" Szene deutlich besser gewesen weil man dann ein wenig mehr mit den Charakteren mit fiebern hätte können.
Leider sind die Hintergrundgeschichten der einzelnen Protagonisten mehr als dürftig ausgefallen, weshalb man kaum eine Mine verzieht wenn eines der Mädchen umkommt
Spoiler
(ganz zu schweigen von Vanessa Hudgens aka Blondie, die hätte gleich zu beginn das zeitliche segnen können)
.
Snyder beschränkt sich also nur auf´s Visuelle, was man eigentlich von Anfang an festellen kann, dies wäre nicht schlimm gewesen, den der Trailer vermittelt ja nichts anderes, wenn er nicht dermaßen mit Slow-motion und CGI übertreiben hätte. Was bei Watchman und 300 noch relativ behutsam eingesetzt wurde wird hier bis zur absoluten Übertreibung glorifiziert. Spätestens als Babydoll und Anhang im Zug gegen die Cyborgs kämpfen möchte man den Kinosaal verlassen. Selbst die Qualität der Spezialleffekte ist nicht immer perfekt. Ein typisches Beispiel von "zu viel des Guten".
Über Story und Schauspiel werde ich nichts schreiben weil diese Elemente kaum vorhanden sind.
Was mir gefallen hat war die Figur des Wiseman (Scott Glenn) und teilweise die doch recht spektakulär in Szene gesetzten Kämpfe, die jede für sich nett anzusehen sind und perfekt einzeln in verschiedene Filmenden passen würden als spektakulärer Höhepunkt aber nicht zwanghaft aneinander gereiht in einem Actionfilm.
Ich bin mir sicher, dass Barney Stinson den Film gut finden wird da er nur Höhen hat, doch aus meiner Sicht gehört in jeder gut erzählten Geschichte auch das Tempo raus genommen damit man mitbekommt wie die einzelnen Figuren von den Geschehnissen beeinflusst werden was bei Sucker Punch nicht der Fall ist.
Bewertung:
Spoiler
4/10
Ps.: Das man Babydoll nicht tanzen sieht war klar, den wie will man etwas nicht existentes choreographieren, den perfekten Tanz. Hier bedient man sich dem "guten Horror Genre". Ein "Monster" ist immer am schrecklichsten wenn seine Gestalt verborgen bleibt, der Kopf des Zuschauers setzt dann seinen ganz eigenen individuellen "Geist"(in unserem Fall den individuell perfekten Tanz) ein, um somit den perfekten Angstzustand zu erzeugen.
auf jeden fall schön von redlettermedia kopiert