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1 ha Land - was anbauen?

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ceRone
Beigetreten: 22.05.2005
PokerStrategist

hey leute,

ich weiß, dass das eine ungewöhnliche frage ist, aber ich 1ha land zu verfügung und bevor ich es brach rumliegen lasse, würde ich gerne dort was anbauen, was wenigstens ein bisschen gewinn abwerfen könnte.

ich habe keine erfahrung auf dem gebiet und habe einen job, deshalb sind meine skills und zeit begrenzt was die pflege der pflanzen angeht.

vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass das landstück in Georgien liegt.

hier ein kleiner überblick über die Temperaturen im letzten Jahr:

falls mehr infos gebraucht werden, werde ich versuchen diese aufzutreiben.


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Zitat
42 Antworten
klaus8003
Beigetreten: 28.08.2006
PokerStrategist

Da du kaum Zeit zum Bewirtschaften hast, wird wohl ein Mischwald die beste Alternative sein.
edit: Falls Ersteres zu langfristig, vielleicht an einen angrenzenden Bauern verpachten.


Antwort
Zitat
GK1984
Beigetreten: 04.07.2007
PokerStrategist

wohnst du auch in georgien?
wenn nein, wie willst du dich da überhaupt um was kümmern?
warum ist verpachten keine alternative?


Antwort
Zitat
ceRone Themenstarter
ceRone
Beigetreten: 22.05.2005
PokerStrategist

ja wohne in georgien

mischwald dauert mir zu lange

verpachten würde nicht viel geld abwerfen, das land ist nicht viel wert


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Zitat
thomasSP
Beigetreten: 16.09.2006
Oldschool Grinder

schau mal was die bauern in der näheren umgebung anbauen bzw. frag einfach mal einen ob er tipps für dich hat.


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Zitat
klaus8003
Beigetreten: 28.08.2006
PokerStrategist

Die meisten Agrarprodukte benötigen eben Fachkenntnisse bzw. sind mit Zeitaufwand verbunden. Somit fällt der Großteil schon mal weg. (Getreide, Obstbäume, Zitrusfrüchte, Wein,...)

Und wenn beim Verpachten schon nicht viel Gewinn zu erzielen ist, ist es immer noch besser als nix.


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Zitat
Betrunkener
Beigetreten: 22.01.2006
Elite Grinder

Ich würde Walnussbäume vorschlagen. Die brauchen wenig Pflege. Allerdings dauert es lange bis du damit Gewinn abwirfst. Ich weiß auch nicht ob es so eine gute Idee ist in der Region auf 20 Jahre und mehr in die Zukunft zu investieren.

Ich weiß auch nicht, wie die Gefahr da ist, dass dann jemand anderes, der vielleicht Hunger hat die Ernte übernimmt.


Antwort
Zitat
ceRone Themenstarter
ceRone
Beigetreten: 22.05.2005
PokerStrategist

20 jahre sind verdammt lang (und vor allem hier) an walnussbäume hab ich auch schon gedacht, es gibt welche die schon nach 5-7 jahre früchte tragen, allerdings muss man da schon aufpassen und am besten immer vor ort sein, damit die ernte nicht einfach weggepflückt wird (wie du schon selber sagtest)

alles nicht so einfach ^^

ein freund von mir hat pfefferminze vorgeschlagen, fand die idee eigentlich ganz gut, weil pfefferminze wohl relativ easy wächst,kaum pflege braucht und die investition auch nicht groß sein muss

das problem in georgien ist, meiner meinung nach, dass die meisten bauern hier nur kurzfristig denken und nur gemüse/obst/whatever anbauen, die sie dann direkt "frisch" weiterverkaufen, d.h. keine investiert zeit und geld, um das produkt weiterzuverarbeiten

wenn ich nun die minze, trockne und als tee verkaufe, könnte ich schon mehr geld verdienen..

vielleicht hat jemand da ideen die mehr in diese richtung gehen?


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Zitat
DrStrothmann
Beigetreten: 29.12.2007
Oldschool Grinder

Also ich komme aus der Nussbranche. Wir haben eigene Projekte in Moldawien und so weiter. In Georgien kann man über Haselnuss nachdenken. Da gibt es einige Vermarkter. Es existiert ein Fair Trade Projekt, das gerade in der Aufbauphase ist. In sofern eventuell kein schlechter Ansatz.


Antwort
Zitat
DerExec
Beigetreten: 06.10.2007
PokerStrategist

Original von DrStrothmann
Also ich komme aus der Nussbranche.

Gibt's auch was, was du nicht machst?

Wie sieht's mit Obstbäumen aus? Obwohl, Äpfel dürften ja kaum Gewinn abwerfen.


Antwort
Zitat
ceRone Themenstarter
ceRone
Beigetreten: 22.05.2005
PokerStrategist

Original von DrStrothmann
Also ich komme aus der Nussbranche. Wir haben eigene Projekte in Moldawien und so weiter. In Georgien kann man über Haselnuss nachdenken. Da gibt es einige Vermarkter. Es existiert ein Fair Trade Projekt, das gerade in der Aufbauphase ist. In sofern eventuell kein schlechter Ansatz.

kannst du zu dem fair trade projekt mehr ins detail gehen?


Antwort
Zitat
IBeatGTA
Beigetreten: 07.05.2009
PokerStrategist

Du weißt nicht mal, ob das Weide- oder Ackerland ist? 1 ha ist nicht viel, wenn man keine Peilung von allem (Fruchtfolge, Düngung, how to, Ernten, Weitervermarktung) und auch kein Equipment hat, dann ist es wirklich besser, in der Dorfkneipe nach Tipps zu fragen. Entweder hast du mehr Infos oder niemand wird Dir helfen können.

Viel Erfolg!


Antwort
Zitat
Sesmar
Beigetreten: 12.02.2006
Elite Grinder

Original von ceRone
wenn ich nun die minze, trockne und als tee verkaufe, könnte ich schon mehr geld verdienen..

vielleicht hat jemand da ideen die mehr in diese richtung gehen?

An sich keine schlecht Idee, was gibt es schon besseres als frischen Tee aus dem Garten. Aber du solltest den Arbeitsaufwand nicht unterschätzen. Wir bauen im Garten verschiedene Minzsorten an, die dann je nach Geschmack gemischt werden. Allerdings nur für den Eigenbedarf. Die Ernte und die Vorbereitung für das Trocknen sind dabei aufwändiger als man denken würde. Nicht zu vergessen, dass du bei 1 ha Minze auch einen riesigen Raum zum Trocknen benötigen würdest.
Und schließlich ist auch die Frage, ob du dafür Abnehmer findest.


Antwort
Zitat
Razello
Beigetreten: 14.01.2009
Elite Grinder

Original von Betrunkener
Ich weiß auch nicht, wie die Gefahr da ist, dass dann jemand anderes, der vielleicht Hunger hat die Ernte übernimmt.

Original von DrStrothmann
Also ich komme aus der Nussbranche.

mmd :heart:


Antwort
Zitat
DrStrothmann
Beigetreten: 29.12.2007
Oldschool Grinder

Original von DerExec

Original von DrStrothmann
Also ich komme aus der Nussbranche.

Gibt's auch was, was du nicht machst?

Wie sieht's mit Obstbäumen aus? Obwohl, Äpfel dürften ja kaum Gewinn abwerfen.

Ich habe fast 20 Jahre Erfahrung im Lebensmittelbereich und bin derzeit für ein Firmenkonsortium von vier Firmen zuständig. Alle handeln oder verarbeiten Nüsse.


Antwort
Zitat
DrStrothmann
Beigetreten: 29.12.2007
Oldschool Grinder

Original von ceRone

Original von DrStrothmann
Also ich komme aus der Nussbranche. Wir haben wigene Profekte in Moldawien und so weiter. In Georgien kann man über Haselnuss nachdenken. Da gibt es einige Vermarkter. Es existiert ein Fair Trade Projekt, das gerade in der Aufbauphase ist. In sofern eventuell kein schlechter Ansatz.

kannst du zu dem fair trade projekt mehr ins detail gehen?

Das Projekt wird von einer Schweizer Firma aufgebaut. Es ist im reinen FairTrade so, dass man viel in Vorleistung gehen muss. Sprich Garantierte Abnahmemengen, Vorfinanzierung etc. Das macht diese Firma mit den örtlichen Bauern. Diese haben sich zu einer Art Dachgesellschaft zusammen geschlossen, da ein einzelner Bauer nicht die Mengen abdecken kann. Bauern sind in den Gebieten in der Regel nichts anderes als Menschen, die ein paar wilde oder halb kultivierte Bäume besitzen. Teilweise wird einfach über das Land gefahren und gesammelt / gepflückt. Im Walnussbereich ist das die Regel. Ich war im Herbst mit Start Saison in Moldawien, Ukraine und Transnistrien um mir vor Ort einige "Produktionen" anzusehen.

1ha ist jetzt nicht die Größe an Gebiet, die viel Ertrag bringt. Man geht von 600kg - 1.000 kg Haselnüsse bei reinem Plantagenbetrieb aus. Das sind bei derzeitigen Preisen im Ursprung und je nach Qualität ca. 3€ pro kg.

Bei Bio (5€) oder FairTrade(5,50-6€) ist der Preis etwas höher. Aber Dank Zertifizierungskosten und Nachhaltigkeit ist es für einen Bauern in der Größe fast unmöglich, dies durchzusetzen. Die Kosten hierfür übersteigen den Ertrag komplett.

Das Ganze macht also nur Sinn, wenn man sich zusammen schließt.


Antwort
Zitat
KingofOH
Beigetreten: 07.02.2009
PokerStrategist

find die diskussion als stiller mitleser wirklich interessant auch wenn ich gar nichts mit dem thema zu tun hab. respekt auch an drstrothmann.

apropo nüsse, da fällt mir ein bericht von galileo ein: in spanien gibts einen bauern, der seine schweine im wald hält. die fressen nur die nüsse von den bäumen(ka welche das waren), dadurch wird ihr fleisch superzart und saftig. der bauer stellt dann aus den tieren schinken her, der extrem teuer sein soll.

ist schon aufwendig mit der tierhaltung und die anschließende reifung des schinkens. ich wollts aber trotzdem in den raum stellen :)


Antwort
Zitat
ceRone Themenstarter
ceRone
Beigetreten: 22.05.2005
PokerStrategist

Original von DrStrothmann

Original von ceRone

Original von DrStrothmann
Also ich komme aus der Nussbranche. Wir haben wigene Profekte in Moldawien und so weiter. In Georgien kann man über Haselnuss nachdenken. Da gibt es einige Vermarkter. Es existiert ein Fair Trade Projekt, das gerade in der Aufbauphase ist. In sofern eventuell kein schlechter Ansatz.

kannst du zu dem fair trade projekt mehr ins detail gehen?

Das Projekt wird von einer Schweizer Firma aufgebaut. Es ist im reinen FairTrade so, dass man viel in Vorleistung gehen muss. Sprich Garantierte Abnahmemengen, Vorfinanzierung etc. Das macht diese Firma mit den örtlichen Bauern. Diese haben sich zu einer Art Dachgesellschaft zusammen geschlossen, da ein einzelner Bauer nicht die Mengen abdecken kann. Bauern sind in den Gebieten in der Regel nichts anderes als Menschen, die ein paar wilde oder halb kultivierte Bäume besitzen. Teilweise wird einfach über das Land gefahren und gesammelt / gepflückt. Im Walnussbereich ist das die Regel. Ich war im Herbst mit Start Saison in Moldawien, Ukraine und Transnistrien um mir vor Ort einige "Produktionen" anzusehen.

1ha ist jetzt nicht die Größe an Gebiet, die viel Ertrag bringt. Man geht von 600kg - 1.000 kg Haselnüsse bei reinem Plantagenbetrieb aus. Das sind bei derzeitigen Preisen im Ursprung und je nach Qualität ca. 3€ pro kg.

Bei Bio (5€) oder FairTrade(5,50-6€) ist der Preis etwas höher. Aber Dank Zertifizierungskosten und Nachhaltigkeit ist es für einen Bauern in der Größe fast unmöglich, dies durchzusetzen. Die Kosten hierfür übersteigen den Ertrag komplett.

Das Ganze macht also nur Sinn, wenn man sich zusammen schließt.

klingt ganz nett, aber ist mit zu viel aufwand verbunden. vor allem wenn man es nur nebenbei machen will

ich glaube es macht wenig, bis gar keinen sinn, sich auf den europaeischen markt zu konzentrieren, weil erstens die erzeugte menge viel zu klein ist und zweitens unmoeglich ist alle richtlinien vernuenftig zu erfuellen, damit sich der spass lohnt

bis jetzt finde ich die minze idee immer noch am besten, weils mir bis jetzt am einfachsten erscheint


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ceRone Themenstarter
ceRone
Beigetreten: 22.05.2005
PokerStrategist

Original von KingofOH
find die diskussion als stiller mitleser wirklich interessant auch wenn ich gar nichts mit dem thema zu tun hab. respekt auch an drstrothmann.

apropo nüsse, da fällt mir ein bericht von galileo ein: in spanien gibts einen bauern, der seine schweine im wald hält. die fressen nur die nüsse von den bäumen(ka welche das waren), dadurch wird ihr fleisch superzart und saftig. der bauer stellt dann aus den tieren schinken her, der extrem teuer sein soll.

ist schon aufwendig mit der tierhaltung und die anschließende reifung des schinkens. ich wollts aber trotzdem in den raum stellen :)

klingt nett, aber keiner wuerde georgischen schinken kaufen :(

das problem ist, dass georgien kein image hat, d.h. georgien ist fuer nichts weltweitbekannt. von spanischen schinken hat schon jeder mal was gehoert und die leute sind bereit mehr dafuer zu zahlen.

vielleicht koennt ihr mir sagen, ob ihr jemals was von einem georgischem produkt gehoert habt und um welches produkt es sich handelt. wuerde mich sehr interessieren


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DrStrothmann
Beigetreten: 29.12.2007
Oldschool Grinder

Ja ich sehe es auch so - mit 1ha Land kannst du die Nuss Idee schlichtweg vergessen.

Minze bin ich kein Experte - mir fallen da aber aus meiner Tätigkeit aber einige Punkte auf: auch hier ist für den europäischen Handel oder für die europäischen Produktionen einiges an Qualitätsmaßnahmen einzuhalten.
Oder um es mal platt zu sagen: anbauen, "abmähen" trocknen und einfach verkaufen geht dann nur außereuropäisch.

Genau diese Einhaltung Qualitätsrichtlinien sind der Grund warum Produkte aus Osteuropa immer noch stiefmütterlich behandelt werden.


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