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Aktien und Eigenkapital

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SouthernOcean
Beigetreten: 18.08.2006
PokerStrategist

Mal ganz einfach gesagt, auch wenn es so vielleicht nicht ganz stimmt.

Eine Firma geht an die Börse und wird zur Aktiengesellschaft.

Wem gehört dann die Aktiengesellschaft? Mal davon ausgegangen, dass es nur ganz normale Aktien gibt, wir wollen nicht zwischen Vorzugsaktien, Stammaktien und was es alles gibt unterscheiden.
Z.B.
Aktionär A kauft 30% der Aktien
Aktionär B kauft 40% der Aktien
und der Rest, also 30%, wird von Kleinaktionärin gekauft.

Gehört die Aktiengesellschaft jetzt zu 30% Aktionär A, zu 40% Aktionär B und zu 30% den Kleinaktionären in Summe?

Alle Aktien, die von einer Firma verkauft werden, werden doch zu Eigenkapital der Firma?

Z.B. eine Firma verkauft 100% aller Aktien und bekommt dafür 10 Millionen Euro bei einem Aktienkurs von 100 Euro. Also hat die Firma 10 Millionen Eigenkapital dazubekommen, wenn man die ganzen anderen Kosten nicht berücksichtigt.

Wenn jetzt aber der Aktienkurs auf 500 Euro pro Aktie steigt, dann hat das doch keine Auswirkungen mehr auf das Vermögen der Aktiengesellschaft? Also durch den Kursanstieg der schon verkauften Aktien verändert sich das Eigenkapital der Aktiengesellschaft nicht mehr. Stimmt das so?

Mir ist klar, dass man das wohl irgendwo nachlesen kann, aber da es hier viele gibt, die Ahnung davon haben, kann ja wer, der fünf Minuten Zeit hat, mich unwissenden aufklären.


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22 Antworten
FriedrichF
Beigetreten: 11.11.2007
Elite Grinder

ich probier es mal. Du hast in beiden fällen recht.

zunächst musst du zwischen zwei fällen unterscheiden:

Wenn z.b. facebook an die börse geht kriegen die bisherigen anteilseigner das geld, nicht die firma. es ist quasi nur eine transaktion. zuckerberg verkauft seine aktien an random aktionäre. Die firma wurde vorher bereits zur aktiengesellschaft umgewandelt aber war noch nicht an der börse.

Was du meinst ist eine Kapitalerhöhung. Wenn die Firma neue aktien ausgibt und wie du bereits beschrieben hast 100.000 aktien zu einem kurs von 100€ ausgibt, dann kriegt sie 10 millionen neues kapital, was dann das eigenkapital erhöht.

Was danach mit dem kurs der aktien passiert ist für das eigenkapital irrelevant.


Antwort
Zitat

Muß euch da mal wiedersprechen. Steigt der Aktienkurs steigt damit automatisch der Wert des Eigenkapitals. Wie das Ganze bilanziell abgebildet wird ist dabei eine ganz andere Geschichte.


Antwort
Zitat
Egozocker
Beigetreten: 26.08.2006
Elite Grinder

Original von TurboBooster
Muß euch da mal wiedersprechen. Steigt der Aktienkurs steigt damit automatisch der Wert des Eigenkapitals. Wie das Ganze bilanziell abgebildet wird ist dabei eine ganz andere Geschichte.

Nun ist Eigenkapital aber nun mal ein bilanzieller Begriff. Eine Kursänderung hat (im Normalfall) keine Auswirkung auf das (bilanzielle) Eigenkapital des Unternehmens, wohl aber eine auf den Wert des Unternehmens und hier im speziellen: auf den Wert der Anteile am Unternehmen.


Antwort
Zitat

Original von Egozocker

Original von TurboBooster
Muß euch da mal wiedersprechen. Steigt der Aktienkurs steigt damit automatisch der Wert des Eigenkapitals. Wie das Ganze bilanziell abgebildet wird ist dabei eine ganz andere Geschichte.

Nun ist Eigenkapital aber nun mal ein bilanzieller Begriff. Eine Kursänderung hat (im Normalfall) keine Auswirkung auf das (bilanzielle) Eigenkapital des Unternehmens, wohl aber eine auf den Wert des Unternehmens und hier im speziellen: auf den Wert der Anteile am Unternehmen.

Nach HGB und IFRS gebe ich euch recht, dass durch eine Kurserhöhrung kein erhöhter Asuweis des bilanziellen Eigenkapital erfolgt, aber diese Rechnungslegungssysteme sind relativ wilkürlich.

Ein steigender Aktienkurs impliziert doch steigene Values auf der Aktivseite. Values, die aber größtenteils nicht bilanziert werden. Würden sie aber bilanziell abgebildet, so würde das Eigenkapital als Residualgröße auch ansteigen.

Also muss ich euch auch so recht geben, da es eher umgekehrt ist. Steigendes Eigenkapital erhöht den Kurswert und nicht umgekehrt.


Antwort
Zitat
DrStrothmann
Beigetreten: 29.12.2007
Oldschool Grinder

Original von TurboBooster

Original von Egozocker

Original von TurboBooster
Muß euch da mal wiedersprechen. Steigt der Aktienkurs steigt damit automatisch der Wert des Eigenkapitals. Wie das Ganze bilanziell abgebildet wird ist dabei eine ganz andere Geschichte.

Nun ist Eigenkapital aber nun mal ein bilanzieller Begriff. Eine Kursänderung hat (im Normalfall) keine Auswirkung auf das (bilanzielle) Eigenkapital des Unternehmens, wohl aber eine auf den Wert des Unternehmens und hier im speziellen: auf den Wert der Anteile am Unternehmen.

Nach HGB und IFRS gebe ich euch recht, dass durch eine Kurserhöhrung kein erhöhter Asuweis des bilanziellen Eigenkapital erfolgt, aber diese Rechnungslegungssysteme sind relativ wilkürlich.

Ein steigender Aktienkurs impliziert doch steigene Values auf der Aktivseite. Values, die aber größtenteils nicht bilanziert werden. Würden sie aber bilanziell abgebildet, so würde das Eigenkapital als Residualgröße auch ansteigen.

Also muss ich euch auch so recht geben, da es eher umgekehrt ist. Steigendes Eigenkapital erhöht den Kurswert und nicht umgekehrt.

Grundsätzlich ist es so, dass ein höheres EK oder ein höherer Value nicht zwingend zu höheren Kursen führt. Dies hat diverse Gründe. Um einige zu nennen: Branche nicht in mode, Rezession naht, Markt hat die Unterbewertung nicht erkannt und so weiter.

Die Rechnungslegungssysteme sind nicht willkürlich. Im Gegenteil: der Kurs des Unternehmens ist im weitesten Sinne willkürlich.

Kurse an der Börse spiegeln die Meinung der Anleger in die Aussichten des Unternehmens wieder. Man handelt also immer die Zukunft. Bilanzen sind aber stichtagsbezogene Aufstellung über die Herkunft und die Verwendung des Kapitals innerhalb der Gesellschaft. Aktien, die nach der Erstausgabe gehandelt werden, gehören nicht dem Unternehmen sondern dem jeweiligen Anleger. Genau aus dem Grund hat der Kurs nichts in der Bilanz der Unternehmung zu suchen.


Antwort
Zitat

Original von DrStrothmann

Original von TurboBooster

Original von Egozocker

Original von TurboBooster
Muß euch da mal wiedersprechen. Steigt der Aktienkurs steigt damit automatisch der Wert des Eigenkapitals. Wie das Ganze bilanziell abgebildet wird ist dabei eine ganz andere Geschichte.

Nun ist Eigenkapital aber nun mal ein bilanzieller Begriff. Eine Kursänderung hat (im Normalfall) keine Auswirkung auf das (bilanzielle) Eigenkapital des Unternehmens, wohl aber eine auf den Wert des Unternehmens und hier im speziellen: auf den Wert der Anteile am Unternehmen.

Nach HGB und IFRS gebe ich euch recht, dass durch eine Kurserhöhrung kein erhöhter Asuweis des bilanziellen Eigenkapital erfolgt, aber diese Rechnungslegungssysteme sind relativ wilkürlich.

Ein steigender Aktienkurs impliziert doch steigene Values auf der Aktivseite. Values, die aber größtenteils nicht bilanziert werden. Würden sie aber bilanziell abgebildet, so würde das Eigenkapital als Residualgröße auch ansteigen.

Also muss ich euch auch so recht geben, da es eher umgekehrt ist. Steigendes Eigenkapital erhöht den Kurswert und nicht umgekehrt.

Grundsätzlich ist es so, dass ein höheres EK oder ein höherer Value nicht zwingend zu höheren Kursen führt. Dies hat diverse Gründe. Um einige zu nennen: Branche nicht in mode, Rezession naht, Markt hat die Unterbewertung nicht erkannt und so weiter.

Die Rechnungslegungssysteme sind nicht willkürlich. Im Gegenteil: der Kurs des Unternehmens ist im weitesten Sinne willkürlich.

Kurse an der Börse spiegeln die Meinung der Anleger in die Aussichten des Unternehmens wieder. Man handelt also immer die Zukunft. Bilanzen sind aber stichtagsbezogene Aufstellung über die Herkunft und die Verwendung des Kapitals innerhalb der Gesellschaft. Aktien, die nach der Erstausgabe gehandelt werden, gehören nicht dem Unternehmen sondern dem jeweiligen Anleger. Genau aus dem Grund hat der Kurs nichts in der Bilanz der Unternehmung zu suchen.

DrStrothmann, du hast natürlich mit deinen Ausführen - außer daß Rechnungslegungssysteme bzw. um genauer zu sein die Regeln der Rechnungslegeln nicht willkürlich seinen - absolut recht.
Dennoch wiederspricht, dass meinen Ausführungen nur bedingt.
Bei einer FairValue Bilanzierung, die es natürlich so nicht in der Praxis geben kann, wird das Eigenkapital selbstverständlich zu Marktwerten ausgewiesen, und damit existiert genau der Zusammenhang zwischen Börsenkurs und Eigenkapital, denn die Differenz zwischen historischen Wert des EK und Marktwert des EK (mal andere Passivposten außen vor gelassen) sind die stillen Reserven bzw. Lasten auf der Aktivseite.

Einfaches - vielleicht zu einfaches - Besipiel:

Aktiv Passiv
Wertpapiere 100 EK 100

Der Kurs der Wertpapiere steigt nun auf 200, da aber auf Grund der willkürklichen Bilanzierungsregeln die Wertpapiere weiterhin zu Anschaffungskosten bilanziert wird.
Bleibt die Bilanz nach diesem Rechnungslegungsystem die Gleiche, der Aktienkurs steigt aber (voraussichtlich) auch auf 200.

Und jetzt die Frage wie hoch ist das Eigenkapital?

Ich sage 200. Ihr sagt 100. Und wer hat recht? Je nach Sichtweise natürlich sowohl ihr als auch ich, aber eben nicht nur ihr.


Antwort
Zitat

@turbobooster

was ich nicht verstehe ist wie du auf eine Steigerung des Eigenkapitals kommt.
Du gehst wohl davon aus das die Firma auch eigene Aktien hält, dann magst du wohl recht haben. Das Beispiel ist aber nicht so das die Firma eigene Aktien hält sondern alle Aktien ausgegeben hat.


Antwort
Zitat
DrStrothmann
Beigetreten: 29.12.2007
Oldschool Grinder

Original von brontonase
@turbobooster

was ich nicht verstehe ist wie du auf eine Steigerung des Eigenkapitals kommt.
Du gehst wohl davon aus das die Firma auch eigene Aktien hält, dann magst du wohl recht haben. Das Beispiel ist aber nicht so das die Firma eigene Aktien hält sondern alle Aktien ausgegeben hat.

Richtig, er geht scheinbar davon aus, das das Unternehmen Eigentümer ist. Ich habe in meinen Ausführungen ja schon darauf hingewiesen, das der Besitzer nicht bilanzrechtlich mit der Firma verbunden ist.


Antwort
Zitat
cardfighter09
Beigetreten: 13.02.2008
Oldschool Grinder

Original von TurboBooster

Original von DrStrothmann

Original von TurboBooster

Original von Egozocker

Original von TurboBooster
Muß euch da mal wiedersprechen. Steigt der Aktienkurs steigt damit automatisch der Wert des Eigenkapitals. Wie das Ganze bilanziell abgebildet wird ist dabei eine ganz andere Geschichte.

Nun ist Eigenkapital aber nun mal ein bilanzieller Begriff. Eine Kursänderung hat (im Normalfall) keine Auswirkung auf das (bilanzielle) Eigenkapital des Unternehmens, wohl aber eine auf den Wert des Unternehmens und hier im speziellen: auf den Wert der Anteile am Unternehmen.

Nach HGB und IFRS gebe ich euch recht, dass durch eine Kurserhöhrung kein erhöhter Asuweis des bilanziellen Eigenkapital erfolgt, aber diese Rechnungslegungssysteme sind relativ wilkürlich.

Ein steigender Aktienkurs impliziert doch steigene Values auf der Aktivseite. Values, die aber größtenteils nicht bilanziert werden. Würden sie aber bilanziell abgebildet, so würde das Eigenkapital als Residualgröße auch ansteigen.

Also muss ich euch auch so recht geben, da es eher umgekehrt ist. Steigendes Eigenkapital erhöht den Kurswert und nicht umgekehrt.

Grundsätzlich ist es so, dass ein höheres EK oder ein höherer Value nicht zwingend zu höheren Kursen führt. Dies hat diverse Gründe. Um einige zu nennen: Branche nicht in mode, Rezession naht, Markt hat die Unterbewertung nicht erkannt und so weiter.

Die Rechnungslegungssysteme sind nicht willkürlich. Im Gegenteil: der Kurs des Unternehmens ist im weitesten Sinne willkürlich.

Kurse an der Börse spiegeln die Meinung der Anleger in die Aussichten des Unternehmens wieder. Man handelt also immer die Zukunft. Bilanzen sind aber stichtagsbezogene Aufstellung über die Herkunft und die Verwendung des Kapitals innerhalb der Gesellschaft. Aktien, die nach der Erstausgabe gehandelt werden, gehören nicht dem Unternehmen sondern dem jeweiligen Anleger. Genau aus dem Grund hat der Kurs nichts in der Bilanz der Unternehmung zu suchen.

DrStrothmann, du hast natürlich mit deinen Ausführen - außer daß Rechnungslegungssysteme bzw. um genauer zu sein die Regeln der Rechnungslegeln nicht willkürlich seinen - absolut recht.
Dennoch wiederspricht, dass meinen Ausführungen nur bedingt.
Bei einer FairValue Bilanzierung, die es natürlich so nicht in der Praxis geben kann, wird das Eigenkapital selbstverständlich zu Marktwerten ausgewiesen, und damit existiert genau der Zusammenhang zwischen Börsenkurs und Eigenkapital, denn die Differenz zwischen historischen Wert des EK und Marktwert des EK (mal andere Passivposten außen vor gelassen) sind die stillen Reserven bzw. Lasten auf der Aktivseite.

Einfaches - vielleicht zu einfaches - Besipiel:

Aktiv Passiv
Wertpapiere 100 EK 100

Der Kurs der Wertpapiere steigt nun auf 200, da aber auf Grund der willkürklichen Bilanzierungsregeln die Wertpapiere weiterhin zu Anschaffungskosten bilanziert wird.
Bleibt die Bilanz nach diesem Rechnungslegungsystem die Gleiche, der Aktienkurs steigt aber (voraussichtlich) auch auf 200.

Und jetzt die Frage wie hoch ist das Eigenkapital?

Ich sage 200. Ihr sagt 100. Und wer hat recht? Je nach Sichtweise natürlich sowohl ihr als auch ich, aber eben nicht nur ihr.

Also ich glaube du beschreibst hier einen ganz anderen Fall, der ansich sogar ziemlich einfach ist: Hier hält ein Unternehmen Wertpapiere an einem anderen Unternehmen, die im Wert steigen. Diese Steigerung kann nach IFRS zwar erfolgsneutral aber eigenkapital-wirksam verbucht werden (other comprehensive income). Dementsprechend wären EK=200 aber net income =0.
Wenn man nach FVTPL klassifiziert, dann vielleicht sogar erfolgswirksam.

Bisher ging die Diskussion doch eher darum, inwiefern der Wert des eigenen bilanzierten EK's vom eigenen Aktienkurs abhängt (und nicht vom Wert von gehaltenen Wertpapieren)
Die Rechnungslegung-Sicht ist dahingehend nun mal ziemlich klar und bezieht sich immer nur auf Buch-Werte. Es wurde nunmal nur der Buchwert von den Investoren in das Unternehmen eingezahlt.

Falls man das Eigenkapital (eigentlich eine Residualgröße) zu Marktwerten bewerten würde, hätte man in Folge das meist unmöglich zu lösende Problem, den Wertzuwachs/Verlust auf die Aktiva zu verteilen.

Es ist aberso, dass jegliche Finanzanalysten oder auch die Unternehmen selbst immer die Markt-Sicht mit einbeziehen.


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Original von brontonase
@turbobooster

was ich nicht verstehe ist wie du auf eine Steigerung des Eigenkapitals kommt.
Du gehst wohl davon aus das die Firma auch eigene Aktien hält, dann magst du wohl recht haben. Das Beispiel ist aber nicht so das die Firma eigene Aktien hält sondern alle Aktien ausgegeben hat.

Also in meinem Beispiel hält das Unternehmen keine eigenen Anteile sondern irgendwelche random Wertpapiere. Diese werden z.B. nach § 253 HGB höchstens mit den Anschaffungskosten angesetzt. Ist der Kurs also höher als die AK so hat das Unternehmen stille Reserven. Diese stillen Reserven sind Teil des Eigenkapitals auch wenn sie nach diesem Rechnungslegungystem nicht bilaziert werden.


Antwort
Zitat
DrStrothmann
Beigetreten: 29.12.2007
Oldschool Grinder

Original von TurboBooster

Original von brontonase
@turbobooster

was ich nicht verstehe ist wie du auf eine Steigerung des Eigenkapitals kommt.
Du gehst wohl davon aus das die Firma auch eigene Aktien hält, dann magst du wohl recht haben. Das Beispiel ist aber nicht so das die Firma eigene Aktien hält sondern alle Aktien ausgegeben hat.

Also in meinem Beispiel hält das Unternehmen keine eigenen Anteile sondern irgendwelche random Wertpapiere. Diese werden z.B. nach § 253 HGB höchstens mit den Anschaffungskosten angesetzt. Ist der Kurs also höher als die AK so hat das Unternehmen stille Reserven. Diese stillen Reserven sind Teil des Eigenkapitals auch wenn sie nach diesem Rechnungslegungystem nicht bilaziert werden.

Ja aber das hat mit dem OP und den anderen Darstellungen von dir rein gar nichts zu tun. Mit der Info sieht das natürlich anders aus. Aber da vergleichen wir dann auch Äpfel mit Birnen. Beides Obst, aber doch was anderes.


Antwort
Zitat

Was sind stille Reserven wenn nicht Eigenkapital?

Was ist der Börsenwert wenn nicht die Marktbewertung von bilanzierten Eigenkapital plus stiller Reserven (minus stiller Lasten)?


Antwort
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Original von TurboBooster
Was sind stille Reserven wenn nicht Eigenkapital?

Was ist der Börsenwert wenn nicht die Marktbewertung von bilanzierten Eigenkapital plus stiller Reserven (minus stiller Lasten)?

mag ja alles stimmen nur hat das nichts mit der Fragestellung zu tun wie Aktien die eine Firma hält bilanziert werden.

op hat 3 fragen gestellt

gehört die Firma aktionär a,b und freefloat = ja

geht das für die verkauften Aktien bekommene Geld ins eigenkapital über = ja
wenn die Firma damit keine schulden oder sonst was bezahlt

hat die Firma was davon nachdem sie alle Aktien verkauft haben wenn der Kurs sich verfünffacht = nein, nur mehr Aufmerksamkeit vielleicht mehr Verkäufe aber auf die reine Bilanzierung hat der Kurs keinen Einfluss


Antwort
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Egozocker
Beigetreten: 26.08.2006
Elite Grinder

Original von TurboBooster
Was sind stille Reserven wenn nicht Eigenkapital?
Wenn du die stillen Reserven dem Eigenkapital zuschlägst, solltest du aber noch latente Steuern abziehen.

Was ist der Börsenwert wenn nicht die Marktbewertung von bilanzierten Eigenkapital plus stiller Reserven (minus stiller Lasten)?

Wie DrS schon richtig feststellte, orientiert sich der Börsenwert nicht (oder besser: kaum) an stillen Reserven (z.B. an Wertpapieren), sondern hauptsächlich an Erwartungen (Ertragserwartungen, Cash-flow-Erwartungen whatever.


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Zitat
Egozocker
Beigetreten: 26.08.2006
Elite Grinder

Original von brontonase

hat die Firma was davon nachdem sie alle Aktien verkauft haben wenn der Kurs sich verfünffacht = nein, nur mehr Aufmerksamkeit vielleicht mehr Verkäufe aber auf die reine Bilanzierung hat der Kurs keinen Einfluss

es sei denn, sie plant eine kapitalerhöhung, dann beeinflusst der börsenwert das agio für neue anteile.


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Pokermage2008
Beigetreten: 05.10.2008
Oldschool Grinder

Ist doch eingentlich ganz simpel die definition:

Eigenkapital laut Bilanz: Zeitwerte des Vermögens - Schulden
Eigenkapital laut Aktienkurs: Abezinste zukünftige Zahlungen an die Investoren (Discounted Cashflow Modell)


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Zitat

Original von Pokermage2008
Ist doch eingentlich ganz simpel die definition:

Eigenkapital laut Bilanz: Zeitwerte des Vermögens - Schulden
Eigenkapital laut Aktienkurs: Abezinste zukünftige Zahlungen an die Investoren (Discounted Cashflow Modell)

_thumbsup:

Auch das ist eine Möglickeit. Vieles ist bei Bilanzierung möglich. Es gibt halt nicht die eine richtige Art zu bilanzieren.

PS. Das Wort Definition würde ich in diesem Zusammenhang nicht benutzen. ;)


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jotha
Beigetreten: 20.04.2006
Elite Grinder

Original von Pokermage2008
Eigenkapital laut Aktienkurs: Abezinste zukünftige Zahlungen an die Investoren (Discounted Cashflow Modell)

OP wollte mMn nur die Wirkung in der Bilanz wissen.
Ich hätte aber gern trotzdem eine Erklärung dafür.
Wenn ich das richtig verstehe, dann willst Du auch eine künftige Dividendenzahlung, für die Kredit aufgenommen wird, als Eigenkapital deklarieren.
Es gibt doch sehr unterschiedliche Sichtweisen.


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Pokermage2008
Beigetreten: 05.10.2008
Oldschool Grinder

Original von jotha

Original von Pokermage2008
Eigenkapital laut Aktienkurs: Abezinste zukünftige Zahlungen an die Investoren (Discounted Cashflow Modell)

OP wollte mMn nur die Wirkung in der Bilanz wissen.
Ich hätte aber gern trotzdem eine Erklärung dafür.
Wenn ich das richtig verstehe, dann willst Du auch eine künftige Dividendenzahlung, für die Kredit aufgenommen wird, als Eigenkapital deklarieren.
Es gibt doch sehr unterschiedliche Sichtweisen.

Mit Eigenkapital laut Aktienkurs meinte ich, dass man es so vom Markt bewertet wird. Bilanziert wird dieser Wert aber nie. Warum auch? Frage vom Op ist halt sinnlos, weil man Sachen wie Marken oder immaterielle Sachen eh nicht bilanzieren kann


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