Nabend,
in einer Stellenanzeige wird gefordert, die eigene Gehaltsvorstellung anzugeben. Soweit so gut, gibt ja einige Vergleichsportale. Würde da jetzt z.B. den Durchschnitt eingeben. Meine eigentliche Frage ist eher, wenn es im Vorstellungsgespräch ums Gehalt geht, sollte man sagen "Ja habe mal geguckt was so der Branchenschnitt ist" oder sollte man das lieber nicht erwähnen, sondern eher hervorheben, dass man ein Mehrwert für das Unternehmen darstellt und warum. Oder evtl sogar beides sagen?
Ich würde das Gehalt immer am oberen Ende Ansetzen.
Wenn du z.B. Facharbeiter bist, dann würde ich als Gehaltsvorstellung das reinschreiben, was den besten Tarifverträgen im Süden entspricht.
Ich würde das 10fache von Branchendurschnitt als Einstiegsgehalt sagen, dann wissen sie gleich wer der Boss ist und dementsprechend arbeitest du auch.
10 fache Gehalt und arbeitest soviel wie 20 Personen.
Man darf sich niemals unter Wert verkaufen.
Was Du beim Gespräch sagst hängt von deinem Hintergrund ab.
Der Studentenfrischling kann gerne erwähnen, dass er Vergleichsportale gesichtet hat.
Ein Facharbeiter, der seit 20 Jahren im Geschäft ist sollte selbst wissen, was seine Arbeitskraft wert ist.
Wenn Du aus der selben/ einer vergleichbaren Branche kommst, verlang 15% mehr als im vorherigen Job. Weil Du dich inzwischen obv. verbessert hast.
Ja nicht zu wenig nennen, da sonst Snapcall vom Personaler/Gesprächspartner
Zu viel könnte dei Abschrecken.
Wie erwähnt den Branchenschnitt googeln, evtl noch faktoren wie größe und ort dazu einfließen lassen und dann 5% drauf und du bist imo in einer guten Position.
Wobei ja eh schon viel über Tarifverträge geregelt ist..
Original von Rubnik
Was Du beim Gespräch sagst hängt von deinem Hintergrund ab.
Der Studentenfrischling kann gerne erwähnen, dass er Vergleichsportale gesichtet hat.
Ein Facharbeiter, der seit 20 Jahren im Geschäft ist sollte selbst wissen, was seine Arbeitskraft wert ist.Wenn Du aus der selben/ einer vergleichbaren Branche kommst, verlang 15% mehr als im vorherigen Job. Weil Du dich inzwischen obv. verbessert hast.
Welche Quelle nutzt denn der Facharbeiter?
Gehalt am oberen Ende ansetzen und im Gespräch sagen, dass ja eine Menge Faktoren reinspielen (Urlaubstage, Stundenzahl, Überstundenregelung).
Die Quelle des Facharbeiters ist der Brief den er seit 20 Jahren einmal im Monat bekommt. "Lohn/Gehaltsabrechnung"
Original von scrappyyyy
Die Quelle des Facharbeiters ist der Brief den er seit 20 Jahren einmal im Monat bekommt. "Lohn/Gehaltsabrechnung"
Sein eigenes Gehalt hilft ihm aber doch wenig?!
Vielleicht macht er ja gute Arbeit bei einer schlecht zahlenden Firma oder umgekehrt und wenige/gar keine Kollegen in vergleichbarer Position...
Habe ich da irgendwo einen Denkfehler?
Ich gehe davon aus, dass in einzelnen Regionen die Gehaltsgefüge bei Facharbeitern auf gleicher Position in Unterschiedlichen Unternehmen keine Unterschiede von 25% aufweisen. Vielleicht täusche ich mich da und in Stadt 1 erhält ein Lagerist bei FIrma A 50% mehr gehalt als bei Firma B.
Original von scrappyyyy
Ich gehe davon aus, dass in einzelnen Regionen die Gehaltsgefüge bei Facharbeitern auf gleicher Position in Unterschiedlichen Unternehmen keine Unterschiede von 25% aufweisen. Vielleicht täusche ich mich da und in Stadt 1 erhält ein Lagerist bei FIrma A 50% mehr gehalt als bei Firma B.
Letzteres ist leider in der Tat so. Vor allem langjährige Mitarbeiter verschlafen viele Gehaltsanpassungen und haben entsprechend sehr schnell sehr geringere Gehälter.
Selbst wenn ein Lagerist die letzten 10 Jahre keine Gehaltserhöhung bekommen hat sondern nur Tariferhöhungen verdient er noch weit mehr als die Neuen. Zumindest in großen Unternehmen sind Altverträge von "einfachen" Jobs immer besser als Neuverträge. Ab Meister kann das vielleicht anders sein davor eher nicht.
Ich würde auch Vergleichsportale zu Rate ziehen wenn es meine erste Bewerbung wäre. Große Unternehmen schaut man sich, wie schon gesagt, den Tarifvertrag an. Wichtig ist einfach auch realistisch zu bleiben. Letztes Jahr im Zug z.B. BWL Studenten reden hören die meinten sie können gleich mal 60k€ im ersten Jahr verlangen.
Beim Lohn auch immer den echten Stundenlohn berechnen! 35h für 50k€ aber 2h pendeln und Anschaffung eines Autos notwendig? Zack geht der Lohn runter.
warum sollen akademiker zum start keine 60k verlangen dürfen? weils für firmeninhaber angenehmer ist, fachpersonal schön günstig zu bekommen?
mir gehen viel mehr die leute aufn sack, die sich viel zu billig prostituieren und damit den druck auf alle mitbewerber erhöhen. ich versteh die logik nicht, warum ausgrechnet beim gehalt bescheidenheit mit vernunft in verbindung gebracht wird.
unternehmen sind auf gutes personal angewiesen. also sollen die sich das auch ein bisschen was kosten lassen. wir haben doch angeblich einen mangel an fachkräften. bei jedem anderen mangel an irgendwas geht sofort der preis durch die decke. nur gehälter... da muss bescheidenheit gewahrt werden...
Mal ne Frage zu dem Thema, kann es vorkommen dass die personaler sehen wollen was ich vorher verdient hab ( lohnzettel)? Also ist das üblich?
Original von Bierb4ron
warum sollen akademiker zum start keine 60k verlangen dürfen? weils für firmeninhaber angenehmer ist, fachpersonal schön günstig zu bekommen?mir gehen viel mehr die leute aufn sack, die sich viel zu billig prostituieren und damit den druck auf alle mitbewerber erhöhen. ich versteh die logik nicht, warum ausgrechnet beim gehalt bescheidenheit mit vernunft in verbindung gebracht wird.
unternehmen sind auf gutes personal angewiesen. also sollen die sich das auch ein bisschen was kosten lassen. wir haben doch angeblich einen mangel an fachkräften. bei jedem anderen mangel an irgendwas geht sofort der preis durch die decke. nur gehälter... da muss bescheidenheit gewahrt werden...
#2
Eigentlich sollten Unternehmen verpflichtet werden mindenstens ein minimalgehalt für die Stelle in die Stellenanzeige zu schreiben. So wie in Österreich.
Es wird ums Gehalt fast immer ein Staatsgeheimnis gemacht. Je weniger verdient wird, desto größer wird das Geheimnis.
Es ist verdammt schwer an irgendwelche konkretten Informationen zu kommen (Nein ich meine nicht die Gehaltsvergleiche im Internet).
Die Unterschiede zwischen Branchen sind extrem hoch, obwohl der Job häufig der Gleiche ist. Gründe dafür sind vielfältig. Grundsätzlich verdienen z.b. im Lebensmittelbereich je nach Unternehmensgröße Führungskräfte der zweiten Ebene oder Spezialisten bei Einstieg 36.000-48.000 € - das steigt dann nach und nach an. Controller mit 5 Jahren Erfahrung bekommt z.b. in Unternehmen die ich kenne um die 52-60 T€. KeyAccount Manager national 80 T€ - 120 T€ (10 Jahre Erfahrung).
Das mal so aus meiner Sicht und Erfahrung. Alles bezogen auf Lebensmittel und kleiner Mittelstand.
Weil es unrealistisch ist ganz einfach. IGM zahlt viel weil wir viel für unsere Maschinen bekommen. Wir selbst wollen alle nichts für unser Essen zahlen deshalb sind die Gehälter in diesem Bereich auch bescheiden. Ganz einfache Marktwirtschaft. Es kommt auch darauf an wo du wohnst und so viele andere Sachen. Es ist generell Schwachsinn zu sagen 60k müssen es mindestens sein.
Und wo haben wir bitte einen Mangel? Das mag in ein paar Bereichen wie Elektrotechnik und Maschinenbau sein aber bestimmt nicht im Bereich Betriebswirtschafslehre...
Hättest auch ruhig deine Meinung kund tun können. Ich höre gerne andere Meinungen und lasse mich eines bessere belehren. So etwas gibt es im Internetz sogar noch ♦