Zum Forum springen
Benachrichtigungen
Alles löschen

Depot für Kinder gesucht

25 Beiträge
18 Benutzer
74 Reactions
1,897 Ansichten
PhiliChilli
Beigetreten: 05.10.2006
Oldschool Grinder

Ich wollte mal fragen, wie ihr das Geld eurer Kinder anlegt.
Habt ihr ihnen ein eigenes Depot gemacht?
Wenn ja. Wo? Wie sind die Kosten?


Antwort
Zitat
24 Antworten
TehOneAndOnlyLukA
Beigetreten: 16.10.2008
Oldschool Grinder

Hab nen Depot bei Consorsbank eröffnet, kostet nix... und da dann nen Sparplan mit aktions-etfs und das Kindergeld wird sinnvoll angelegt :)


Antwort
Zitat
grimbadul
Beigetreten: 20.08.2009
PokerStrategist

Kann man auch depots für Patenkinder eröffnen, oder geht das bloß über die Eltern?


Antwort
Zitat
derVuk
Beigetreten: 05.02.2008
BlackMember

Falls nicht bereits geschehen würde ich davor nochmal einen Schritt zurückgehen und mir ausführlich darüber Gedanken machen, welche Option sinnvoller ist:
Ein Depot auf den Namen des Kindes oder das Geld selbst über ein eigenes Depot ansparen und die Summe später dem Kind überreichen/schenken.

Hat beides seine Vor- und Nachteile.

Vorteil Depot im Namen des Kindes ist sicher der Steuerfreibetrag des Kindes, der ausgenutzt werden kann.
Es gibt aber auch Nachteile. So kann es sein, dass das Kind durch das "Vermögen" später mal seinen Bafög Anspruch verliert, wenn es studieren möchte. (Je nach Ausbildungsform und Bundesland gibt es teilweise auch elternunabhängiges Bafög, wo allein das Vermögen des Kindes zählt)
Ein weiterer Nachteil kann sein, dass das Kind dann halt auch mit dem Geld machen kann was es will, sobald es 18 ist. Es kann die Aktien dann auch zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen und das Geld einfach auf den Kopf hauen, bzw. nicht in dem Sinne ausgeben, wie ihr euch das vorgestellt habt.

Es gehört also imo gut überlegt, welche Variante man wählt.


Antwort
Zitat
DiscoD
Beigetreten: 11.02.2006
PokerStrategist

BAföG sollte für die sein, die es sich sonst nicht leisten könnten zu studieren. Ich weiß, dass die Realität anders aussieht, aber trotzdem ist es befremdlich schon bei der Geburt des Kindes zu planen, wie man später mal den Staat bescheißt.

Und zum zweiten Argument: dann sollte man das Kind eventuell so erziehen, dass es das Geld nicht direkt auf den Kopf haut. Und nicht noch helikopterelternmäßig dem erwachsenen Kind vorschreiben, was es mit seinem Geld tun soll.


Antwort
Zitat
pg89
Beigetreten: 05.04.2008
Oldschool Grinder

Das ist leicht gesagt...18, wahrscheinlich noch in der Schule, ist einfach noch sehr jung. Da kann so ein Haufen Geld bei jeder noch so guten Erziehung mal schnell zu Übermut führen. Und jedes Kind hat mal seine schlechten Phasen, die einen halt früher, die anderen später.
Abgesehen davon hat man mit 18 in der Regel überhaupt keinen Plan von der Börse. Lass dann mal sowas wie corona kommen, ich kann mit vorstellen dass nicht wenige panisch am low verkaufen, weil sie Angst haben dass das Geld sonst ganz weg ist.

Wenn das depot auf die Eltern läuft, kann man wenigstens gegen den ersten Punkt etwas gegensteuern und auf einen guten Zeitpunkt warten.


Antwort
Zitat
fuzz1983
Beigetreten: 29.06.2007
Oldschool Grinder

Original von grimbadul
Kann man auch depots für Patenkinder eröffnen, oder geht das bloß über die Eltern?

Du kannst natürlich für die Patenkinder ein Depot eröffnen, aber ohne die Unterschrift der Erziehungsberechtigten wird es trotzdem nichts.
(Sofern das Depot auf den Namen des Kindes läuft)

Wenn Du ein Zweitdepot auf Deinen Namen irgendwo eröffnest um es irgendwann dem/den Kind/ern zu überschreiben gehts natürlich auch,
hier aber der von derVuk schon indirekt angesprochene Punkt der Versteuerung, die Du dann natürlich vornehmen musst. (Bzw. Dein eigener Freibetrag "gemindert" wird)


Antwort
Zitat
ThePope111
Beigetreten: 21.05.2007
Oldschool Grinder

Original von derVuk
Falls nicht bereits geschehen würde ich davor nochmal einen Schritt zurückgehen und mir ausführlich darüber Gedanken machen, welche Option sinnvoller ist:
Ein Depot auf den Namen des Kindes oder das Geld selbst über ein eigenes Depot ansparen und die Summe später dem Kind überreichen/schenken.

Hat beides seine Vor- und Nachteile.

Vorteil Depot im Namen des Kindes ist sicher der Steuerfreibetrag des Kindes, der ausgenutzt werden kann.
Es gibt aber auch Nachteile. So kann es sein, dass das Kind durch das "Vermögen" später mal seinen Bafög Anspruch verliert, wenn es studieren möchte. (Je nach Ausbildungsform und Bundesland gibt es teilweise auch elternunabhängiges Bafög, wo allein das Vermögen des Kindes zählt)
Ein weiterer Nachteil kann sein, dass das Kind dann halt auch mit dem Geld machen kann was es will, sobald es 18 ist. Es kann die Aktien dann auch zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen und das Geld einfach auf den Kopf hauen, bzw. nicht in dem Sinne ausgeben, wie ihr euch das vorgestellt habt.

Es gehört also imo gut überlegt, welche Variante man wählt.

Das ist der mit Abstand größte Punkt. Bei meinen Eltern war es so, dass die das leider aus Unwissen nicht gemacht haben, sich Geld für mich hart erspart haben, dafür bestraft wurden und ich deshalb kein Bafög bekommen habe, während die ganzen Bonzen, die sich arm gerechnet haben, alle im Bereich von Höchstsatz Geld bekommen haben.
Durch die zusätzliche Arbeit musste ich dann auch länger studieren - das zieht sich wie ein Rattenschwanz durch.
Nimm, was du kriegen kannst und wenn das eventuelle Studium fertig ist, kannst du deinem Kind das Geld immer noch geben. Aber übertrag das am besten nicht direkt nach Ende des Studiums, die schauen teilweise schon nach, wie viel Geld man hinterher von den Eltern bekommt als Student.
Da brauchst du auch kein schlechtes Gewissen haben, Bafög und dessen Zuteilung ist das unfairste, was es auf der Welt gibt. Das bekommen nicht die, die es benötigen, sondern die, die am besten bescheissen. Das ist leider die Realität.


Antwort
Zitat
BillyTheChip
Beigetreten: 02.08.2006
Oldschool Grinder

Original von derVuk
Falls nicht bereits geschehen würde ich davor nochmal einen Schritt zurückgehen und mir ausführlich darüber Gedanken machen, welche Option sinnvoller ist:
Ein Depot auf den Namen des Kindes oder das Geld selbst über ein eigenes Depot ansparen und die Summe später dem Kind überreichen/schenken.

Hat beides seine Vor- und Nachteile.

Vorteil Depot im Namen des Kindes ist sicher der Steuerfreibetrag des Kindes, der ausgenutzt werden kann.
Es gibt aber auch Nachteile. So kann es sein, dass das Kind durch das "Vermögen" später mal seinen Bafög Anspruch verliert, wenn es studieren möchte. (Je nach Ausbildungsform und Bundesland gibt es teilweise auch elternunabhängiges Bafög, wo allein das Vermögen des Kindes zählt)
Ein weiterer Nachteil kann sein, dass das Kind dann halt auch mit dem Geld machen kann was es will, sobald es 18 ist. Es kann die Aktien dann auch zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen und das Geld einfach auf den Kopf hauen, bzw. nicht in dem Sinne ausgeben, wie ihr euch das vorgestellt habt.

Es gehört also imo gut überlegt, welche Variante man wählt.

Kann man nicht einfach das Junior-Depot nehmen und es dann auflösen, wenn das Kind 17 Jahre alt ist? So hätte man 17 Jahre den Freibetrag genutzt. Also auflösen im Sinne von Aktien aufs Eltern-Depot bringen.


Antwort
Zitat
derVuk
Beigetreten: 05.02.2008
BlackMember

Original von BillyTheChip

Kann man nicht einfach das Junior-Depot nehmen und es dann auflösen, wenn das Kind 17 Jahre alt ist? So hätte man 17 Jahre den Freibetrag genutzt. Also auflösen im Sinne von Aktien aufs Eltern-Depot bringen.

Wenn du das Geld im Junior-Depot eingezahlt hast, gehört es dem Kind. Das kannst du ihm später nicht einfach wieder wegnehmen. Also theoretisch kannst du schon, aber das ist rechtlich nicht sauber und dann eher sowas wie Diebstahl.
Sollte das Kind dagegen vorgehen gibt es sicher Ärger. Im Detail kenne ich mich rechtlich aber nicht aus.

Auch beim BAföG wird teilweise auch auf den Kontoverlauf in der Vergangenheit geschaut um genau soetwas zu vermeiden.

Original von DiscoD
BAföG sollte für die sein, die es sich sonst nicht leisten könnten zu studieren. Ich weiß, dass die Realität anders aussieht, aber trotzdem ist es befremdlich schon bei der Geburt des Kindes zu planen, wie man später mal den Staat bescheißt.

Es hört sich befremdlich an, aber wie ThePope schon angemerkt hat, BAföG bekommt nicht, wer es nötig hat, sondern wer sich rechtzeitig informiert hat. Und dies sind meistens eher die Leute mit hohen Vermögen.

Bei mir war damals die Grenze für elternunabhängiges BAföG bei einem Vermögen von 5k Euro für das Kind. Das trifft also auch Familien die vielleicht 25 Euro im Monat ab Geburt für die Zukunft ihres Kindes zurücklegen wollen und für die das evtl. schon eine harte Sparleistung ist und auch die Eltern keine großen Vermögen haben.

Die stehen dann nacher, wenn das Kind studieren möchte, blöd da und fühlen sich zurecht verarscht, wenn das eigene Kind aus Unwissenheit nichts bekommt und die ganzen reichen Schnösel (die in allen Steuerspartricks bestens informiert sind) kassieren alle BAföG, während man selbst nichts bekommt, nur weil die Eltern es gut gemeint haben mit einem.


Antwort
Zitat
NAAAAAASSE
Beigetreten: 02.09.2007
Oldschool Grinder

Ich habe für die zwei Kinder jeweils ein Unterdepot von meinem Depot erstellt (Flatex - in Österreich keine Depotgebühr und gratis Sparpläne)
Wann ich ihnen das Geld dann geben will, muss ich mir noch überlegen :profit:


Antwort
Zitat
PhiliChilli Themenstarter
PhiliChilli
Beigetreten: 05.10.2006
Oldschool Grinder

Danke für euren Input. Ich habe nicht an Bafög gedacht. Ich habe an Depotgebühren, Gebühren für Sparraten, Ordergebühren usw. gedacht. Und an den Steuerfreibetrag.
Dabei habe ich überlegt, ob es günstiger ist einen Onlinbroker (gratisbroker/justtrade/trade republic) über meinen Namen zu nutzen und damit den Freibetrag nicht voll auszuschöpfen oder ein Kinder-Depot bei einer Direktbank zu eröffnen und dadurch mehr Gebühren zu zahlen.
Das muss ich jetzt mal ausrechnen. Durch das Sparen über mein Namen, bleibt halt Bafög eine Option.

Ein Unterdepot klingt gut NAAAAAAASE


Antwort
Zitat
Snookz
Beigetreten: 13.06.2008
PokerStrategist

Bei mir steht das nächstes Jahr auch an, erstes Kind kommt Ende Oktober.
Ich werde das Depot auf mich laufen lassen. Das Kind kann dann mit 18+ davon den Führerschein machen, ggf. ein Auto kaufen, erste eigene Bude einrichten, Studium/Ausbildung finanzieren, ein Jahr nach Neuseeland abhauen oder whatever.
Man könnte das Depot auch direkt auf das Kind machen und würde es treuhänderisch verwalten, bis das Kind 18 ist. Dann gehört das Geld aber dem Kind und wenn es mit 19 auf die grandiose Idee kommt, davon der ersten großen Liebe einen Porsche zu kaufen, kann man halt auch nichts dagegen tun.


Antwort
Zitat
MfGOne
Beigetreten: 17.08.2006
Oldschool Grinder

Original von Snookz
Bei mir steht das nächstes Jahr auch an, erstes Kind kommt Ende Oktober.
Ich werde das Depot auf mich laufen lassen. Das Kind kann dann mit 18+ davon den Führerschein machen, ggf. ein Auto kaufen, erste eigene Bude einrichten, Studium/Ausbildung finanzieren, ein Jahr nach Neuseeland abhauen oder whatever.
Man könnte das Depot auch direkt auf das Kind machen und würde es treuhänderisch verwalten, bis das Kind 18 ist. Dann gehört das Geld aber dem Kind und wenn es mit 19 auf die grandiose Idee kommt, davon der ersten großen Liebe einen Porsche zu kaufen, kann man halt auch nichts dagegen tun.

Eventuell solltest du deinen Kindern aber nicht alles in den Arsch schieben, schadet nicht, wenn sie sich auch als Jugendliche schon was selbst verdienen, falls sie Sonderwünsche haben oder jeden Monat neue Markenklamotten brauchen


Antwort
Zitat
DiscoD
Beigetreten: 11.02.2006
PokerStrategist

Original von Snookz
Bei mir steht das nächstes Jahr auch an, erstes Kind kommt Ende Oktober.
Ich werde das Depot auf mich laufen lassen. Das Kind kann dann mit 18+ davon den Führerschein machen, ggf. ein Auto kaufen, erste eigene Bude einrichten, Studium/Ausbildung finanzieren, ein Jahr nach Neuseeland abhauen oder whatever.
Man könnte das Depot auch direkt auf das Kind machen und würde es treuhänderisch verwalten, bis das Kind 18 ist. Dann gehört das Geld aber dem Kind und wenn es mit 19 auf die grandiose Idee kommt, davon der ersten großen Liebe einen Porsche zu kaufen, kann man halt auch nichts dagegen tun.

Ich finde, dass ist eine super Einstellung :f_thumbsup:

Es wird sicher Fehler machen, aber dazu ist man doch jung... Ich bin mir sicher, wenn man dem Kind eine finanzielle Grundausbildung mitgibt, dann wird es zumindest keine groben Dummheiten machen. Aber die Entscheidungen sollte es selber treffen. Lieber mal Eigenverantwortung beibringen, als so einen typischen Alman großzuziehen, der sich beschwert, dass er während des Studiums arbeiten musste und der Staat nicht für ihn da war..


Antwort
Zitat
ThePope111
Beigetreten: 21.05.2007
Oldschool Grinder

Da das offensichtlich ein Seitenhieb auf mich und derVuk ist:
Eigenverantwortung bedeutet nicht, dass man das Geld, das Mama und Papa einem schenken, ausgibt und nebenbei für das Studentenfeeling zwei mal die Woche in einer Kneipe jobbt - wobei ich das sicher auch lieber getan hätte, das werde ich nicht bestreiten. Zumindest nicht der Realität entgegen gestellt, dass man neben dem Vollzeitstudium noch einen Teilzeit- und Minijob hat, um die Wohnung zu bezahlen und satt zu werden, während das von den Eltern Ersparte nicht mal zwei Semester ausgereicht hätte.
Ich kann dir eines sagen: Man wird sehr schnell erwachsen und eigenverantwortlich, wenn man jahrelang so lebt. Vielleicht sogar noch schneller, als wenn man ein total unabhängiges Jahr work and travel in Australien macht. Und viele Sachen sind einem dann auch später gar nicht mehr so wichtig. Ich erinnere mich nicht gerne an die Zeit, aber die hat mir viel beigebracht. Und eine dieser Sachen ist, dass man nun mal an jeder Ecke tricksen muss, nur um das zu bekommen, was einem (wie eigentlich jedem anderen) zusteht. Ich bin nicht sauer oder eingeschnappt - ich hab das Spiel einfach jahrelang falsch gespielt und ich will nicht, dass meine Kinder das auch müssen.
Aber ich kann mir gut vorstellen, warum du so butthurt bist und austeilen musst. Da scheint ein Nerv getroffen worden zu sein. Und ich habe den Eindruck, dass du das auch nicht verstehen willst.

Edit: Ich fände es auch in Ordnung, wenn niemand etwas bekommen würde - sozial auch ungerecht, aber so wäre es zumindest ein level playing field und alle wüssten Bescheid. So wie das Bafög jetzt geregelt ist, ist es nichts anderes als Elitenförderung und glass ceiling für niedrigere Einkommen.


Antwort
Zitat
Syndra
Beigetreten: 09.01.2014
Oldschool Grinder

Mein Kumpel hat damals zum 18ten 17k DM bekommen. Er hat sich nen Polo86c für 500 DM und dazu ne Musikanlage für 16k DM gegönnt. So mit 5 Endstufen und halt dem vollen Programm. Da haben sich die Eltern echt gefreut und haben es nicht bereut xD


Antwort
Zitat
DiscoD
Beigetreten: 11.02.2006
PokerStrategist

Original von ThePope111
Da das offensichtlich ein Seitenhieb auf mich und derVuk ist:
Eigenverantwortung bedeutet nicht, dass man das Geld, das Mama und Papa einem schenken, ausgibt und nebenbei für das Studentenfeeling zwei mal die Woche in einer Kneipe jobbt - wobei ich das sicher auch lieber getan hätte, das werde ich nicht bestreiten. Zumindest nicht der Realität entgegen gestellt, dass man neben dem Vollzeitstudium noch einen Teilzeit- und Minijob hat, um die Wohnung zu bezahlen und satt zu werden, während das von den Eltern Ersparte nicht mal zwei Semester ausgereicht hätte.
Ich kann dir eines sagen: Man wird sehr schnell erwachsen und eigenverantwortlich, wenn man jahrelang so lebt. Vielleicht sogar noch schneller, als wenn man ein total unabhängiges Jahr work and travel in Australien macht. Und viele Sachen sind einem dann auch später gar nicht mehr so wichtig. Ich erinnere mich nicht gerne an die Zeit, aber die hat mir viel beigebracht. Und eine dieser Sachen ist, dass man nun mal an jeder Ecke tricksen muss, nur um das zu bekommen, was einem (wie eigentlich jedem anderen) zusteht. Ich bin nicht sauer oder eingeschnappt - ich hab das Spiel einfach jahrelang falsch gespielt und ich will nicht, dass meine Kinder das auch müssen.
Aber ich kann mir gut vorstellen, warum du so butthurt bist und austeilen musst. Da scheint ein Nerv getroffen worden zu sein. Und ich habe den Eindruck, dass du das auch nicht verstehen willst.

Edit: Ich fände es auch in Ordnung, wenn niemand etwas bekommen würde - sozial auch ungerecht, aber so wäre es zumindest ein level playing field und alle wüssten Bescheid. So wie das Bafög jetzt geregelt ist, ist es nichts anderes als Elitenförderung und glass ceiling für niedrigere Einkommen.

Meine Eltern sind geschieden. Beide haben damals gefühlt wenig verdient. Aber es war scheinbar genug, um genau 50€ Bafög zu bekommen. Dennoch konnte ich es nicht übers Herz bringen und Geld von ihnen nehmen. Also habe ich während meines gesamten Studiums Nebenjobs gehabt. Und natürlich 14 statt 10 Semester studiert. Aber dafür konnte ich halt viel mitnehmen, was mir heute noch hilft. Ich war im ersten Job sofort erfolgreich und das hatte sicher nichts mit meinem Studium zu tun. Ich kann gut mit Geld umgehen, weil ich es zu schätzen weiß. Aber während der ganzen Zeit kam es mir nie in den Sinn, mich über „die Bonzen“ aufzuregen. Solche Gedanken zeigen im Grunde auch nur ein Loser Mindset. Und so sollen meine Kinder nicht aufwachsen.

16k für ne Musikanlage? Das muss was richtig feines gewesen sein. Vielleicht kann man die Anlage heute immer noch für gutes Geld verkaufen. Und vielleicht hat dein Kollege genau dadurch irgendwelche Kontakte geknüpft, die ihm heute noch wertvoll sind.


Antwort
Zitat
ThePope111
Beigetreten: 21.05.2007
Oldschool Grinder

Dann sind wir ja doch nicht so weit auseinander. Mir hat es auf jeden Fall einen Antrieb gegeben, später selber in der Lage zu sein viel Geld zu verdienen und sich nicht jeden Monat durchbeißen zu müssen. Ich käme heute auch locker mit der Hälfte meines Gehaltes aus, weil ich durch diese Erfahrung mit Geld umgehen kann.
Aber an dem System sollte trotzdem dringendst etwas geändert werden - auch wenn ich heute Nutznießer davon bin, weil ich die Abkürzungen kenne. Das soziale System in Deutschland hat viele ganz niedrig hängende Fangnetze und ab einer bestimmten Etage ganz viele Aufzüge nach oben. Und dazwischen ist dann leider nicht viel. Das hat stellenweise mehr was von Darwinismus als von Sozialstaat.
Zu den Bonzen: Don't hate the player, hate the game. Man muss das auch gar nicht offen kommunizieren, meine Kinder sollen ruhig glauben, dass ehrliche Arbeit auch immer ehrlich belohnt wird. Die machen ihre eigenen Erfahrungen noch schnell genug. Mich hat das angetrieben, besser zu werden. Aber ich werde trotzdem eine schützende Hand über sie halten und alles herausholen, was geht, weil die Welt (gerade in Deutschland) nun mal leider nicht fair ist.


Antwort
Zitat
Syndra
Beigetreten: 09.01.2014
Oldschool Grinder

Nee mann, so wie er damals den Wert des vielen Geldes erkannt hat und damit umgegangen ist, kannst du dir vorstellen wie die kommenden Jahre verlaufen sind.


Antwort
Zitat
Teilen: