Original von Saichol
Fage zum leverage und BRM. Habe mir dazu soeben einen Artikel auf etoro durchgelesen und möchte mich nun vergewissern, ob ich es richtig verstanden habe. Falls ich 1000€ auf nem Brokeraccount habe, sagen die Profis, setze nie mehr als 5% auf ein Trade. Ich von mir aus, setze nicht mehr als 2%. Ergo kann ich 20€ auf ein Trade setzen. Das ich damit nicht viel Gewinn mache, ist ja logisch! Also bediene ich mach am Instrument des leverages. Ich erhalte durch meinen Broker ein leverage von max. 400. Ich nehme 300 in Anspruch (300*20 = 6000€). Mit den 6000 € kaufe ich jetzt Dollar ein, da der Wert des Euros singt und der Wert des Dollars steigt. Der Kurswert lag bei 1€ zu 1,525$. Nach einer Stunde liegt er bei 1,5$. Ich verkaufe meine Dollar wieder und erhalte demnach 6100€. Ergo habe ich 100€ Profit gemacht, allerdings nur 20€ von meinem Account benutzt. Falls der Kurs allerdings anders verläuft und der Dollar schwächer wird, dann habe ich nur 20€ verlust gemacht oder 6000€?^^
Im Prinzip richtig, nur dass 5% pro Trade ziemlich viel sind, eher so 1-2%, die Prozentzahl ist allerdings nur darauf bezogen, was du verlieren kannst. Du setzt je einen Stopp/Loss fest, also einen Wert bei dem deine Position automatisch geschlossen wird, um deine möglichen Verluste zu begrenzen. Hier darfst du dann maximal 1-2% riskieren.
Deine Kurse sind nicht so ganz realistisch, der €/$ Kurs liegt so um die 1,30 - 1,34 zur Zeit, aber das nur nebenbei. Zudem geht es hier selten um so große Schwankungen, 2,5 Cent, also 250 Pips ist schon ne ganze Menge. Wir rechnen eher mit der 3. und 4. Kommastelle (4. Nachkommastelle = 1 Pip). Es geht also eher um das Ausnutzen kleinerer Schwankungen. Deshalb brauchst du auch unbedingt einen Hebel, weil es sich sonst gar nicht lohnt.
Wenn du also 1% deiner 1000€ riskieren kannst, also 10€, dann richtet sich das Volumen, das du handeln darfst danach. Setzt du einen Stopploss von 10 pips, dürfen diese 10 Pips deinen 10€ Risiko entsprechen.
Wenn du jetzt wie in deinem Beispiel 6000€ bewegst und der Kurs fällt, so dass die 6000€ nur noch 5900€ wert wären, kostet dich das 100€, schließlich gewinnst du ja auch 100€ wenn deine Position plötzlich 6100€ wert wäre. Hier zeigt sich wieder, dass du mit dem Hebel wirklich aufpassen solltest, denn du hast ja nur 20€ hinterlegt. Bei den meisten Brokern wirst du dann wohl automatisch ausgestoppt, wenn deine hinterlegte Margin (also die 20€) aufgebraucht sind.
PS: Falls der Dollar aber tatsächlich schwächer wird, kann man dann einfach den Trade so lange offen halten, bis der Doller wieder an Stärke gewinnt und dann erst verkaufen? Falls ich, wie oben geschrieben, für 1€ 1,525$ kaufe und danach der Kurs direkt nach oben geht, z.B. auf 1,54, kann ich dann nciht einfach so lange warten, bis der Kurs wieder auf 1,525$ fällt und dann wieder Euro kaufen oder ist das nicht möglich? Gibt es da begrenzte Zeiträume oder muss man im Vorraus angeben, wie lange man einen Trade offen haben möchte?
theoretisch ja, aber woher willst du wissen, ob es jemals dazu kommt? Vielleicht hast du gerade am ungünstigsten Zeitpunkt gekauft hast und der Kurs diese Marke monatelang nicht mehr sieht? Nirgendwo ist festgeschrieben, in welchem Bereich sich ein Kurs bewegen sollte. Hättest du gekauft, als der Kurs irgendwann mal bei 1,49 lag, hättest du jetzt massive Verluste gemacht und ich bin mir nicht sicher, ob der Kurs je wieder so hoch steigt.