Auch als Gold-Fan sollte man sich mMn. überlegen, ob man einer Seite glauben schenken will, die folgendes allen Ernstes behauptet:
Eine klare Kampfansage also an die westlichen Notenbanken, die nichts besseres zu tun haben, als den Goldpreis täglich mit Shorts zu drücken, um ihre Währungen wenigstens halbwegs am Laufen zu halten. Die Federal Reserve ist ohne Weiteres bereit dazu, JP Morgan, HSBC, Goldman Sachs und anderen Banken hunderte Milliarden Dollar zu zahlen, nur um Gold und Silber-Shorts zu kaufen und so den Preis künstlich zu drücken.
Mal abgesehen davon dass dies nicht wirklich Sinn machen würde, sind diese Anschuldigungen durch wirklich rein gar nichts belegt.
Edit: Jetzt mal Ernsthaft. Wer den Artikel komplett gelesen hat sollte wissen wie seriös er ist...nämlich gar nicht.
Edit 2:
Welchen Grund hätten Anleger dann noch, einen Wischi-Waschi-Schein bei de LBMA zu kaufen, wenn dieser gar nicht ausreichend physisch hinterlegt ist, wobei man sich sein Gold doch im Ernstfall (Währungsreform, Schwere Wirtschaftskrise) ausliefern lassen können möchte? Ganz genau, gar keinen. Zu erwarten ist also, dass die LBMA schleunigst versucht, ihre Scheinchen mit physischem Gold zu decken, oder sie verliert massenhaft Kunden an die neue Konkurrenz aus Fernost. Die Folge: Der Goldpreis wird dramatisch ansteigen, denn noch weiß gar keiner so genau, ob das tatsächlich bisher gekaufte Gold von Hedge- und Pensionsfonds überhaupt physisch gedeckt werden kann. Zudem
Um die Frage mal zu beantworten: Weil ein gewichtiger Teil der Anleger aus unterschiedlichen Gründen gar kein Interessse an einer physischen Auslieferung hat (beispielsweise weil es nur zur Diversifizierung und damit Risikoreduktion im Portfolio liegt.).
Der Autor des Artikels nimmt an, dass
1.) alle Käufer von Wertpapieren auf Gold auch am Besitz physischen Goldes interessiert sind
2.) Diese Käufer allesamt geschlossen zur PAGE wechseln werden, obwohl dies grade bei institutionellen Anlegern mit extrem hohen Kosten verbunden ist.
Fazit: Der Artikel interpretiert sehr weit und quillt voller unbelegter Aussagen über. mMn. hat dies mit Journalismus und Information nichts zu tun und ist nur im Zusammenhang mit den links stehenden Werbebannern zu erklären.
Wenn es noch an weiteren Punkten bedurfte:
In oben genannten Artikel gehen die Notenbanken short in Gold über Vasallenbanken.
In diesem Artikel der gleichen Blogs: http://585gold.org/goldblog/koennen-spekulanten-den-goldpreis-beeinflussen/ findet man folgendes Zitat:
Die größten Goldvorräte an Anlagegold horten hingegen die Zentralbanken, die auch derzeit wieder massig nachkaufen.
Also im Dezember 2011 kaufen die Notenbanken noch massiv ein.
Genau 1.5 Monate später gehen sie laut obigen Artikel massiv short und brocken sich absichtlich hohe Buchverluste in ihren Beständen ein.
Schon interessant.