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[Geschlossen] Frage: Geschäftsidee umsetzen (wie vorgehen ?)

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Helmward
Beigetreten: 22.01.2008
PokerStrategist

Hallo,

ich möchte mich in einer kleinen Geschäftsidee probieren, von der ich mittlerweile weiß, dass andere auch schon auf den Trichter gekommen sind (wie in allem, was mir in den Kopf schießt), aber das Ganze irgendwie unseriös gestalten.

Grob umschrieben geht es darum, durch eine Homepage als Vermittler zwischen einer Firma und einer Privatperson tätig zu sein, wobei die Privatperson dann für eine Art "indirekte Leistung" bezahlt wird (klingt kurioser als es ist, ich möchte momentan nur ungern etwas verraten).

Kommt ein Geschäft zustande, erhalte ich Provision.

Meine Fragen daher;

Wie muss ich bei so etwas vorgehen, um unkompliziert so etwas öffentlich anbieten zu dürfen ? Habe in so etwas noch gar keine Erfahrungen.

Muss ich dafür ein Gewerbe anmelden ?
Was kostet mich so etwas ?
Wie sichere ich mich ab ?

Ich bin für alles, was mir da weiterhilft, sehr dankbar.

Beste Grüße :f_grin:,
Helmward


20 Antworten
jotha
Beigetreten: 20.04.2006
Elite Grinder

Informiere dich doch bei der IHK wegen Existenzgründung.
Da gibt es Seminare und spezielle Informationsveranstaltungen.
Themen u. a.: Gewerbeanmeldung, Umsatzsteurabzug ja/nein, Markenschutzrechte bei deinem Angebot beachten, ...


absichern geht wohl am besten durch eröffnen einer Ltd in den UK, ist wie ne gmbh nur du brauchst keine 25 k Eigenkapital :-) wobei du wohl nicht die monster risiken dabei hast auch privat pleite zu gehen!

Gruß, Stefan


DrStrothmann
Beigetreten: 29.12.2007
Oldschool Grinder

@Helmward:
Ich kann dir nur den Tip geben, einen vollständigen Businessplan zu erstellen. Ein Muster oder ein roten Faden in Form eines Inhaltsverzeichnisses kann ich dir geben.

Gesellschaftsform: Gerade die Ltd hat eingie Nachteile, wenn man selbst nicht genug Eigenkapital hat. Du bist derart Haftungsbeschränkt, dass du kaum kreditwürdig bist.

Helfen kann neben den Gründerforen auch einige Berater bei den Arbeitsämtern (kein WITZ!). Eine gute und kostengünstige Möglichkeit in Deutschland zu gründen ist die Mini GmbH - die UG.

Gerne per IGM oder skype mehr. Ich habe gerade 2 Firmen gegründet und nebenbei bin ich beruflich als kaufm. Leiter in diversen Gründungen, Neugründungen, Umgründungen etc. beteiligt.


MaikelMF
Beigetreten: 14.02.2009
Oldschool Grinder

Original von DerDicke82
absichern geht wohl am besten durch eröffnen einer Ltd in den UK, ist wie ne gmbh nur du brauchst keine 25 k Eigenkapital :-) wobei du wohl nicht die monster risiken dabei hast auch privat pleite zu gehen!

Gruß, Stefan

seit dem MoMiG ist auch eine GmbH gründung mit 1 € möglich soweit ich weiß.
da gabs aber paar sonderregelung hab mich nicht so damit beschäftigt, es nur mal gehört...


Auftragskiller?


hab in meinem studium als aw-fach auch "unternehmensgründung" belegt. gibt in jeder größeren stadt eigentlich unternehmen, die dir für ne gute geschäftsidee startkapital geben/leihen und dir auch beim ganzen organisationskram weiterhelfen. anfragen kostet ja nichts.
wenn du zufällig aus münchen kommst könnt ich dir die adresse geben, sonst halt googlen


Du kannst eine GmbH mit 1€ gründen da hast du recht aber dann ist deine GmbH noch keine "richtige" GmbH sondern nennt sich GmbH (UG) dieser zusatz muss auch immer mit angegeben werden weil er nach außen hin zeigt wie weit die Fimierung haftbar gemacht werden kann.
Desweiteren hast du die selben Probleme wie bei einer Ltd., durch das (UG) wird halt nach außen gleich gezeigt das du nicht das nötige Stammkapital hattest um eine GmbH zu gründen und daher werden Geschäftspartner vorsichtiger investieren (beispiel Banken und Auftraggeber) da sie sich nicht sicher sein können ob du dich nicht überhebst mit dem Geschäft. Ansonsten ist bei der GmbH (UG) zusätzlich zu beachten das du jedes Jahr von deinem Gewinn eine Rücklage zurücklegen musst und in die GmbH wandert damit du irgendwann das nötige Eigenkapital hast um eine vollständige GmbH zu gründen.


Helmward Themenstarter
Helmward
Beigetreten: 22.01.2008
PokerStrategist

Wow, vielen Dank für die vielen hilfreichen Tipps. Da war einiges dabei, was mich weiter gebracht hat.

Zum Thema Eigenkapital;
Ich sehe in dem jetzigen Schema, halt als vermittelnde Person zwischen 2 Parteien, wenig Kosten auf mich zukommen (was nicht heißt, dass ich nicht gewillt bin, zu investieren oder blauäugig zu denken, ohne Startkapital etwas zu eröffnen).
Serverkosten zum Aufbau einer Datenbank, eventuelle Auslagen, nicht einmal zwingend Personal am Anfang.

Ich hatte mir schon vorgestellt, dass es ziemlich kompliziert sein würde aber ich hatte die Hoffnung, dass ich einfach iwo hingehen muss, ein Gewerbe anmelde, bei Verdienst steuern zahle und -sollte das Geschäft Früchte tragen- expandiere.

@DrStrothmann
So einen Businessplan mal grob umrissen zu sehen wäre glaube ich sehr hilfreich, ich bin allerdings immernoch der Meinung, dass bei mir der Maßstab kleiner ist.


Egozocker
Beigetreten: 26.08.2006
Elite Grinder

Businessplan muss ja auch jetzt keine große Sache sein.

Gerade bei "kleinen" Existenzgründungsprojekten hilft er aber auf jeden Fall, weil du beim Erstellen des Plans gezwungen bist, dir Gedanken zu machen, die du dir sonst nicht machen würdest.

ich schreibe dir mal eine PM


HoRRoR
Beigetreten: 11.02.2005
BlackMember

ist halt deutschland, auch wenns dich nicht kostet brauchst du für ne gmbh halt eigenkapital

angenommen über deine partnervermittlungsseite wird halt nen auftragskiller vermittelt, müsstest du auch irgendwie sicherlich für haften ;)


cherubium
Beigetreten: 09.06.2009
PokerStrategist

Hier ist viel halbwissen unterwegs.

Die 1 Euro GmbH nach Mundart gibt es nicht. Eine UG lässt sich nicht mit einem Euro gründen. Jeder, der das sagt, hat vermutlich noch nie eine UG gegründet ;)
Dafür brauchst du knappe 1000 Euro. Alles andere ist Unsinn.
Falls man nach meiner Reputation für diese Aussage fragen möchte, ich bin Geschäftsführer einer UG (haftungsbeschränkt).
Und diese 1000 Euro sind auch nur ausreichend, sofern man standardisierte Formulare verwendet, die aber seltenst Anwendung finden (zu allgemein). Sofern man nur etwas abweicht, kannst du schon mit 2000 Euro rechnen. Benötigst du auch einen Geschäftsführer-Anstellungsvertrag, kannst du nochmal 500 Pipen drauf legen.

Die UG (Haftungsbeschänkt) wurde einführt, da die LTD aufgrund ihres Gerichtstandes in England wenig Anhänger finden konnte (Logisch, man braucht einen Anwalt, der sich mit Englischem Recht auskennt, das kostet).

Bei einer UG wird jährlich eine Rückstellung gebildet, 25% des Reingewinns wandert in die Stammeinlage, bis man bei 25kEuro angelangt ist, um die GmbH zu gründen.

Eine GmbH kann auch vorher schon gegründet werden mit einer Stammeinlage von 12.500 Euro. Dann gilt weiterhin die Regelung mit 25%.

Die UG ist noch recht unbekannt. Einige haben Vorbehalte. Zu unrecht.
Allerdings kann man seine Kunden leicht aufklären. Bei Lieferanen ist es zugegebener Maßen nicht immer so einfach.

Die Stammeinlage einer GmbH von 25.000 T€ ist im Schadensfall in der Regel unbedeutend. Denn Schadensfälle, die Existensbedrohend sind, gehen normalerweise in die hunderttausende.

Meine UG (die im Schadensfall mit Regressansprüchen in die Millionen rechnen muss), ist abgesichert durch eine Produkthaftpflicht über 10 Mio Euro.
Die Stammeinlage ist vollkommen irrelevant. Was interessieren mich 25K€, wenn ich einen Schaden in höhe von 10 Mio habe???

Oder anders Beispiel: Ich habe Außenstände an 50 Lieferanten in höhe von insgesammt 100K€, und ich gehe Insolvent.
Welchen Wert haben hier schon die 25K€? Keinen. Insbesondere, wenn sowiso 50 % der Einlage durch Insolvenzkosten draufgeht.
Die Stammeinlage ist was neugegründete Unternehmen angeht, vollkommen unrelevant. Später besitzt sie Aussagekraft, aber nicht bei Start-Up Unternehmen, die i.d.R. sowieso auf Pump aufgebaut sind.

Die Einlage ist für Banken interessant, wenn es um Kreditvergabe o.ä. geht.

Da ich nicht weiß, was genau du vorhast, du aber offensichtlich nicht viel Kapital dafür benötigst, ist die UG absolut zu empfehlen.

Ich kann dir nur raten, geh zur IHK, besuch das Existenzgründersemiar. Alles weitere erklären die dir dort. Du kannst von so vielen öffentlichen Stellen Kohle abgreifen, das kann in die 10 tausende gehen (die du NIE zurückzahlen musst, geschenkt!!!!). Für alle Anträge benötigst du zwingend einen Businessplan. Ohne kannst du es gleich bleiben lassen.

Achja, nachteil bei der UG, da es eine Kapitalgesellschaft ist:
Du musst bilanzieren. Brauchst einen Steuerberater. Der kostet dich natürlich auch Geld.

Zitat (aus einem Existenzgründerseminar) : "Aber Bill Gates hat Microsoft auch ohne Businessplan gegründet"---> Antwort " SIE SIND NICHT BILL GATES" Richtig.

Und vor allem, wir leben in einer anderen Zeit.


extrapartner
Beigetreten: 26.09.2007
Oldschool Grinder

Falls dir sowas wie Questler vorschwebt, vergiss es - gibt es mittlerweile wie Sand am Meer und die Stornoquote geht steil aufwärts.


bitte mach einen businessplan. geht um deine existenz und die paar stunden arbeit kann man schon investieren. wichtig ist halt das du finanziell alles realistisch analysierst und nicht blauäugig da reingehst mit der einstellung "wird schon alles passen"

ansonsten ist es super schwer bei provisionsbezogenen arbeiten erstmal einen kundenstamm aufzubauen. hast du bereits kontakte oder kennst du jemand der dir hier aushelfen kann?


Von einer limited würde ich abraten. Zwar braucht man keinen Anwalt, der auch englisches Recht beherrscht, denn es gibt genug Gründungsagenturen, die das für nen geringen Eurobetrag regeln. Die laufenden Kosten, auch an die Agenturen, sind aber nicht zu unterschätzen, da man auch zwangsläufig nen "Secretrary" und ne Postanschrift in UK benötigt. Die man da günstig mieten kann... Aber es ist nur nervig. Denn man ist auch gezwungen, in England Steuererklärungen einzureichen. Ist man nur hier aktiv, kann man sich davon befreien lassen, aber auch das "sich befreien lassen" is nervig. Jahresbschluss muss trotzdem in UK veröffentlicht werden. Da kannst den deutschen erstellen und dann überleiten.

Desweiteren kann man sagen, dass Kapitalgesellschaften in der Regel auch in der steuerlichen Betreuung teurer sind. Ausserdem haben sie den Nachteil, dass man nicht in die Kasse greifen kann, wofür Gott dann die & Co. KG erfunden hat. Haftungsbeschränkung + in die Kasse greifen. Freut man sich auch in der Steuerbranche, da 2 Abschlüsse erstellt werden müssen, einmal für die Kapitalgesellschaft, einmal für die KG.

So oder so ist jede Kapitalgesellschaft dahingehend wertlos, als das in der Regel keine Werte da sind. Denn Standard ist, dass in der GmbH & Co. KG das Kapital der GmbH, welches zur Gründung benötigt wird, als Darlehen an die KG weitergereicht wird. Wenn da die Kohle versemmelt wird, dann ist einfach keine Kohle da. Vernünftige Darlehen bekommt man auch mit Kapitalgesellschaft NIE ohne Bürgschaft der Gesellschafters. Wo ist die Haftungsbeschränkung?

Auch der vermeintliche Steuervorteil durch die "günstige" Köperschaftsteuer von 15% ist genau KEIN Vorteil. Denn es muss Gewinn da sein. Und der Geschäftsführer ist nunmal Angestellter und braucht in der Regel den "Gewinn" des Unternehmens um sich Brötchen zu kaufen. Und vielleicht auch mal ne Suppe. Somit Gewinn = 0, Gehalt aber hoch. Und das wird dann natürlich wie bei jedem Arbeitnehmer mit dem persönlichen Steuersatz versteuert.

Ich würde erstmal kein Gewerbe anmelden. Denn wenn das Unterfangen nach 3 Wochen krepiert, dann hast den Zenober nicht an der Hacke.


Gibt es ein gutes Buch zum Thema "Businessplanerstellung"?


CMB
CMB
Beigetreten: 17.02.2007
Oldschool Grinder

Macht es villeicht sinn einen neuen Existenzgruendung Thread zu erstellen und dieses mit Sticky zu versehen? Also mit FAQ auf Seite 1?

- Es kommen immer die gleichen (Anfaenger) Fragen
- Einiges aendert sich mit der Zeit, wie z.B. die recht neue GmbH UG Geschichte
- Ohne Praxiswissen ist das alles nutzlos, macht also Sinn Erfehrungberichte mit einzubauen.

zum Thema:
Fuer die Existensgruendung bzw. Businessplan Erstellung gibts massig Leitfaden
Fuer eine Firmengruedung als GmbH oder GmbH & Co KG sollte man 1-2 Buecher gelesen haben. Guck grad bei Amazon

http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&url=search-alias%3Dstripbooks&field-keywords=GmbH+gruenden&x=0&y=0

Buecher auf 1 und 2 habe ich gelesen.

@Thoxin
Von einer Ltd wuerde ich auch abraten, habe ich auch schon gemacht. Ca. 25% aller (meist naiven) Neugruendungen in D in Ltds.., von denen mit Sitz im Ausland werden ca. 10% vom FA zwangsverdeutscht, die mit Sitz in D werden willkuerlich behandelt, oft mit voller Haftung der Gesellschafter, das ist alles Chaos.

Bei einer GmbH & Co KG kann man trotzdem nicht einfach in die Kasse greifen, das geht da auch nicht, muss schon korrekt ablaufen, man macht ja eine richige Bilanz.
Vorteil ist aber das der GF frei von Sozialversicherungskosten ist. Das rechnet sich schon, die Buchhaltungs- und Bilanzkosten sollte man aber nicht unterschaetzen.

Gruss,
CMB

p.s. Anbei Standard PP Vorlage, gar nicht so einfach alle Punkte ohne Labern zu beantworten.
http://rapidshare.com/files/419796151/Business_Plan.ppt


Du kannst auch bei der Kfw einen Zuschuss in Höhe von 4000-6000 € für ein Gründungscoaching bei einem unternehmensberater deiner Wahl beantragen ohne dieses zurückzahlen zu müssen. Der absolvierst dann ein mehrtägiges Programm über glaube 8 Std. pro tag und wirst über alles aufgeklärt was du wissen musst inkl. Businessplanerstellung etc.


CMB
CMB
Beigetreten: 17.02.2007
Oldschool Grinder

Schaden kann das nicht aber wenn ich an die verfuegbaren Foerdergelder denke sind die Chancen sowas finanziert zubekommen winzig und bei den ganzen Schwachmaten-Pseudo-WirhabendieBehoerde-bestochen-Seminaren ist der Lernfaktor nahe Null.
Fuer den Businessplan, der halt immer etwas naiv ist wenn man es das erste Mal macht, ist es existenziell notwendig Praxiswissen zu bekommen, egal wie. Again, fragt gestandene Unternehmer, das bringt viel. Und es gibt viele die gerne "plaudern", man bekommt Hilfe.

Gruss,
CMB


@CMB

Natürlich kann man bei einer GmbH&Co.KG in die Kasse greifen (und das sogar sehr "einfach"). Voraussetzung ist ja nur die gesellschaftsvertragliche Vereinbarung bei der KG. "Es wird vereinbart, dass die/der Gesellschafter Entnahmen zu Lasten Ihres/seines Kapitalkontos vornehmen dürfen." - Fettich.


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