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Frage zu Sparkassen-Kundenberatung

14 Beiträge
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MrBeam06
Beigetreten: 03.09.2006
Oldschool Grinder

Hi,
eine Freundin möchte 100k anlegen. Sie hat generell keine Ahnung von Investments, möchte im besten Fall einfach eine halbwegs sichere Rendite und wenig Risiko.

Jetzt hat ihre Sparkassen-Kundenberaterin ihr ein Angebot/Vorschlag gemacht:

25k VGH Festgeld 7 Jahre (2 Jahre vorher abrufbar) Rendite nach Kosten garantiert 0,58%p.a. (da steht noch was mit erste plus 1,65% p.a. ?!)

25k KSK Festgeld 1 Jahr freibleibend zu 1,5% p.a. (Ich find hier online nur was zu 0,15%?!)

50K Euro Stoxx 50 (Hat sie einfach mal so hingestellt, ist das prinzipiell eine Gut Wahl? Warum nicht z.B. Dax?)

Wäre supernett, wenn einer mal seine Meinung dazu sagen könnte, ob man hier halbwegs gut beraten wird, worauf vielleicht noch hingewiesen werden muss und was zumindest gute Alternativen sein könnten.

Danke!!


Antwort
Zitat
13 Antworten
MyLady17
Beigetreten: 11.03.2007
BlackMember

Hab zwar bisher nur Demokontoerfahrung und nur ein wenig Bücherwissen, aber in Festgeld bei den momentanen Zinsen würde ich nicht anlegen. Sollten die Zinsen überraschend wieder steigen, ist das Geld für eine Rendite >Inflation gebunden. Vor allem keine 7 Jahre. Zwei Jahre könnte ich mir noch vorstellen.

Die restlichen 50k würd ich besser verteilen. In 20k/20k/10 oder 5x10k Pakete mit unterschiedlichen Branchen und regionalen Schwerpunkten. Vom Zeitpunkt her fand ich es vor 1,5-2 Monaten auch deutlich besser. Die Korrektur ist bei den meisten Indizes wieder ausgeglichen => Vielleicht warten bis sich wieder eine Korrektur ergibt?! :).

Der Vorschlag passt zu dem was ich mir so unter Beratervorschlägen vorstellen ;).


Antwort
Zitat
Xantos
Beigetreten: 07.09.2005
Legacy Member

Nur ein paar Gedanken:

- Sparkasse hat recht hohe Gebühren, und zwar schon als Broker wenn man selbst sein Depot pflegt
-> unbedingt Überblick über die Gesamtkosten verschaffen!
- Kosten für Beratung? Fixbetrag / % des Anlagebetrages
- Ausgabekosten der Anlagen?
- Transkationskosten?
- jährlicher Kostenanteil?

- Gedanken über Investiitonsziel machen
- In 5 Jahren ggf. notwedig, z.B. für Hauskauf?
- oder ist das eher Teil der langfristigen Altersvorsorge?

- Bei langfristig: Mehr in Aktien als 50% (oder zumindest Bonds statt Festgeld)
- 100k sind nicht wenig, aber auch nicht superviel im Vergleich zu den "future earnings/savings"

- Innerhalb von Aktien
- EuroStoxx besser diversifiziert als DAX
- aber warum 0% US / weltweit?

- Wenn Muße, sich etwas damit zu beschäftigen, dann mein Vorschlag:
- Low Cost Broker suchen
- selbst die 100k in 2-3 Index-ETFs stecken
- evt. Investition zeitlich etwas streuen, um das Risiko am/nahe des Peaks zu kaufen, zu streuen


Antwort
Zitat
MrBeam06 Themenstarter
MrBeam06
Beigetreten: 03.09.2006
Oldschool Grinder

Original von MyLady17
Hab zwar bisher nur Demokontoerfahrung und nur ein wenig Bücherwissen, aber in Festgeld bei den momentanen Zinsen würde ich nicht anlegen. Sollten die Zinsen überraschend wieder steigen, ist das Geld für eine Rendite >Inflation gebunden. Vor allem keine 7 Jahre. Zwei Jahre könnte ich mir noch vorstellen.

Die restlichen 50k würd ich besser verteilen. In 20k/20k/10 oder 5x10k Pakete mit unterschiedlichen Branchen und regionalen Schwerpunkten. Vom Zeitpunkt her fand ich es vor 1,5-2 Monaten auch deutlich besser. Die Korrektur ist bei den meisten Indizes wieder ausgeglichen => Vielleicht warten bis sich wieder eine Korrektur ergibt?! :).

Der Vorschlag passt zu dem was ich mir so unter Beratervorschlägen vorstellen ;).

Danke erstmal für die Antwort, seh ich ungefähr genauso.
Die Beratung kommt mir total merkwürdig vor, ist auch alles total unleserlich mit Fehlern auf ein Papier geschrieben.
In Tagesgeld würde ich persöhnlich derzeit auch investieren, wie du schon sagst, vor allem die langen Laufzeiten sind sehr merkwürdig. Davon abgesehen, gibt es aufs Tagesgeld bei anderen Banken auch mehr.

Zum 50k Portfolio: Wie könnte das ungefähr aussehen, nur dass ich mal ein Bild davon bekomme? Würdest du dann einfach verschiedene Indizes kombinieren?


Antwort
Zitat
MrBeam06 Themenstarter
MrBeam06
Beigetreten: 03.09.2006
Oldschool Grinder

Original von Xantos
Nur ein paar Gedanken:

- Sparkasse hat recht hohe Gebühren, und zwar schon als Broker wenn man selbst sein Depot pflegt
-> unbedingt Überblick über die Gesamtkosten verschaffen!
- Kosten für Beratung? Fixbetrag / % des Anlagebetrages
- Ausgabekosten der Anlagen?
- Transkationskosten?
- jährlicher Kostenanteil?

- Gedanken über Investiitonsziel machen
- In 5 Jahren ggf. notwedig, z.B. für Hauskauf?
- oder ist das eher Teil der langfristigen Altersvorsorge?

- Bei langfristig: Mehr in Aktien als 50% (oder zumindest Bonds statt Festgeld)
- 100k sind nicht wenig, aber auch nicht superviel im Vergleich zu den "future earnings/savings"

- Innerhalb von Aktien
- EuroStoxx besser diversifiziert als DAX
- aber warum 0% US / weltweit?

- Wenn Muße, sich etwas damit zu beschäftigen, dann mein Vorschlag:
- Low Cost Broker suchen
- selbst die 100k in 2-3 Index-ETFs stecken
- evt. Investition zeitlich etwas streuen, um das Risiko am/nahe des Peaks zu kaufen, zu streuen

Danke, das sind genau die Gedankenanstöße, die ich suche!
Geht hier um ne langfristige Anlage, ich würds mir denke ich schon zutrauen, ein halbwegs vernünftiges ETF-Portfolio zu konstruieren.
Naja, aber ist halt eine Freundin, und der Markt ist derzeit nicht so, dass ich da keinerlei Bedenken hätte.

Die Beratung der Spk war schlecht, macht hier die Abwicklung über einen Vermögensberater o.ä. Sinn?


Antwort
Zitat
Xantos
Beigetreten: 07.09.2005
Legacy Member

Vermögensberater gibts sicher gute & schlechte.
Ich persönlich halte wenig davon, weil sie oft provisionsbasiert arbeiten & dir dann teure Produkte / Produkte eines bestimmten Anbieters aufschwatzen wollen.
Wenn, dann würde ich also einen honorarbasierten nehmen. Aber auch hier gilt: Auf Kosten achten & es kann auch hier schlechte Berater geben.

Das Thema ist für jeden eigtl so wichtig, dass man genug Wissen für Eigenanlage aufbauen sollte.
Es braucht ja kein tiefes Wissen, um (beispielsweise) ETF-Sparpläne mit einem günstigeren Broker aufzusetzen.


Antwort
Zitat
MyLady17
Beigetreten: 11.03.2007
BlackMember

Sehe ich ähnlich. Am Besten selbst zumindest die Grundlagen lernen, auch damit man nicht blind auf Berater vertrauen muss und halbwegs beurteilen ob das was sie erzählen plausibel erscheint. Berater haben schon eine Menge Leute in den Ruin gestürzt ;). (und leben eben von der Provision)...


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Zitat
michimanni
Beigetreten: 03.08.2006
Elite Grinder

.


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Zitat
Ruletehfool
Beigetreten: 08.07.2009
PokerStrategist

Die Sparkassen Kundenberatungen, welche ich bisher erleben durfte, waren auch eher oberflächig und versuchten in der Regel meiner Meinung nach die unpassenden Produkte zur falschen Zeit zu verkaufen (Vorzugsweise wurden natürlich auch hier Produkte von der Deka angepriesen). Da eine Bekannte von mir auch ein ähnliches "Dilemma" hat, gleichzeitig vertraut Sie aber auch keiner anderen Bank als der Sparkasse und Aktien grenzen auch schon an Hexerei. Da Sie falls sich eine Gelegenheit auftut, Eigentum kaufen will, sollte Sie ihre 50k erstmal auf einem Tagesgeldkonto lassen, falls sich eine Möglichkeit bei einer Korrektur ergibt, kann man immer noch mit 10-20k einsteigen. Da Sie trotzdem ihren Geldhaufen nicht immer weiter auf dem Tagesgeldkonto anhäufen will und neben einer BAV auch noch privat vorsorgen will, habe ich ihr mal folgende ETF's rausgesucht, welche man beim SBroker besparen kann:

iShares STOXX Europe 600 UCITS ETF (DE)
TER 0,2% - Ausschüttend

iShares EURO STOXX Select Divid 30 UCITS ETF (DE)
TER 0,3% - Ausschüttend

DB X-TRACKERS STOXX GLOBAL SELECT DIVIDEND 100 ETF 1D
TER 0,4% - Ausschüttend

iShares Dow Jones Asia Pacific Select Dividend 30 UCITS ETF (DE)
TER 0,3% - Ausschüttend

DEKA IBOXX EUR LIQUID SOVEREIGN DIVERSIFIED 1-10 UCITS ETF
TER 0,15% - Ausschüttend

Gewichtung: 20% / 20% / 25% / 17,5% / 17,5%
Sparrate: 300€ mtl
Optional könnte man noch 5-10k Initial anlegen, allerdings bin ich mir selber nicht sicher, ob es evtl kurzfristig bessere Spots gibt um einzusteigen. Alternativ könnte man natürlich auch die ersten 12 Monate auf beispielsweise 1k aufstocken und dann auf 300/Monat reduzieren, um wenigstens ein wenig im Cost Average zu liegen.

Korrelation usw. habe ich nicht berechnet, denke aber für ein langfristiges Altersvorsorgeziel, lässt sich damit eine solide Rendite erzielen. Die ETF's sind nicht allzu teuer und schütten mehr als nur die Inflation wieder aus.

Anregungen, Kritik immer willkommen


Antwort
Zitat
DerExec
Beigetreten: 06.10.2007
PokerStrategist

Ruletehfool, Zusammenstellung sieht gut aus.
Zumindest insofern, dass ich mir in den letzten Wochen ebenfalls u.a. die ETFs rausgepickt habe.

Wie würdest du ordern? Sparplanfähig sind die ja nicht, außer z.B. der iShares Dow Jones Asia Pacific Select Dividend 30 UCITS ETF (DE) bei Cortal Consors.
Also jeden Monat (wegen cost-average) manuell ordern?

Bei den iShares muss man aufpassen, dass man auch die Deutschen erwischt. Es gibt oft gleichklingende, die aber in Irland zu Hause sind. Da gibt's dann Probleme bei der Steuer.


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Jakomo
Beigetreten: 04.03.2006
Elite Grinder

@Ruletehfool: Warum ist in deinem Vorschlag Euroland so übergewichtet?

@MrBeam06: Wie lange soll das Geld denn angelegt sein und sind größere Investitionen(Hauskauf ect.) in absehbarer Zeit geplant? Würde mir erstmal ein TagesgeldKonto anlegen und mir 1,2% Zinsen sichern(bis max 50K)....z.B bei Cortal. Dann würde ich mich in die Thematik ETFs einlesen und dann nach und nach in steuereinfache ETFs investieren, die verschiedene Märkte abbilden. Und ich würde mich nie wieder von einem Berater der Sparkasse beraten lassen! ;)


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Ruletehfool
Beigetreten: 08.07.2009
PokerStrategist

@DerExec: Wie geschrieben sind alle geposteten ETF's in der Liste der sparplanfähigen ETF's bei SBroker welcher zur Sparkasse gehören zu scheint.

@Jakomo: Wenn wir mal nur die ersten vier Aktien ETF's ansehen, haben wir knapp 50/50 Europa/Rest der Welt. Finde ich nicht so wild. Nordamerika ist unterrepräsentiert, aber dort könnte man ja beispielsweise auch mit einzelnen Aktien noch gegensteuern. Ich sehe aber auf lange Sicht nicht, dass Europa gegenüber Asien und allgemein den Schwellenländer abfällt. Von daher kann man auch so gewichtet inbestieren.
Der 5. ETF bringt ein anderes Asset. Von US-Staatsanleihen bin ich nicht überzeugt und da die Euro Kernländer die Peripherie gerne unterstützen, wüßte ich keinen sonderbar dringlichen Grund nur auf deutsche Bonds zu gehen.


Antwort
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DerExec
Beigetreten: 06.10.2007
PokerStrategist

Ahja, das habe ich überlesen.
Jetzt ist festzustellen, dass sbroker mit 2,5% sehr teuer ist.


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Ruletehfool
Beigetreten: 08.07.2009
PokerStrategist

Das ist richtig, da muss man dann im Zweifelsfall aber durch, wenn man sein Geld unbedingt bei der Sparkasse parken will. Btw hat SBroker aber auch mit die größte Auswahl an sparplanfähigen ETF's


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