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GKV vs PKV

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rYseandthrYve
Beigetreten: 21.05.2024
Legacy Member

Danke das schaue ich mir an.
Bin Arzt Muffel und gehe bisher nicht oft. Habe auch keine chronischen leiden


Antwort
Zitat
Bierb4ron
Beigetreten: 05.04.2009
BlackMember

Der Tarif GSB der Allianz ist nicht schlecht, aber im Vergleich auch recht teuer. Negativ ist (theoretisch) die Begrenzung für Heilpraktiker auf 2.000 €. Selbst wenn du grundsätzlich Behandlungen nur von Schulmedizinern durchführen zu lassen planst, gilt diese Begrenzung oftmals auch für Medikamente und Heilbehandlungen, die (noch) nicht als von der Schulmedizin anerkannt gelten. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird das für dich nicht relevant. Aber falls es relevant wird, wird es mit gewisser Wahrscheinlichkeit auch sehr teuer. Die Kosten für ''HokuPokus'' Medizin sind hoch. Aber wenn dir das ''Bewährte'' nicht hilft, willst du alles haben, das dir wenigstens eingebildete Besserung verschafft. Das ist kein grundsätzliches KO-Kriterium für mich, aber durchaus vermeidenswert, wenn man es vermeiden kann. Das hängt dann ab von der Menge der noch verfügbaren Anbieter/Tarife in Folge einer Risikovoranfrage.

Beim günstigeren GSP (falls der angeboten wurde) gibt es eine Generikaregelung. Bis in Summe 1.000 € musst du da Zuzahlungen für Originalpräparate leisten. Zudem ist die Erstattung für Fachärzte auf den 3,5-fachen Satz begrenzt, was in den allermeisten Fällen genügen wird, im besonderen Fällen aber vielleicht auch nicht.

Die Bewertung des BMI ist bei den Versicherern sehr unterschiedlich. Über 30 werden vermutlich alle einen Risikozuschlag verlangen. Allerdings ist auch da das Anrechnungsprinzip unterschiedlich. Es gibt Versicherer, die einen pauschalen RZ erheben, der unabhängig vom Grundbeitrag gilt und bei Beitragserhöhungen auch nicht mitsteigt. Wenn der RZ in Prozent auf den Grundbeitrag gerechnet wird, steigt der dann zukünftig auch mit, sofern du den nicht in Zukunft reduzieren lässt (§41 VVG).

1.100 fürs ''volle Paket'' deutet für mich darauf hin, dass da auch eine Beitragsentlastungskomponente mit einkalkuliert wurde (falls nicht, ist der Beitrags zu hoch). Bei der Allianz ist das immer durch ein V am Ende des Tarifs gekennzeichnet. Diese Entlastungstarife sind aber immer im Verhältnis zu alternativen Kapitalanlagen zu sehen. Durch den AG-Zuschuss bekommen diese Tarife durchaus ein interessantes Rendite/Risiko Verhältnis. Allerdings gehen die Ansprüche verloren, wenn du aus der PKV austrittst, auch bei Tod. Die Rendite ist somit abhängig von der Lebensdauer. Bis Alter 85 ergeben sich für Angestellte Nettorenditen um 4-5 Prozent, was für ''garantierte'' Renditen okay ist, sofern man es eben erlebt. Langfristig ist eine alternative Investition in Aktien mit hoher Wahrscheinlichkeit trotzdem profitabler.

Wenn du Kinderbeiträge vorab antizipieren möchtest, kann man auch da bestimmte Versicherer gegenüber der Allianz bevorzugen, da sie zum einen für geringe KInder-Beiträge bekannt sind und/oder auch sehr günstige Ausbildungstarife für Studenten anbieten.

Würde auf jeden Fall eine anonyme Risikovoranfrage bei allen in Frage kommenden Versicherern vornehmen und dann mit konkreten Beitragszahlen abwägen, wo sich das beste Preis/Leistungsverhältnis ergibt. Es kann auch vorkommen, dass ein interessanter Tarif inklusive RZ immer noch günstiger ist als der nächstgünstige Tarif ohne RZ.

Was die Beitragserhöhung betrifft, bleibst du in der GKV auch nicht verschont. Die Beitragsbemessungsgrenze sowie die Beitragssätze steigen immer weiter an. Den Zuschuss des AG gibt es bei beidem.


Antwort
Zitat
SniffvsSnaf
Beigetreten: 23.03.2008
Oldschool Grinder

Aus eigener Erfahrung und Erfahrungen die Freunde gemacht haben...

PKV... - schlecht, wenn man nicht finanziell ganz solide da steht oder Beamter ist
PKV... - schlecht, wenn man jung ist und das Geld braucht (weil man dann im Alter vermutl. auch das Geld braucht) - wer PKV abschließt um Kohlen zu sparen hat das System PKV nicht verstanden...
PKV... - schlecht, wenn man Vorerkrankungen hat
PKV... - schlecht, wenn man unorganisiert ist
PKV... - schlecht, wenn man schon alt ist und keine Angehörigen hat, die sich im Falle einer ernsthaften Erkrankung um den Papierkram kümmern können
PKV... - schlecht, wenn man in eine Selbstständigkeit startet, welche nicht mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein sicheres Einkommen generieren wird (Anwälte, Ärzte und dergleichen)
PKV... - schlecht, wenn ganze Familie in PKV und man viele Kinder hat... weil die ganze Abrechnungsscheiße viel komplizierter und nerviger ist...

PKV gut als Beamter (weil ca. 50% der Kosten vom Staat erstattet werden) der in keinem Bundesland ist, die eine GKV zu ähnlichen Konditionen anbietet
PKV gut als jemand der mehr als eine Million auf der Kante hat - sich gut selbst organisieren kann oder andere hat die Scheiß für ihn machen
PKV gut wenn man im Durchschnitt (zurzeit noch) besser als die Bevölkerung und schneller (nicht in allen Angelegenheiten) versorgt sein will und dafür bereit ist im Alter zu zahlen und sich darauf vorbereitet hat/kann
PKV gut, wenn man jung einsteigt und weiß wie man wieder aussteigt

GKV... ist Ok und man ist besser versorgt als in den meisten anderen Ländern der Welt, wenn man ein paar Zusatzversicherungen (zumindest Zahn) abschließt
GKV.... super für jeden Orgamuffel oder große Familien

:f_drink:


Antwort
Zitat
Bierb4ron
Beigetreten: 05.04.2009
BlackMember

Damit setzt du bei der GKV aber den Standard von heute an, um eine Entscheidung zu bewerten, die für die nächsten 50 Jahre relevant ist.

Vertragssicherheit gibts in der GKV nicht. Wenn Hero in 20 Jahren feststellt, dass die deutsche GKV doch nicht mehr besser ist als in den meisten anderen Ländern, kommt er mit Sicherheit nicht mehr in die PKV.

Ansonsten natürlich alles valide Punkte.


Antwort
Zitat
SniffvsSnaf
Beigetreten: 23.03.2008
Oldschool Grinder

Original von Bierb4ron
Damit setzt du bei der GKV aber den Standard von heute an, um eine Entscheidung zu bewerten, die für die nächsten 50 Jahre relevant ist.

Vertragssicherheit gibts in der GKV nicht. Wenn Hero in 20 Jahren feststellt, dass die deutsche GKV doch nicht mehr besser ist als in den meisten anderen Ländern, kommt er mit Sicherheit nicht mehr in die PKV.

Ansonsten natürlich alles valide Punkte.

Die PKV hat aus meiner Sicht aber leider auch Unsicherheitsfaktoren für die Zukunft... zwar werden Leistungen garantiert für die Zukunft, aber der Preis bleibt ungewiss (muss nicht jeden jucken). Auch Vorzüge wie - schnellere Termine könnten in Zukunft evtl. von einem anders meinendem Gesetzgeber ausgehebelt werden (gibt ja bei bestimmten Politikern solche Bestrebungen - die ich ernst nehme).

Im Extremfall wird in Zukunft die PKV durch den Gesetzgeber (unterlassen könnte reichen - gewisse GOÄ werden nicht mehr angehoben, Terminbevorzung gesetzlich verboten - k.A. ob der BGH da mit macht) so unattraktiv gestaltet... das keiner mehr in die PKV Eintritt - die PKVen in Zahlungsschwierigkeiten kommen und der Staat dann über die GKVen "rettet".

Naja - vlt. nur Paranoia mit einem Fünkchen Warheit - keine Ahnung :sifflote:
https://www.dghm.org/goae-neu-so-nicht/


Antwort
Zitat
rYseandthrYve
Beigetreten: 21.05.2024
Legacy Member

Original von Bierb4ron
Der Tarif GSB der Allianz ist nicht schlecht, aber im Vergleich auch recht teuer. Negativ ist (theoretisch) die Begrenzung für Heilpraktiker auf 2.000 €. Selbst wenn du grundsätzlich Behandlungen nur von Schulmedizinern durchführen zu lassen planst, gilt diese Begrenzung oftmals auch für Medikamente und Heilbehandlungen, die (noch) nicht als von der Schulmedizin anerkannt gelten. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird das für dich nicht relevant. Aber falls es relevant wird, wird es mit gewisser Wahrscheinlichkeit auch sehr teuer. Die Kosten für ''HokuPokus'' Medizin sind hoch. Aber wenn dir das ''Bewährte'' nicht hilft, willst du alles haben, das dir wenigstens eingebildete Besserung verschafft. Das ist kein grundsätzliches KO-Kriterium für mich, aber durchaus vermeidenswert, wenn man es vermeiden kann. Das hängt dann ab von der Menge der noch verfügbaren Anbieter/Tarife in Folge einer Risikovoranfrage.

Beim günstigeren GSP (falls der angeboten wurde) gibt es eine Generikaregelung. Bis in Summe 1.000 € musst du da Zuzahlungen für Originalpräparate leisten. Zudem ist die Erstattung für Fachärzte auf den 3,5-fachen Satz begrenzt, was in den allermeisten Fällen genügen wird, im besonderen Fällen aber vielleicht auch nicht.

Die Bewertung des BMI ist bei den Versicherern sehr unterschiedlich. Über 30 werden vermutlich alle einen Risikozuschlag verlangen. Allerdings ist auch da das Anrechnungsprinzip unterschiedlich. Es gibt Versicherer, die einen pauschalen RZ erheben, der unabhängig vom Grundbeitrag gilt und bei Beitragserhöhungen auch nicht mitsteigt. Wenn der RZ in Prozent auf den Grundbeitrag gerechnet wird, steigt der dann zukünftig auch mit, sofern du den nicht in Zukunft reduzieren lässt (§41 VVG).

1.100 fürs ''volle Paket'' deutet für mich darauf hin, dass da auch eine Beitragsentlastungskomponente mit einkalkuliert wurde (falls nicht, ist der Beitrags zu hoch). Bei der Allianz ist das immer durch ein V am Ende des Tarifs gekennzeichnet. Diese Entlastungstarife sind aber immer im Verhältnis zu alternativen Kapitalanlagen zu sehen. Durch den AG-Zuschuss bekommen diese Tarife durchaus ein interessantes Rendite/Risiko Verhältnis. Allerdings gehen die Ansprüche verloren, wenn du aus der PKV austrittst, auch bei Tod. Die Rendite ist somit abhängig von der Lebensdauer. Bis Alter 85 ergeben sich für Angestellte Nettorenditen um 4-5 Prozent, was für ''garantierte'' Renditen okay ist, sofern man es eben erlebt. Langfristig ist eine alternative Investition in Aktien mit hoher Wahrscheinlichkeit trotzdem profitabler.

Wenn du Kinderbeiträge vorab antizipieren möchtest, kann man auch da bestimmte Versicherer gegenüber der Allianz bevorzugen, da sie zum einen für geringe KInder-Beiträge bekannt sind und/oder auch sehr günstige Ausbildungstarife für Studenten anbieten.

Würde auf jeden Fall eine anonyme Risikovoranfrage bei allen in Frage kommenden Versicherern vornehmen und dann mit konkreten Beitragszahlen abwägen, wo sich das beste Preis/Leistungsverhältnis ergibt. Es kann auch vorkommen, dass ein interessanter Tarif inklusive RZ immer noch günstiger ist als der nächstgünstige Tarif ohne RZ.

Was die Beitragserhöhung betrifft, bleibst du in der GKV auch nicht verschont. Die Beitragsbemessungsgrenze sowie die Beitragssätze steigen immer weiter an. Den Zuschuss des AG gibt es bei beidem.

Danke für den Input

Beitragsentlastungskomponente ist mit 400€ Entlastung ab 60 oder 65 inbegriffen.

Ich investiere mindestens 15.000€ pro Jahr in dividendentitel mit roundabout 4% Dividendenrendite per Anno was in 15 Jahren genug sein sollte um die PKV Beiträge aufzufangen.

Wo wohnst du kann man sich Mal treffen oder online? Scheint als wärst du im Bereich PKV beruflich tätig vielleicht kann man ja zusammen kommen


Antwort
Zitat
Bierb4ron
Beigetreten: 05.04.2009
BlackMember

Ganz sicher keine Paranoia. Die Zukunft ist natürlich immer mit Unsicherheit verbunden. Und insbesondere mit der Gewalt des Gesetzgebers kann man jede privat organisierte Struktur zerstören.

Wenn allerdings das Ergebnis ist, dass die GKV die Kunden der zerfallenden privaten Versicherer aufnimmt, sind die Betroffenen dann ja trotzdem zu keinem Zeitpunkt schlechter Versichert als wenn sie direkt in der GKV geblieben wären.

Das realistischste End-Szenario für die PKV ist vermutlich aktuell die immer wieder in Spiel gebrachte Idee von einer Bürgerversicherung. Wenn eines Tages die richtigen Personen in BGH und ggf. Verfassungsricht ihren Platz gefunden haben, wird mit Sicherheit auch eine 'legale' Möglichkeit gefunden, die Altersrückstellungen der PKV zu vergemeinschaften im Rahmen einer solchen Bürgerversicherung. Das wäre aus meiner Sicht katastrophal was den Schutz (bzw. die Abschaffung dessen) von Privatvermögen (inkl. zukünftigen Ansprüchen) betrifft, aber auch dann wären die Betroffenen nicht schlechter versichert als all die anderen GKV-Versicherten.

Zumindest bietet die PKV eine Chance, besser abgesichert zu sein als die GKV-Fraktion. Die Entscheidung, dafür unter bestimmten Umständen ggf. auch mehr zu zahlen, liegt dann bei jedem, der die Wahl hat.


Antwort
Zitat
IbeatGTO
Beigetreten: 09.08.2024
PokerStrategist

Original von rYseandthrYve
Danke das schaue ich mir an.
Bin Arzt Muffel und gehe bisher nicht oft. Habe auch keine chronischen leiden

Auch wenn sparen nicht dein Ziel ist, aber wenn du grundsaetzlich finanziell solide aufgestellt und gesund bist, dann empfehle ich eine PKV mit maximaler Selbstbeteiligung. War jahrelang mein persoenlicher Favorit, als ich in dem Bereich taetig war.

Du sparst halt mehrere hundert Euro pro Monat, die du entsprechend anlegen kannst.
Kleinigkeiten zahlst du problemlos selber und bei groesseren Problemen bist du entsprechend abgesichert.
Ausserdem bekommst du Termine, wenn du sie brauchst und bei wem du sie willst.

Wenn du die Selbstbeteiligung selber aufbringen kannst, dann waere das mein Loesungsvorschlag.
Bei der DKV gibt es meines Wissens einen Tarif mit EUR 2020 Selbstbeteiligung. Den wuerde ich mir anschauen.


Antwort
Zitat
Bierb4ron
Beigetreten: 05.04.2009
BlackMember

Original von rYseandthrYve
Wo wohnst du kann man sich Mal treffen oder online? Scheint als wärst du im Bereich PKV beruflich tätig vielleicht kann man ja zusammen kommen

Wir können Freunde werden, wenn du möchtest. Anfrage ist raus ;)

Ansonsten ...

Bei glatt 400€ BE stellt sich mir schon wieder Frage, wie der Kollege darauf gekommen ist. Das passt genau in das von mir im 8-Stunden Thread Beschriebene.

Ich gehe zu 99% davon aus, dass ihr über die Nachteile der Beitragsentlastung und die Alternativen nicht gesprochen habt. Aber unter der Annahme, dass ihr es getan habt und du diese Form des Erwerbs von Zahlungsansprüchen für gut befunden hast, wieso 400€? Wenn man die Wirkungsweise dieser Sparform nutzen möchte, dann sollte man das Prinzip doch auch maximal ausnutzen und auf den max. AG-Zuschuss optimieren.

Laut Bedingungen der Komponente V dürfen 80% des gesamten Beitrages als Entlastungsbetrag gewählt werden. Das bezieht sich auf die KV Tarife (ohne Krankentagegeld) sowie den Beitrag des Tarifs V selbst.

Wenn ich das für einen 35-jährigen durchrechne, ergibt sich bei der Variante mit 0 SB eine maximal zulässige Entlastungshöhe von rund 500€, bzw. bei diesem Entlastungsbetrag wäre der AG-Zuschuss maximal ausgereizt.

Bei 130€ Krankentagegeld (bin ausgegangen von den von dir in nem anderen Thread genannten rund 4k Nettogehalt) komme ich inkl. Pflegpflichtversicherung auf rund 1.000 €. Ich nehme mal an, dass dann noch irgendwas Erklärungsbedürftiges mit eingebaut wurde in das Angebot, möglicherweise ne Pflegezusatz.

Eben (mutmaßlich) wieder das Prinzip ... irgendwas zusammenstellen, das für den Kunden irgendwie gut aussehen könnte.


Antwort
Zitat
Bierb4ron
Beigetreten: 05.04.2009
BlackMember

Original von IbeatGTO
Auch wenn sparen nicht dein Ziel ist, aber wenn du grundsaetzlich finanziell solide aufgestellt und gesund bist, dann empfehle ich eine PKV mit maximaler Selbstbeteiligung. War jahrelang mein persoenlicher Favorit, als ich in dem Bereich taetig war.

Du sparst halt mehrere hundert Euro pro Monat, die du entsprechend anlegen kannst.
Kleinigkeiten zahlst du problemlos selber und bei groesseren Problemen bist du entsprechend abgesichert.
Ausserdem bekommst du Termine, wenn du sie brauchst und bei wem du sie willst.

Wenn du die Selbstbeteiligung selber aufbringen kannst, dann waere das mein Loesungsvorschlag.
Bei der DKV gibt es meines Wissens einen Tarif mit EUR 2020 Selbstbeteiligung. Den wuerde ich mir anschauen.

Diese Empehlung ist sehr gut für Selbständige und Freiberufler. Bei Angestellten funktioniert die Rechnung nicht so einfach, weil höhere Beiträge zum Teil vom Arbeitgeber getragen werden, die SB aber der Versicherte selbst tragen muss. Außerdem profitiert der Versicherte allein von Beitragsrückerstattungen, obwohl der Arbeitgeber den Beitrag zur Hälfte finanziert.

Speziell bei dem genannten DKV Tarif (BMK) gilt allerdings, dass man da zu jedem Jahreswechsel die SB Stufe ohne erneute Gesundheitsprüfung wechseln kann. Das heißt, unter dieser Bedingung kann es sich eventuell doch lohnen, den Tarif mit der hohen SB zu nehmen, wenn der Beitragsvorteil dann die geringere BRE und geringere Steuererstattung übertrifft. Wenn dann die hohen Kosten kommen, kann man auch wieder in ne andere Tarifstufe gehen.

Dieses Prinzip (jährlicher Wechsel der SB-Stufe) gibt es auch bei anderen Versicherern, wobei die Tarife i.d.R so kalkuliert sind, dass sich für Angestellte die Tarife mit hoher SB trotz allem nicht lohnen. Das ist ein bisschen ein Spezialfall bei der DKV, bei denen sich in den Vergangenen Jahren beitragsmäßig eine ganze Reihe von kuriosen Anomalien ergeben haben.

Fun Fact: habe heute 2x 30 Minuten bei der DKV in der Warteschleife gehangen und bin dann jeweils rausgeworfen worden. Habe also niemanden erreicht. Service am Arsch, kann ich dazu nur sagen. Zuletzt war auch über mehrere Tage hinweg ganz dreist mit Bandansage einfach gar niemand in der Vertragsabteilung erreichbar.


Antwort
Zitat
IbeatGTO
Beigetreten: 09.08.2024
PokerStrategist

Als Angestellter würde ich in den Tarif wechseln, der die maximale Zuzahlung vom Arbeitgeber ausnutzt und 6 Monate Beitragsrückerstattung hat. Dann ist die Versicherung "kostenlos".

50% vom AG und der AN bekommt seine 50% am Jahresende entsprechend zurück, wenn er die KV nicht in Anspruch genommen hat.

Bei kleineren Vorfällen im Laufe des Jahres die Rechnungen sammeln und am Jahresende schauen, ob das Einsenden Sinn ergibt oder die Rückerstattung höher ist.

:profit:


Antwort
Zitat
rYseandthrYve
Beigetreten: 21.05.2024
Legacy Member

Original von Bierb4ron

Original von rYseandthrYve
Wo wohnst du kann man sich Mal treffen oder online? Scheint als wärst du im Bereich PKV beruflich tätig vielleicht kann man ja zusammen kommen

Wir können Freunde werden, wenn du möchtest. Anfrage ist raus ;)

Ansonsten ...

Bei glatt 400€ BE stellt sich mir schon wieder Frage, wie der Kollege darauf gekommen ist. Das passt genau in das von mir im 8-Stunden Thread Beschriebene.

Ich gehe zu 99% davon aus, dass ihr über die Nachteile der Beitragsentlastung und die Alternativen nicht gesprochen habt. Aber unter der Annahme, dass ihr es getan habt und du diese Form des Erwerbs von Zahlungsansprüchen für gut befunden hast, wieso 400€? Wenn man die Wirkungsweise dieser Sparform nutzen möchte, dann sollte man das Prinzip doch auch maximal ausnutzen und auf den max. AG-Zuschuss optimieren.

Laut Bedingungen der Komponente V dürfen 80% des gesamten Beitrages als Entlastungsbetrag gewählt werden. Das bezieht sich auf die KV Tarife (ohne Krankentagegeld) sowie den Beitrag des Tarifs V selbst.

Wenn ich das für einen 35-jährigen durchrechne, ergibt sich bei der Variante mit 0 SB eine maximal zulässige Entlastungshöhe von rund 500€, bzw. bei diesem Entlastungsbetrag wäre der AG-Zuschuss maximal ausgereizt.

Bei 130€ Krankentagegeld (bin ausgegangen von den von dir in nem anderen Thread genannten rund 4k Nettogehalt) komme ich inkl. Pflegpflichtversicherung auf rund 1.000 €. Ich nehme mal an, dass dann noch irgendwas Erklärungsbedürftiges mit eingebaut wurde in das Angebot, möglicherweise ne Pflegezusatz.

Eben (mutmaßlich) wieder das Prinzip ... irgendwas zusammenstellen, das für den Kunden irgendwie gut aussehen könnte.

Hey du schreibst so viel so ausführlich kann ich gar nicht antworten. Ich weiß das sehr zu schätzen.

Also du musst verstehen bin absoluter noob und das war jetzt meine erste Berührung mit PKV und der Dude hat vermutlich das max konservative Premium Deluxe Deluxe Paket für mich geschnürt haha.

Pflegezusatz war auch was angekreuzt zu 73 oder 79 €.

Krankentagegeld war tatsächlich zu 130€ berücksichtigt. Mein Netto beträgt 5k Dass ich aber im Krankheitsfall nicht so viel benötige, es 100 auch tun da kam er etwas ins Rudern

Das war aber alles erstmal ganz unverbindlich und ich bekomme dazu die Tage nochmal Details per Mail.
Ich glaube der Makler war allgemein nicht so erfahren was PKV angeht. Ich schreibe dir eine DM. Aber lass uns auch gerne hier weiter machen wenn du Lust hast. Interessiert bestimmt so einige Leute mehr hier 👍


Antwort
Zitat
dak113
Beigetreten: 25.04.2009
PokerStrategist

Muss das Thema auch jetzt mal angehen… Nachdem die Beiträge in der GKV ja unaufhaltsam steigen (wie bei allen staatlichen Leistungen) und ich als freiwillig gesetzlich Versicherter dann sogar in der Elternzeit Beiträge berappen musste, ist mein Bedürfnis nach Solidarität langsam ausgeschöpft. Baron hab dir eine Freundschaftsanfrage gestellt :)


Antwort
Zitat
3nJ0yIT
Beigetreten: 06.07.2011
Poker Player

Original von rYseandthrYve

Original von Bierb4ron

Original von rYseandthrYve
Wo wohnst du kann man sich Mal treffen oder online? Scheint als wärst du im Bereich PKV beruflich tätig vielleicht kann man ja zusammen kommen

Wir können Freunde werden, wenn du möchtest. Anfrage ist raus ;)

Ansonsten ...

Bei glatt 400€ BE stellt sich mir schon wieder Frage, wie der Kollege darauf gekommen ist. Das passt genau in das von mir im 8-Stunden Thread Beschriebene.

Ich gehe zu 99% davon aus, dass ihr über die Nachteile der Beitragsentlastung und die Alternativen nicht gesprochen habt. Aber unter der Annahme, dass ihr es getan habt und du diese Form des Erwerbs von Zahlungsansprüchen für gut befunden hast, wieso 400€? Wenn man die Wirkungsweise dieser Sparform nutzen möchte, dann sollte man das Prinzip doch auch maximal ausnutzen und auf den max. AG-Zuschuss optimieren.

Laut Bedingungen der Komponente V dürfen 80% des gesamten Beitrages als Entlastungsbetrag gewählt werden. Das bezieht sich auf die KV Tarife (ohne Krankentagegeld) sowie den Beitrag des Tarifs V selbst.

Wenn ich das für einen 35-jährigen durchrechne, ergibt sich bei der Variante mit 0 SB eine maximal zulässige Entlastungshöhe von rund 500€, bzw. bei diesem Entlastungsbetrag wäre der AG-Zuschuss maximal ausgereizt.

Bei 130€ Krankentagegeld (bin ausgegangen von den von dir in nem anderen Thread genannten rund 4k Nettogehalt) komme ich inkl. Pflegpflichtversicherung auf rund 1.000 €. Ich nehme mal an, dass dann noch irgendwas Erklärungsbedürftiges mit eingebaut wurde in das Angebot, möglicherweise ne Pflegezusatz.

Eben (mutmaßlich) wieder das Prinzip ... irgendwas zusammenstellen, das für den Kunden irgendwie gut aussehen könnte.

Hey du schreibst so viel so ausführlich kann ich gar nicht antworten. Ich weiß das sehr zu schätzen.

Also du musst verstehen bin absoluter noob und das war jetzt meine erste Berührung mit PKV und der Dude hat vermutlich das max konservative Premium Deluxe Deluxe Paket für mich geschnürt haha.

Pflegezusatz war auch was angekreuzt zu 73 oder 79 €.

Krankentagegeld war tatsächlich zu 130€ berücksichtigt. Mein Netto beträgt 5k Dass ich aber im Krankheitsfall nicht so viel benötige, es 100 auch tun da kam er etwas ins Rudern

Das war aber alles erstmal ganz unverbindlich und ich bekomme dazu die Tage nochmal Details per Mail.
Ich glaube der Makler war allgemein nicht so erfahren was PKV angeht. Ich schreibe dir eine DM. Aber lass uns auch gerne hier weiter machen wenn du Lust hast. Interessiert bestimmt so einige Leute mehr hier 👍

Bedenke, dass du vom Krankentagegeld alles bezahlen musst... Also ALLES... Krankenversicherung/Pflegeversicherung (komplett und nicht nur 50 Prozent, weil dein Arbeitgeber ist das raus!), Rentenversicherung (ebenfalls komplett)...


Antwort
Zitat
dak113
Beigetreten: 25.04.2009
PokerStrategist

Stell die Frage mal hier weil ggf. ja auch für andere relevant:
Wie ist die Komponente Krankentagegeld der PKV zu bewerten? Soweit ich es verstehe, kommt das KTG ja nur zu tragen, wenn ich (als Angestellter) länger als 6 Wochen krank aber nicht BU bin. Das heißt in dem meisten Fällen sprechen wir dann doch von einem Zeitraum von wenigen Wochen/ Monaten, die ich mit einem (max.) niedrigen 5stelligen Betrag auch selbst absichern kann - oder verstehe ich da was falsch?


Antwort
Zitat
Bierb4ron
Beigetreten: 05.04.2009
BlackMember

Die Krankenversicherer, privat wie gesetzlich, versuchen natürlich so bald wie möglich, dir eine BU anzuhängen, um als Kostenträger wegzufallen.

Das können die aber nicht nach Belieben unterstellen. Die Träger der Berufsunfähigkeit warten schließlich auch nicht gerade auf neue Leistungsempfänger.

Entscheidend ist, ob die laufende Krankenbehandlung noch eine realistische Chance auf Heilung bzw eine signifikante Verbesserung deines Gesundheitszustandes verspricht. Die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit ist logischerweise das Ziel und der Maßstab.

Einen festgelegten Zeitraum gibt es dafür nicht. Das KTG gilt grundsätzlich zeitlich unbegrenzt, bis eben von einer BU ausgegangen werden kann/muss.

Unabhängig davon kannst du natürlich trotzdem einen zeitlichen Puffer von dir aus einplanen. In den meisten Fällen wirst du die gesetzlichen 6 Wochen gar nicht ausreizen. Und wenn du mit Rücklagen für beispielsweise 4 weitere Wochen planst, kannst du das Krankentagegeld auch ab der 10. Woche oder noch später beginnen lassen. So wäre das Risiko zumindest kalkuliert.

Ganz auf das KTG zu verzichten halte ich hingegen für zu riskant.

*edit*

Bei Angestellten ist aber auch noch zu beachten, dass für den Beitragsanteil des KTG auch die Hälfte vom Arbeitgeber bezuschusst wird. Ein möglicher Beitragsvorteil käme dem Versicherten nur zur Hälfte zu Gute.


Antwort
Zitat
dak113
Beigetreten: 25.04.2009
PokerStrategist

Original von dak113
Muss das Thema auch jetzt mal angehen… Nachdem die Beiträge in der GKV ja unaufhaltsam steigen (wie bei allen staatlichen Leistungen) und ich als freiwillig gesetzlich Versicherter dann sogar in der Elternzeit Beiträge berappen musste, ist mein Bedürfnis nach Solidarität langsam ausgeschöpft. Baron hab dir eine Freundschaftsanfrage gestellt :)

Dank Bierbarons Unterstützung nimmt das Thema schon konkretere Formen an :)

Die Frage wurde bestimmt schon mal gestellt, ich finde mit der SuFu aber nichts.. gibt es Leistungen, die sinnvollerweise noch in der GKV gemacht werden sollten?
Ich hätte (unabhängig vom Wechsel) sowieso schon Termine für Check-up U35 und professionelle Zahnreinigung (übernimmt meine KK) in den nächsten Wochen - gibt es darüber hinaus Leistungen, die jetzt noch wahrgenommen werden sollten?


Antwort
Zitat
Bierb4ron
Beigetreten: 05.04.2009
BlackMember

Mehr als Vorsorgeuntersuchungen oder Impfungen sollte das nicht sein. Wenn eine größere ernsthafte Behandlung aktuell läuft oder auch nur angeraten ist, dann wirst du in der PKV mit hoher Wahrscheinlichkeit abgelehnt.

Die Ausnahme wären dabei Zahnbehandlungen. Bei Zähnen sind auch Ausschlüsse anstelle von Ablehnung oder Zuschlägen möglich. Aber genau in diesem Bereich erstatten die GKV ja ohnehin so gut wie nichts.

Wenn im von dir gewünschten PKV Tarif die Vorsorgeuntersuchungen die BRE beeinflussen und/oder auch eine evtl. vereinbarte SB darauf angerechnet wird (was idealerweise nicht der Fall ist), dann würde es sich wohl lohnen, die Vorsorgeuntersuchung noch vorher zu machen.

Mindestens die Vorsorgeuntersuchungen nach gesetzlichen Programmen sind sowieso in allen aktuellen PKV Tarifen abgedeckt.

Du hast sowieso eine mindestens 2-monatige Kündigungsfrist in der GKV, so dass du nicht zusätzlich auf irgend etwas warten oder etwas herauszögern musst. Auch wenn die Kündigung bereits ausgesprochen ist, besteht der Versicherungsschutz trotzdem bis zuletzt.


Antwort
Zitat
dak113
Beigetreten: 25.04.2009
PokerStrategist

Danke dir, das hatte ich fast schon vermutet. Werde trotzdem versuchen alle Vorsorgen, ggf. Impfungen und z.B. Röntgenaufnahmen beim Zahnarzt nochmal in der GKV mitzunehmen, um dann mal min. die ersten 12 Monate in der PKV Ruhe zu haben.


Antwort
Zitat
Plastichamer
Beigetreten: 04.11.2009
PokerStrategist

Interessanter Ansatz. Warum willst du vor einem Wechsel in die PKV sicherstellen, dass du ihre Leistungen nicht in Anspruch nimmst? Gerade Vorsorgeuntersuchungen muss man doch vor dem Wechsel vermeiden, damit man dank Unwissenheit besser durch die Gesundheitsprüfung kommt.


Antwort
Zitat
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