2021:
Original von nbchiller
Bei mir lief es auch gut.
Spoiler
Durch die Meme-Stocks im Frühjahr, Uranwerte und Krypto etwas volatiler als sonst. Aber solange man am MSCI World nach oben abprallt, will ich mich nicht beschweren.
Erfolgreich Depots und Konten etwas entzerrt und eine Alternative zum CHF-Konto bei der Postbank Suisse gefunden.
Asset Allocation derzeit:
- Cash 9%
- Stocks & ETFs 53%
- Edelmetalle 20%
- Crypto 16%
- Anleihen 2%
Beats:
Learnings aus dem letzten Jahr nicht konsequent umgesetzt. Winner immer noch nicht lang genug laufen lassen. Vor allem korrekte Shorts mit zu wenig Spielraum gesetzt und damit viele Gewinne bei überbewerteten Aktien verpasst.
Nicht genug Bücher gelesen. Allerdings viele gekauft.
Herausforderung 2022. Noch keine Ahnung, wie da eine vernünftige aktive Strategie aussehen soll. Werde vermutlich trotz aller Kursschwächen weiterhin die günstigen Werte wie Minen etc. einsammeln. Versuchen die Cashquote noch zu erhöhen. Zudem für mich eigentlich ganz klar USD long, EUR short, was ich automatisch mache, indem ich mehr Titel in USD trade und zumeist im EUR-Konto im Minus stehe.
Ansonsten öfter die Füße stillhalten; könnte mir vorstellen, dass der Markt 2022 lustige Sachen macht. Investments in ETFs laufen gemütlich über Sparpläne.
Tja, lustige Sachen hat er gemacht - der Markt.
Nur leider habe ich die Learnings aus 2021 überhaupt nicht umgesetzt. In diesem Jahr so ab Juli viele Werte, mainly aus dem ARKK-ETF geshortet. Tesla, Hubspot, u.a. Leider bei keinem sauber genug gearbeitet und oft durch Spikes nach oben wieder rausgeworfen worden.
Portfolioperformance 2022: - 17%
Asset Allocation derzeit:
- Cash 11%
- Stocks & ETFs 58%
- Edelmetalle 30%
- Crypto 4%
- Anleihen 0%
- Shorts -3%
Ein paar gute Trades waren dabei, zwischenzeitlich bei den Anleihen gute Bewegungen mitgenommen, Crypto rechtzeitig verkauft, bei Uran- und andere Minenwerten Gewinne mitgenommen. Auch der USD long, EUR short war eine gute Idee - aber alles in allem enttäuschende Performance.
2023 werde ich die Depots weiter entzerren. ING und Scalable als Hauptdepots - Interactive Brokers ausschließlich für Trades und Hedges. Die Trades, vor allem Shorts müssen noch sauberer und ausgewählter gesetzt werden. Habe 2022 auch deutlich vierstellig an Gebühren gezahlt, hier lässt sich mit weniger, aber besseren und klareren Trades auch noch Geld sparen.
Weiteres Learning:
Trotz des Durchlebens von Bärenmärkten ist jeder Bärenmarkt wieder neu und die Unsicherheit, wie man korrekt handelt, kehrt wieder zurück. Versuche dennoch die Regeln und Vorhaben, die schon vorher bestanden umzusetzen. Hauptaugenmerk lag hierbei auf dem Positionsaufbau von Aktien, die ich längerfristig im Portfolio haben möchte. Dabei bin ich immer wieder erstaunt, wie kontinuierlich einzelne Titel fallen können.
Meine Kaufkurse hier beispielhaft an Stanley Black & Decker:
April: 123 EUR
Mai: 108,50 EUR
Juni: 101,90 EUR
Juni: 96 EUR
Juli: 93 EUR
September: 83 EUR
Oktober: 75 EUR
Dezember: 69 EUR
Auf der einen Seite freue ich mich, dass ich bei dieser Aktie und anderen den Plan des Positionsaufbaus bei fallenden Kursen durchziehe - auf der anderen Seite merke ich aber auch, wie man sich beständig hinterfragt, wenn die Kurse nur eine Richtung kennen. Interessante Beobachtung der eigenen Psyche.
Win:
Mittlerweile viele Aktien eingesammelt, die ich eh schon immer haben wollte, darunter zahlreiche Dividendenwerte. Daher landen wöchentlich Dividenden auf dem Konto, was einfach extrem angenehm ist, weil es die Leidenszeit etwas dämpft.
Edelmetallbestand extrem erhöht, sodass ich hier 2023 und Folgejahre nicht mehr nachlegen muss.
Privat:
Beruflich läuft alles top.
Das Lesen von Büchern ist auch 2022 viel zu kurz gekommen.
Größter Fail war dieses Jahr Sport. So wenig habe ich vermutlich noch nie in meinem Leben gemacht. Daher ist Sport für 2023 auch private Priorität No. 1.
Finanzmarkt 2023:
Keine Ahnung. Auf der einen Seite haben viele Werte schon massiv korrigiert. Dabei meine ich nicht die Meme-Stocks oder massive gehypte Werte wie Tesla. Auch verschiedenste konservative Werte haben erstaunliche Bepreisungen - ob eine deutsche Vonovia, Konsum REIT, Porsche Holding, VW oder eine Alphabet oder Intel. Die Charts mancher Aktien sehen grausam aus und dennoch stehen die Indizes gefühlt noch zu hoch.
Emotional bereite ich mich auf einen weiteren Drawdown von mindestens 20% vor, was viele Aktien tatsächlich extrem billig machen würde, aber so sind die Märkte nun manchmal. Anfang 2023 werde ich die zwischenzeitlich geschlossen US-Anleihenen auch wieder aufbauen, am liebsten, wenn die 10jährige wieder gen 4% strebt. Zudem wird als Hedge der S&P500 schrittweise geshortet.
Deutsche oder europäische Anleihen sollten eigentlich ein guter Short sein, da mir hier die Renditen mit roundabout 2,5% viel zu gering erscheinen, aber vermutlich werde ich hier keinen Trade vornehmen.
Gefühlt wäre es mal an der Zeit für eine gute Performance der Edelmetalle und entsprechender Minenwerte. Diese sind ja bereits im Depot.
Alles in allem denke ich auch 2023 wird kein Zuckerschlecken. Gelderhalt und ein stabiles Portfolio sollte wohl Augenmerk No.1 sein.