Original von AyCaramba44
Darauf wollte ich doch hinaus. Es gibt keinen guten Grund in ein Produkt zu investieren, welches in etwa 0% Rendite verspricht.
Es ist sogar noch viel schlimmer. Die 0% Rendite gelten ja nur im best-case Szenario, wenn der Markt die Kopplung an eine oder mehrere Fiatwähungen akzeptiert. Im schlimmsten Fall geht irgendetwas schief und das Ding ist gar nichts wert. Krypto-Stablecoins haben ausschließlich Downsidepotential, deshalb macht es auch absolut keinen Sinn größere Mengen über längere Zeiträume zu halten.
Original von AyCaramba44
Aber genau das ist das aktuelle Dilemma. Die Leute die "reich" werden wollen spekulieren mit volatilen Kryptocoins. Die Leute die wirklich bezahlen wollen, wollen stabile (Krypto-)Coins. Hier will morgen garantiert auch keiner 10% weniger im Supermarkt bekommen für sein Geld.
Hier würde ich zumindest teilweise widersprechen. Ich möchte sowohl reich werden, als auch die Möglichkeit haben damit zu zahlen. Du siehst das ganze etwas zu schwarz-weiß, wenn du glaubst, es gäbe wirklich niemanden, der bereit wäre, mit Kryptowährungen zu zahlen oder sie anzunehmen. Das Dilemma sehe ich an folgender Stelle: Massenadaption kann dann stattfinden, wenn sich der Bitcoinpreis stabilisiert. Damit sich der Preis stabilisieren kann, braucht es aber Masenadaption (chicken-and-egg-problem). Die Lösung liegt meiner Ansicht nach in einer Schrittweisen Inkrementierung von verschiedenen Zwischenlösungen. Einer dieser Zwischenschritte wird sicherlich darin bestehen, dass der Bitcoinbetrag im Moment der Zahlung in die jeweilige Fiatwährung umgewandelt wird, was ja aktuell auch schon praktiziert wird. Es werden nach und nach mehr Usecases entstehen. Diese führen zu mehr Nutzern und diese wiederum stabilisieren den Preis. Das ganze wird sich nicht über Nacht ereignen, sondern ganz langsam stattfinden.
Original von AyCaramba44
Aus dem Grund sehe ich dann auch keine reichen Leute mehr durch Kryptowährungen. Es gibt einfach deutlich weniger von der ersten Personengruppe und durch den kleineren Kreis findet auch viel mehr Manipulation statt.
Ich denke du siehst die ganzen Dinge viel zu statisch und festgefahren. Tatsächlich ist die Welt ständig im Wandel und das in so ziemlich jedem Bereich. Zu Beginn des Internets hat man auch sehr vieles für unmöglich gehalten, was jetzt gängige Praxis ist und nebenbei sind Dinge entstanden, die man sich damals gar nicht hätte vorstellen können. Das gesamte Krypto-Ökosystem bietet so viel Potential. Es erscheint mir äußerst unrealistisch, dass sich das ganze irgendwie im Sand verläuft und in 10 Jahren niemand mehr etwas davon weiß.
Original von AyCaramba44
Kryptowährungen waren eine gute Möglichkeit um Geld einzusammeln um dann damit normal zu arbeiten und sein Produkt weiter zu entwickeln. Ein fertiges Produkt braucht aber wie Libra keine schwankende Währung mehr.
Wodurch hast du überhaupt diese Gewissheit für den Erfolg des Libra-Projekts? Herr Zuckerberg hat hier vom Prinzip nichts geringeres vor, als die Zentralbank der Welt zu werden. Um den Preis seiner Coins an einen Korb aus Fiatwährungen zu koppeln müssen gigantische Summen an Staatspapieren gekauft werden, wodurch die beim Projekt beteiligten Firmen aufeinmal zu den größten Gläubigern von Staaten würden. Das ganze wird ein regulatorischer Albtraum mit extrem viel Gegenwind, der sich bereits jetzt abzeichnet. Es liegt durchaus im Bereich des Möglichen, dass dieses Projekt nicht so einfach nach den Vorstellungen seiner Initiatoren abläuft.