Gerade einen spannenden Podcast gehört (übrigens der von Ben Felix, der hier ja schon öfter erwähnt wurde):
https://rationalreminder.ca/podcast/254
Gast ist ein Finance-Prof, der das Thema Regret untersucht hat. Damit ist letztlich FOMO gemeint, also dass man, wenn man ein "optimales Portfolio" hat (bspw nur ETF), den Regret riskiert, wenn dann ein risky Asset (bspw Crypto, oder Hype Stocks) durch die Decke geht.
Dieser Regret ist zum einen ein direkter Schmerz, ähnlich wie risikaverse Menschen Schmerz beim -10% Drawdown empfinden.
Und zum anderen birgt der Regret die Gefahr, dass man seine optimale Strategie verlässt und Blödsinn macht.
Daher kann es optimal sein, eine gewisse Menge in eigentlich irrationale Assets zu stecken. Das Risiko ist kontrolliert durch kleine Position, und der Regret ist abgewendet weil man im spekulativen Erfolgsfall partizipiert.
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Ich erkenne mich darin selbst durchaus wieder. Beispielweise glaube ich, dass meine Investments in Startup und Crypto Fund von Freunden davon partiell getrieben waren.
Vielleicht ist der Ansatz für einige hier interessant, um zu reflektieren, wieviel man aus diesem Grund in bspw Crypto, Hype Stocks haben möchte, um insgesamt zufrieden zu sein und das eigentliche Risiko, aber auch das Potential für Regret, zu optimieren.
Eine Hypothese: Das wird schwieriger, je kleinteiliger man sich mit Assets beschäftigt.
Beispiel: Für mich als Crpyto-Outsider wäre die Alternative zu dem Fonds entweder kein Crypto, oder vielleicht noch BTC/ETH. Für den Szene-Insider ist aber vielleicht dann jeder Coin FOMO, weil er ja 100x moonen könnte. Und da man dann zumindest das Double up haben wollte, muss man mindestens 1% Portfolio investieren, um die FOMO zu stillen. Das ist bei 2-3 Assets ok, aber bei 30 coins oder 30 Hype Stocks in Bereichen die AI, Uran, Gold, Lithium etc pp
Bestärkt mich darin, mich nicht zu viel mit Crypto und Hype Stocks zu beschäftigen, damit keine neuen FOMO Themen dazukommen und ich meiner Strategie emotional einfacher folgen kann (also auf 80%+ ETF etc).
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Was denkt ihr zum Thema?
Wie seht treibt ist euer Portfolio zum einem von klassischem Risikomanagement, zum anderen von FOMO getrieben? Oder könnt ihr euch davon frei machen und haltet eure Positionen insgesamt für hinreichend rational?