Zum Forum springen
Benachrichtigungen
Alles löschen

Riestern als Student?

55 Beiträge
21 Benutzer
0 Reactions
7,979 Ansichten
barracuda317
Beigetreten: 28.11.2010

Hallo ps-Community,

angeregt durch einen Bericht bei "Finanztest" den ich zufällig in die Finger bekommen habe, habe ich mir mal das Thema Riestern angesehen. Ich bin seit 3 Jahren als Werkstudent in einem Logistikunternehmenbeschäftigt und bezahle bei der Abrechnung auch in die Rentenkasse ein. Ich nehme an, dass dies dann ein "Sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis" ist - eigentlich kenne ich mich mit den Begrifflichkeiten nicht gut aus.

Wenn ich die Berichte korrekt interpretiert habe, muss ich nur mindestens 60 Euro pro jahr aber 4 Prozent meines Jahreseinkommen, sprich 5 Euro im Monat in ein Riesterprodukt investieren, um pro Jahr die maximale Förderung von 154 Euro zu erhalten.

Ich finde, das Verhältnis von Einzahlung und Förderung ist doch dann richtig gut. Macht es also für mich als Student Sinn, mich weiter mit dem Thema zu beschäftigen?


Antwort
Zitat
54 Antworten
jotha
Beigetreten: 20.04.2006

Ja.
Bei Beginn vor dem 25. Lebensjahr gibt es zusätzlich einmalig 200 EUR.


Antwort
Zitat
Fantomas741
Beigetreten: 13.08.2006

Wichtig ist das deine zukünftige (Staatliche) Rente über der Grundsicherung liegt sonst Riesterste fürn Arsch ;)

Aber gehe ich mal von aus wenns Studierst ...


Antwort
Zitat
Wumli
Beigetreten: 21.06.2011

alles richtig, was Du sagst - riestern macht für Dich also Sinn


Antwort
Zitat
FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010

Du solltest dennoch eine Betrachtung über die gesamte Laufzeit machen, es hilft dir ja nichts wenn du overall keine gute Rendite hast...


Antwort
Zitat
Wumli
Beigetreten: 21.06.2011

Original von FiftyBlume
Du solltest dennoch eine Betrachtung über die gesamte Laufzeit machen, es hilft dir ja nichts wenn du overall keine gute Rendite hast...

Das wird schwer, denn man kann ja jetzt noch nicht absehen, wie viel man später verdient, wie viele Kinder man bekommt und wie hoch das Einkommen im Laufe des Lebens steigt.

Man kann aber, sobald das Verhältnis zwischen Förderung und nötigem Eigenbeitrag nicht mehr lohnenswert erscheint, die Einzahlung einfach stoppen.


Antwort
Zitat
FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010

Original von Wumli

Original von FiftyBlume
Du solltest dennoch eine Betrachtung über die gesamte Laufzeit machen, es hilft dir ja nichts wenn du overall keine gute Rendite hast...

Das wird schwer, denn man kann ja jetzt noch nicht absehen, wie viel man später verdient, wie viele Kinder man bekommt und wie hoch das Einkommen im Laufe des Lebens steigt.

Man kann aber, sobald das Verhältnis zwischen Förderung und nötigem Eigenbeitrag nicht mehr lohnenswert erscheint, die Einzahlung einfach stoppen.

Dann schätzt man halt?

Wenn OP den Vertrag in 3 Jahren stilllegt, dann lohnt es sich vllt auch insgesamt nicht...


Antwort
Zitat
jotha
Beigetreten: 20.04.2006

Original von FiftyBlume

Original von Wumli

Original von FiftyBlume
Du solltest dennoch eine Betrachtung über die gesamte Laufzeit machen, es hilft dir ja nichts wenn du overall keine gute Rendite hast...

Das wird schwer, denn man kann ja jetzt noch nicht absehen, wie viel man später verdient, wie viele Kinder man bekommt und wie hoch das Einkommen im Laufe des Lebens steigt.

Man kann aber, sobald das Verhältnis zwischen Förderung und nötigem Eigenbeitrag nicht mehr lohnenswert erscheint, die Einzahlung einfach stoppen.

Dann schätzt man halt?

Wenn OP den Vertrag in 3 Jahren stilllegt, dann lohnt es sich vllt auch insgesamt nicht...

Solche platten Aussagen bringen OP gar nichts. Die verunsichern nur.
Es ist im allgemeinen sinnvoll, das anzufangen. Punkt.
Die Rechung ist doch derzeit ganz einfach:
60 EUR Einzahlung in diesem Jahr und 154 EUR Zulage sowie 200 EUR "Jungstarterbonus".
Somit im ersten Jahr 354 EUR garantiert für 60 EUR Zahlung, deren Rückzahlung auch garantiert ist, gesamt also 414 EUR.
Solange er Student mit ähnlichem Einkommen ist weiterhin 60 EUR Einzahlung für garantiert 204 EUR (60+154) Rückzahlung.
Dazu kommt die Entwicklung des Kapitals nach Abzug der Kosten. Da wird es schwammig.
Später kommt bei höherem Einkommen zusätzlich der Effekt durch Steuerersparnis.
Die Anlage wird also bei normalen Werdegang mit Anspruch auf Riester über Jahre sinnvoll sein.
Man sollte sich dabei nach renomierten Anbietern mit günstiger Kostenstruktur umsehen.


Antwort
Zitat

Wie hoch sind denn so die Kosten?
Und fallen die am Anfang an, über den gesamten Vertrag oder am Ende?


Antwort
Zitat
Gamma88
Beigetreten: 14.09.2007

Yeah, riestern!

:)


Antwort
Zitat
jotha
Beigetreten: 20.04.2006

Original von Gamma88
Yeah, riestern!

:)

Was soll ein Link? Stelle doch deine eigene Meinung dar! Oder übernimmst Du einfach eine meinung von anderen? Oder ist das deine Meinung?
Implizierst Du damit, dass OP als Student künftig Geringverdiener ist und somit davon nichts im Rentenalter hat?


Antwort
Zitat
Martschl
Beigetreten: 16.04.2009

Original von Gamma88
Yeah, riestern!

:)

Herzlichen Glückwunsch, du hast das Video aufmerksam geguckt, daraus die richtige Schlussfolgerung gezogen UND den Sachverhalt hier informativ und kompetent dargelegt.

Statt der Mutter um Beispiel ist OP wahrscheinlich 20 Jahre jünger, zahlt daher länger ein, kommt (sofern OP nicht studierter Taxifahrer wird) über die gesetzliche Mindestrente und profitiert dann sehr wohl vom Riestern.

Würde das ganze aber bei einer Versicherungsgesellschaft machen, statt bei einer Bank. Dort ist man häufig flexibler zwischen Wohn- und Rentenriestern zu "switchen". Für mich heißt das: Wenn es mich beruflich dazu bewegt keinen festen Standort zu haben (alias "Häusle bauen"), kann ich meine Wohnriester in die Altersriester umwandeln. Außerdem ergab sich dort auf längere Zeit ein höherer Zinssatz, muss man aber wohl im Einzelfall beurteilen.

Bevor aber pauschalisierte Aussagen getroffen werden: Such dir einen "unabhängigen" Versicherungsmokel und besprich das mit ihm. Auch Arbeitsunfähigkeitsversicherungen sind nicht unattraktiv, ab Berufsstart.


Antwort
Zitat
FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010

Original von jotha
...
Solche platten Aussagen bringen OP gar nichts. Die verunsichern nur.
Es ist im allgemeinen sinnvoll, das anzufangen. Punkt.
...

Es ist doch völlig blauäugig jetzt mit den Studentenwerten zu rechnen ohne sich Gedanken zu machen, wie das Ganze aussieht, wenn man mit dem Studium fertig ist.

Riestern kann sicherlich ein Bestandteil der Altersvorsorge sein und ist nicht unattraktiv.

Bei anderen Geldanlagen macht man sich schließlich auch vorher Gedanken...


Antwort
Zitat
LinusCaldwell
Beigetreten: 26.09.2007

was haltet ihr von fairr.de

hat sich damit schon jemand auseinandergesetzt?


Antwort
Zitat
lausbua
Beigetreten: 15.11.2009

Original von LinusCaldwell
was haltet ihr von fairr.de

hat sich damit schon jemand auseinandergesetzt?

hab ich noch nie vorher gehört. Sind aber lt. Impressum nen "normaler" Finanzanlagenvermittler nach §34f - im Grunde also nix anderes als jeder normale Makler. Es gibt für mich aber paar Kriterien die nicht zusammenpassen können.
Altersvorsorge, Beratung und Internet. Wenn ich die Beratung nicht brauche weil mein Wissen ausreicht, dann brauche ich auch eine solche Seite nicht. Ist mir die Beratung hingegen wichtig, möchte ich doch eine verlässliche Person haben der ich auch in die Augen sehen kann. (Jemanden zu finden steht dann wieder auf nem anderen Blatt)


Antwort
Zitat
nexus35
Beigetreten: 05.08.2009

Ich habe mir die Seite angeschaut, und meiner Ansicht nach hört sich das sehr vernünftig an. Sicherlich sind die Leute von fairr.de rechtlich ein ganz normaler Vermittler, aber man muss sich genau mit deren Strategie auseinandersetzen. Durch Wegfall der Vermittlerprovision entsteht ein transparentes Kostenmodell für den Kunden. Durch passives Management des Fonds entstehen ebenso weniger Kosten, weil nicht ständig hin- und her verkauft wird. Fairr.de setzt auf sog. ETFs, die versuchen Indizien nachzubilden.

Nehmen wir mal einen klassischen Anbieter der Riesterprodukte. Dieser setzt auf Berater, welche Abschlußkosten verursachen. Diese werden auf das Produkt draufgepackt, und so weit ich weiß auf die ersten 5 Jahre verteilt. Außerdem wird meistens in Fonds der Hausbanken, Fondsgesellschaften etc. investiert welche größtenteils "aktiv" gemanagt werden. Und dabei kassieren die Fonds natürlich wiederum ihre Gebühren, wenn sie Aktien kaufen oder verkaufen. Daher fallen nicht nur hohe Gebühren für das Managen des Fonds. Man muss auch noch für den Kauf der Fondsanteile obendrein den Ausgabeaufschlag bei der Fondsgesellschaft leisten, teilweise bis zu 6% der Anlagesumme. Auch die Performancegebühr kann anfallen. Diese muss der Kunde langfristig erstmal aufholen. Bei ETF sind die Kosten günstiger.

Nehmen wir mal an, der Kunde investiert in DAX-Aktien, und sein passiv gemanagtes Fond bildet exakt den DAX wieder. Auf der anderen Seite muss ein Fondsmanager in seinem aktiven Fond hervorragend die Aktien gewichten um den "DAX zu schlagen". Dabei darf er gesetzlich keine Aktie mit mehr als 10% gewichten. Der positive Aspekt dieser Regel ist, dass der Kunde weniger Risiko hat. Der negative ist, dass ein guter Fondsmanager nicht so viel rausholen kann wie es möglich wäre. Also würde ein Kunde mit so einer ETF-Anlage weniger Möglichkeit haben größere Gewinne zu erzielen als mit einem aktiven Fond. Seine Anlage entwickelt sich wie der Markt selbst. Er wird aber gleichzeitig kein Risiko eingehen, dass sich Fondsmanager verzocken oder zu hohe Kosten die Teile seiner Anlage auffressen.

So lange das ETF-Portfolio bei fairr.de transparent ist, und wie ich sehe ich ist die Anlage weltweit verteilt (was auch nicht schlecht ist) sehe ich da ein sehr interessantes und innovatives Produkt. Dieses Produkt setzt auf mehr Sicherheit, und niedrigere Kostenstruktur. Zumal die Abschlußposten entfallen, welche sich sehr stark auf die Kosten einer Anlage niederschlagen können. Ich würde gerne wissen wie deren Portfolio aussieht, und werde mich da bei Bedarf informieren.


Antwort
Zitat
lausbua
Beigetreten: 15.11.2009

Naja fair wirds nicht umsonst machen ebensowenig wies die Bank umsonst machen wird.

Ohne mich jetzt näher damit befasst zu haben. Gleichzeitig stell ich mir halt die Frage was is in 10 oder 20 Jahren. Werd ich weiter betreut?


Antwort
Zitat

Nehmen 0,5% des angelegten Vermögens p.a. (ab 10k€ angelegtem Vermögen, darunter tlw. bis zu 2%). Ob das jetzt viel ist, wenn man das mit den Fondsgebühren anderer Pläne vergleicht kann ich nicht einschätzen. Aber nachdem ich das für mich mal durchgerechnet habe und am Ende auf ne Summe von >800k komme würde ich mal schätzen, dass sich das durchaus lohnt für die Kollegen. Im letzten Jahr alleine sind das 4k und rein vom Gefühl her sind das sicher >100k über die 42 Jahre Laufzeit.

Kann imo durchaus n valider Plan sein, aber ist jetzt sicher nicht die Wohlfahrt.


Antwort
Zitat
nexus35
Beigetreten: 05.08.2009

@lausbua

Natürlich macht es fairr nicht umsonst. Nur halt viel günstiger. Wie gesagt: Es entstehen keine zusätzliche Provisionen für Berater, weil man es online macht. Weiter Kostenunterschiede zwischen ETF und "normalen" Fonds habe ich oben erwähnt. Im Endeffekt kann man das Ganze mit einer Online-Versicherung vergleichen. Da hast du auch keine Vertreterkosten (welche wirklich happig sind), sondern nur übliche Abschluß- und Verwaltungskosten. Und man informiert sich bei denen nur über Hotlines. Es ist natürlich so, dass du da auch keine persönliche Beratung oder Betreuung bekommst. Sonst wären die Kosten für den Kunden wesentlich höher. Daher sind solche Online-Geschichten eher für jemanden gedacht der sich aktiv über die Produkte informiert, und dementsprechend auch auf eine Beratung in Form von Fleisch und Blut verzichten kann.


Antwort
Zitat

Eines der Probleme bei fairr: 0 Angabe wie verrentet wird :-/


Antwort
Zitat
Teilen: