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Riestern als Student?

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rudi0403
Beigetreten: 23.10.2006
Elite Grinder

Original von STYLE51
Das hat nix mit dem von mir angestrebten Weg zu tun. Das ist einfach Fakt.

Du hast mir immernoch keine Alternative genannt? Was ist denn dein Plan zur Altersvorsorge? Hoffen, dass das ganze System sich schnell ändert?

Wie anfangs schon gesagt, es hängt viel vom Anbieter und der persönlichen Situation (Einkommen/Alter) ab um das bewerten zu können.
Wenn wir von jungen Akademikern ausgehen und einen soliden Anbieter wählen gibt es da überhaupt kein Problem und das Ding rentiert sich nach nicht mal 10 Jahren.

Ja, es muss sich etwas ändern. Die neoliberale Politik der letzten 35 Jahre hat uns dahin gebracht, wo wir jetzt sind: Massenarbeitslosigkeit, Kinder- und Altersarmut etc.
Stefan Schulmeister hat das mal sehr schön erläutert:
http://stephan.schulmeister.wifo.ac.at/fileadmin/homepage_schulmeister/files/New_Deal_Blaetter_08_14.pdf
als Video auch hier sehr kurz erklärt:

Ich brauche keine "Plan" zur Altersvorsorge, da ich davon ausgehe, dass über kurz oder lang die Menschen verstehen, dass sie hier verarscht werden und es zu umfangreichen Protesten kommen wird.
Mit monetärer Vorsorge wird das nichts. Das Geld, was jetzt in solche Verträge angelegt wird, ist verloren. Ich kann nur jedem raten, so schnell wie möglich die vorhandenen Verträge zu kündigen bzw. beitragsfrei zu stellen.

Denk doch mal nach (Du spielst doch Poker): Jedem Überschuss einer Gruppe muss zwangsläufig ein Defizit einer anderen Gruppe gegenüberstehen (wie erwähnt: Saldenmechanik).
Wenn Du beim Pokern dauerhaft gewinnst, muss ein anderer (oder mehrere andere) dauerhaft verlieren. Es können nicht alle Gewinner sein.

Übertragen auf eine kapitalgedeckte Altersvorsorge:
Gewinner sind:
- alle Unternehmen (durch niedrigere Lohn"neben"kosten)
- Banken und Versicherungen (durch Provisionen, Prämien, Boni etc.)
- Aktionäre (durch höhere Dividenden)

Verlierer sind:
- ??? vielleicht kommst Du selber drauf


Antwort
Zitat
STYLE51
Beigetreten: 18.02.2007
Elite Grinder

Das Problem ist das von der Garantierente ausgegangen wird und nicht von der eigentlichen Rente inkl. Überschüssen. Und hier sind wir wieder bei der Wahl des Anbieters. Einfach auf Beständigkeit und langfristige Stabilität achten und man ist auf der sicheren Seite.

rudi ich kann deinen Punkt schon nachvollziehen, jedoch geht es hier nicht um Politikumschwung sondern darum ob Riester sich lohnen kann. Und das tut es wenn man es richtig macht.

@Gallagher: Riester-Dilemma pickt sich auch nur irgendwelche Flaschensammler raus die 3,5 am Tag verdienen.


Antwort
Zitat
rudi0403
Beigetreten: 23.10.2006
Elite Grinder

Original von STYLE51
rudi ich kann deinen Punkt schon nachvollziehen, jedoch geht es hier nicht um Politikumschwung sondern darum ob Riester sich lohnen kann. Und das tut es wenn man es richtig macht.

Ein Banküberfall lohnt sich auch, wenn man es richtig macht :f_biggrin:
Und nein, Riestern lohnt sich eben nicht (es sei denn, Du machst es als Ponzi-Schema. Dann lohnt es sich für die Ersten, aber für die Nachfolgenden nicht mehr)

Nochmal:
1. Der Riestersparer zahlt ein.
2. Von dem Eingezahlten werden Kosten abgezogen (Vertriebsprovisionen, Verwaltungskosten etc.), die einen erheblichen Anteil der eingezahlten Summe ausmachen
3. Der Staat (also wir alle) fördert das Riestern durch ein Steuerspar-Modell
4. Diese eingesparten Stuern muss sich der Staat an anderer Stelle wiederholen. Wer kommt für die Kosten auf?

Es mag sein, dass es Möglichkeiten gibt, dass ein ganz geringer Promille-Satz von diesem Spiel profitiert. Unterm Strich wird aber die Masse der Riestersparer draufzahlen.
Ach ja, schon bekannt, dass sich die Versicherungen schon auf diesen Fall vorbereitet haben?

Versicherungsaufsichtsgesetz
§ 89 Zahlungsverbot; Herabsetzung von Leistungen
http://dejure.org/gesetze/VAG/89.html

Zitat:
"(1) Ergibt sich bei der Prüfung der Geschäftsführung und der Vermögenslage eines Unternehmens, daß dieses für die Dauer nicht mehr imstande ist, seine Verpflichtungen zu erfüllen, (...) so kann die Aufsichtsbehörde das hierzu Erforderliche anordnen, (...). Alle Arten Zahlungen, besonders Versicherungsleistungen, Gewinnverteilungen und bei Lebensversicherungen der Rückkauf oder die Beleihung des Versicherungsscheins sowie Vorauszahlungen darauf, können zeitweilig verboten werden. (...)

(2) Unter der Voraussetzung in Absatz 1 Satz 1 kann die Aufsichtsbehörde, wenn nötig, die Verpflichtungen eines Lebensversicherungsunternehmens aus seinen Versicherungen dem Vermögensstand entsprechend herabsetzen. (...) Die Pflicht der Versicherungsnehmer, die Versicherungsentgelte in der bisherigen Höhe weiterzuzahlen, wird durch die Herabsetzung nicht berührt."

Niemals vergessen: Die Gewinne der einen Gruppe sind immer die Verluste einer anderen Gruppe. Unterm Strich ist das immer Null.
Und das gilt auch weltweit (wo wir dann wieder bei einem anderen Thema wären: die Wettbewerbsfähigkeit und die Unsinnigkeit einer grundgesetzlichen Schuldenbremse).


Antwort
Zitat
STYLE51
Beigetreten: 18.02.2007
Elite Grinder
rudi0403
Beigetreten: 23.10.2006
Elite Grinder

Original von STYLE51
http://www.guter-rat.de/wirtschaften/geld/guter-rat-und-das-institut-fuer-transparenz-der-altersvorsorge-entkraeften-die/blockquote >

Aus dem Impressum:
www.guter-rat.de ist ein Online-Angebot der
Burda Intermedia Publishing GmbH
(...)
Das Verbrauchermagazin Guter Rat erscheint im
SUPERillu Verlag GmbH & Co. KG

Na denn...

In dem Artikel wird eine Studie vorgestellt. Mit im Boot ist:
Institut für Transparenz in der Altersvorsorge(ITA)

Und die gehören laut deren Impressum zu MORGEN & MORGEN, die sich wiederum bewerben als
"Vergleichs- und Informationssoftware für Versicherungsmakler, Vermittler, und Finanzdienstleistungsunternehmen, mit den Schwerpunkten LV, BU und PKV."

Na denn...

Scheint mir nicht sehr objektiv zu sein :f_wink:


Antwort
Zitat
rudi0403
Beigetreten: 23.10.2006
Elite Grinder

Original von STYLE51
http://www.guter-rat.de/wirtschaften/geld/guter-rat-und-das-institut-fuer-transparenz-der-altersvorsorge-entkraeften-die/blockquote >

Und um auf den Inhalt einzugehen:

Vor allem die staatlichen Zulagen geben einen ordentlichen Renditeschub“, stellt der Experte klar. Verträge ohne Riester-Zulagen würden diese Erträge nicht liefern.

Mein Reden. Aber wer bezahlt die Zulagen? Wir alle, also auch der Sparer selbst.

Je mehr Kinder ein Riester-Sparer hat, desto höhere Erträge kann er für sich verbuchen.

Auch sehr weltfremd, findest Du nicht? Aber wahrscheinlich ist das bei Finanzdienstleistern so: Je mehr Kinder die haben, umso mehr Zeit haben sie, um zu arbeiten und 4% ihres Einkommens in Riester-Produkte zu stecken.

Guter Rat und das Institut für Transparenz in der Altersvorsorge (ITA) haben in Berlin die Ergebnisse einer Langzeit-Studie vorgestellt.

Langzeitstudie? 10 Jahre? :f_cool:
Ich bin gespannt wie die nächsten 10 Jahre laufen (bei 0,x% Zinsen auf dem Kapitalmarkt :f_biggrin: )

Und nun ziehen wir am Ende noch den Verlust durch die gesenkte gesetzliche RV ab und unterm Strich ist das ein Riesen-Beschiss.

Wie schon mehrfach erwähnt: Bei Riester gewinnen nur Unternehmen, Banken, Versicherungen und korrupte Politiker.


Antwort
Zitat
STYLE51
Beigetreten: 18.02.2007
Elite Grinder

.

Wenn du bis zu Rente als Prospekteverteiler arbeiten willst dann fährst du damit sicher besser,
wenn du studierst und gut verdienst halt nicht.

Außerdem steht immernoch die Frage nach der Alternative offen, was tun wenn nicht riestern?


Antwort
Zitat
cleese
Beigetreten: 23.12.2011
PokerStrategist

.

Ist doch völlig egal als was ich gearbeitet habe, wenn ich das Geld nie wieder sehe weil ich vorher sterbe?! Die bessere Alternative wäre hierzu einfach das Geld auf einem gewöhnlichen Konto liegen zu lassen, weil solange ich lebe direkten Zugriff darauf habe und nicht 102 Jahre leben muss um den Betrag wieder voll ausgezahlt zu bekommen. Natürlich habe ich hier eine etwas geringere Verzinsung, was aber völlig egal ist, da die Riester Altersstrukturen völlig absurd sind.
Ansonsten gibt es die üblichen verdächtigen wie Aktien, Immobilien und Rohstoffe.
Das funktioniert nur ab einem bestimmten Kapital? Richtig, aber Riestern auch und deshalb ist es völlig egal. Arm bleibt arm und wird abgezockt und reich bleibt reich.
Wenn ich zu den Top10% der Verdiener gehöre, dann brauche ich auch nicht zwingend Riestern.

Du solltest allerdings bedenken, dass die 102 Jahre gelten, wenn mit einer Durchschnittsverzinsung von 2,x% gerechnet wir. In meine Augen aktuell nicht realistisch. Außerdem kannst du dir mit Renteneintritt 100% der nicht geförderten Summe, bzw. 30% der geförderten Summe direkt auszahlen lassen.
Darum switcht auch mit Vollendung des 85. Lebensjahres dein Fondsparplan(?) in eine Rentenversicherung, die bis zum Tod fortzahlt.

Die Einmalzahlung vor dem 25. Lebensjahr ist auch nicht ganz korrekt. In dem Jahr wo du 25 geworden bist, muss der Vertragsabschluss eingehen. Außerdem muss dann ein Betrag von 4% des Vorjahresbrutto gezahlt werden, um die 200€ komplett und nicht nur anteilig zu bekommen.

Außerdem wird der steuerliche Aspekt hier komplett außen vorgelassen. Gerade für sehr viel Studenten ist dies später wirklich interessant. Kann natürlich keiner genau vorhersagen, wieviel er später verdient, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit ein Jahreseinkommen von >30.000€ zu haben nicht unrealistisch. Und Steuern sparen ist doch nie verkehrt ;)

Klar ist Riestern nicht für jeden uneingeschränkt zu empfehlen und wird oft verteufelt. Jedoch find ich die aufgeführten Beispiele häufig sehr einseitig und stellen das Ganze in einem zu schlechten Licht dar. Im Grunde muss es jeder die Entscheidung für sich treffen und es ist einfach nur schade, wie einseitig hier geschrieben wird.
Ich will hier jetzt auch keine Werbung machen... Aber man sollte seine Entscheidung nicht aufgrund eines Zeitungs-/Forenartikel xy fällen. Und das Kopfkissen ist ja nun wirklich keine Alternative...


Antwort
Zitat
DarkZonk
Beigetreten: 21.12.2008
Oldschool Grinder

moin...
ich hijacke hier jetzt auch mal, weil ich das ganze sehr interessant finde.

Zu mir:
24 Jahre alt, Promotionsstudent (grade im Oktober angefangen), Monatsgehalt knapp unter 1.2 k netto.

Da ich Chemie studiere, sollte das Einkommen nach der Prpomotion schon eher ein gutes sein (65k/jahr und mehr). Wie ich aus dem Thread gelesen habe, ist für mich das riestern ja scheinbar eine sehr gute alternative.
Ich hatte bisher davon null ahnung - wie gehe ich da jetzt vor?


Antwort
Zitat
alwayswinning1111
Beigetreten: 22.07.2008
Oldschool Grinder

Original von DarkZonk
moin...
ich hijacke hier jetzt auch mal, weil ich das ganze sehr interessant finde.

Zu mir:
24 Jahre alt, Promotionsstudent (grade im Oktober angefangen), Monatsgehalt knapp unter 1.2 k netto.

Da ich Chemie studiere, sollte das Einkommen nach der Prpomotion schon eher ein gutes sein (65k/jahr und mehr). Wie ich aus dem Thread gelesen habe, ist für mich das riestern ja scheinbar eine sehr gute alternative.
Ich hatte bisher davon null ahnung - wie gehe ich da jetzt vor?


Antwort
Zitat
alwayswinning1111
Beigetreten: 22.07.2008
Oldschool Grinder

wieso ich lache? riester ist halt ein rießen fail, ein gigantischer betrug an der allgemeinheit, eine finanzspritze für die versicherungswirtschaft, die von betrügern wie gerhard schröder und walter riester und perversen kommissionen eingeführt wurde. statt der riester-rente müsste die absenkung des rentenniveaus zurückgenommen, die beitragsbemessungsgrenze aufgehoben und endlich eingeführt werden, dass die in der gesellschaft besser gestellten nicht weiter in ihre bescheuerten berufsständischen versorgungen einzahlen, sondern in ein und diesselbe gesetzliche rentenversicherung. ich kenne ja leute, die in ihre eigenen berufsständischen versorgungen einzahlen, wie z.b. meine eltern. das schlimme ist, die leute sind ja meistens sogar auch noch stolz darauf :/

von 1200€ noch was für die rente abzwacken? euch deutschen hat man doch allen ins gehirn gekackt, oder? naja, overall habt ihrs halt nicht anders verdient gemolken zu werden

und jo, jeder chemiker der promoviert hat verdient 65k + die realität ist doch eher, ohne promotion kriegt man als chemiker überhaupt keinen job. mit promotion schon eher; ein weiter teil derer bleibt schon mal beim staat, da verdienste nie 65k, der rest, naja. gl, ihr träumer

"Mittlerweile bin ich von dem Märchen " Chemiker mit Dr. Titel=Laborleiter und 70.000" richtig enttäuscht. Ich spreche aus eigener Erfahrung und kann sagen, dass Dr. Titel ohne Praktika in der Industrie nicht viel Wert ist. Das Traurige ist, ohne den Dr. Titel ist man als Chemiker noch weniger Wert. Auf meiner Suche nach einer Stelle mit Diplom in der Tasche habe ich nur Absagen kassiert und war für die Stellen entweder überqualifiziert oder ohne Erfahrung. Da man sich irgendwie im Leben finanzieren muss, habe ich mit der Promotion angefangen obwohl ich zukünftig keine leitende Position anstrebe. Meine Meinung dazu: wenn man nicht unbedingt eine Teamleiterkarriere anstrebt, sollte lieber an der FH studieren und reichlich Erfahrung in der Industrie sammeln.
Hat jemand derartige Erfahrungen gemacht und wie kommt man aus diesem Loch wieder raus? Wie kommt das an, wenn man sich auf eine interessante Stelle bewirbt, für die man aber hoffnungslos überqualifiziert ist?
P.S. Ich habe sehr gute Noten und wurde während der Promotion durch ein Stipendium finanziert. "


Antwort
Zitat
cleese
Beigetreten: 23.12.2011
PokerStrategist

Original von alwayswinning1111
wieso ich lache? riester ist halt ein rießen fail, ein gigantischer betrug an der allgemeinheit, eine finanzspritze für die versicherungswirtschaft, die von betrügern wie gerhard schröder und walter riester und perversen kommissionen eingeführt wurde. statt der riester-rente müsste die absenkung des rentenniveaus zurückgenommen, die beitragsbemessungsgrenze aufgehoben und endlich eingeführt werden, dass die in der gesellschaft besser gestellten nicht weiter in ihre bescheuerten berufsständischen versorgungen einzahlen, sondern in ein und diesselbe gesetzliche rentenversicherung. ich kenne ja leute, die in ihre eigenen berufsständischen versorgungen einzahlen, wie z.b. meine eltern. das schlimme ist, die leute sind ja meistens sogar auch noch stolz darauf :/

von 1200€ noch was für die rente abzwacken? euch deutschen hat man doch allen ins gehirn gekackt, oder? naja, overall habt ihrs halt nicht anders verdient gemolken zu werden

und jo, jeder chemiker der promoviert hat verdient 65k + die realität ist doch eher, ohne promotion kriegt man als chemiker überhaupt keinen job. mit promotion schon eher; ein weiter teil derer bleibt schon mal beim staat, da verdienste nie 65k, der rest, naja. gl, ihr träumer

"Mittlerweile bin ich von dem Märchen " Chemiker mit Dr. Titel=Laborleiter und 70.000" richtig enttäuscht. Ich spreche aus eigener Erfahrung und kann sagen, dass Dr. Titel ohne Praktika in der Industrie nicht viel Wert ist. Das Traurige ist, ohne den Dr. Titel ist man als Chemiker noch weniger Wert. Auf meiner Suche nach einer Stelle mit Diplom in der Tasche habe ich nur Absagen kassiert und war für die Stellen entweder überqualifiziert oder ohne Erfahrung. Da man sich irgendwie im Leben finanzieren muss, habe ich mit der Promotion angefangen obwohl ich zukünftig keine leitende Position anstrebe. Meine Meinung dazu: wenn man nicht unbedingt eine Teamleiterkarriere anstrebt, sollte lieber an der FH studieren und reichlich Erfahrung in der Industrie sammeln.
Hat jemand derartige Erfahrungen gemacht und wie kommt man aus diesem Loch wieder raus? Wie kommt das an, wenn man sich auf eine interessante Stelle bewirbt, für die man aber hoffnungslos überqualifiziert ist?
P.S. Ich habe sehr gute Noten und wurde während der Promotion durch ein Stipendium finanziert. "

Mir ist es ehrlich gesagt die Zeit nicht wert, auf alles einzugehen. Daher nur kurz...
Du scheinst mit der aktuellen Situation nicht zufrieden zu sein - ok
Du hast Ideen, wie es in _deinen_ Augen besser wäre - ok
Aber was ändert dies an der aktuellen Situation? Richtig, nichts...
Find es daher wichtig und auch die einzig vernünftige Alternative, das beste aus den zur Verfügung gestellten Ressourcen zu machen. Und das ist nunmal nicht das Geld auf dem Tagesgeldkonto lassen, oder unters Kissen legen.

Dann kommt einer und fragt nach Informationen und du machst dich über seinen Post lustig, ohne auch nur ansatzweise seine finanzielle und berufliche Situation zu kennen... Nunja, soviel dazu...

moin...
ich hijacke hier jetzt auch mal, weil ich das ganze sehr interessant finde.

Zu mir:
24 Jahre alt, Promotionsstudent (grade im Oktober angefangen), Monatsgehalt knapp unter 1.2 k netto.

Da ich Chemie studiere, sollte das Einkommen nach der Prpomotion schon eher ein gutes sein (65k/jahr und mehr). Wie ich aus dem Thread gelesen habe, ist für mich das riestern ja scheinbar eine sehr gute alternative.
Ich hatte bisher davon null ahnung - wie gehe ich da jetzt vor?

Vorab, keine Beratung sondern nur Meinung:
Wenn du vor hast dir eine Immobile zuzulegen- Wohnriester
Wenn dem nicht so ist - Riesterrente
IdR kannst du zwischen beiden switchen, was aber eine Gebühr von ca. 50€ kosten könnte.

Wenn du jetzt fürs Alter vorsorgen möchtest, würde das bei einer Riesterrente bspw. wiefolgt ablaufen.
Du schließt zeitnah einen Riestervertrag ab, um die 200€ Bonuszahlung zu bekommen. Danach passt du deine Ratenzahlung deiner Lebenssituation an - z.B. 50€ mtl. während deiner Promotion und anschließend den Maximalbetrag von 2100€ jährlich um dort eine maximale Steuererleichterung zu bekommen.

Dein Geld wird bis zu einem gewissen Alter in spekulative Anlagen (Aktien) investiert, da diese über einen langen Zeitraum lukrativer sind. Je näher du dem Renteneintritt näher kommst, desto mehr wird in risikoarme Anlagen (Rentenfonds) umgeschichtet. Was dann zum Renteneintritt passiert, hab ich zuvor ja schonmal geschrieben.

In meinen Augen gibt es für Angestellte mit einem Jahresbrutto von >30.000€ zur Zeit keine bessere Alternative, die vom Staat auch noch gefördert wird. Und falls dies doch mal geschieht, passt man einfach wieder die Einzahlungen dementsprechend an. Wie dieses bessere Produkt dann allerdings aussehen soll, ohne das komplette System in Frage zu stellen.... keine Ahnung.

Noch abschließend zur Info für dich. Altersvorsorge ist extrem wichtig. Es wird eigl immer empfohlen, diese auf den Säulen der gesetzlichen, betrieblichen und privaten Vorsorge aufzubauen. Lass dir aber auch keine Angst machen und spar dich zu Tode..


Antwort
Zitat
STYLE51
Beigetreten: 18.02.2007
Elite Grinder

Endlich mal jmd ders checkt und nicht nur Propaganda verbreitet.

@darkzonk: du schreibst was von alternative, d.h. du sorgst jetzt schon anders vor? sowas müsste man dafür halt wissen. am besten du schaust dich nach nem guten anbieter um und lässt dich beraten. ich empfehle auch oft mehrere beratungsgespräche bei verschiedenen versicherern zu machen um für sich selbst filtern zu können.


Antwort
Zitat
DarkZonk
Beigetreten: 21.12.2008
Oldschool Grinder

sorry, hab den thread voll vergessen

danke für die antworten. Ich habe nächste WOche Mittwoch einen Termin bei unabhängigen Investmentberatern, da ich ne Haftpflicht+Rechtsschutzversicherung brauche. Da hab ich dann gleich gefragt, ob die mich zu dem Thema auch beraten können und da werde ich dann auch ein wenig genaueres erfahren.

@Styles: Nein, ich habe bisher noch keine Alternative, hab ich wohl etwas schlecht ausgedrückt.


Antwort
Zitat
STYLE51
Beigetreten: 18.02.2007
Elite Grinder

kannst ja mal dein riesterangebot hier posten. wäre mal interessant und wir können drübergucken wenn du magst.


Antwort
Zitat
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