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Space Elevator

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Khrano
Beigetreten: 20.06.2009

Original von FishButPiranha

Original von lemslin
Genau

du hast meinen post oben überlesen :evil:

Würde mich tatsächlich auch interessieren.

Jedenfalls hochinteressant, was es hier zu Lesen gibt. :)


Antwort
Zitat
MadCow
Beigetreten: 15.09.2006

Original von AquArii420
Das mit dem Material ist schon eine verzwickte Sache.
Stimmt ihr mit mir denn überein, dass wenn man ein Material gefunden hat, der Space Elevator "schnell" Realität sein wird? Oder seht ihr noch andere große Stolpersteine in der Entwicklung?

selbst wenn man ein passendes material haette glaube ich kaum das man soetwas wirklich bauen würde bevor man einen richtig guten grund dafür hat (z.b. mars besiedeln)

Z.b. was ist wenn das kabel doch mal reißt?
dann wickelt sich ein 36000km langes kabel um fast die ganze Erde.


Antwort
Zitat
Khrano
Beigetreten: 20.06.2009

Wieso sollte das Kabel sich um die Erde wickeln?

Sollte es mangels großer Gravitationskraft und hoher Zentripetalkraft nicht eher ins All getrieben werden?


Antwort
Zitat
MadCow
Beigetreten: 15.09.2006

Damit das Kabel nicht einfach runterfällt braucht es über dem geostationärem Orbit ein schweres Gegengewicht.
Reißt das Kabel unterhalb des Gegengewichts fällt der ganze Rest runter zur Erde und das Gegengewicht fliegt davon.

edit: wiki sagt (ohne zitat) das das Kabel in der Athmosphäre verglühen wurde.
http://en.wikipedia.org/wiki/Space_elevator_safety#In_the_event_of_failure
Ich bin mir da aber nicht so sicher, im oberem bereich muss das Kabel ziemlich dick sein und selbst unsere kleine Satelliten verglühen nicht in der Athmosphäre wenn sie nicht kontrolliert zum Absturz gebracht werden.
Es ist in jedem fall ein Ansatzpunkt um politisch gegen das Kabel zu lobbien.


Antwort
Zitat
pg89
Beigetreten: 05.04.2008

Original von MadCow
Damit das Kabel nicht einfach runterfällt braucht es über dem geostationärem Orbit ein schweres Gegengewicht.
Reißt das Kabel unterhalb des Gegengewichts fällt der ganze Rest runter zur Erde und das Gegengewicht fliegt davon.

Das würde vorraussetzen, dass das seil das gegengewicht hält. Dann wird die kraft aber nochmal um einiges höher. Außerdem würde das seil ja eher oben reißen.


Antwort
Zitat
MadCow
Beigetreten: 15.09.2006

Original von pg89
Das würde vorraussetzen, dass das seil das gegengewicht hält. Dann wird die kraft aber nochmal um einiges höher. Außerdem würde das seil ja eher oben reißen.

Ja das Seil hält das Gegengewicht, durch seine eigenes Gewicht.
Auf der Erde muss es kaum verankert werden, es hängt eigentlich nur von oben runter.
Und wenn es oben reißt hat man genau das Problem, das Seil fällt runter. Wenn es unten reißt fliegt der ganze rest vom Seil davon.


Antwort
Zitat
GrandeSmokio
Beigetreten: 24.11.2006

und wenn es genau in der mitte reißt? :coolface:


Antwort
Zitat
lemslin
Beigetreten: 21.09.2009

Interessanter Wikipedia-Artikel.

Mit Mathematica bekommt man ähnliche Graphen, hier mal der erste Graph für Dyneema nachvollzogen:

Durchmesser bei konstanter Belastung von 3GPa in Abhängigkeit von der Höhe und Startmasse bei Höhe Null von 300kg(damit ergibt sich der initiale Querschnitt von 9,81N/kg*300kg/3Gpa=9.81*10^-7m²). Angezeigt wird der Durchmesser in Meter.

solu = DSolve[{3000000000*A'[r] ==
960*A[r]*((6674*10^-14)*(597*10^22)/r^2 - 4*Pi^2/86400^2*r),
A[6378000] == 9.81*10^-7}, A[r], r];
Plot[(((A[r] /. solu)/Pi)^.5)*2, {r, 6378000, 150000000},
PlotRange -> Full, AxesOrigin -> {6378000, 0}]

mit Erläuterungen in rot vor den Werten zum eigenen Variieren:
solu ist die Lösung nach A[r], was die Querschnittsfläche ist, geplottet wird aber der Durchmesser
solu = DSolve[{Zugbelastung in Pa3000000000*A'[r] ==
Dichte in kg/m²960*A[r]*((Gravitationskonstante in m³/s²/kg6674*10^-14)*(Erdmasse in kg597*10^22)/r^2 - 4*Pi^2/Sekunden pro Tag86400^2*r),
A[Erdradius in m6378000] == Querschnittsfläche bei Höhe null9.81*10^-7}, A[r], r];
Plot[(((A[r] /. solu)/Pi)^.5)*2, {r, 6378000, Höhe in m150000000},
PlotRange -> Full, AxesOrigin -> {6378000, 0}]

Der Graph für Graphen ergibt sich, wenn man die Zugbelastung auf ca. 30GPa setzt.

Bin obv. Physiker


Antwort
Zitat
StefanNRW
Beigetreten: 15.08.2007

Original von MadCow

Original von pg89
Das würde vorraussetzen, dass das seil das gegengewicht hält. Dann wird die kraft aber nochmal um einiges höher. Außerdem würde das seil ja eher oben reißen.

Ja das Seil hält das Gegengewicht, durch seine eigenes Gewicht.

Das ist klar, aber die Frage ist doch, ob das Seil dadurch nicht noch mehr Zugkraft aushalten muss. Bis zum geostationären Orbit wird es nach unten gezogen, von da an nach oben - das ist wie beim Tauziehen... wenn du zu stark dran ziehst, wird es in der Mitte zerrissen!

Original von lemslin
Der Graph für Graphen ergibt sich, wenn man die Zugbelastung auf ca. 30GPa setzt.

Nur damit sich nicht einige ob des sich ergebenden niedrigen Radius zu sehr freuen ;) möchte ich nochmal erwähnen, dass Graphen (ich drücks mal platt aus) "als Querschnitt existiert". Man hat also Graphit, wenn man da ein dreidimensionales Seil draus macht... für alle anderen Materialien stimmt diese Rechnung als optimales Modell, für Graphen kann man das so nicht machen.


Antwort
Zitat
lemslin
Beigetreten: 21.09.2009

Stefan,du hast recht. Dieses Modell für ein Seil mit konstanter Zugbelastung in jedem Teil des Seils ist eine Näherung für ein homogenes Material, am besten ohne Atome.

Ich fand es interessant nachzuvollziehen, welche Form so ein Seil haben muss, damit die Zugbelastung überall im Seil gleich ist. Mit solch einer angepassten Form(Durchmesser unten 1mm und oben 2,5m) sieht die Sache nicht mehr ganz so unmöglich aus;)


Antwort
Zitat
AquArii420
Beigetreten: 11.06.2010

Wirst du etwa optimistsch? =)


Antwort
Zitat
flowIIpoker
Beigetreten: 14.02.2007

ich hab ne weile nicht migelesen.

aber wenn die struktur steht frag ich mich, wie die aufgebaut [(verfahrens-]technisch) werden kann

und mit welchem payload???


Antwort
Zitat
AquArii420
Beigetreten: 11.06.2010

Ist alles Theorie, aber das Seil würde man wahrscheinlich von dem Satelitten "herunterlassen". Die zweite Frage verstehe ich nicht. Was genau meinst du?
Payload könnte dann alles sein.


Antwort
Zitat
bonifatius51
Beigetreten: 25.06.2009

Original von StefanNRW

Original von MadCow

Original von pg89
Das würde vorraussetzen, dass das seil das gegengewicht hält. Dann wird die kraft aber nochmal um einiges höher. Außerdem würde das seil ja eher oben reißen.

Ja das Seil hält das Gegengewicht, durch seine eigenes Gewicht.

Das ist klar, aber die Frage ist doch, ob das Seil dadurch nicht noch mehr Zugkraft aushalten muss. Bis zum geostationären Orbit wird es nach unten gezogen, von da an nach oben - das ist wie beim Tauziehen... wenn du zu stark dran ziehst, wird es in der Mitte zerrissen!

Nö: actio=reactio, das Gegengewicht ist ja faktisch die Kraft, die daran zieht.

€: ihr könnt euch schon mal nen politisch stabilen Staat am Aquator raussuchen. Nur da sind Geostationäre Sateliten möglich.

Ecuador vielleicht, da spart man durch die Anden auch gleich noch 3 km. :rolleyes:


Antwort
Zitat

hatte davon schon öfters gehört, find auf jeden Fall super spannend, dass es in die Richtung Wettbewerbe und so gibt :)


Antwort
Zitat
AquArii420
Beigetreten: 11.06.2010

Leider gibt es zu wenige. ;)
Der Contest in den USA findet nicht mehr statt. So bleiben noch Japan und wir in München. ^^


Antwort
Zitat
wuerstchenwilli
Beigetreten: 07.04.2008

Leider finde ich weder das Zitat noch den Verfasser, aber hier mal sinngemäß:

"Ich kann mir nicht voorstellen, dass weltweit mal mehr als 3 oder 4 Computer benötigt werden!"

oder:

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass Familien sich auf das Sofa setzen und in eine Kiste hineinschauen!"

Was ich damit sagen will: Es werden immer Dinge geschaffen, die vor wenigen Jahren noch unvorstellbar waren.


Antwort
Zitat
AquArii420
Beigetreten: 11.06.2010

Isaac Asimov hat mal gesagt(sinngemäß), dass die Welt in Zukunft aussehen wird, wie ein Rad mit vielen Speichen, da überall am Äquator Space Elevator sein werden.


Antwort
Zitat
lemslin
Beigetreten: 21.09.2009

Original von wuerstchenwilli
Leider finde ich weder das Zitat noch den Verfasser, aber hier mal sinngemäß:

"Ich kann mir nicht voorstellen, dass weltweit mal mehr als 3 oder 4 Computer benötigt werden!"

oder:

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass Familien sich auf das Sofa setzen und in eine Kiste hineinschauen!"

Was ich damit sagen will: Es werden immer Dinge geschaffen, die vor wenigen Jahren noch unvorstellbar waren.

Bedarf und Machbarkeit sind verschiedene Paar Schuhe. Bedarf und Nachfrage kommen schon bei technischer Machbarkeit und Verfügbarkeit.

Was die Zukunft wirklich bringt, kann man halt schlecht abschätzen. Für heute war doch schon längst Verkehr mit fliegenden und/oder nuklear betriebenen Autos vorhergesagt. Es kommt immer drauf an, in welcher Zeit die Prognosen gemacht werden. Dass wir heute jederzeit überall erreichbar sind und dieses Internet haben, wurde dagegen von nicht so vielen Leuten vorhergesagt. Wie das unser Leben umgekrempelt hat, schon gar nicht.

Es gibt jedoch auch Grenzen, über die nur Phantasten hinausdenken und z.B. einen Warpantrieb für möglich halten. Ich gebe jedoch zu, dass diese Grenzen sich durchaus mit der Zeit verschieben. Z.B. beim Weltraumaufzug.


Antwort
Zitat
Dominik7
Beigetreten: 15.06.2006

Warum wird eigentlich so ein Wirbel um Atommüllendlagerung gemacht wenn man fast sicher davon ausgehen kann, dass in <300 Jahren so ein Teil realisiert werden wird und man easy den ganzen Müll auf dem Mond verankern könnte?

Ich bin zwar Atomgegner durch und durch, doch wenn es immer heißt wuäh mann muss das Zeug 1 Mio Jahre lagern und es gibt die Gefahr, dass es vergessen wird usw wird mir irgendwie ganz anders bzw wundere ich mich über diese beschränkte Sichtweise.

Das wäre doch eine der ersten und sinnvollsten Verwendungsmöglichkeiten?


Antwort
Zitat