Zum Forum springen
Benachrichtigungen
Alles löschen

Warum kann man schwimmen?

22 Beiträge
11 Benutzer
0 Reactions
4,946 Ansichten
wuerstchenwilli
Beigetreten: 07.04.2008
BlackMember

Hallo,

letztens habe ich mit einem Kumpel über folgende Sache gesprochen:

in einem Klärwerk kann man (laut Aussage einer Freundin) in einigen Wasserbehältnissen nicht schwimmen, weil der Sauerstoffanteil zu groß ist.

Jetzt meine Vermutung:

Dies liegt an der verringerten Dichte und dem damit verbundenen geringeren Auftrieb. Wenn ich Sauerstoff verneble habe ich eine kehrwertiges (gegenteilig darf ich nicht sagen) Mischverhältnis, in dem es mir sicherlich unmöglich ist zu schwimmen.

Nächster Gedanke:

Könnte auch Viskosität eine Rolle bei Auftrieb spielen? D.h. könnte eine Flüssigkeit so fluid (= Kehrwert von Viskos; gegenteil darf ich nicht sagen, weil mathematisch inkorrekt) sein, dass ich nicht schwimmen kann, oder hat diese Eigenschaft keinen Einfluss darauf? Kann man in Honig besser schwimmen als in Wasser, also sich besser "über Wasser" halten? Wenn ja, müsste dies ja auf die Viskosität zurückzuführen sein, da Honig imo nicht dichter ist als Wasser.

Nächste Phänomene:
ich habe mal bei "Verstehen Sie Spaß...?" gesehen, wie ein Jogger über eine Flüssigkeit läuft, in der ein Spaziergänger einsinkt. Hat das was mit Viskosität zu tun? Wenn nein, wie nennt man diese Eigenschaft? Ähnlich oder evtl. das Selbe: Ein Flummi, der wieder hoch springt, wenn man ihn feste auf den Boden wirft, der in Ruhe aber zerfliest.


Antwort
Zitat
21 Antworten
IgNoRaNt
Beigetreten: 18.03.2006
Oldschool Grinder

Wegen dieser Kinderscheisse (Kehrwert mimimi) halt ich mich mal kurz.

Auftrieb hat nichts mit Viskosität zu tun. Rühren schon eher. Und die Flüssigkeit war eine nicht-newtonsche.


Antwort
Zitat
dude1990
Beigetreten: 24.06.2008
Oldschool Grinder

Hi,

also ich kenne die konkrete Situation nicht, allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass eine Sauerstoffeinblasung die Dichte von Wasser so weit senken kann, dass man nicht mehr schwimmen kann. Was ich mir vorstellen könnte ist, dass etwas ähnliches gibt, was beim Fliegen als Luftloch bezeichnet wird. Eventuell gibt es halt dadurch einfach eine Strömung oder einen Sog, der es einem nicht ermöglicht zu schwimmen.

Zum Honig: Der hat eine eine fast 40 % höhere Dichte als Wasser, was generell einmal die Vermutung nahe legt, dass man darin nicht untergeht. Ob man darin aber schwimmen kann ist eine andere Sache. Honig ist ja deutlich zähflüssiger, weshalb man vermutlich nicht wirklich von schwimmen reden kann.

Zu Verstehen Sie Spaß : Es handelt sich um ein recht bekanntes Phänomen. Der Witz ist dabei, dass es sich um ein Stärke-Wasser-Gemisch handelt. Bei schnellen Bewegungen können die Moleküle nicht schnell genug ausweichen und stützen somit den Fuß/Hand ab. Macht man das Ganze allerdings langsam sinkt man ein..


Antwort
Zitat
wuerstchenwilli Themenstarter
wuerstchenwilli
Beigetreten: 07.04.2008
BlackMember

Original von dude1990

Zum Honig: Der hat eine eine fast 40 % höhere Dichte als Wasser, was generell einmal die Vermutung nahe legt, dass man darin nicht untergeht. Ob man darin aber schwimmen kann ist eine andere Sache. Honig ist ja deutlich zähflüssiger, weshalb man vermutlich nicht wirklich von schwimmen reden kann.

das ist ja genau die Frage. Sinkt man langsamer ein wegen der höheren Dichte oder wegen der höheren Viskosität.

Zu Verstehen Sie Spaß : Es handelt sich um ein recht bekanntes Phänomen. Der Witz ist dabei, dass es sich um ein Stärke-Wasser-Gemisch handelt. Bei schnellen Bewegungen können die Moleküle nicht schnell genug ausweichen und stützen somit den Fuß/Hand ab. Macht man das Ganze allerdings langsam sinkt man ein..

Hat das was mit Viskosität zu tun??

@ IgNoRaNt: Mit der Kinderscheiße habe ja nicht ich angefangen.


Antwort
Zitat
Plastichamer
Beigetreten: 04.11.2009
PokerStrategist

Original von dude1990

Zu Verstehen Sie Spaß : Es handelt sich um ein recht bekanntes Phänomen. Der Witz ist dabei, dass es sich um ein Stärke-Wasser-Gemisch handelt. Bei schnellen Bewegungen können die Moleküle nicht schnell genug ausweichen und stützen somit den Fuß/Hand ab. Macht man das Ganze allerdings langsam sinkt man ein..

hier nochmal nen youtubevideo dazu:

wie ich direkt in die küche gelaufen bin und das zeug ausprobiert habe
für so nen scheiss wird man nie zu alt.

http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Nicht-Newtonsches_Fluid.html

nochmal ne erklärung des ganzen.


Antwort
Zitat
Verbalance
Beigetreten: 14.09.2011
Legacy Member

Scherverdickend (Dilatantes Fluid) ist z.B. Stärkesuspension. Stichwort Rheologie, les es einfach nach ;)


Antwort
Zitat
Annuit20
Beigetreten: 14.09.2007
Elite Grinder

stoped reading here: wuerstchenwilli


Antwort
Zitat
wuerstchenwilli Themenstarter
wuerstchenwilli
Beigetreten: 07.04.2008
BlackMember

Original von Annuit20
cannot read wuerstchenwilli

FYP


Antwort
Zitat
wuerstchenwilli Themenstarter
wuerstchenwilli
Beigetreten: 07.04.2008
BlackMember

Leider konnte ich noch keiner Antwort etwas entnehmen, was mir weiter hilft.

Auftrieb hat nichts mit Viskosität zu tun. Rühren schon eher.

redest du nur vom hydrostatischen Auftrieb oder auch von der Schwimmbewegung?


Antwort
Zitat
Plastichamer
Beigetreten: 04.11.2009
PokerStrategist

Original von wuerstchenwilli
Leider konnte ich noch keiner Antwort etwas entnehmen, was mir weiter hilft.

Auftrieb hat nichts mit Viskosität zu tun. Rühren schon eher.

redest du nur vom hydrostatischen Auftrieb oder auch von der Schwimmbewegung?

Dein Auftrieb beim schwimmen setzt sich zusammen aus dem hydrostatischen Auftrieb der mit dem verhältnis deiner körperdichte zur wasserdichte zusammenhängt und dem hydrodynamischen auftrieb den du durch deine bewegung erzeugst und der mit der viskosität des wassers und seiner dichte zusammenhängt.

die blubberbläschen in deinem klärwerk sollten beides verringern. dichte und viskosität.

Alle aussagen basieren auf nen bischen googlen und nachdenken, also ohne gewähr.


Antwort
Zitat
1u21
Beigetreten: 23.11.2006
Poker Player

Original von wuerstchenwilli
Leider konnte ich noch keiner Antwort etwas entnehmen, was mir weiter hilft.

Auftrieb hat nichts mit Viskosität zu tun. Rühren schon eher.

redest du nur vom hydrostatischen Auftrieb oder auch von der Schwimmbewegung?

Hier dann mal die Antwort mit Formeln:

Die Auftriebskraft wird als F = V*g*(\rho_Körper - \rho_Fluid) definiert. Hat man eine geringere Dichte als das Fluid, steigt man. Gleiche Dichte ->Schwimmen, geringere Dichte ->sinken.

Wird mehr Gas dem Fluid zugeführt, als es aufnehmen kann, sinkt die Dichte nach dem Mischgesetzt, wenn alles ideal verteilt ist.
Das wäre der hydrostatische Anteil. Jetzt der hydrodynamische Anteil:

Die Widerstandskraft ist als F = 0,5 *v^2*A*\rho definiert. Man muss nur letztendlich schnell genug rudern um oben schwimmen zu können.

Jetzt zur zweiten Frage:

Es liegt ein dilatantes Fluid vor, welches sich mit \eta = K*d\gamma\dt^(n-1) mit n>1 beschreiben lässt. Je mehr Schubspannung eingebracht wird, umso höher wird die Viskosität und die Widerstandskraft des Körpers steigt an.

Solltest du es jetzt nicht verstanden haben, würde ich mir Gedanken um eine Umschulung machen.


Antwort
Zitat
josch2001
Beigetreten: 25.03.2006
BlackMember

Original von dude1990
Hi,also ich kenne die konkrete Situation nicht, allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass eine Sauerstoffeinblasung die Dichte von Wasser so weit senken kann, dass man nicht mehr schwimmen kann. Was ich mir vorstellen könnte ist, dass etwas ähnliches gibt, was beim Fliegen als Luftloch bezeichnet wird. Eventuell gibt es halt dadurch einfach eine Strömung oder einen Sog, der es einem nicht ermöglicht zu schwimmen.

Zum Honig: Der hat eine eine fast 40 % höhere Dichte als Wasser, was generell einmal die Vermutung nahe legt, dass man darin nicht untergeht. Ob man darin aber schwimmen kann ist eine andere Sache. Honig ist ja deutlich zähflüssiger, weshalb man vermutlich nicht wirklich von schwimmen reden kann.

Zu Verstehen Sie Spaß : Es handelt sich um ein recht bekanntes Phänomen. Der Witz ist dabei, dass es sich um ein Stärke-Wasser-Gemisch handelt. Bei schnellen Bewegungen können die Moleküle nicht schnell genug ausweichen und stützen somit den Fuß/Hand ab. Macht man das Ganze allerdings langsam sinkt man ein..

Das ist doch so ähnlich wie diese Methanblasen die Schiffe zum kentern bringen können. Könnte also schon funktionieren.


Antwort
Zitat
Burnie211
Beigetreten: 15.04.2008
Elite Grinder

luftblasen im wasser vermindern selbstverständlich den auftrieb. haben sie glaube nen schönes experiment bei mythbusters gemacht wo sie nen kleins Boot hatten und am boden des beckens luftblasen reingelassen hatten.
Irgendwann ging es dann unter weil die Luftblasen die dichte des vom Boot verdrängten Volumens abgesenkt haben wodurch der auftrieb irgendwann nicht mehr genug auftrieb vorhandne war.


Antwort
Zitat
dude1990
Beigetreten: 24.06.2008
Oldschool Grinder

Das Methanproblem bei Schiffen war mir auch bekannt, aber ist der fehlende Auftrieb tatsächlich die Ursache für das Sinken ? Ich dachte immer, dass es dann einfach Schlagseite bekommt und deswegen sinkt. Dass ein Mensch tatsächlich untergeht und auch durch Schwimmbewegungen nicht mehr an der Wasseroberfläche kommt, kann ich mir ehrlich gesagt immer noch nicht vorstellen, ist die Sauerstoffeinblasung wirklich so extrem ?


Antwort
Zitat
wuerstchenwilli Themenstarter
wuerstchenwilli
Beigetreten: 07.04.2008
BlackMember

Original von 1u21

Die Widerstandskraft ist als F = 0,5 *v^2*A*\rho definiert. Man muss nur letztendlich schnell genug rudern um oben schwimmen zu können.

Das ist ja meine Frage:

Gibt es solche Flüssigkeiten, die es einem geübten Schwimmer unöglich machen sich oben zu halten? Ich kam noch nie in Kontakt mit extrem fluiden Fluiden und schon gar nicht als Schwimmer.

Gibt es eine Flüssigkiet mit ähnlicher Dichte wie Wasser, in dem man trotzdem nicht Schwimmen kann weil sie eben nicht viskos genug ist?


Antwort
Zitat
1u21
Beigetreten: 23.11.2006
Poker Player

Original von wuerstchenwilli

Original von 1u21

Die Widerstandskraft ist als F = 0,5 *v^2*A*\rho definiert. Man muss nur letztendlich schnell genug rudern um oben schwimmen zu können.

Das ist ja meine Frage:

Gibt es solche Flüssigkeiten, die es einem geübten Schwimmer unöglich machen sich oben zu halten? Ich kam noch nie in Kontakt mit extrem fluiden Fluiden und schon gar nicht als Schwimmer.

Gibt es eine Flüssigkiet mit ähnlicher Dichte wie Wasser, in dem man trotzdem nicht Schwimmen kann weil sie eben nicht viskos genug ist?

Benutz doch bitte einfach Google.


Antwort
Zitat
KittenKaboodle
Beigetreten: 29.01.2006
Elite Grinder

Original von 1u21
Solltest du es jetzt nicht verstanden haben, würde ich mir Gedanken um eine Umschulung machen.

Hast Du es wirklich nötig, andere Leute so runter zu machen? Das führt doch letztlich nur dazu, dass diejenigen, die etwas nicht wissen, sich erst gar nicht trauen nachzufragen.


Antwort
Zitat
josch2001
Beigetreten: 25.03.2006
BlackMember

Original von dude1990
Das Methanproblem bei Schiffen war mir auch bekannt, aber ist der fehlende Auftrieb tatsächlich die Ursache für das Sinken ? Ich dachte immer, dass es dann einfach Schlagseite bekommt und deswegen sinkt. Dass ein Mensch tatsächlich untergeht und auch durch Schwimmbewegungen nicht mehr an der Wasseroberfläche kommt, kann ich mir ehrlich gesagt immer noch nicht vorstellen, ist die Sauerstoffeinblasung wirklich so extrem ?

Natürlich. Stell dir einfach vor, dass die Luftblasen so extrem sind, dass quasi gar kein Wasser mehr da ist. Dann müsste das Schiff plötzlich "fliegen", genau so isses wenn weniger Luftblasen da sind nur halt entsprechend geringer.


Antwort
Zitat
wuerstchenwilli Themenstarter
wuerstchenwilli
Beigetreten: 07.04.2008
BlackMember

Original von KittenKaboodle

Original von 1u21
Solltest du es jetzt nicht verstanden haben, würde ich mir Gedanken um eine Umschulung machen.

Hast Du es wirklich nötig, andere Leute so runter zu machen? Das führt doch letztlich nur dazu, dass diejenigen, die etwas nicht wissen, sich erst gar nicht trauen nachzufragen.

This! Solche Lehrer sind auch immer sehr beliebt. Alle Schüler sitzen da, keiner traut sich zu fragen und der lehrer denkt, alle haben es verstanden. wissenslücken zuzugeben ist in unserer Gesellschaft leider sehr unpopulär. Jeder stellt sich hin als wüsste er alles. und das schlimme: Damit haben viele auch noch Erfolg. Anderes Wort dafür: Blender. Da bin ich lieber dum und frage nach.


Antwort
Zitat
1u21
Beigetreten: 23.11.2006
Poker Player

Original von wuerstchenwilli

Original von KittenKaboodle

Original von 1u21
Solltest du es jetzt nicht verstanden haben, würde ich mir Gedanken um eine Umschulung machen.

Hast Du es wirklich nötig, andere Leute so runter zu machen? Das führt doch letztlich nur dazu, dass diejenigen, die etwas nicht wissen, sich erst gar nicht trauen nachzufragen.

This! Solche Lehrer sind auch immer sehr beliebt. Alle Schüler sitzen da, keiner traut sich zu fragen und der lehrer denkt, alle haben es verstanden. wissenslücken zuzugeben ist in unserer Gesellschaft leider sehr unpopulär. Jeder stellt sich hin als wüsste er alles. und das schlimme: Damit haben viele auch noch Erfolg. Anderes Wort dafür: Blender. Da bin ich lieber dum und frage nach.

Blöd nur, dass du Lehrer werden willst und anscheinend nicht in der Lage bist einfache physikalische Zusammenhänge zu verstehen. Wenn du nicht mal dieses Niveau versteht, was einem Oberstufenniveau entspricht, solltest du dir ernsthaft Sorgen machen.

Ich durfte schon oft genug Nachhilfe geben und, ob ihr es mir glaubt oder nicht, meine Nachhilfeschüler haben sich von einer 5-6 auf eine 1-3 verbessert. Die Lehrer waren erstaunt, was die plötzlich können und warum die das auch erklären können! Es war auch nicht temporär, sondern dauerhaft und ich hab nicht mehr als 6 Monate gebraucht. Klingt nach einem Wunderrezept, aber ich habe denen einfaches analytisches Denken beigebracht. Denen hat Mathe wieder Spaß gemacht. Erzähl mir also nichts von "Bist ein Scheißlehrer". Ein guter Lehrer sorgt dafür, dass sowas Spaß macht und es gibt welche von der Sorte. Vor denen hab ich Respekt. Nur solche Lehrer, wie du es bist, sorgen für die Lustlosigkeit in der Mathematik.


Antwort
Zitat
Teilen: