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Windkraft billiger als Kernkraft?

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LLficfac
Beigetreten: 21.01.2011
PokerStrategist

das ist aber ein gedankengang, den wenige nachvollziehen werden. ein beispiel für sowas war kürzlich im tv, wo ein grüner bürgermeister ein neues biokraftwerk nicht in betrieb nimmt, weil die stadt 6mios jährlich reinbuttern müsste.
man hat oft das gefühl, dass am falschen ende gespart wird, aber das argument "kein geld" ist natürlich schwer zu bewältigen.

die kosten für strom zu beziffern, ist eigentlich unmöglich. die subventionen für atomstrom in den letzten jahrzehnten müssten eingerechnet werden sowie die kosten eines neuen energienetzes usw..
aber der wirkliche hinkefuß an der diskussion ist imo das stromkartell, worüber unser staatsfernsehen unlängst berichtet hat: die strompreise werden mittags am stammtisch von den londoner cityboys per schnauze festgesetzt. aus diesemm wirrwarr verlässliche aussagen über tatsächliche kosten einer betriebsart rauszufiltern, dürfte auch dem prof. sinn schwer fallen. deshalb vernunft > lobbyismus


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zickei
Beigetreten: 05.10.2006
Elite Grinder

Man wird aber nie eine seriöse Rechnung - mit der alle zufrieden sind - aufstellen können, wieviel und wie hoch die Subventionen wirklich sind. Dann hätten ja alle Fakten und einige würde dumm aus der Wäsche kucken mit ihren überteuerten "Gerätschaften".

Nur eines ist definitiv festzustellen. Der Strom wurde massiv teurer und wird wohl noch teurer werden. Dazu hat man jetzt nicht nur die Kohle- und die Atomlobby von früher, sonder als Zugabe noch Solar, Biomasse und Co.

Dazu noch ungeklärte Stromtrassen bzw. ob diese überhaupt von Nutzen sind - wieder eine Lobbygruppe inkl. Kosten für die Verbraucher mehr.

Ich wüsste nicht wie man die so genannte Energiewende hätte schlechter machen können. Ein Ende ist ja leider auch noch lange nicht in Sicht.


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Zitat
bumblebeebee
Beigetreten: 06.06.2006
Oldschool Grinder

Hier ist ein aktueller Artikel, wie die französische Firma Avera im Niger Uran abbaut: Uranabbau im Niger: Der Fluch des strahlenden Reichtums

Man stelle sich mal vor, dort würden europäische Sicherheitsstandards, Arbeits- und Umweltschutzgesetze angewendet werden. Uran wäre unbezahlbar.


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Zitat
Nanni88
Beigetreten: 07.08.2009
Elite Grinder

War mir schon fast klar, dass der Artikel genannt wird ^^
Auch hier gilt wieder: Unbezahlbar ist übertrieben. Areva ist einfach eines der menschfeindlichsten Unternehmen die ich so kenne und hat absurde Gewinnmargen. Das gilt übrigens nicht nur für den Abbau von Uran sondern für jegliche Waren und Dienstleistungen im Sortiment von Areva.
Wenn man von dieser Gewinnmarge mal was in die Arbeitssicherheit usw. geben würde und somit akzeptable Bedinungen schaffen, würde man sicherlich immernoch profitabel Uran abbauen können.

Identisches könnte man übrigens auch zu Kohle sagen. Da fällt nämlich Uran als Abraum an und wird in solchen Ländern ebenso einfach aufgeschüttet und auf das Risiko zu achten.


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Zitat

Original von bumblebeebee
Man stelle sich mal vor, dort würden europäische Sicherheitsstandards, Arbeits- und Umweltschutzgesetze angewendet werden. Uran wäre unbezahlbar.

das wär für solar- und windkraftanlagen dann ebenfalls der fall, also wozu soll das führen ?


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Zitat
Djax
Beigetreten: 19.08.2006
Oldschool Grinder

Original von Nanni88
Und das Thema die Gegenden nach einem Reaktorunfall wären Millionen von Jahre später nicht mehr bewohnbar ist allgemein auch wiederum eine Behauptung für die ich einfach keinen Beweis sehe.
Selbst eine Seite, die sich den Opfern von Tschernobyl verschrieben hat, weist darauf hin, dass die Tierwelt mittlerweile einen besseren Zustand hat als vor dem Unfall und auch die Menschen die in der Sperrzone wohnen wohl nicht eher ableben werden.
http://www.tschernobyl.de/faq-fragen-sie-uns-2/der-gau-in-tschernobyl-2/

Würdet ihr nicht immer nach solchen exorbitanten Zahlen wie "Millionen von Jahre" greifen, würden eure Argumente vielleicht auch besser Gehör finden. Aber so ist es nichts anderes als Effekthascherei.

Du bist auch so Effekthascherei...
Das ist simple Physik auch wenn der ein oder andere hier davon anscheinend nicht viel weiß.
Die Zahl kommt einfach aus den Halbwertszeiten der Radionukleide die sind halt so z.B. für Uran (238) 4.468.000.000 Jahre. Darüber hinaus zerfallen viele Nukleide in andere Nukleide...
Es ist also bei manchen Radionukleiden der Fall das nach ner Millionen Jahre gerade mal die Hälfte zerfallen ist. Einfach selbstmörderischer Irrsinn!
Wenn das in einem AKW enthaltene radioaktive Material gleichmässig verteilt würde (z.B. durch eine CruiseMissile) ist mit hundertausen Soforttoten, Millionen nach einer Generation und das halbe Land ist unbewohnbar für wie gesagt Millionen von Jahren.

Letztlich ist dieser Punkt aber vollkommen für den Arsch wie die meisten der Atomheinis da es vollkommen egal ist ob jetzt ne millionen Jahre oder 100000 Jahre unbewohnbar. Beides Irrsinnig. Wenn so ein Windspargel jemand auf den Kopf fliegt passiert wenigstens nicht viel.

Original von meyerlein25
Liest Du eigentlich die Posts anderer bevor Du dazu Stellung nimmst?

Es hagelt in deinem Post Bezugsfehler und Nonargumente, so dass er nicht nachvollziehbar ist.

Soso und weil du das Behauptest ist das so. Zitiere die Stellen und ich erklär sie dir wenn du es nicht nachvollziehen kannst.

Original von Djax
Aha. Also übersetzt. Da das eine Auto einen Fuchschwanz an der Antenne hat und das andere nicht, glaubst du es könnte deshalb kein Unfall passieren. Klingt echt logisch.

Merkst Du es?

Was soll ich merken? Da wurde wie immer behauptet deutsche AKW wären aus irgendeinem Grund sicherer. Und ich hab die Begründung auf das immer gebrachte Autobeispiel übersetzt. Deshalb wird kein Unfall verhindert. Passt auch das hier dazu...

"War Tschernobyl "unsicherer" als ein deutsches AKW? Nein - in Tschernobyl wurde ein Experiment durchgeführt. Ein löbliches Unterfangen, damit wurden u.a. Sicherheitseinrichtungen getestet. Ging leider schief. Was die Frage aufwirft: Warum werden bei uns diese Sicherheitseinrichtungen gar nicht erst getestet? Weil es genauso schief laufen würde!!! Noch nie wurde auf der ganzen Welt ein AKW getestet wie die Automobilindustrie das tausendfach im Jahr macht. Nur ein einziges Mal wurde es versucht - und es ging schief.
Was sagt uns das? Ich erspare mir jeden Kommentar"


Antwort
Zitat
h1as
Beigetreten: 01.09.2007
Oldschool Grinder

Die Technologie ansich mag OK sein.
Aber es scheitert halt am Menschen. Der Gier und der Unfähigkeit die Kernkraft verantwortungsvoll einzusetzen.

Und solange es Leute gibt, die glauben man muss Atomkraftwerke in Erdbeben und Tsunami Gebiete bauen, sollte man besser ganz darauf verzichten.


Antwort
Zitat
Nanni88
Beigetreten: 07.08.2009
Elite Grinder

Ich würde niemals bestreiten, dass auch nach Millionen Jahren noch einiges des radioaktiven Materials vorhanden ist.
Das ist aber ein himmelweiter Unterschied zu unbewohnbar.
Frag mal die Menschen in den Anden oder in Brasilien an den Stränden. Da ist die natürliche Strahlung so hoch, dass es nach deiner Definition von unbewohnbar keinen Menschen im Umkreis von 100 km geben dürfte.


Antwort
Zitat
Djax
Beigetreten: 19.08.2006
Oldschool Grinder

Original von Nanni88
Ich würde niemals bestreiten, dass auch nach Millionen Jahren noch einiges des radioaktiven Materials vorhanden ist.
Das ist aber ein himmelweiter Unterschied zu unbewohnbar.
Frag mal die Menschen in den Anden oder in Brasilien an den Stränden. Da ist die natürliche Strahlung so hoch, dass es nach deiner Definition von unbewohnbar keinen Menschen im Umkreis von 100 km geben dürfte.

Welche Definition hab ich den von unbewohnbar?
Ich glaube du solltest mal die Größenordnungen der natürlichen Strahlung und der von Radionukliden vergleichen. Wie gesagt wenn der Inhalt eines größeren AKW gleichmäßig verteilt wird gilt das oben gesagte.


Antwort
Zitat
Nanni88
Beigetreten: 07.08.2009
Elite Grinder

Nun redest du also von Atomwaffen? Oo
Anhand von Tschernobyl gibt es ein konkretes Beispiel, dass das Land wohl schon in naher Zukunft wieder bewohnbar sein wird.

Was zur Hölle hat hier eine Atomwaffe verloren? Es geht um Reaktorunglücke


Antwort
Zitat

Original von Djax
Wie gesagt wenn der Inhalt eines größeren AKW gleichmäßig verteilt wird gilt das oben gesagte.

wenn der Inhalt eines größeren AKW gleichmäßig verteilt wird hat das eher wenig bis gar keinen Einfluss


Antwort
Zitat
Nanni88
Beigetreten: 07.08.2009
Elite Grinder

Wo ist denn deine Alternative für Grundlast-Strom neben Kernkraft, Kohle und Gas?


Antwort
Zitat
Djax
Beigetreten: 19.08.2006
Oldschool Grinder

Original von Nanni88
Nun redest du also von Atomwaffen? Oo
Anhand von Tschernobyl gibt es ein konkretes Beispiel, dass das Land wohl schon in naher Zukunft wieder bewohnbar sein wird.

Was zur Hölle hat hier eine Atomwaffe verloren? Es geht um Reaktorunglücke

Lol. AKW=Atomkraftwerk. Wo bitte soll ich von Atomwaffen reden? Ich rede hier von einem möglichen Supergau eines AKW bei der der gesamte Inhalt rauskommt. In Tschernobyl kam durch viel Glück und Tapferkeit nur ein winziger Bruchteil raus.

.

Giftstoffe befinden sich nicht zu hunderten Tonnen an einem konzentrierten Ort. Ist ja so völlig unlogisch z.B. einen einzigen Marschflugkörper drauf zu jagen und das Zeug dann großflächig gleichmäßig verteilt wird. Super unlogisch. Naja. Bringt wohl nix.

Original von SevenTwoOff

Original von Djax
Wie gesagt wenn der Inhalt eines größeren AKW gleichmäßig verteilt wird gilt das oben gesagte.

wenn der Inhalt eines größeren AKW gleichmäßig verteilt wird hat das eher wenig bis gar keinen Einfluss

Du hast wohl bei dem Thema leider dann wenig bis gar kein Durchblick.

Letztendlich bin ich froh das in Deutschland rechtlich keine Betriebsgenehmigung mehr erteilt werden wird...


Antwort
Zitat
Nanni88
Beigetreten: 07.08.2009
Elite Grinder

Djax ganz im Ernst. Wer solche Sätze schreibt
"War Tschernobyl "unsicherer" als ein deutsches AKW? Nein - in Tschernobyl wurde ein Experiment durchgeführt."
Der zeigt selbst ganz offen, dass er nicht wirklich viel Ahnung hat.
Auf jeder Seite die sich mit dem Thema befasst, wird klar herausgestellt, dass der Reaktor in Tschernobyl komplett anders funktionierte und mit deutschen nicht vergleichbar ist.
Es war ein Konstruktionsfehler und nicht nur ein Test der schief lief.


Antwort
Zitat
HijackerStar
Beigetreten: 07.07.2008
Poker Player

Spam und flames entfernt.

Bitte setzt eure Diskussion gesitteter fort, ansonsten wird dieser Thread geschlossen.


Antwort
Zitat
Progamer
Beigetreten: 17.09.2006
Elite Grinder

Warum zahlt man in Deutschland 35 US$cent/kwh, in UK und Frankreich aber 20 und in den USA 12 cent? Energiewende ist ja durchaus ein wichtiges Thema, doch im Gegenzug die Bürger unter diesem Vorwand finanziell auszbeuten ist unfair. Nur in Dänemark ist der Preis höher, von Inseln mal abgesehen.

Hier mal ein Vergleich: http://en.wikipedia.org/wiki/Electricity_pricing


Antwort
Zitat
jotha
Beigetreten: 20.04.2006
Elite Grinder

Original von Progamer
Warum zahlt man in Deutschland 35 US$cent/kwh, in UK und Frankreich aber 20 und in den USA 12 cent? Energiewende ist ja durchaus ein wichtiges Thema, doch im Gegenzug die Bürger unter diesem Vorwand finanziell auszbeuten ist unfair. Nur in Dänemark ist der Preis höher, von Inseln mal abgesehen.

Hier mal ein Vergleich: http://en.wikipedia.org/wiki/Electricity_pricing

Weil der Preis nicht alleine die Faktoren Gestehungs- und Herstellungskosten nebst Gewinn ist.
Es spielen ja viele andere Faktoren eine Rolle.
Bei der Energiewelle in Deutschland werden die Forschungs- und Entwicklungskosten quasi über das EEG direkt über den Preis finanziert. Bei AKW bzw. in anderen Ländern wird das über die öffentlichen Haushalte anderweitig finanziert. Diese Kosten stecken nicht offen im Preis.
Auch das hoheitliche Privilig der Steuer wird halt in verschiedenen Ländern verschieden angesetzt. Dazu spielt auch die Kaufkraft der Haushalte als Abnehmer eine Rolle.
Ich behaupte mal dass das Stromnetz in Deutschland trotz aller Warnungen über einen "Black-Out" flächendeckend besser ist als z. B. in den USA. Da stecken dann auch viele Millliarden-Investitionen drin, die den Preis dort anheben würden.
Der Preis für Energie ist z. B. wegen Fracking billiger. Die "Umweltkosten" stecken in keiner Rechnung. Das ist wie beim Atommüll. Entweder werden die Kosten dort verstaatlicht und stecken dann nicht mehr im Preis, oder es wird einfach verbrannte Erde hinterlassen.
...


Antwort
Zitat
Djax
Beigetreten: 19.08.2006
Oldschool Grinder

Original von Nanni88
Djax ganz im Ernst. Wer solche Sätze schreibt
"War Tschernobyl "unsicherer" als ein deutsches AKW? Nein - in Tschernobyl wurde ein Experiment durchgeführt."
Der zeigt selbst ganz offen, dass er nicht wirklich viel Ahnung hat.

Ich glaube leider nicht das du dazu befähigt bist das zu beurteilen.
Bring Argumente oder lass es sein aber hör mit den langweiligen Metadiskussionen auf.

Auf jeder Seite die sich mit dem Thema befasst, wird klar herausgestellt, dass der Reaktor in Tschernobyl komplett anders funktionierte und mit deutschen nicht vergleichbar ist.
Es war ein Konstruktionsfehler und nicht nur ein Test der schief lief.

Joa lol natürlich, was soll die Atomlobby auch anderes behauptet...
Japan bezeugte man vor Fukushima mit die sichersten AKW auf der Welt. Danach sieht es dann immer anders aus. Business as usual. Steht wohl in jedem besseren PR Buch. Wie gesagt es war der erste und einzige Sicherheitstest auf der Welt in Tschernobyl.

Nochmal. Klar mag eine E-Klasse ein paar mehr Sicherheitsfeatures wie ein Skoda haben aber das macht KEINERLEI Unterschied wenn du mit 250 gegen ne Betonwand fährst. In beiden Fällen bist du Mausetot.


Antwort
Zitat
Nanni88
Beigetreten: 07.08.2009
Elite Grinder

Und wer befähigt dich über andere zu urteilen?
Im Gegensatz zu den meisten verlasse ich mich nicht auf Behauptungen von irgendwem. Natürlich wurde behauptet, die japanischen Reaktoren wären sicher. Sonst hätte Sie ja keiner betreiben können.
Aber schon VOR der Katastrophe wurde darauf hingewiesen, dass die Auslegung des AKW gegen Tsunamis zu klein dimensioniert ist.
Solche massiven Mängel gibt es bei unseren Reaktoren nunmal nicht, wie auch die EU festgestellt hat
http://www.eon.com/content/dam/eon-com/de/downloads/k/KKU_Endbericht_Langversion.pdf
Und jetzt komm mir nicht mit "Das ist doch alles gelogen, steht doch auf der Page von E.ON!". Das ist der offizielle EU-Bericht

Wiki mit Quellenbelegung:
Als Hauptursachen für die Katastrophe gelten die bauartbedingten Eigenschaften des graphit-moderierten Kernreaktors (Typ RBMK-1000) in einem unzulässig niedrigen Leistungsbereich und schwerwiegende Verstöße der Operatoren gegen geltende Sicherheitsvorschriften während des Versuches.[1]

Grigori Medwedew: Verbrannte Seelen – Die Katastrophe von Tschernobyl. Hauser, München 1991.

Und hier die Auflistung der Nachteile des Reaktortyps der in Tschernobyl hochging, sehr wichtige Punkte fettgedruckt:

Durch die nukleare Auslegung des Reaktors kann es während einer Störung zu einem Anstieg der Leistung kommen.[13] Ursache dafür ist der Dampfblasenkoeffizient (oder Void-Effekt), der bei diesem Reaktor positiv ist. Dies ist eines der größten Defizite des Reaktordesigns.[15]

RBMK haben einen deutlich erhöhten Inspektionsbedarf durch die Verwendung von Druckröhren, die viele Schweißverbindungen besitzen.[16]

RBMK setzen während des Normalbetriebs verglichen mit anderen Konstruktionen wesentlich mehr Radioaktivität frei. Die Emissionen betragen bis zu 2,0 mSv pro Jahr.[17] Ein durchschnittliches westliches Kernkraftwerk gibt pro Jahr eine Strahlendosis von 0,001 mSv bis 0,01 mSv an die Umgebung ab. Zum Vergleich: Bei einer Computertomographie beträgt die Strahlendosis einer Untersuchung bis zu 10,0 mSv.[18]

Der Reaktor hat kein Containment.[13] Stattdessen hat der Reaktor ein so genanntes Confinement (siehe oben).[6] Die Anlagen werden durch Verknüpfung von mehreren Systemen, vor allem des Notkühlsystems, komplexer bzw. störanfälliger. Zudem sind viele Sicherheitssysteme beim RBMK nicht oder mit zu geringer Redundanz vorhanden.[13]

Der Reaktor enthält viel Graphit. Dieses bildet bei Kontakt mit Wasserdampf bei Temperaturen über 900 °C brennbare Gase.

Es fehlt ein echtes Schnellabschaltsystem, da die Steuerstäbe im Ernstfall 12 bis 18 Sekunden brauchen, um vom voll ausgefahrenen zum voll eingefahrenen Zustand zu gelangen und damit die nukleare Kettenreaktion zu unterdrücken, in dieser Zeit kann ein prompt überkritischer Reaktor aufgrund der rasend schnell steigenden Temperatur und des somit steigenden Drucks schon längst explodiert sein.

Zu den Grundlagen des sowjetischen Reaktorbaus gehörte es, dem menschlichen Operator mehr Kompetenzen zuzuweisen als der automatischen Steuerung, obwohl diese in der Regel weniger Fehler macht.

Die große Abmessung des Reaktors begünstigt eine inhomogene Leistungsverteilung. Dies stellt besondere Anforderungen an die Regelung.

Die Steuerstäbe werden elektrisch bewegt, was bei einem Stromausfall schwerwiegende Folgen haben kann.

Die Spitzen der Steuerstäbe waren ursprünglich ebenfalls aus Graphit, was beim Einfahren der Steuerstäbe die Reaktivität steigerte.

Es gibt bisher keine Lösung für den Rückbau und die Endlagerung des radioaktiven Graphitkerns.[19]


Antwort
Zitat

lol was für Argumente für pro Atomkraft... Bei uns ist Atomkraft "praktisch" sicher. Alles ist in Ordnung und geprüft.

Dass wir mit Steuergeldern und unserer Gesundheit aber für den Risikofall haften müssen und es weltweit immer noch kein Endlager für immer größere Mengen Atommüll gibt, ist doch allseits bekannt.

der wurde übrigens zeitweise so entsorgt:

und noch mehr videos:

auch geil zum Thema Kernkraftwerke in Europa:


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