Und wer befähigt dich über andere zu urteilen?
Im Gegensatz zu den meisten verlasse ich mich nicht auf Behauptungen von irgendwem. Natürlich wurde behauptet, die japanischen Reaktoren wären sicher. Sonst hätte Sie ja keiner betreiben können.
Aber schon VOR der Katastrophe wurde darauf hingewiesen, dass die Auslegung des AKW gegen Tsunamis zu klein dimensioniert ist.
Solche massiven Mängel gibt es bei unseren Reaktoren nunmal nicht, wie auch die EU festgestellt hat
http://www.eon.com/content/dam/eon-com/de/downloads/k/KKU_Endbericht_Langversion.pdf
Und jetzt komm mir nicht mit "Das ist doch alles gelogen, steht doch auf der Page von E.ON!". Das ist der offizielle EU-Bericht
Wiki mit Quellenbelegung:
Als Hauptursachen für die Katastrophe gelten die bauartbedingten Eigenschaften des graphit-moderierten Kernreaktors (Typ RBMK-1000) in einem unzulässig niedrigen Leistungsbereich und schwerwiegende Verstöße der Operatoren gegen geltende Sicherheitsvorschriften während des Versuches.[1]
Grigori Medwedew: Verbrannte Seelen – Die Katastrophe von Tschernobyl. Hauser, München 1991.
Und hier die Auflistung der Nachteile des Reaktortyps der in Tschernobyl hochging, sehr wichtige Punkte fettgedruckt:
Durch die nukleare Auslegung des Reaktors kann es während einer Störung zu einem Anstieg der Leistung kommen.[13] Ursache dafür ist der Dampfblasenkoeffizient (oder Void-Effekt), der bei diesem Reaktor positiv ist. Dies ist eines der größten Defizite des Reaktordesigns.[15]
RBMK haben einen deutlich erhöhten Inspektionsbedarf durch die Verwendung von Druckröhren, die viele Schweißverbindungen besitzen.[16]
RBMK setzen während des Normalbetriebs verglichen mit anderen Konstruktionen wesentlich mehr Radioaktivität frei. Die Emissionen betragen bis zu 2,0 mSv pro Jahr.[17] Ein durchschnittliches westliches Kernkraftwerk gibt pro Jahr eine Strahlendosis von 0,001 mSv bis 0,01 mSv an die Umgebung ab. Zum Vergleich: Bei einer Computertomographie beträgt die Strahlendosis einer Untersuchung bis zu 10,0 mSv.[18]
Der Reaktor hat kein Containment.[13] Stattdessen hat der Reaktor ein so genanntes Confinement (siehe oben).[6] Die Anlagen werden durch Verknüpfung von mehreren Systemen, vor allem des Notkühlsystems, komplexer bzw. störanfälliger. Zudem sind viele Sicherheitssysteme beim RBMK nicht oder mit zu geringer Redundanz vorhanden.[13]
Der Reaktor enthält viel Graphit. Dieses bildet bei Kontakt mit Wasserdampf bei Temperaturen über 900 °C brennbare Gase.
Es fehlt ein echtes Schnellabschaltsystem, da die Steuerstäbe im Ernstfall 12 bis 18 Sekunden brauchen, um vom voll ausgefahrenen zum voll eingefahrenen Zustand zu gelangen und damit die nukleare Kettenreaktion zu unterdrücken, in dieser Zeit kann ein prompt überkritischer Reaktor aufgrund der rasend schnell steigenden Temperatur und des somit steigenden Drucks schon längst explodiert sein.
Zu den Grundlagen des sowjetischen Reaktorbaus gehörte es, dem menschlichen Operator mehr Kompetenzen zuzuweisen als der automatischen Steuerung, obwohl diese in der Regel weniger Fehler macht.
Die große Abmessung des Reaktors begünstigt eine inhomogene Leistungsverteilung. Dies stellt besondere Anforderungen an die Regelung.
Die Steuerstäbe werden elektrisch bewegt, was bei einem Stromausfall schwerwiegende Folgen haben kann.
Die Spitzen der Steuerstäbe waren ursprünglich ebenfalls aus Graphit, was beim Einfahren der Steuerstäbe die Reaktivität steigerte.
Es gibt bisher keine Lösung für den Rückbau und die Endlagerung des radioaktiven Graphitkerns.[19]