Liess erstmal den Thread bevor du einfach mal so von der Seite reingesprungen kommst...
Diese Argumente sind nicht "Pro-Atomkraft" sondern sollen einfach Djax Aussage wiederlegen, dass der Tschernobyl-Reaktor vergleichbar mir den Deutschen ist.
Sorry, war auch auf die ersten beiden Seiten bezogen, Mehr hatte ich noch nicht gelesen. Dort wurde auch gemeint, dass sich Lebewesen ja an einer höheren Radioaktivität anpassen würden. Wer das glaubt kann ja mal mit seiner Familie nach Fukushima, wahlweise auch nach Tokio oder in die Nähe unserer Zwischenlager ziehen und das ausprobieren. Ich würde aber davon abraten.
Was ist denn wenn man wirklich zu dem Ergebnis kommt, "erneuerbare" Energien sind mit allem drum und dran billiger als AKWs? Was ist dann die Schlussfolgerung?
Gut, dass Merkel in ihrer großen Weisheit schon öffentlichwirksam die richtige Entscheidung getroffen hat. Viel wirds sich aber nicht tun, naja und ich habe auch gehört so ein jahrelanger Rückbau von jeglichen Kraftwerken kostet ziemlich viel Geld und Zeit und ist gesundheitsgefährdend.
Ist es nicht einfach günstiger Sonnenlicht zu nutzen oder Windkraft? Schwierige Frage, ich weiß.
Dass auch die Risiken birgen und Nachteile haben ist klar aber man könnte ja dringlicher danach forschen. Ist aber auch witzigerweise die Aufgabe der gleichen Energieriesen die so gerne die Atomkraft usw. schönreden.
Stichwort Klimakonferenz (Ja Atomkraft kann und muss man in dem Zusammenhang auch sehen) :
Original von Nanni88
Natürlich wurde behauptet, die japanischen Reaktoren wären sicher. Sonst hätte Sie ja keiner betreiben können.
Eben. Genauso wird halt behauptet die Deutschen sind sicher weil sie es halt behaupten müssen...
Aber schon VOR der Katastrophe wurde darauf hingewiesen, dass die Auslegung des AKW gegen Tsunamis zu klein dimensioniert ist.
Es gibt genug Leute die auch in Deutschland hinweisen. Bringt echt viel wenn man nachher sagen kann das es VOR der Katastrophe war? Hat in Japan genau so wenig gejuckt.
Solche massiven Mängel gibt es bei unseren Reaktoren nunmal nicht, wie auch die EU festgestellt hat
http://www.eon.com/content/dam/eon-com/de/downloads/k/KKU_Endbericht_Langversion.pdf
Und jetzt komm mir nicht mit "Das ist doch alles gelogen, steht doch auf der Page von E.ON!". Das ist der offizielle EU-Bericht
Äh. Du solltest dir mal die Lobbystrukturen der EU anschauen. Dann wäre das eher keine Auszeichnung das es ein EU-Bericht ist.
In dem Bericht sind allerlei Ursachen aufgeführt die anscheinend abgefangen werden können. Was keiner weiß, da wie gesagt keinerlei "Crashtest" seit Tschernobyl mehr durchgeführt werden.
1. Gibt es keinerlei Garantie auf Vollständigkeit der behandelten Punkte.
2. Ist z.B. ein großes Problem des genannten AKW nicht mal aufgeführt. Da das Ding langsam zum Ende der vorgesehenen Laufzeit kommt steigt die Gefahr sehr stark das der Druckbehälter irgendwann durch Sprödheit berstet.
Keine Lust alles aufzuschreiben was hier schon kompetent geschehen ist.
http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=212815
3. Bringt dir das alles nix wenn z.B. jemand ne Bombe drauf jagt.
Man kann aus Prinzip ein AKW nicht vollkommen sicher machen. -> Wahrscheinlichkeit ist >0. Die Atomheinis rechnen dir dann irgendwas von alle 1Mio Jahre aus. Aber 1. können sie und werden wichtige Punkte nicht berücksichtigt haben und 2. kann das auch morgen sein. 3. Kann man das Ding auch mutwillig hochjagen.
Deshalb ist die in vorherigen Post dargestellt Gefahr real und der ganze Hokuspokus ein Spiel mit dem Teufel.
Liess erstmal den Thread bevor du einfach mal so von der Seite reingesprungen kommst...
Diese Argumente sind nicht "Pro-Atomkraft" sondern sollen einfach Djax Aussage wiederlegen, dass der Tschernobyl-Reaktor vergleichbar mir den Deutschen ist.
Unterscheidet sich in Details bleibt ein AKW deshalb ist es vergleichbar aber keine Lust mich zu wiederholen...
Letztlich lässt es sich kaum nachvollziehen, welche Erzeugungsart nun wirklich die günstigste ist, da bisher bei allen Arten undurchsichtige Subventionen geflossen sind.
Will nochmal wiederholen, dass ich hier kein Loblied auf die Kernkraft singen will. Es geht mir nur darum, dass
1. Aus meiner Sicht sehr viele die ohnehin schon gewaltigen Schäden an Leib und Wert bei einer Reaktorkatastrophe auf populistische Art und Weise noch viel größer aufbauschen, um allen den Teufel in Form von Kernkraftwerken vorzuhalten.
2. Einfach blindlings ein Pfad zu den erneuerbaren Energien von heute auf morgen beschlossen wurde und ohne vorhandenem Plan das bisherige Stromkonzept über den Haufen geworfen wurde ohne eine valide Alternative zu haben.
Ich denke es wäre sinnvoll gewesen, die laufenden Reaktoren so lange zu nutzen, bis ein vernünftiges Konzept umgesetzt werden konnte. In diesem Fall würde ich auch klar sagen, dass der Staat eine Verantwortung hat, Gaskraftwerke anstatt Kohlekraftwerke am Netz zu halten für die Grundlast.
Diese Hauruckaktion hat zu viel zu vielen absurden Situationen geführt.
- Förderung von alten Solar- und Photovoltaikanlagen deren Effizienzgrad weit hinter neueren Modellen herhinkt
- Planung von Offshoreanlagen, die alle nicht zeitnah angeschlossen werden können (Wobei sich anscheinend eh herausstellt, dass Onshoreanlagen von der Kosten-Nutzen-Rechnung weitaus besser sind)
- Dann das regionale Beispiel des Kernkraftwerk Unterwesers vor meiner Tür. Die dort enthaltenen Brennstäbe waren kurz vor dem Moratorium erst erneuert worden. Dadurch, dass es sich um neue Brennstäbe handelt, müssen diese nun noch 4-5 Jahre im Reaktor bleiben, bis Sie transportfähig sind. Hätte man das AKW nur wenige Monate weiterlaufen lassen, könnte man Sie schon nach einem Jahr aus dem Reaktor holen und die Gefahr stark reduzieren. Diese Absurdität lässt nur auf Aktionismus und nicht auf ein gutes Konzept schließen.
Sorry für die wall of text…
Gibt oder gab es im Grunde nicht nur 2 Typen von Atomkraftwerken. Der weitverbreitete Typ wie in Fukoshima ist ja jetzt auch nicht so cool wenn einfach mal eben so ein explosives Wasserstoffgemisch entstehen kann. Außerdem ist erheblich mehr und konzentrierteres radioaktives Material aus den verschiedenen Reaktoren freigesetzt worden. Das ist nur noch nicht so stark verteilt worden wie durch das Graphit in Tschernobyl.
Letztlich lässt es sich kaum nachvollziehen, welche Erzeugungsart nun wirklich die günstigste ist
doch... Sonne und Wind muss man einfach nur noch auffangen und eigentlich nicht erzeugen ♦
Sicher ist es am Ende billiger oder sagen wir bezahlbar. Ich meine was werden die Endlager denn so kosten? ..
Zu deinem Crashtest einfach mal folgendes aus diesem Artikel
http://www.hna.de/nachrichten/politik/jahren-katastrophe-tschernobyl-erschuetterte-welt-1216749.html
Die Ingenieure wollten ausprobieren, wie lange die Turbine mit der Restwärme des abgeschalteten Reaktors weiterläuft und ob bei einem Stromausfall genügend Restenergie für die Kühlwasserpumpen geliefert wird.Dazu sollte der Reaktor auf 15 Prozent seiner Leistung heruntergefahren werden - diese sank aber noch tiefer ab, der Reaktor geriet in eine instabile Lage. Damit die automatischen Sicherheitssysteme den Probelauf nicht unterbrechen konnten, hatten die Operateure die Notaggregate stillgelegt.
Bei den hiesigen Reaktoren wäre soetwas totaler Blödsinn. Die Turbine wird gar nicht benötigt für die Kühlwasserpumpen. Dafür gibt es 4 Dieselgeneratoren, massig Batterien und eine externe Unterirdische, gut geschützte Stromleitung für eben diese Kühlwasserpumpen.
Wer selbst die Notfallsysteme abschaltet, darf sich über eine katastrophe nicht wundern.
Die Sicherheitstests an den AKWs wurden quasi durch die deutsche Regierung über Oettinger initiiert. Ich weiß nicht in wie weit du Verschwörungstheorien nachjagst, aber dass eben jene Regierung, die die Reaktoren stilllegt die Berichte fälscht, nur damit alles rosig aussieht.... das erscheint mir schon sehr verrückt.
Dein letzter Satz ist einfach überflüssig. Wenn ich dir ein Bungeeseil aus Hanf gebe und nicht eines aus Gummi, mit der Begründung es ist doch auch ein Seil, dann würdest du genauso sagen, dass das wohl ein schlechter Scherz ist.
Um das ganze mal ganz platt darzustellen.
Es gibt weitaus mehr Reaktortypen als zwei. Der in Japan ist definitiv wiederum ein andere als unsere, weil es sich um Reaktoren von GE und Toshiba handelt. Deutsche Reaktoren sind glaube ich größtenteils von Siemens.
Die Unterschiede zwischen diese beiden Typen kenne ich jetzt allerdings nicht.
Die Endlagerfrage wurde hier auch schon diskutiert.
Das Thema lässt sich für mich schwer beurteilen. Durch wissenschaftliche Errungenschaften im Bereich der Kernphysik könnte es durchaus möglich sein, dass sich der bisherige Atommüll größtenteils wiederverwerten ließe, sodass die Menge am Ende weitaus geringer wäre.
Siedewasserreaktor nennt sich der Reaktortyp und der ist wohl weit verbreitet und wird heute nicht anders gebaut. Von welchem Hersteller das dann stammt wird nicht so die großen Unterschiede machen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Siedewasserreaktor
edit: Teile des Atommülls werden wiederverwendet und zwar im Militärbereich. Ein Schelm, wer da Verschwörungstheorien glaubt. ♦
Atombomben ist klar, panzerbrechende Uranmunition wurde zB im Irak massenweise verballert. Mit weitreichenden Folgen...
In Fukushima waren auch Elemente zu irgendwelcher milit. Weiterverarbeitung dabei und nicht wenige davon. Weiß ich jetzt nicht mehr so genau.
edit: ach ja die Wiederaufbereitung soll wohl gar nicht nicht so effizient sein, hab ich gehört.
Das macht sehr wohl große Unterschiede.
Die Unterscheidung zwischen Siede- und Druckwasserreaktor ist in etwa so differenziert wie zwischen Hell Grün und Blau. Dabei gibt es von jedem Farbton noch zig verschiedene Arten.
Tschernobyl war übrigens auch ein Siedewasserreaktor. Und dieser Reaktor ist ein vollkommen anderer als z.B. der Siedewasserreaktor in Isar.
Bei der Wiederverwendung die ich meine geht es um zivile Nutzung und keine militärische.
Original von Nanni88
1. Aus meiner Sicht sehr viele die ohnehin schon gewaltigen Schäden an Leib und Wert bei einer Reaktorkatastrophe auf populistische Art und Weise noch viel größer aufbauschen, um allen den Teufel in Form von Kernkraftwerken vorzuhalten.
Lol. Klar ist Populismus wenn die übliche Verharmlosungstaktik nicht zieht.
In Tschernobyl ist nach Schätzungen nur ca 3% der darin enthaltenen Radioaktivität rausgekommen. Wenn die restlichen 97% auch mitgekommen wären dann Gute Nacht. Aber ist ja Populismus wenn man darauf hinweist.
Das verdanken wir nur todesmutigen Männern von denen vielen mit Ihrem Leben bezahlt haben. Meldest du dich schon mal freiwillig wenn es in DE soweit ist?
Original von Nanni88
Bei den hiesigen Reaktoren wäre soetwas totaler Blödsinn. Die Turbine wird gar nicht benötigt für die Kühlwasserpumpen. Dafür gibt es 4 Dieselgeneratoren, massig Batterien und eine externe Unterirdische, gut geschützte Stromleitung für eben diese Kühlwasserpumpen.Wer selbst die Notfallsysteme abschaltet, darf sich über eine katastrophe nicht wundern.
Wie gesagt es war der erste und einzigste Test eines AKW im laufenden Betrieb auf der ganzen Welt, der die Sicherheitsvorkehrungen prüfen sollte, den man als eine Art "Crashtest" bezeichnen könnte. Mit bekanntem Ausgang.
Die Sicherheitstests an den AKWs wurden quasi durch die deutsche Regierung über Oettinger initiiert. Ich weiß nicht in wie weit du Verschwörungstheorien nachjagst, aber dass eben jene Regierung, die die Reaktoren stilllegt die Berichte fälscht, nur damit alles rosig aussieht.... das erscheint mir schon sehr verrückt.
Jetzt versucht er noch die Verschwörungskeule auszupacken. ♦
Warum lügst du hier eigentlich? Ich habe nicht behauptet das der Bericht gefälscht ist sondern die oben geschriebene Kritik geäussert.
Dein letzter Satz ist einfach überflüssig. Wenn ich dir ein Bungeeseil aus Hanf gebe und nicht eines aus Gummi, mit der Begründung es ist doch auch ein Seil, dann würdest du genauso sagen, dass das wohl ein schlechter Scherz ist.
Um das ganze mal ganz platt darzustellen.
Geschenkt. Der Reaktor in Tschernobyl war ein anderer als die in DE. Und jetzt? Das ändert an meiner Argumentation ja nichts.
Ich beziehe mich auf bisherige Ereignisse und nicht auf irgendwelche futuristischen. Und da sieht es nunmal so aus, dass viele Zahlen und Fakten der ANTI-Atomlobby falsch dargelegt werden.
Und btw. wusste der größte Teil deiner todesmutigen Männer überhaupt nicht, dass Sie gerade enorm verstrahlt wurden. Nur mal nebenbei.
Ich habe dir jetzt schon paar mal versucht zu erklären, dass ein solcher "Crashtest", bei dem alle Sicherheitsvorkehrungen abgeschaltet werden,vollkommen sinnlos ist.
regelmäßig werden die Sicherheitsvorkehrungen AKTIV und nicht nur theoretisch auf Ihre Funktion getestet. Sie greifen. Warum sollte man dann einen Reaktor an den Rand der Belastbarkeit führen indem man alle Hilfsfunktionen deaktiviert?
Ich glaube ich gebe es einfach auf.
Deine Argumentation ist --> es ist ein AKW, ergo muss es genauso instabil sein wie Tschernobyl.
Das dies ansich keine Argumentation ist, wirst du wohl auch nicht verstehen wollen.
Edit: Bin dann mal raus. Dreht sich eh alles nur noch im Kreis mit Herrn Djax.
kleiner Schwenk noch in die Politik. Da hat sich nach Fukushima ja einiges getan..
"Populismus" ist dort ab sofort verboten ♦ (btw in Griechenland gibts übrigens auch keine Obdachlosen mehr)
Original von Nanni88
Ich beziehe mich auf bisherige Ereignisse und nicht auf irgendwelche futuristischen. Und da sieht es nunmal so aus, dass viele Zahlen und Fakten der ANTI-Atomlobby falsch dargelegt werden.
Und btw. wusste der größte Teil deiner todesmutigen Männer überhaupt nicht, dass Sie gerade enorm verstrahlt wurden. Nur mal nebenbei.
Simple Behauptung. Was hab ich den falsch dargelegt? Hier ist es gar nicht schwer zu zitieren.
Eine Gefahr liegt immer in der Zukunft. So kann man die natürlich auch ausblenden.
Ich habe dir jetzt schon paar mal versucht zu erklären, dass ein solcher "Crashtest", bei dem alle Sicherheitsvorkehrungen abgeschaltet werden,vollkommen sinnlos ist.
Lol. Sinnlos?! Ohne dieser Art von "Crashtest" wäre in Deutschland kein einziges Auto auf der Straße weil es nicht zugelassen werden würde.
regelmäßig werden die Sicherheitsvorkehrungen AKTIV und nicht nur theoretisch auf Ihre Funktion getestet. Sie greifen.
Genau. So lange bis sie halt nicht greifen wie es mit jeder technischen Vorrichtung halt so ist.
Warum sollte man dann einen Reaktor an den Rand der Belastbarkeit führen indem man alle Hilfsfunktionen deaktiviert?
Warum steht doch in deinem Artikel oben.
Deine Argumentation ist --> es ist ein AKW, ergo muss es genauso instabil sein wie Tschernobyl.
Das dies ansich keine Argumentation ist, wirst du wohl auch nicht verstehen wollen.
Das ist nicht meine Argumentation. Aber wenn das ankommt kann man wohl nicht diskutieren.
Hier steht doch was mein Argumentation ist. Einfach lesen.
Man kann aus Prinzip ein AKW nicht vollkommen sicher machen. -> Wahrscheinlichkeit ist >0. Die Atomheinis rechnen dir dann irgendwas von alle 1Mio Jahre aus. Aber 1. können sie und werden wichtige Punkte nicht berücksichtigt haben und 2. kann das auch morgen sein. 3. Kann man das Ding auch mutwillig hochjagen.
Original von Djax
Man kann aus Prinzip ein AKW nicht vollkommen sicher machen. -> Wahrscheinlichkeit ist >0. Die Atomheinis rechnen dir dann irgendwas von alle 1Mio Jahre aus. Aber 1. können sie und werden wichtige Punkte nicht berücksichtigt haben und 2. kann das auch morgen sein. 3. Kann man das Ding auch mutwillig hochjagen.
Der größte Teil von dem, was du in diesem Thread schreibst, tut mir als Physiker weh, aber das Hauptargument stimmt. Atomkraftwerke haben ein Restrisiko. Und da es Alternativen gibt, sollte man dieses Risiko vermeiden, weil die Folgen eines GAUs für niemanden tragbar sind.
Vielleicht kann jemand den Thread aus dem Forum "Wissenschaftliche Themen" verschieben? Was hier abgeht ist ja sehr weit von Wissenschaft entfernt.
Was sagt denn ein Physiker zu den Atommüllfässern (aus Eisen ♦) vor Spanien usw. und wird man jemals ein sicheres Endlager auf unserem Planeten finden?
Kann man die vielen Tonnen (über 300 000 ) vielleicht demnächst in den Weltraum schießen?
Oh hier, ich dachte immer die Asse war ein Zwischenlager:
https://de.wikipedia.org/wiki/Asse
Die Gegend ist überregional bekannt durch die Schachtanlage Asse, ein ehemaliges Salzbergwerk, das seit 1965 als Forschungsbergwerk betrieben wird und in dem zwischen 1967 und 1978 die Endlagerung radioaktiver Abfälle praktiziert wurde.
Ich meine, wie "billig" ist die Nutzung der Kernkraft denn nun wirklich?
Ich bin mir inzwischen ziemlich sicher, dass die Atomkraft das Ende der Menschheit bedeuten wird. Erinnert euch an diese Aussage, wenn es soweit ist.
Es gibt übrigens "Insider" die behaupten, dass jeder mit einer Panzerfaust einen Atomreaktor für die Öffentlichkeit zugänglich machen kann.. Sonderlich gut geschützt sind die Anlagen auch nicht, wenn man sich an die Bilder von Aktivisten auf Kühltürmen etc. ins Gedächtnis ruft.
Original von StefanNRW
Original von Djax
Man kann aus Prinzip ein AKW nicht vollkommen sicher machen. -> Wahrscheinlichkeit ist >0. Die Atomheinis rechnen dir dann irgendwas von alle 1Mio Jahre aus. Aber 1. können sie und werden wichtige Punkte nicht berücksichtigt haben und 2. kann das auch morgen sein. 3. Kann man das Ding auch mutwillig hochjagen.Der größte Teil von dem, was du in diesem Thread schreibst, tut mir als Physiker weh, aber das Hauptargument stimmt. Atomkraftwerke haben ein Restrisiko. Und da es Alternativen gibt, sollte man dieses Risiko vermeiden, weil die Folgen eines GAUs für niemanden tragbar sind.
Viel hab ich ja nicht über Physik geschrieben. Der Rest war Grundwissen des Ingenieurwesens.
Was tut den weh? Schlau mich bitte auf.
Ich bin gerade etwas faul, darum empfehle ich diese beiden Artikel zu kombinieren, um ein wenig Abstand von den totalen Horrorvorstellungen zu bekommen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Strahlungsbelastung_durch_die_Nuklearunf%C3%A4lle_von_Fukushima#Gesamtfreisetzung
http://de.wikipedia.org/wiki/Strahlenbelastung
und sowas ist natürlich auch nicht hilfreich, weil es schlicht und ergreifend von vorne bis hinten falsch ist und wenn du dich nur ein paar Sekunden damit beschäftigst, sollte dir das auch klar sein
"War Tschernobyl "unsicherer" als ein deutsches AKW? Nein - in Tschernobyl wurde ein Experiment durchgeführt. Ein löbliches Unterfangen, damit wurden u.a. Sicherheitseinrichtungen getestet. Ging leider schief. Was die Frage aufwirft: Warum werden bei uns diese Sicherheitseinrichtungen gar nicht erst getestet? Weil es genauso schief laufen würde!!! Noch nie wurde auf der ganzen Welt ein AKW getestet wie die Automobilindustrie das tausendfach im Jahr macht. Nur ein einziges Mal wurde es versucht - und es ging schief.
Finde ich übrigens eine wunderbare Behauptung, dass die Sicherheitseinrichtungen bei uns nicht getestet werden... eine Quelle dazu wäre noch wunderbarer...
Trotzdem muss allen klar sein: Es bleiben immer 4 verschiedene Restrisiken - menschliches Versagen, technisches Versagen (wahrscheinlich müsste beides mehrfach zusammenkommen um ein größeres Problem zu verursachen), Naturkatastrophen und menschliche Eingriffe von außen (Flugzeugabsturz, Anschlag). Ich sehe eigentlich keinen Grund warum man das länger als nötig in Kauf nehmen sollte. Und die Alternativen existieren - man müsste sie nur mit etwas mehr Verstand fördern... (es laufen hier übrigens aktuell kaum noch Kernkrafterke und Deutschland ist trotzdem Netto-Stromexporteur!)
edit: Das Problem der sicheren Endlagerung ist ja auch nach wie vor ungelöst. Das liegt auch an der Politik, aber es ist eben auch ein großes Problem. Absolut niemand kann die Sicherheit von irgendwelchen Stollen auf Sicht von 1000 Jahren und mehr garantieren...
edit 2: Und es hat ja auch wenig Sinn jetzt noch Milliarden in (möglicherweise, habe da noch nicht genug zu gelesen) einigermaßen abfallfreie Reaktoren zu investieren, wenn man mit dem gleichen Geld auch (nur ein Beispiel) grundlastfähige CSP-Kraftwerke in Südeuropa/Nordafrika bauen könnte...
Naja, du musst auch bedenken was für Strom wir exportieren...
Wir exportieren ihn dann, wenn alle um uns herum auch schon bis zum Rand voll sind mit Strom. Meist im Sommer zur Mittagszeit und wenn dann noch Wind weht, dann müssen diese Teile sogar vom Netzt genommen werden und produzieren ihren Strom für den Popo.
Teilweise müssen wir noch Geld hinterherfwerfen damit wir den Strom losbekommen und nicht unser Netz dadurch destabilisieren. Wobei andere Länder sich schon beklagen, dass wir diese Destabilisierung nur in deren Länder verlagern (Polen z.B.).
Original von StefanNRW (es laufen hier übrigens aktuell kaum noch Kernkrafterke und Deutschland ist trotzdem Netto-Stromexporteur!)
Interessant, zum Zeitpunkt der Energiewende sagte "die Lobby" ja etwas anderes. Nämlich dass wir den gleichen bösen Atomstrom importieren müssen und alles viel teurer wird.
Japan kommt mit wievielen aktiven AKWs von ehemals über 50 aus? 3? Das ist ja auch beeindruckend und sowieso dass man ausgerechnet im erdbebengefährdeten Japan so viele Kraftwerke gebaut hat, kann doch eigentlich nicht sein.
Die Kapazitäten hat man doch anscheinend so gar nicht gebraucht.
Riecht das nicht nach Korruption? Eigentlich neben der Katastrophe auch ein ziemlicher Skandal. Oder Skandale weil auch ähnlich wie in Tschernobyl die Menschen mal wieder belogen wurden, von der Regierung und von Tepco.
Diesen Vertrauensverlust würde ich unbedingt auch noch zu den Schäden und Risken zählen... also zu den Kosten.