Gegnertypen: Der Rock
Einleitung
In diesem Artikel
- Rocks machen nichts ohne eine Hand. Sie folden einfach gern.
- Position ist nicht so wichtig gegen ihn.
- Wehren sie sich, dann respektiere das.
Zum hektischen Treiben der Maniacs und den unerbittlichen Calldowns der Callingstations steht der Rock im krassen Gegensatz wie der Fels in der Brandung. So lange er keine Premiumhand hat, bleibt er Pot und Geschehen fern.
Steigt er jedoch in die Hand ein und setzt und raist, so kommt dies einer Urgewalt gleich. Schwache Kicker, niedrige Sets, Idiots-End-Straights und Secondnutflushs täten gut daran, sich zu verkriechen, wenn er wütet, denn sonst werden sie zermalmt.
Mit der Fantasielosigkeit und Lethargie seines grauen Namensgebers spielt er aber auch einen ähnlich starren und ausnutzbaren Stil, weswegen er mit den richtigen Kenntnissen zu einem zahmen Kätzchen wird. Doch bedenke auch: So wie es verschiedene Gesteinsarten gibt, existieren auch verschiedene Arten pokerspielender Rocks. Wie du mit ihnen umgehst, erfährst du in diesem Artikel.
Was ist ein Rock und woran erkennst du ihn?
Als Rock bezeichnet man einen extrem tighten Spieler. Preflop spielt er keine marginalen Hände. An Shorthanded-Tischen wird sein VP$IP in der Regel zwischen 5% und 12% liegen. Aufgrund dieser extremen Starthandselection wirst du den Rock nur mit sehr starken Premiumstarthänden sehen.
Da dieser Spieler nur sehr gute Hände preflop spielt wird er dementsprechend auch postflop sehr oft mindestens ein starkes Toppaar halten.
In der Aggression unterscheiden sich Rocks jedoch stark. Es gibt sowohl die ruhigeren wie auch die aggressiveren Spieler. Einige spielen ihre brauchbaren Hände nur sehr passiv, d.h. checken und callen öfter als ein aggressiver Spieler und betten seltener. Gute made Hands wie Toppair, die man for Value und for Protection betten sollte, spielt er oft passiv. Vor allem jedoch spielt er seine Draws sehr viel passiver als andere Spieler. Semibluffs oder gar pure Bluffs wird man von ihm kaum oder nie sehen.
Auf der anderen Seite gibt es auch wieder Rocks, die wenn sie einmal ins Rollen gekommen sind, nicht mehr zu stoppen sind. Aufgrund ihrer Starthandauswahl betten sie jeden Flop und spielen auch ihre brauchbaren Hände aggressiv am Flop. Teilweise werden sie jedoch direkt am Turn, wie von einem Gummiband zurückgezogen, wieder passiver.
Preflopaggressionen sind daher auch recht unterschiedlich. Einige Rocks haben einen PFR-Wert von 0% - 7%, andere raisen alle ihre Hände, mit denen sie sich entschieden haben, einen Pot zu spielen. An SH-Tischen wirst du auch kaum Stealraises oder lighte 3-Bets von ihnen sehen.
Was jeder Rock gemein hat ist, dass sie ihre Monsterhände sehr aggressiv und straightforward spielen werden. Du kannst also davon ausgehen, dass ein Rock, der auch am Turn Aggression zeigt, wirklich auch eine sehr starke Hand hält.
An FR-Tischen fallen VP$IP und PFR etwas geringer aus. Dabei solltest du beachten, dass gerade Postflop-Aggression-Faktor und der „Went To Showdown“-Wert erst ab einer relativ hohen Anzahl von Händen eine genaue Aussagekraft haben werden.
Hast du solche Daten nicht, kannst du insbesondere aus seinen großen Draws (Straightdraw + Flushdraw, Pair + Flushdraw, aber auch naked Flushdraw oder OESD) deine Schlüsse ziehen. Wenn dein Gegner seinen Flush- oder Straightdraw auch nach dem Turn aggressiv spielt und Semibluffs einstreut, kannst du dir sicher sein, dass du nicht gegen einen absoluten Rock spielst. Bettet er seinen Combodraw nicht, kannst du ihn als passiven Spieler einordnen. Dies gilt genau so für Top- und Overpairs.
Ein weiteres Indiz für einen Rock könnte ein kleines Buy-in sein. Umgekehrt spricht reges Chatten eines Spielers laut Psychology of Poker gegen einen Rock, da dieser eher zurückhaltend und reserviert ist.
Was sind die Schwächen dieses Stils?
Viele Rocks sind Winning Player in Low- oder eventuell auch Mid-Limit-Games, da sie viele Hände besser spielen als ihre Gegner. Sie folden preflop genug und haben meistens die beste Hand, wenn es einen großen Pot gibt.
Sie werden daher postflop keine zu teuren Fehler begehen. Die meisten Gegner in den niedrigen Limits passen ihr Spiel nicht an seinen Stil an und bezahlen daher seine guten Hände aus. Sie geben ihm keinen Respekt für eine Hand, obwohl er diesen verdient.
Gegen starke Gegner wird ein Rock aber verlieren (wenn auch nicht sehr viel), da er zu wenig protectet, zu viele Freecards gibt, zu wenig Pötte und Blinds stiehlt, oft geblufft und leicht gelesen werden kann. Er verschenkt außerdem mit vielen winning Hands Value durch seine zu passive Spielweise. Seine Non-Showdown-Winnings sind sein großer Makel. Er gibt zu viele Pötte ab, welche er durch eine etwas höhere Aggression gewonnen hätte.
Wie spielst du am besten gegen einen Rock?
Ein Rock lässt sich im Allgemeinen nicht auf Metagame-Spielereien ein. Er achtet im Grunde nur auf seine eigene Starthandselection und versucht die wenigen Hände, welche er spielt, so weit wie möglich in einem Showdown zu gewinnen. Du wirst daher kaum sehen, dass sich ein Rock der Tischdynamik anpasst. Auch wenn der Tisch sehr tight spielt, wird er weiterhin seine schlechteren Hände folden und nur seine Premiumhände spielen.
Was du jedoch beachten musst, ist, wie der Rock auf Bad Beats reagiert. Einige Spieler lassen sich dadurch beeinflussen und „tilten“ danach. Ein Tilt bei einem Rock kann hierbei jedoch auch eine gute Wendung für ihn nehmen. Er hat eigentlich ein sehr tightes und respektables Image und steht dafür, dass seine Bets und Raises sehr straightforward durchgeführt werden. Beginnt er zu tilten, so beginnt er auch etwas von seinem straightforwarded Spielplan abzuweichen und wird insgesamt unberechenbarer.
Er verliert also seine Hauptschwäche, wodurch er eine große Bedrohung für dich werden kann, da du nun seine Handranges unter Umständen nicht mehr korrekt einschätzen kannst. Um diesem Verhalten vorzubeugen, kannst du die Online-Chatfunktion zu deinem Gunsten benutzen und deinen Gegner insbesondere bei einem Suckout freundlich und mitfühlend zustimmen, dass er alles vollkommen richtig gemacht hat und der andere nur enormes Glück gehabt hat.
Du solltest nicht darauf bedacht sein, gegenüber einem Rock ausfallend zu werden und ihn zu provozieren. Er wird entweder sein Spiel ungewollt verbessern oder auch den Tisch verlassen, wodurch du einen potentiellen schlechteren Spieler verloren hast.
Zunächst einmal solltest du, wenn möglich, rechts vom Rock am Tisch sitzen (vor allem in SH-Spielen). Dies hat gegen einen Rock mehrere Vorteile für dein gesamtes Spielverhalten am Tisch. Da der Rock supertight spielt, kannst du aus später Position immer gegen seinen Blind spielen und diesen recht loose stealen. Er wird sich kaum aktiv dagegen wehren. Gibt er dir Action, so weißt du, dass du nun gegen eine recht starke Handrange spielst und kannst nun auch mit etwas marginaleren Händen postflop in Position profitabel spielen.
Sitzt du sogar direkt rechts neben ihm, so hast du einen weiteren Vorteil. Du hast nun nahezu zwei Mal die BU-Position. Denn wenn du vom CO openraist, wird der Rock fast immer folden. Du erkaufst dir daher die BU-Position durch dein Openraise.
Gegen einen guten Spieler wirst du dies nicht so machen können wie gegen ein Rock. Ein guter TAG wird sich gegen deine vielen CO-Openraises mit Calls und 3-Bets wehren und nicht zulassen, dass du ihm die beste Position am Tisch während der einen Hand permanent stiehlst. Ein Rock wird sich davon aber nicht beeinflussen lassen, weswegen du diese Situation unbedingt für dich ausnutzen kannst.
Gelangst du nun mal in die Situation postflop gegen einen Rock Out of Position zu spielen so solltest du versuchen selbst recht straightforward zu spielen. Du wirst deinen Gegner teilweise nicht von Top Paar Hände runter bluffen können. Die einzige Situation in der du ohne guter Made Hand den Rock 2nd Barreln solltest wäre, wenn du einen guten Draw am Turn hältst. Durch eine 2nd Barrel führst du teilweise eine Blockingbet durch und betreibst Pot Building für den Fall, dass du deinen Draw treffen solltest.
Sitzt du links von einem Rock so wirst du in den meisten Händen Position auf ihn haben. Diese Position ist auf den ersten Blick nicht von großer Bedeutung, da der Rock kaum Hände spielen wird und du auch kaum in den Genuss deines Positionsvorteils gelangst. Entscheidet sich der Rock jedoch eine Hand zu spielen, so darfst du nicht direkt den Autofold-Button klicken, nur weil du glaubst, dass die gegnerische Handrange enorm tight ist und du dagegen nicht profitabel spielen kannst.
Es gibt einige wichtige Anpassungsstrategien, welche du unbedingt verinnerlicht haben solltest.
3-Bets werden preflop keinen großen Sinn gegen einen Rock machen, da du zu wenig Foldequity erzeugen kannst. Coldcalls werden jedoch umso wertvoller. Du kannst dir durch einen Preflopcoldcall eine sehr profitable Situation eröffnen, denn du hast die Möglichkeit, mit Positionsvorteil postflop gegen einen recht einfach zu lesenden Gegner zu spielen. Diese Situation kannst du daher sehr profitabel spielen. Nun stellt sich nur die Frage, welche Hände du am liebsten in Position gegen einen Rock callen willst.
Broadway-Highcard-Hände
Hände wie KQ, KJ oder AJ sind sehr schlechte Hände, um ein Openraise eines Rocks in Position zu callen. Diese Hände haben ihre größte Stärke im Treffen von Toppaaren. Gegen die tighte Handrange des Gegners werden dir diese Toppaare jedoch nicht sehr viel bringen, da dich der Gegner sehr oft dominiert hat. Du spielst daher in dieser Situation mit reverse implied Odds. Dies ist sehr schlecht. Du willst eigentlich mit guten implied Odds spielen.
Mittlere und kleine suited Connectors
Dies sind die Hände, welche du gegen eine sehr tighte Handrange postflop in Position spielen willst. Du kannst die gegnerische Range sehr gut einschätzen und wirst kaum dominiert sein. Dir wird es daher gelingen, mit einer Hand wie beispielsweise 75s einem Rock einen enormen Anteil seines Stacks abzunehmen, wenn du ein Twopair triffst und dein Gegner ein Overpair hält.
Ähnliches gilt, wenn du einen Draw treffen solltest. Da du in Position spielen kannst, hast du die beste Möglichkeit, die Potsize zu kontrollieren und dir Freecards zu nehmen, wenn du diese benötigst. Da ein Rock teilweise seine Toppaar-Hände nicht ausreichend protecten wird, kannst du gegen ihn sehr gut ausdrawen.
Eine weitere Möglichkeit, einen Rock postflop in Position auszuspielen, ist es, gute Boardtexturen zu semibluffen oder zu floaten. Aufgrund der tighten Handselection weißt du genau, welche Boardtexturen der Rock mit seinen Händen treffen wird und kannst ihn daher auf den Boards, welche er in aller Regel verfehlen wird, sehr gut floaten oder semibluffen.
Respektiere Preflopraises eines Rocks! Diese wird er nicht mit einer mittelmäßigen Hand machen. Du musst dir bewusst sein, dass du gerade bei 3-Bets und 4-Bets eines Rocks gegen eine supertighte Handrange spielen wirst (im Schnitt: AK, KK+). Demzufolge solltest du nun nicht mit QQ oder AK für einen kompletten Stack preflop broke gehen.
Deine Equity wird dafür nicht ausreichen. Spielt der Rock mit einem Stack kleiner als 50BB ist dies wiederum eine andere Geschichte. Bei dieser Stacksize kannst du auch gegen eine solch tighte Range preflop mit QQ und AK broke gehen. Je passiver der Rock preflop jedoch spielt, desto stärker musst du diese Stacksizegrenze nach unten verschieben.
Wie spielst du im Multiwaypot gegen einen Rock?
Rocks spielen meist so eindimensional, dass sie nicht beachten, dass sich die Handstärke in einem Multiwaypot enorm verschiebt. Sie werden dann ihre Twopair oder Toppairs immer noch als recht gute Hände ansehen. Dies musst du gegen diesen Spieler ausnutzen. Seine Starthände tendieren dazu, Toppair und Twopair zu machen, welche der Rock in einem Multiwaypot überschätzen wird.
Wenn du also in einem 5-Way-Pot bettest, wirst du von einem Rock mit derselben Handrange geraist wie in einem Heads-up-Pot. Er erkennt nicht, dass du mit der Bet in vier Gegner mehr Stärke zeigst als mit einer Bet in nur einen Gegner. Dies muss dir unbedingt bewusst sein.
Straights und Flushes sind eher unwahrscheinlich. Liegt jedoch ein 3-suited Board, so sollte dir mit einem kleinen bis mittleren Flush bewusst sein, dass wenn der Rock dir nun Action gibt, er sehr wahrscheinlich den Nutflush halten wird. Es ist daher kein Fehler, diese Hände bei gegnerischer Action zu folden.
Da ein Rock jedoch das Konzept der Protection in Multiwaypots nicht verstanden hat und daher nicht auf Gegnerreduktion achtet, solltest du kein Problem haben, mit guten drawing Händen billig weitere Karten zu sehen.
Wichtig ist auch, wie die anderen Spieler, welche in der Hand verwickelt sind, den Rock einschätzen und sich diesem anpassen. Sehr oft spielen diese Spieler recht weak passiv, wenn ein Rock in der Hand involviert ist. Dies ist wieder ein Pluspunkt für dich und deinen potenziellen Draw.
Beispiele
0.50/1.00 No-Limit Hold'em (6 handed)
Stacks
Hero $100.00
BU $100.00
Preflop: Hero is UTG with K
Hero raises to $4.00, 2 folds, BU calls $4.00, 2 folds
Flop: Q


Hero bets $8.00, BU raises to $22.00, Hero ?
Gegen einen absoluten Maniac oder einen TAG wirst du hier kaum Probleme haben direkt am Flop zu 3-betten. Die gegnerischen Ranges sind in diesem Spot recht weit und enthalten sowohl schwächere made Hands wie auch Drawing-Hands. Gegen diese Handrange hast du am Flop genügend Equity, um direkt zu 3-betten.
Gegen einen Rock verändert sich die Handrange enorm. Die Range wird in dieser Situation meist nur AA, QQ, 88 und 44 enthalten, gegen welche du nur eine Equity von 8,4% haben wirst. In dieser Situation ist es daher möglich, gegen einen Rock direkt den Flop zu folden.
Da Rocks sehr straightforward spielen, kannst du ihre Hand oft sehr gut lesen und solltest daher auch deinem Read folgen und die schlechtere Hand dann auch folden. Callt ein Rock z.B. auf einem drawheavy Board eine Bet und bettet dann selbst, sobald der Draw angekommen ist, wird er fast immer den Flush bzw. die Straight getroffen haben. Dann kannst du dich öfter mal auch von einer eigenen starken Hand trennen.
0.50/1.00 No-Limit Hold'em (6 handed)
Stacks
Hero $100.00
BU $100.00
Preflop: Hero is UTG with Q
Hero raises to $4.00, 4 folds, BB calls $3.00
Flop: 8


BB checks, Hero bets $8.00, BB calls $8.00.
Turn: J
BB bets $22.00, Hero ?
Du hältst nun ein Overpair, aber die plötzliche Aggression deines Gegners muss dir zu denken geben. In der Range eines Rocks werden sich in dieser Situation nun nur noch getroffene Flushs befinden. Ein Overpair wird er selbst nicht betten und Sets wird er aufgrund der Flushgefahr sehr wahrscheinlich auch nur check/call Turn spielen.
Du hältst zwar selbst am Turn auch einen Flushdraw, jedoch wirst du mit aller Wahrscheinlichkeit drawing dead sein, da ein Rock in der Regel nur Highcards spielt und dementsprechend hier sehr oft das A

0.50/1.00 No-Limit Hold'em (6 handed)
Stacks
Hero $100.00
UTG $100.00
Preflop: Hero is BU with 8
UTG raises to $4.00, 2 folds, Hero calls $4.00, 2folds
Flop: Q

UTG bets $7, Hero calls $7.
Turn: 2
UTG checks, Hero bets $18, UTG calls $18.
River: J
UTG checks, Hero bets $45. UTG calls $45.
UTG shows A
Du hast hier einen sehr guten Flop getroffen und konntest durch deinen Flopcall den Gegner davon überzeugen, dass du keine zu starke Hand hältst. Der Rock hat hier sehr wahrscheinlich nur sein Overpair gesehen und konnte sich von seiner Premiumhand nicht trennen.
Dies ist ein wichtiger Punkt. Ein Rock spielt nur sehr wenige Hände und ihm fällt es daher sehr oft sehr schwer, sich dann von seinen Overpairs zu verabschieden, welche preflop noch so stark aussahen. Jedoch traut er sich auch nicht, diese zu aggressiv zu spielen, und verfällt daher recht schnell in eine passive Spielweise.
Dein Preflopcall hatte aufgrund der tighten Handrange des Gegners enorm große implied Odds, weswegen du diese Hand auch profitabel spielen kannst. Triffst du hier nicht einen super Flop hast du hier meist sehr einfache Postflop-Entscheidungen.
0.50/1.00 No-Limit Hold'em (6 handed)
Stacks & Stats
UTG $100
Hero $100
SB $100
BB $100
Preflop: Hero is BU with 8
UTG raises to $4.00, 2 folds, Hero calls $4.00, SB calls $3.50, BB calls $3.00.
Flop: K

SB checks, BB checks, UTG checks, Hero checks.
Turn: 3
SB checks, BB checks, UTG checks, Hero checks.
River: 8
SB checks, BB checks, UTG checks, Hero checks.
UTG shows A
SB shows 2
BB shows 7
Durch deine Position konntest du durchgehend behindchecken und kostenlos Freecards sehen. Der wichtigste Faktor, welcher dir dies ermöglichte, war der Rock, welcher direkt vor dir agieren musste. Da der Rock in der Hand war, spielten der SB und der BB sehr passiv, da sie immer ein starkes Pocketpaar vom Rock fürchten und daher nicht in ihn hineinbetten wollten.
Du hattest dadurch die Möglichkeit, umsonst zu drawen, und konntest sogar mit einem einfachen Paar schlussendlich den Pot am Showdown gewinnen.
Diese Hand zeigt dir sehr gut, wie sich auch die Spielweise der anderen Spieler verändert, sobald ein Rock in der Hand involviert ist.
Fazit
Gegen einen Rock musst du dein Spiel stark anpassen. Du musst immer die gegnerische Handrange beachten und im Hinterkopf behalten, dass dein Gegner sehr straightforward spielt. Zusammenfassend kann man also folgende Punkte notieren:
- Die relative Position gegen einen Rock ist nicht so wichtig, da du in beiden Fällen dich sehr gut an deinen Gegner anpassen kannst.
- Schwächere Hände kannst du gegen einen Rock öfter folden.
- Draws kannst du out of Position aggressiver spielen.
- Pure Bluffs und Semibluffs erzeugen viel Foldequity gegen den Rock, können aber auch Donation an eine überraschend starke Hand sein.
- Slowplay über den Flop hinaus ist fast nie eine Option, da der Rock oft zu passiv spielt. Wenn der Rock bettet, kannst du die Nuts slowplayen. Den Rest foldest du.
- Wenn der Rock einen krassen Beat einfängt, dann beobachte genau, ob sein Stil sich vielleicht zum TAG oder Richtung Maniac gewandelt hat.
- Das Spielverhalten deiner Gegner wird in einem Multiwaypot durch die Präsenz eines Rocks verändert.
- Gegen einen Rock kannst du in Position drawing Hands mit großen implied Odds oft profitabel spielen. Denn er vergisst oft, seine made Hands zu protecten.
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