Wie spielst du ein Double or Nothing?
Einleitung
In diesem Artikel
- Vor- und Nachteile eines DoN
- Die einzelnen Phasen eines DoN
- Wie du ein DoN schlägst
Anstatt ansteigende Preisstrukturen, wie bei einem klassischem Sit and Go oder auch einem Multi Table Turnier, gibt es hier entweder das doppelte Buy-in zurück oder du bekommst nichts. Man könnte sie deshalb eher mit einem Qualifier vergleichen und genau so ähnlich spielen sie sich auch. Du musst hier also nicht unter die ersten drei kommen, um einen Platz im Geld zu bekommen. Es reicht schon aus, wenn du unter die besten fünf Spieler kommst, denn bei einem 10 Mann DoN werden die besten 5 Spieler bezahlt.
Noch wichtiger als schon in einem normalen SnG wird hierbei das Überleben. Ein großer Stack ist dir dabei zwar sicherlich von Vorteil, allerdings bringt es dir nichts, einen Stack zu haben, der locker den 1. Platz in einem normalen SnG machen würde, weil du dadurch keinen zusätzlichen Anteil am Preispool bzw. eine höhere Auszahlungsstufe erreichen kannst. All diese Faktoren machen das Spiel in einem DoN zum einen sicherlich leichter, erfordern aber zum anderen auch eine andere Denkweise von dir.
Im folgenden Artikel erfährst du nun die Vor- und Nachteile eines solchen DoN. Du bekommst außerdem eine Strategie gezeigt, mit der es dir möglich sein sollte, diese auch zu schlagen. Du wirst dabei lernen, wie du die einzelnen Phasen eines DoN spielst und was der entscheidende Unterschied zu einem normalen SnG ist.
Anmerkungen zum Artikel
An dieser Stelle sei noch angemerkt, dass dieser Artikel sich lediglich auf die Fullring-DoN beschränkt und nicht die Shorthanded-DoN behandelt.
Bevor du dich jetzt vollkommen diesem Artikel widmest, solltest du ein generelles Verständnis dafür haben, wie man ein Sit and Go grundsätzlich spielt. Insbesondere Wissen darüber welche Hände sich aus welcher Position spielen lassen und wie sich die verschiedenen Phasen eines SnGs auf deine Spielweise auswirken, ist dabei hilfreich. Außerdem solltest du dich schon einmal mit dem Independent Chip Model (kurz: ICM) auseinander gesetzt haben.
Es empfiehlt sich also, dass du die Einsteiger- und Bronze Artikel schon einmal gelesen und verinnerlicht hast. Auch die Silberartikel sollten dir bekannt sein, sind aber bis auf den Artikel zum ICM nicht unbedingt nötig.
Welche Vor- und Nachteile hat ein Double or Nothing
So wie jede Variante im Poker ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile hat, haben auch die DoN ihre ganz individuellen Vorzüge. Im folgenden Abschnitt lernst du deshalb die Vor- und Nachteile eines Double or Nothing kennen. Er wird dir dabei helfen, zu erkennen, ob die DoN für dich die geeignete Variante darstellen oder ob du nicht doch lieber die normalen Sit and Go spielen solltest.
- Ein Platz unter den Top 5 bringt dich schon ins Geld. Anders als in einem normalen Fullring-SnG, bei dem du unter die Top 3 kommen musst, reicht dir in einem DoN eine Platzierung unter den ersten 5.
- Solides und einfaches ABC-Poker reicht, um ins Geld zu kommen. Die meisten deiner Gegner spielen einfach zu viele Hände und verschleudern somit nur unnötig ihre Chips. Du hingegen bleibst tight und wartest auf gute Hände und natürlich auch darauf, dass sich deine Gegner gegenseitig aus dem Spiel werfen.
- Gerade wenn du am Anfang deiner Karriere stehst, eignen sich die DoN auf Grund der vielen schlechten Spieler und der einfachen Spielweise gut, um dir eine Bankroll für höhere Buy-ins oder auch für eine normale SnG-Karriere aufzubauen. Spiele einfach so lange, bis du eine gute Bankroll für eine von dir bevorzugte Spielart hast oder bis du auf einem Limit angekommen bist, wo sich das Spiel richtig lohnt.
- DoN eignen sich sehr gut für Multitabler und Anfänger. Aufgrund unserer tighten Spielweise haben wir wenige schwere Entscheidungen zu treffen. Solltest du aber noch am Anfang stehen, beschränke die Anzahl deiner Tische und investiere die freie Zeit in die Beobachtung deiner Gegner. Mit jedem gespielten DoN wirst du sicherer werden und kannst dann weitere Tische hinzunehmen.
- Durch den hohen Rake kann es vorkommen, dass du trotz deiner Breakeven-Spielweise Verlust machst.
- Gute Spieler verlieren einen Teil ihrer Edge, da man eben nur sein Buy-in verdoppelt und nicht wie bei einem klassischen SnG, für den 1. Platz gleich 50% des Preispools einstreicht. Bist du also ein guter SnG-Spieler, solltest du eher zu den normalen SnGs tendieren. Auf diese Weise kannst du deine Edge optimal ausnutzen.
Welches Bankrollmanagement brauchst du
Auch wenn die Double or Nothing relativ leicht zu schlagen sein sollten, darfst du natürlich das wichtigste Prinzip des Pokerns keinesfalls vernachlässigen: Das Bankrollmanagement.
Sinn des Ganzen ist es, Downswings verkraften zu können und kontinuierlich in den Limits aufzusteigen.
Wie bei normalen SnGs empfiehlt sich hier das 50-fache des jeweiligen Buy-ins, damit du auch den einen oder anderen Downswing verkraften kannst. Wegen der Auszahlungsstruktur in einem DoN dauert es länger, den Verlust bei einem Downswing auszugleichen, weil du deinen Einsatz nur verdoppeln kannst.
Das genaue Bankrollmanagement kannst du folgender Tabelle entnehmen:
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DoN Bankrollmanagement
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Außerdem solltest du wissen, dass nicht alle Seiten auf jedem dieser Limits ein DoN anbieten. Dein Bankrollmanagement kann also je nach Plattform von den hier vorgestellten abweichen. Es kann also durchaus sein, dass du von den $1 DoN direkt auf die $5 aufsteigen musst. In diesem Fall solltest du die $1 Buy-ins natürlich so lange spielen, bis du die nötige Bankroll für das $5 Buy-in hast.
Auch der Rake spielt hier eine große Rolle. Du solltest dir deshalb gerade als Anfänger eine Seite suchen, in der der Rake möglichst gering ist.
- Spiele niemals ein DoN-Limit, wenn du nicht mindestens das 50-Fache des Buy-ins hast
- Suche dir als Anfänger eine Seite mit möglichst wenig Rake
Genaueres über den Sinn eines ordentlichen Bankrollmanagement und welche Limits welche Bankroll erfordern, erfährst du in diesem Artikel: Wie spielst du ein Turnier?
Die Strategie für ein Double or Nothing
Du weißt jetzt, was ein Double or Nothing ist und welche Vor- und Nachteile dir diese bieten.
Im Folgenden wirst du eine Strategie kennen lernen, mit der es dir möglich sein sollte, die DoN zu schlagen. Bedenke aber, dass diese Strategie alleine noch keinen Profispieler aus dir macht. Du solltest deine Aktionen deshalb ständig kritisch hinterfragen und natürlich auch weiterhin die Strategiesektion durcharbeiten und deine Hände von unseren Handbewertern bewerten lassen.
Informationen über deine Gegner sind neben einer tighten Spielweise das A und O bei den DoN. Du solltest deshalb gerade in der Anfangsphase deine Gegner beobachten und deine Erkenntnisse in Notes festhalten. Diese Informationen werden gerade in der Endphase sehr wichtig. Du erkennst dann, welcher Gegner ein schlechter Spieler ist und auch, welcher Gegner ein regelmäßiger Spieler ist, vor dem du dich in Acht nehmen solltest.
Ein wichtiges Merkmal hierbei ist die Anzahl an Händen, die dein Gegner spielt. Ist dein Gegner sehr loose, wird er wahrscheinlich nicht so gut bei den DoN abschneiden. Ist dein Gegner hingegen tight, wird er sich über die Funktionsweise eines DoN Gedanken gemacht und eine (erfolgreiche) Strategie haben. Solltest du in der späten Phase einen dieser tighten Spieler an deinem Tisch haben, gehe ihm lieber aus dem Weg, wenn er aktiv wird. Er wird oft eine starke Hand halten, wenn er pusht!
Wie bei jedem Turnier bestimmt sich deine Spielweise primär nach dem Verhältnis deiner Chips zu den Blinds. Am Anfang wirst du noch einen Stack haben der, im Vergleich mit den Blinds relativ groß ist. Aber mit jedem Blindanstieg ändert sich dieses Verhältnis und damit auch deine Spielweise. Für die frühe, mittlere und späte Phase eines DoN empfiehlt sich eine jeweils eigene Spielweise.
In der frühen Phase ändert sich nicht sonderlich viel zu einem normalen SnG. Du spielst aus der Frühen Position besonders tight und wirst zum Button hin immer looser.
In früher Position foldest du alle Karten, bis auf QQ+, AK. Mit diesen wirst du immer erhöhen. Je nach der Aggressivität der Gegner hinter dir kannst du noch mit JJ mitgehen. Gewöhne dir aber an, so wenig wie möglich zu limpen.
In mittlerer Position solltest du etwas looser werden und zusätzlich noch mit JJ und TT erhöhen. Auch Pocket Pairs können sehr große Pötte gewinnen, wenn du den Flop gut triffst. Du kannst also ab der mittleren Position auch öfter mal ein höheres Paar limpen. Achte aber darauf, dass du nicht immer mit jedem kleinen Paar mitgehst, denn dafür sind deine Chips zu wertvoll. Ab MP3 kannst du allerdings auch mit den kleinen Paaren mitgehen und auf Setvalue spielen.
Neben deinen Händen wird es natürlich wie bereits erwähnt äußerst wichtig, dass du deine Gegner beobachtest und ihnen Notes zuordnest. Solltest du festgestellt haben, dass du einen aggressiven Gegner hinter dir hast, der sehr viele Hände erhöht, kannst du deine kleinen Paare bedenkenlos wegwerfen.
In der späten Position und aus den Blinds heraus, erhöhst du dann zusätzlich noch AQ, AJ und auch KQ. Lerne aber, dich von diesen Händen zu trennen, wenn du ein Reraise bekommst. Denn es ist besser, wenig Chips durch einen eigenen Raise zu riskieren, als viele durch einen unnötigen und schlechten Call zu verlieren.
Allgemein gilt hier, dass du nur sehr selten eine Erhöhung mitgehst. Schlechte Hände solltest du folden und mit deinen starken Händen solltest du nochmals erhöhen oder direkt All-in gehen.
Bei jeder Hand solltest du dir stets bewusst machen, was dein Ziel in der frühen Phase eines DoN ist: deine Chips zu bewahren, um in der mittleren Phase gut zu spielen. Wie auch bei einem normalen Sit and Go beginnt die entscheidende Phase erst in der späten Phase und genau da willst du hin.
- Tight is right
- Das eigentliche Spiel beginnt erst in der späten Phase
Auch die mittlere Phase eines DoN ist nicht viel anders als in einem Sit and Go. Wichtig ist, dass du gut durch diese Phase kommst, ohne vorzeitig aus dem Spiel zu fliegen. Da dich nun jede Entscheidung mehr Chips kostet, musst du dementsprechend auch deine Strategie anpassen. Du solltest deshalb deutlich tighter werden und auch keine kleinen Paare mehr limpen.
In der frühen Position bleibt alles beim Alten. Du erhöhst first in nur AA, KK, QQ und AK. Limpen sollte vermieden werden, solltest du also JJ spielen wollen, empfiehlt sich hier eher ein Raise.
In mittlerer Position erhöhst du first in TT+, AK und AQ. Auch hier solltest du keine Hände mehr limpen.
Dein Spiel in der späten Position und in den Blinds gleicht dem Spiel aus der mittleren Position. Sollten alle Spieler vor dir folden, und die Spieler nach dir tight sein, kannst du aber auch versuchen, mit kleineren Paaren die Blinds zu stehlen. Auch hier gilt, dass du dich rechtzeitig von diesen Händen trennen musst, wenn du auf Gegenwehr stößt.
Wichtig ist, dein Spiel deinen Gegnern anzupassen. Vermeide das Spiel gegen die Deepstacks. Greife stattdessen die Short- und Midstacks an.
Auch Blindsteals werden lohnenswerter und sollten langsam in deinem Repertoire auftauchen. Versuche hier gegen die tighten Gegner zu stehlen, die eine Hand wegwerfen können. Insbesondere solltest du berücksichtigen, dass die Shortstacks ihre Blinds mit einer weiten Range verteidigen werden.
Vermeide, ein Raise einfach nur zu callen. Frage dich, ob deine Hand gut genug für einen Reraise oder einen direkten Push ist. Ist sie es nicht, ist sie meistens auch nicht gut genug, um eine Erhöhung damit zu callen.
- Tighter werden
- Steale gegen tighte Gegner
- Ein Call ist häufig falsch
- Vermeide das Spiel mit den Deepstacks
Hier unterscheidet sich ein DoN maßgeblich von einem Sit and Go. Denn anders als bei einem SnG kommst du nun entweder ITM und bekommst deinen doppelten Buy-in zurück oder gehst leer aus. Ansteigende Auszahlungen gibt es nicht, weshalb es sich hier auch nicht sonderlich lohnt, seinen ganzen Stack zu riskieren um seinen Anteil am Preispool zu verbessern.
Der Grund dafür ist mit dem Independent Chip Model (ICM) zu erklären. Während du bei einem normalen SnG mit einem All-in deine Chips riskierst um deinen Anteil am Preispool wesentlich zu erhöhen, ist diese Vorgehensweise in einem DoN anders zu betrachten:
Bei einem normalen 10er SnG ist der theoretisch maximale Anteil am Preispool 50%, diese erreicht natürlich nur derjenige Spieler, der am Ende das SnG auch gewinnt. Bei einem DoN sieht die Sache leider anders aus. Hier kann man maximal 20% am Preispool erreichen, was einen Push häufig nicht rechtfertigt.
Beispiel: Du hast dich in ein $5 DoN eingekauft und bist an der Bubble. Von den verbleibenden 6 Spielern hat jeder einen Stack von 2500 Chips. Zu diesem Zeitpunkt hat jeder Spieler einen Anteil am Preispool von 0,1667 also ca. 16,66%.
Jedes gewonnene All-in verbessert deinen Anteil aber nur auf 0,2 oder 20%.
Bei einem $50 Preispool, sind die Chips eines jeden Spielers in der oben genannten Situation ca. $8.33 Wert. Gehst du nun mit deinen Chips All In, riskierst du diese $8.33, nur um weitere $1.67 zu bekommen.
Zur Verdeutlichung das Ganze nochmals als Tabelle:
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Vergleichen wir diese Situation nun mit einem normalen SnG:
Du hast dich für $5 in ein SnG eingekauft. Die Auszahlungsstruktur ist 50/30/20. An der Bubble sind noch 4 Spieler mit jeweils 3750 Chips.
Zu diesem Zeitpunkt hat jeder Spieler einen Anteil am Preispool von 0,25 oder eben 25%.
Gehst du nun All-in und gewinnst, verbessert sich dieser Anteil auf 0,3833 also ca. 38,3%.
Bei einem Preispool von $50 riskierst du also $12.5 um dich auf $19.15 zu verbessern. Der Risiko/Nutzen-Faktor ist also wesentlich besser, als bei einem DoN. Zudem verbessert jedes weitere gewonnene All-in deinen Anteil, bis hin zu 50%, wenn du das SnG gewinnst.
In der Tabelle sieht das ganze dann so aus:
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Du siehst also, dass die Bubble bei einem SnG dir einen wesentlich größeren Sprung im Preispool ermöglicht und der Wert deiner Chips höher steigt, als bei einem DoN. Zudem kann dieser in einem SnG noch weiter steigen, weil es ja noch unterschiedliche Auszahlungen für die Plätze 1-3 gibt.
Du kannst deshalb in einem normalen SnG ein höheres Risiko eingehen und eine weitere Handrange als in einem DoN pushen. Wenn du dies verstanden hast, verschaffst du dir einen enormen Vorteil gegenüber dem „normalen“ Spieler.
Dies ist der wichtigste Aspekt eines Double or Nothing, den du unbedingt verstanden haben solltest, um diese erfolgreich zu spielen. Dein ganzes Spiel in der späten Phase sollte sich hieran ausrichten!
- Ein Double Up in einem DoN verbessert deinen Anteil am Preispool nur unwesentlich. Es ist also zu riskant, zu oft die Konfrontation zu suchen
Welche Hände du nun hier spielen kannst, hängt von deinen Gegnern und auch der Größe deines und ihrer Stacks ab. Du kannst als groben Anhaltspunkt natürlich die Push or Fold Tabelle nehmen.
Diese kannst du hier finden:
Vier Standard-Charts für die Push-or-Fold-Phase
Du solltest allerdings tighter Pushen und ein All-in deines Gegners sehr selten callen. Hier macht sich nämlich jetzt die unterschiedliche Konstellation an der Bubble bemerkbar. Welche Hände sich genau für einen Push eignen, hängt hierbei primär von deiner Position und der Spielweise deiner Gegner ab. Gegen tighte Gegner kannst du eine größere Range pushen als gegen die loosen. Übertreibe es aber nicht mit den All Ins, da jeder deine Equity am Preispool nur minimal verbessert!
Sind deine Gegner sehr aggressiv, ist ein Fold oftmals das beste Spiel. Deine Gegner können sich so gegenseitig aus dem Spiel werfen und du kommst ins Geld. Beachte aber, dass du selbst nicht völlig passiv wirst, sonst fressen die Blinds deinen Stack auf und es kommt zu einem Zwangs-All-in mit möglicherweise schlechten Karten. Außerdem sinkt mit deiner Stackgröße auch deine Foldequity.
Blindsteals sollten deshalb an der Bubble dein Standardspiel zum Überleben werden. Da du in der frühen und mittleren Phase deine Gegner beobachtet und Notes geschrieben hast, solltest du nun wissen, welcher Spieler die Funktionsweise eines DoN verstanden hat und welcher nicht.
Deine Steals richten sich primär gegen die Gegner, die du als gut und tight eingeordnet hast. Sie werden sehr oft folden und dein All-in nur mit sehr wenigen Händen callen.
Einen Push gegen loose und schlechte Spieler solltest du hingegen nur mit sehr starken Händen versuchen. Diese Spieler callen zu oft und du gehst nur ein unnötiges Risiko ein, vorzeitig aus dem DoN auszuscheiden. Hier greift das Prinzip, dass Überleben wichtiger als ein möglichst großer Stack ist.
Du selbst callst fast nie ein Preflop All-in deiner Gegner. Auf diese Weise gehst du keine unnötigen Risiken ein. Die loosen Gegner werden hierbei eine sehr weite Range pushen, während die tighten Gegner auch tighter pushen. In beiden Fällen lohnt sich ein Call aber grundsätzlich nicht. Gegen die Pushingrange der tighten Gegner liegst du häufig hinten und bei einem Push eines loosen Gegners kannst du dir niemals sicher sein, welche Hand dein Gegner hält. Aus diesem Grund pushen wir lieber selbst first-in und ersparen uns unangenehme Calls.
Es gibt natürlich Situationen, in denen du ein All-in callst, z.B. wenn du AA oder KK hast. Weiterhin ist es schon mal sinnvoll, mit schlechteren Händen als AA und KK mitzugehen. Dies ist der Fall, wenn du selbst einen sehr großen oder einen sehr kleinen Stack hast. Hier kannst du nämlich entweder deinen Anteil am Preispool wesentlich verbessern oder du gehst ein sehr geringes Risiko ein.
Wenn du dich in der späten Phase, an diese Spielweise hältst, solltest du auch einen Großteil deiner Double or Nothing im Geld beenden können.
- Nutze deine Notes
- Folde oft, wenn deine Gegner sehr aggressiv sind
- Calle selten ein All-in
Fazit
Du hast nun gelernt wie du ein Double or Nothing spielst und weißt, wie wichtig eine tighte Spielweise ist. Außerdem hast du gesehen, wie sich ein DoN von einem SnG unterscheidet und welche Faktoren bei einem Push eine Rolle spielen.
Bedenke bitte, dass diese Strategie nur ein Grundgerüst darstellt. Eigenes Mitdenken und die Einordnung deiner Gegner ist immer wichtig und hilft dir selbst, deine Spielweise zu verbessern.